Veranstaltungsarchiv

Anna Baar: Divân mit Schonbezug
Ort: Lesecafé des Kulturforum Hanau
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Am Freiheitsplatz 18 a, 63450 Hanau
Anna Baar liest erneut im Kulturforum Hanau
Die österreichische Autorin Anna Baar kommt am Dienstag, 1. September 2026, erneut nach Hanau. Um 20 Uhr liest die Trägerin des Brüder-Grimm-Preises für Literatur 2023 im Kulturforum aus ihrem ausgezeichneten Erzählband »Divân mit.
Mit dem Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau wurde Anna Baar 2023 für ihr Buch ausgezeichnet, das sich mit Fragen von Identität, Herkunft und Zugehörigkeit beschäftigt. Die Geschichten erzählen vom Aufwachsen zwischen Kulturen, von Heimat und Fremdsein sowie von den Menschen und Orten, die ein Leben prägen. Der Wallstein Verlag beschreibt das Buch als „Geschichten über das Fremde und gleichzeitig Schöne, über das Heranwachsen zwischen den Kulturen, Heimat und Sehnsucht“.
Die Lesung findet 01. September 2026 im Lesecafé des Kulturforum Hanau statt und beginnt um 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Es wird um Anmeldung per E-Mail an stadtbibliothek@hanau.de gebeten.

Internationales Literaturfestival Berlin I Thea Mengeler: Öffentlicher Nahverkehr
Ort: Haus der Berliner Festspiele
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Berlin
Webseite: literaturfestival.com
Shitstorms, Fake-Profile, Deepfakes: Digitale Gewalt gegen Frauen nimmt zu, ihre Formen werden immer ausgefeilter. Wie lässt sich dieses Thema literarisch, juristisch, schreibend fassen? Thea Mengeler nähert sich ihm im Roman »Öffentlicher Nahverkehr« an, ihre Protagonistin ist busfahrend auf der Suche nach einem Umgang mit ihren Erfahrungen. Asha Hedayati vertritt als Rechtsanwältin gewaltbetroffene Frauen und schreibt über Frauenhass und seine juristischen Dimensionen.
Mit Asha Hedayati, Thea Mengeler
Es moderiert Marie-Christine Knop
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
Tickets sind online erhältlich.

Poesiefest Düsseldorf I Nasima Sophia Razizadeh
Ort: Heine Haus
Beginn: 16.00 Uhr
Adresse: Bolkerstraße 53, 40213 Düsseldorf
Webseite: www.heinehaus.de
Ursula Krechel. Die da. Ausgewählte Gedichte. Jung und Jung Verlag.
Die Gedichte beobachten hellwach das Miteinander und Gegeneinander der Menschen, greifen die Gegenwart der Geschichte auf und richten einen präzisen, oft misstrauischen Blick auf Liebe, Reisen, Altern und den Tod. Krechels Ton zeichnet sich durch schmerzhafte Genauigkeit, prosaisch anmutende Langzeilen, eine große Lust am sprachlichen Detail aus.
Nasima S. Razizadeh. Entschwebung. Wallstein Verlag
Mit Entschwebung legt die studierte Biologin Nasima Sophia Razizadeh, die 1991 in Frankfurt am Main geboren wurde, ihren zweiten Gedichtband vor. Im Zentrum stehen unter anderem Übergänge, Schwellen und Zustände des Dazwischen. Die Gedichte kreisen um Momente des Lösens und Verharrens, um Bewegung und um Wahrnehmung. Sprache erscheint dabei weniger als Mittel der Festlegung denn als Raum, in dem Bedeutung in der Schwebe bleibt. (Buchkultur Februar 2026)
Eintritt: EUR 12,-/8,- (Erm.),
Reservierung unter: info@heinehaus.de. Tel.: 0211 200 54 294
VVK: Müller & Böhm Literaturhandlung im Heine Haus (nur bar) oder online unter: rausgegangen.de

Internationales Literaturfestival Berlin I Mariam Meetra: Ich habe den Zorn des Windes gesehen
Ort: Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Stresemannstraße 90, 10963 Berlin
Webseite: literaturfestival.com
Politik im Exil
Die Literatinnen Aslı Erdoğan, Stella Gaitano und Mariam Meetra mussten aus politischen Gründen ihre Heimat verlassen. Seither setzen sie ihr Schreiben und Engagement im Exil fort. Im Gespräch schildern sie ihre Erfahrungen und berichten von den Kämpfen, die sie führen, um gehört zu werden. Was bewegt sie, auch fern der Heimat an ihren Überzeugungen festzuhalten? Welche Rolle spielt das Schreiben? Und inwiefern prägen die politischen Strukturen des Aufnahmelandes ihr Denken, Fühlen und Handeln?
Mit Aslı Erdoğan, Stella Gaitano und Mariam Meetra
Es moderiert Shila Behjat
Auf Englisch und Deutsch mit Simultanverdolmetschung
Eine Kooperation mit der Körber-Stiftung und dem Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung. Mit Unterstützung von Weiter Schreiben, ein Projekt der gemeinnützigen Organisation WIR MACHEN DAS.
18€, ermäßigt 12€

Thea Mengeler: Öffentlicher Nahverkehr
Ort: Landesvertretung Niedersachsen
Beginn: 12.00 Uhr
Adresse: In den Ministergärten 10, 10117 Berlin
Webseite: www.literaturherbst.com
In der Ringlinie lasst sie ihre Gedanken kreisen. Der öffentliche Nahverkehr wird zum Verarbeitungsort für das, was ihr widerfahren ist: digitale sexualisierte Gewalt. Thea Mengeler beschreibt mit den Erfahrungen ihrer Hauptfigur das Thema der Stunde. Ihr dritter Roman Öffentlicher Nahverkehr (Wallstein 2026) erzählt vom Eindringen in die tiefste Privatsphäre, von Blicken, Hass und Scham. Und er benennt andere ganz alltägliche sexistische Grausamkeiten. Mit Amelie May spricht Mengeler über Literatur und Übergriffe.
Der Göttinger Literaturherbst ist wieder mit einer Prologveranstaltung zum Festival Gast in der Landesvertretung Niedersachsen in Berlin. Die Lesung findet im Rahmen des öffentlichen Kunst- und Kulturprogramms »inspektionen // NeuLand« statt und kann kostenfrei als Videoaufzeichnung abgerufen werden. Für alle weiteren Streams gilt das ON AIR-Ticket. Mehr unter literaturherbst-on-air.com.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter anmeldung.lv-niedersachsen.de.

Jehona Kicaj: ë
Ort: Aula der Universität Göttingen
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Wilhelmsplatz 1, 37073 Göttingen
Webseite: www.akademienunion.de

Angelina Pils: Schneider/Schwerte. Ein westdeutsches Doppelleben 1945-1999
Ort: Katechetisches Institut
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Eupener Straße 132, 52066 Aachen
Webseite: ki-aachen.de

Marie Müller-Zetzsche: Erneuerung der alten Rechten
Ort: Buchhandlung Sputnik
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Charlottenstraße 28, Potsdam
Webseite: www.mmz-potsdam.de
Erneuerung der alten Rechten
Nationalistische und rassistische Diskurse in Deutschland und Frankreich, 1951-1971
Die Neue Rechte hat eine Geschichte. In 'Erneuerung der alten Rechten' zeichnet Marie Müller-Zetzsche nach, wie sich rechtsradikale Ideologien nach 1945 in Deutschland und Frankreich erneuerten. Anhand der einflussreichen Zeitschriften 'Nation Europa' und 'Défense de l’occident' zeigt sie, wie alte nationalistische und rassistische Denkmuster sprachlich modernisiert, transnational vernetzt und an veränderte politische Bedingungen angepasst wurden.
Die Veranstaltung stellt die zentrale These des Buches zur Diskussion: Die Neue Rechte entstand nicht aus dem Nichts – sie knüpft an intellektuelle Kontinuitäten an, die bis in die Nachkriegszeit zurückreichen.
Die Studie entstand am Moses Mendelssohn Zentrum im Kooperationsprojekt 'Die radikale Rechte in Deutschland 1945-2000' in Zusammenarbeit mit dem Leibniz Zentrum für Zeithistorische Forschung. Informationen: https://projekt.radikale-rechte.de/
Die Buchvorstellung wird präsentiert vom Moses Mendelssohn Zentrumfür europäisch-jüdische Studien und dem Buchladen Sputnik.

Anna Baar: Amseln
Ort: Buchhhandlung HEYN
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Kramergasse 2-4, 9020 Klagenfurt, Österreich
Webseite: www.oeticket.com
Anna Baar liest aus ihrem neuen Roman »Amseln«
Tickets sind online erhältlich über: www.oeticket.com
Ein wortgewaltiger Roman über ein von bizarren Selbstinszenierungen geprägtes Frauenleben zwischen Psychodrama, mystischem Wahn und Groteske.
Eine der geschlechtlichen Nötigung eines Patienten beschuldigte ehemalige Nervenärztin findet ein altes Foto: Es zeigt sie als junge Frau gemeinsam mit ihrer Schwester an einem Hotelpool in Luxor. Überwältigt von den Erinnerungsbildern beschließt die Frau, ihrem während jener Reise verschwundenen Geliebten die verheimlichte Wahrheit schriftlich nachzutragen. Ihre Briefe geraten zu einer Art Lebensbeichte. Hinter der Fassade des früh gealterten Mädchens aus angeblich gutem Haus tun sich Abgründe auf: Aus Loyalität zur Mutter und zur freudlosen Schwester sabotiert sie das Glück, scheitert systematisch in Freundschafts- und Liebesdingen – und macht sich am Ende sogar im Namen der Liebe schuldig.
Im Vermächtnis der inzwischen Verschollenen finden sich neben den Briefen etliche Notizen, Beobachtungsprotokolle, Traumnotate und Gedächtnisstützen. Sie ergänzen das Bild einer von Heuchlern und Neidern um ihr Gesicht Gebrachten, die getrieben ist vom Wunsch, erkannt zu werden.
Letztlich scheitert sie an ihrer vergeblichen Hoffnung auf Gnade und Vergebung, fälscht ihre Online-Profile, belügt ihre Astrologin – und füllt ihren Kühlschrank mit sündteuren Delikatessen, um der Nachwelt ein Leben vorzugaukeln, das sie nie geführt hat.

Ralph Dutli: Holundertraum
Ort: Vitus & Urban
Beginn: 15.00 Uhr
Adresse: Marktgasse 2, 6330 Kufstein, Österreich
Webseite: www.sprachsalz.com
Im Rahmen des Literaturfestivals »Sprachsalz« – https://www.sprachsalz.com/ – liest Ralph Dutli aus seinem Gedichtband »ALBA« ( (Wallstein 2024) und dem am 19. August erscheinenden »HOLUNDERTRAUM. Gedichte und Übertragungen aus sieben Sprachen und zweitausend Jahren«. Bei der ersten Lesung liegt der Schwerpunkt auf seinen eigenen Gedichten, bei der zweiten auf Übertragungen von Gedichten aus dem Lateinischen, Okzitanischen, Französischen, Italienischen, Englischen, Spanischen, Russischen: Gedichte von Catull und Dante, Louise Labé und John Donne, Paul Verlaine und Guillaume Apollinaire, Marina Zwetajewa und Joseph Brodsky.

Ralph Dutli: Holundertraum
Ort: Kulturquatier Theater
Beginn: 14.00 Uhr
Adresse: Theaterplatz 1, 6330 Kufstein, Österreich
Webseite: www.sprachsalz.com
Im Rahmen des Literaturfestivals »Sprachsalz« – https://www.sprachsalz.com/ – liest Ralph Dutli aus seinem Gedichtband »ALBA« (Wallstein 2024) und dem am 19. August erscheinenden »HOLUNDERTRAUM. Gedichte und Übertragungen aus sieben Sprachen und zweitausend Jahren«. Bei der ersten Lesung liegt der Schwerpunkt auf seinen eigenen Gedichten, bei der zweiten auf Übertragungen von Gedichten aus dem Lateinischen, Okzitanischen, Französischen, Italienischen, Englischen, Spanischen, Russischen: Gedichte von Catull und Dante, Louise Labé und John Donne, Paul Verlaine und Guillaume Apollinaire, Marina Zwetajewa und Joseph Brodsky.

Kai Weyand im Rahmen der Herdermer Sommerlesungen
Ort: Vorderhaus Freiburg
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Habsburgerstraße 9, 79104 Freiburg i.B.
Webseite: buergerverein-herdern.de

Annelie Buntenbach: Leben und Kämpfen in den Cevennen 1940-1944
Ort: Bürgerwache am Siegfriedplatz
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Rolandstraße 16, 33615 Bielefeld
In den Cevennen fanden während des Zweiten Weltkriegs außergewöhnlich viele Menschen Zuflucht. Die Résistance war international aufgestellt. Hier kämpfte die größte Gruppe deutscher Antifaschisten. Diese Geschichte macht Mut. Sie zeigt, dass Menschlichkeit auch unter schwierigen Bedingungen eine Chance hat.
»Ohne vorherige Absprache begannen die Cevenolen, Juden zu verstecken, Arbeitsdienstverweigerer, politische Flüchtlinge. Diese Arbeit geschah ohne Ordnung, ohne Methode, aber jeder wollte etwas tun.« (Ernst Peytavain, Résistance)
Kartenvorverkauf:
Antiquariat in der Arndtstraße (Arndtstraße 51, 33615 Bielefeld), Mo-Fr von 12-19 Uhr und Sa von 10-14 Uhr
Eintritt 8€ / Ermäßigt 4€

Selene Mariani: Aus dem Dachfenster die Wolken sehen
Ort: Literaturhaus St. Jakobi
Beginn: 15.00 Uhr
Adresse: Jakobikirchgasse, 31134 Hildesheim
Es geht wieder los! Zur Eröffnung der neuen Spielzeit »Träumen« lädt das Literaturhaus St. Jacobi an diesem spätsommerlichen Freitagnachmittag herzlich ein. Wir stellen das Programm der kommenden Monate vor und geben einen Ausblick auf Lesungen, Gespräche und neue Formate.
Zu Gast ist die Autorin Selene Mariani, mit einer Lesung aus ihrem neuen Roman Aus dem Dachfenster die Wolken sehen. Dessen Ich-Erzählerin fragt sich: Wie möchte ich leben? Ist angesichts der Krisen der Gegenwart ein erfülltes Leben überhaupt möglich? Während sie vom eigenen Roman und einer Wohnung mit Dachfenster träumt, beobachtet sie die Lebensentwürfe anderer Frauen, bis ihre Schwester mit Kind bei ihr einzieht.
Selene Mariani studierte am Hildesheimer Literaturinstitut. Ihre Texte wurden unter anderem für den Literaturpreis Prenzlauer Berg, den Berliner Hörspielpreis und den BücherFrauen-Literaturpreis nominiert.

Jehona Kicaj: ë im Rahmen der Brugger Literaturtage
Ort: Brugger Literaturtage
Beginn: 17.15 Uhr
Adresse: Brugg, Schweiz
Webseite: www.brugger-literaturtage.ch

»Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden« und »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?« | im Rahmen der Veranstaltungsreihe ›Das Land liest‹
Ort: Stadtbibliothek St. Pölten
Adresse: Domplatz 2, DachBoden, 3100 St. Pölten, Österreich
Die Ukrainische Bibliothek
Gespräch mit Tanja Maljartschuk
Moderation: Klaus Zeyringer

Literaturherbst Heidelberg | Pol Guasch: Auf den Händen brennt das Paradies
Ort: KLUB im Karlstorbahnhof
Beginn: 17.00 Uhr
Adresse: Marlene-Dietrich-Platz 3, 69126 Heidelberg
Webseite: literaturherbstheidelberg.de
Der gefeierte katalanische, queere Jung-Autor Pol Guasch zu Gast in Heidelberg – mit seinem Roman über Freundschaft, Erinnerung, Sehnsucht und Hoffnung in einer Welt, die im Feuer steht.
Auf einer Party lernen sich Rita und Líton kennen. Sie, die in der Siedlung aufwächst, die auf einem Berggipfel liegt und wo die Männer in einer Mine die Rohstoffe aus der Erde ziehen, und er, der im Tal in der Stadt groß wird, schließen Freundschaft. Eine Freundschaft, die in einer Welt, die vor dem Untergang steht, ein Fantasieuniversum ausbildet, in dem die beiden von einer bewohnbaren Welt träumen. Von der Siedlung aus sieht man die im Tal wütenden Waldbrände, ein tödlicher Virus grassiert zwischen Männern, die sich lieben und mit dem sich auch Líton infiziert. Eine Hölle auf Erden – der sich das Paradies der Freundschaft entgegenstellt.
Pol Guasch entwirft in seinem neuen Roman eine dystopische Welt, in der sich zwei junge Menschen finden und Freundschaft schließen, gemeinsam sich emanzipieren und die Lebensfreude junger Menschen erleben. Aus unterschiedlichen Perspektiven heraus und hochpoetisch erzählt, entwickelt der Roman das Bild einer Freundschaft, das Sicherheitsnetz sein kann unter dem Drahtseil, das unser Leben ist.
Tickets erhalten Sie im VVK und an der Abendkasse (Aufpreis)
VVK 8,02 € | VVK erm. 5,90 € | AK 10,00 € | AK erm. 8,00 €
Gespräch auf Englisch, Lesung auf Deutsch
Moderation: Marcel Kückelhaus (CAPAS)

Hisashi Tôhara: Hiroshima. Eine Stimme aus der Hölle
Ort: Saarländisches Künstlerhaus Saarbrücken e. V.
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Karlstraße 1, 66111 Saarbrücken
Webseite: kuenstlerhaus-saar.de
Daniel Jurjew liest aus seiner Übersetzung von Hisashi Tôharas »Hiroshima: Eine Stimme aus der Hölle«

Frieder Günther und Eva Balz: Verwandlung durch Recht
Ort: Haus der Geschichte
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Wlly-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn

Annelie Buntenbach: Leben und Kämpfen in den Cevennen 1940-1944
Ort: Bürgerwache am Siegfriedplatz
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Rolandstraße 16, 33615 Bielefeld
In den Cevennen fanden während des Zweiten Weltkriegs außergewöhnlich viele Menschen Zuflucht. Die Résistance war international aufgestellt. Hier kämpfte die größte Gruppe deutscher Antifaschisten. Diese Geschichte macht Mut. Sie zeigt, dass Menschlichkeit auch unter schwierigen Bedingungen eine Chance hat.
»Ohne vorherige Absprache begannen die Cevenolen, Juden zu verstecken, Arbeitsdienstverweigerer, politische Flüchtlinge. Diese Arbeit geschah ohne Ordnung, ohne Methode, aber jeder wollte etwas tun.« (Ernst Peytavain, Résistance)
Kartenvorverkauf:
Antiquariat in der Arndtstraße (Arndtstraße 51, 33615 Bielefeld), Mo-Fr von 12-19 Uhr und Sa von 10-14 Uhr
Eintritt 8€ / Ermäßigt 4€

Marie Müller-Zetzsche: Erneuerung der alten Rechten
Ort: Deutsch-Französisches Institut
Beginn: 18.30 Uhr
Adresse: Asperger Straße 34, 71634 Ludwigsburg
Webseite: www.dfi.de
Vortrag von Dr. Marie Müller-Zetzsche vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e. V.
Nach dem Zweiten Weltkrieg suchten NS-Propagandisten aus verschiedenen europäischen Ländern nach neuen Ausdrucksformen für alte rechtsradikale Ideologie. Sie entwickelten das Konzept einer "Nation Europa", in der der Rasse-Begriff zunächst durch "Kultur" ersetzt wurde.
Marie Müller-Zetzsche untersucht die ideologischen Kontinuitäten des Rechtsradikalismus nach 1945 in Deutschland und Frankreich. Im Zentrum stehen Zeitschriften als zentrale Plattformen für rechtsradikale Netzwerke, die zur Entwicklung neuer Begriffe und Strategien beitrugen.
Der Vortrag zeigt, wie sich faschistische und nationalsozialistische Denkmuster zwischen 1951 und 1971 wandelten und welche Rolle publizistische Strategien, transnationale Vernetzung und der Kampf um Deutungshoheit für die Entstehung der sogenannten »Neuen Rechten« spielten.

Petra Reategui: Ohne Flügel ist der Adler im Himmel machtlos. Kalmückische Displaced Persons im Nachkriegsdeutschland
Ort: Mittelschwäbisches Heimatmuseum Krumbach
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Heinrich-Sinz-Straße 3-5, 86381 Krumbach (Schwaben)
Petra Reategui erzählt In ihrem Buch „Ohne Flügel ist der Adler im Himmel machtlos. Kalmückische Displaced Persons im Nachkriegsdeutschland“ vom Leben der vielen hundert westmongolischen Kalmücken, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gestrandet waren. Sie berichtet von ihrer Flucht aus der Sowjetunion und von den Verhältnissen in den in Bayern eingerichteten DP-Lagern der Westalliierten. Auch in Krumbach und im Schloss Niederraunau waren rund 500 Kalmücken untergebracht. Noch heute erinnert die buddhistische Grabstele für einen 1946 verstorbenen kalmückischen Priester auf Krumbachs Westfriedhof an diese bewegte Zeit.
Eintritt frei

Petra Reategui: Ohne Flügel ist der Adler im Himmel machtlos. Kalmückische Displaced Persons im Nachkriegsdeutschland
Ort: Volkshochschule Ingolstadt
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Hallstraße 5, 85049 Ingolstadt
Displaced Persons nach 1945 unter besonderer Berücksichtigung der Kalmücken
Die Autorin Petra Reategui aus Köln hatte vor zwei Jahren auch in Ingolstadt recherchiert. Hier gab es nach dem Zweiten Weltkrieg über mehrere Jahre eine große Gruppe der Kalmücken, dem einzigen buddhistischen Volk in Europa west-mongolischer Sprache. Über die Kalmücken in Ingolstadt wurde ca. 1950 auch ein Film gedreht, der bei dieser Gelegenheit gezeigt wird.
Lutz Tietmann vom Projektteam „Opfer des Nationalsozialismus in Ingolstadt“ wird über die verschiedenen Gruppen der Ingolstädter Displaced Persons, ihre Aufenthaltsorte und exemplarische Einzelbiografien sprechen.

Anna Baar: Amseln
Ort: Österreichische Gesellschaft für Literatur
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Herrengasse 5, 1010 Wien

Henning Ziebritzki: Brand
Ort: Berthold-Auerbach-Museum, Horb
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Ritterschaftsstraße 4, 72160 Horb-Nordstetten
Webseite: www.horb.de

Johann Peter Hebel: Merkwürdigkeiten. Das Schatzkästlein und andere Kalendertexte | Herausgegeben und mit einem Nachwort von Andreas Mauz
Ort: Prinz Max Palais, Karlsruhe
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Karlstraße 10, 76133 Karlsruhe
Webseite: www.literaturmuseum.de
Hebel hat mit seinen Kalendertexten Literaturgeschichte geschrieben. Zu seinem 200. Todestag sind sein Schatzkästlein und unbekanntere Texte neu zu entdecken. Hebels Kalendertexte verbinden in pointierter Form Unterhaltung mit lebenspraktischem Wissen. Sie bieten allerlei ‚Merkwürdigkeiten‘: Dinge, die es wert sind, gemerkt zu werden, aber auch Außergewöhnliches und Kurioses – ohne dass sich das eine streng vom anderen trennen ließe. Die vorliegende Ausgabe umfasst das von Hebel selbst verantwortete Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes (1811), ergänzt um unbekanntere Texte der Jahre 1812 bis 1819. Auch jenseits des Klassikers Kannitverstan kreisen seine Texte um Verstehen, Missverstehen und Nichtverstehen.
SWR-Sprecherin Antje Keil liest ausgewählte Kalendertexte
Andreas Mauz, geboren 1973, studierte in Basel, Tübingen und Zürich Germanistik und Evangelische Theologie. Seine theologische Promotion und Habilitation erfolgten in Zürich. Er lehrt an verschiedenen Universitäten, arbeitet als Herausgeber und Critical-Thinking-Vermittler.
Antje Keil absolvierte einen Studiengang für künstlerisches Sprechen an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Es folgten Ausbildungen als Schauspielerin für Bühne und Film in München und Hamburg. Seit 1992 tritt sie auch im Theater auf. Beim SWR spricht sie seit 1997 Nachrichten. Später folgten verschiedene Filmrollen und Auftritte in der Sendung Kaffee oder Tee (SWR).

Wilhelm Bartsch: Meckels Messerzüge
Ort: Historischer Hörsaal der Anatomie
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Große Steinstraße, 06108 Halle
Wilhelm Barsch stellt zusammen mit Peer-Uwe Teska sein Buch »Meckels Messerzüge« vor.

Bettina Schöne-Seifert: Leben, Körper, Tod
Ort: Begegnungscafé Ev. Gemeindehaus Schlachtensee
Adresse: Matterhornstr. 37-39, 14129 Berlin

Nora Eckert: Der lange Weg zur Selbstbestimmung
Ort: Schwules Museum Berlin, Raum 2
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Lützowstraße 73, 10785 Berlin
Webseite: www.schwulesmuseum.de
Nora Eckert liest aus „Der lange Weg zur Selbstbestimmung. Eine trans*Geschichte BRD/DDR“
In ihrem brandneuen Buch beschreibt Nora Eckert, wie aus Initiativen Einzelner, die sich für die rechtliche und soziale Anerkennung ihres trans*Seins einsetzten, eine kollektive Bewegung wurde. Sie zeichnet nach, wie aus frühen Netzwerken und Selbsthilfegruppen eine Community entstand mit dem Anspruch politischer Selbstvertretung und bundesweiten Beratungsstrukturen, wie wir sie heute kennen und mit welchen Prozessen, Diskursen und Akteur*innen dies verbunden war. Das Buch ist also Bewegungs- und zugleich Emanzipationsgeschichte, eingebettet in die deutsche Gesellschaftsgeschichte, denn in den Kämpfen um Anerkennung ging es stets um zweierlei: um die geschlechtliche Selbstbestimmung und mithin um Geschlechtsmündigkeit, und es ging um die Entpathologisierung von trans* und schließlich um die Übernahme der Deutungsmacht.
Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 4 Euro

Petra Reategui: Ohne Flügel ist der Adler im Himmel machtlos. Kalmückische Displaced Persons im Nachkriegsdeutschland
Ort: Stadtmuseum Schongau
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Christophstraße 55-57, 86956 Schongau
"Ohne Flügel ist der Adler im Himmel machtlos. Kalmückische Displaced Persons im Nachkriegsdeutschland"
Die Journalistin und Autorin Petra Reategui berichtet in ihrem Buch „Ohne Flügel ist der Adler im Himmel machtlos. Kalmückische Displaced Persons im Nachkriegsdeutschland“ vom Leben der vielen hundert westmongolischen Kalmücken buddhistischen Glaubens, die nach ihrer Flucht aus der Sowjetunion Ende des Zweiten Weltkriegs fast alle im amerikanisch besetzten Bayern gestrandet waren, unter anderem auch in Gemeinden Hohenfurch und Altenstadt bei Schongau, wo 1945 für 600 Kalmücken erste Unterkünfte eingerichtet worden waren. Die Autorin hat sich auf Spurensuche begeben und erzählt vom Leben der Geflüchteten, von ihren Ängsten und Sorgen, aber auch von Zuversicht und der Hoffnung auf eine glückliche Zukunft.
Eintritt frei

Taras Schewtschenko: Flieg mein Lied, meine wilde Qual
Ort: Haus des Gastes
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Rostocker Str. 3, 18181 Graal Müritz
Juri Andruchowitsch und Claudia Dathe stellen die »Ukrainische Bibliothek« vor
Übersetzungen von Beatrix Kersten und Claudia Dathe
Die »Ukrainische Bibliothek« stellt in 8 Bänden die bekanntesten Klassiker des ukrainischen literarischen Erbes des 19. und 20. Jahrhunderts vor. Zwei dieser Bände werden vorgestellt: Taras Schewtschenkos »Flieg mein Lied, meine wilde Qual« und »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?“ mit Gedichten, Manifesten und Prosatexte von Mychajl Semenko aus den 1910er bis 1930er Jahren.
Durch seine Dichtung und Malerei avancierte Taras Schewtschenko zum Symbol des ukrainischen Widerstands gegen das russische Imperium im 19. Jahrhundert. In einem Gedicht kritisierte er Zar Nikolaus I. – und wurde mit lebenslangem Militärdienst sowie Mal- und Schreibverbot bestraft. Taras Schewtschenko zeichnet seinen Lebensweg zwischen Verbannung am Kaspischen Meer und künstlerischer Entfaltung in Sankt Petersburg, zwischen Widerstand und Unterdrückung in Gedichten und Tagebuchnotizen aus den 1840er bis 1860er Jahren. »Für die Ukrainer ist Schewtschenko Luther, Kant und Goethe in einem«, so der Herausgeber Juri Andruchowytsch. Der Band enthält Schewtschenkos wichtigste Gedichte sowie Auszüge aus seinem Journal, das 1857/58 in der Verbannung in entlegenen Garnisonsstädten Zentralasiens entstand.
Der ukrainische Futurist Mychajl Semenko begehrt auf: gegen traditionsverhaftetes Denken in seinem Land, gegen das Verharren im gesellschaftlich Überkommenen. Gegen den Nationaldichter Taras Schewtschenko wettert er: »Ach, mit dir ist es öde … Ich will nicht mit dir reden. Ich schäme mich für dich, Mann …« Er erschafft eine moderne, urbane Poesie, mit der er insbesondere Erhabenes und Alltägliches im Kyjiw der späten 1910er und frühen 1920er Jahre facettenreich einfängt. Semenko steht für den Aufbruch der ukrainischen Kultur in den 1920er Jahren – ein Aufbruch, der mit der Herrschaft Stalins in den 1930er Jahren ein jähes Ende findet.

Mychajl Semenko: »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?«
Ort: Haus des Gastes
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Rostocker Str. 3, 18181 Graal Müritz
Juri Andruchowitsch und Claudia Dathe stellen die »Ukrainische Bibliothek« vor
Übersetzungen von Beatrix Kersten und Claudia Dathe
Die »Ukrainische Bibliothek« stellt in 8 Bänden die bekanntesten Klassiker des ukrainischen literarischen Erbes des 19. und 20. Jahrhunderts vor. Zwei dieser Bände werden vorgestellt: Taras Schewtschenkos »Flieg mein Lied, meine wilde Qual« und »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?“ mit Gedichten, Manifesten und Prosatexte von Mychajl Semenko aus den 1910er bis 1930er Jahren.
Durch seine Dichtung und Malerei avancierte Taras Schewtschenko zum Symbol des ukrainischen Widerstands gegen das russische Imperium im 19. Jahrhundert. In einem Gedicht kritisierte er Zar Nikolaus I. – und wurde mit lebenslangem Militärdienst sowie Mal- und Schreibverbot bestraft. Taras Schewtschenko zeichnet seinen Lebensweg zwischen Verbannung am Kaspischen Meer und künstlerischer Entfaltung in Sankt Petersburg, zwischen Widerstand und Unterdrückung in Gedichten und Tagebuchnotizen aus den 1840er bis 1860er Jahren. »Für die Ukrainer ist Schewtschenko Luther, Kant und Goethe in einem«, so der Herausgeber Juri Andruchowytsch. Der Band enthält Schewtschenkos wichtigste Gedichte sowie Auszüge aus seinem Journal, das 1857/58 in der Verbannung in entlegenen Garnisonsstädten Zentralasiens entstand.
Der ukrainische Futurist Mychajl Semenko begehrt auf: gegen traditionsverhaftetes Denken in seinem Land, gegen das Verharren im gesellschaftlich Überkommenen. Gegen den Nationaldichter Taras Schewtschenko wettert er: »Ach, mit dir ist es öde … Ich will nicht mit dir reden. Ich schäme mich für dich, Mann …« Er erschafft eine moderne, urbane Poesie, mit der er insbesondere Erhabenes und Alltägliches im Kyjiw der späten 1910er und frühen 1920er Jahre facettenreich einfängt. Semenko steht für den Aufbruch der ukrainischen Kultur in den 1920er Jahren – ein Aufbruch, der mit der Herrschaft Stalins in den 1930er Jahren ein jähes Ende findet.