Wallstein Verlag

Veranstaltungsarchiv



Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

Ort: Institut für Geschichte der Medizin Gießen (Seminarraum 123)
Beginn: 18.15 Uhr
Adresse: Leihgesterner Weg 52, 35392 Gießen
Website: www.uni-giessen.de

Ort: Literaturhaus München
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Salvatorplatz 1, 80333 München
Website: www.literaturhaus-muenchen.de

zur Personzum Buch

»KAFKA LESEN ›DER PROCESS‹
BUCHDISKUSSION MIT REINER STACH & FILMVORFÜHRUNG
»Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.«

Die Verstrickungen in die gespenstische Bürokratie, die Undurchschaubarkeit dieser Welt, die es Josef K. unmöglich macht, Orientierung zu erlangen, lassen keine einfachen Erklärungen zu und laden ein zu immer neuen Fragen und Interpretationen. Der Kafka-Biograf Reiner Stach (»Wahrscheinlich gibt es niemanden auf der Welt, der mehr über Kafka weiß als Reiner Stach.« // Die Zeit) hat einen Kommentar zum berühmtesten Kafka-Roman geschrieben (Wallstein Verlag). Er wird in den Abend einführen und die Buchdiskussion mit dem Publikum leiten. Wer den »Process« noch einmal liest (und sein Buchexemplar am Abend bitte mitbringt), ist herzlich eingeladen, mitzudiskutieren.

Ort: Barenboim-Said-Akademie
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Französische Str. 33 D, 10117 Berlin
Website: www.boulezsaal.de

zur Personzum Buch

Moderation: Prof. Dr. Kai Wiegandt
Mit einem musikalischen Beitrag von Farah Sulaiman (Flöte).

In deutscher Sprache. Der Eintritt ist frei, eine Registrierung ist erforderlich.

Ort: NS-Dokumentationszentrum
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München

zum Buch

Wir nähern uns dem Ende einer Ära, der Ära des unmittelbaren Zeugnisablegens all jener, die den nationalsozialistischen Terror er- und überlebt haben. Aber ist das auch das Ende der Zeitzeugenschaft? Was bleibt, sind die Erinnerungen der Überlebenden in Form von Interviews oder Büchern, in historischen Filmdokumentationen, Ausstellungen und Bildungsprojekten; und nicht zuletzt als „Hologramme“ oder in anderen digitalen Formaten. Es bleibt aber auch die Frage danach, wie wir in Zukunft mit dieser Erbschaft umgehen wollen.

Eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Vorstellung des Bandes „Ende der Zeitzeugenschaft? über den Umgang mit Zeugnissen von Überlebenden der NS-Verfolgung“ versucht, Vergangenheit, Gegenwart, aber auch Zukunft von Zeitzeugenschaft aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten. Wie können wir Erzählungen der Überlebenden ebenso kritisch begegnen wie allen anderen historischen Quellen? Welche Verantwortung tragen Sammlungen und Archive, Museen, Forschungs-und Bildungseinrichtungen, die das Vermächtnis erzählter Erinnerung bewahren? Und welche neuen Fragen stellen sich an die Arbeit mit eben diesem Material?

Begrüßung: Mirjam Zadoff (nsdoku)
Worte zur Publikation: Hanno Loewy (Jüdisches Museum Hohenems) und Jörg Skriebeliet (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg)
Podium: Benedikt Müller (Universität Regensburg), Julius Scharnetzky (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg), Daniel Schuch (Universität Jena) und Mirjam Zadoff (nsdoku)
Moderation: Anika Reichwald (Jüdisches Musuem Hohenems)

Die Publikation ist ein Gemeinschaftsprojekt der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und des Jüdischen Museums Hohenems (AT), das sich an die 2021 am NS-Dokumentationszentrum und derzeit an der Universität Regensburg gezeigten Wanderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ anknüpft.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und des Jüdischen Museums Hohenems (AT) mit dem NS-Dokumentationszentrums München.

Ort: Stadtbibliothek Hermsdorf
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Am Alten Versuchsfeld 1, 07629 Hermsdorf

Ort: Stadtbücherei Reutlingen
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Spendhausstraße 2, 72764 Reutlingen

Ort: Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Raum 00.25
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: An der Universität 2, Bamberg
Website: www.uni-bamberg.de

zur Person

Fruchtbare Lektüren I

Im Sommersemester 2024 übernimmt die Lyrikerin, Erzählerin, Essayistin, Übersetzerin und Kunsthistorikerin Daniela Danz die 37. Poetikprofessur der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Die 1976 in Eisenach geborene Autorin ist eine wichtige Stimme der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. 2002 erschien ihre erste Erzählung A, es folgten zwei Romane (Tür, 2006; L, 2016), zahlreiche Essays (zuletzt Ndän, 2023), und viel beachtete Gedichtbände (S, 2004; Pt, 2009; V, 2014 und Wß, 2020). 2021 wurde Daniela Danz zur Vizepräsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz gewählt. Im Januar 2024 kuratierte sie die neunte Ausgabe des Kölner Festivals für Weltliteratur Punter dem Titel N– . Sie lebt und arbeitet im thüringischen Kranichfeld.

„Magie in einem offenen System“ – auf diese Formel bringt sie selbst ihr Schreiben. Für ihr literarisches und essayistisches Werk wurde Daniela Danz mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt u. a. mit dem Thüringer Literaturpreis (2023), dem Walter Bauer-Preis, dem Deutschen Sprachpreis und dem Lyrikpreis Orphil (alle 2022), dem Günter Kunert Literaturpreis für Lyrik (2021), dem Deutschen Preis für Nature Writing (2019) und dem Berliner Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin (2018). Die Jury des Deutschen Preises für Nature Writing lobte Danz‘ Werk ausdrücklich dafür, dass es „in mehreren Schichten – Zeitebenen, Perspektiven und Sprecherfiguren – gegen die Mutlosigkeit anschreibt, es sich nicht in den Erinnerungen an vergangene Zeiten gemütlich einzurichten.“

An vier Abenden wird Daniela Danz in Bamberg sprechen: Den Auftakt macht am 23. April eine moderierte Lesung aus ihren Gedichten, dann folgen drei Poetik-Vorträge über literarische Texte, die sie geprägt haben, und über ihr eigenes Schreiben. Zum Abschluss, am 23. und 24. Mai 2024, findet eine Tagung in der Villa Concordia statt: mit Kurzvorträgen, Diskussionen, einem Podiumsgespräch über „Die Natur im Gedicht – die Natur des Gedichts“. Nähere Informationen hierzu auf der Homepage des Lehrstuhls. Auch dazu: herzliche Einladung!

Seit 1986 kommen auf Einladung des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft alljährlich namhafte Autorinnen und Autoren an die Otto-Friedrich-Universität, um dort im Rahmen der Bamberger Poetikprofessur vier öffentliche Vorlesungen zu halten und in Seminaren mit Studierenden zu diskutieren. Die letzten Poetikprofessuren übernahmen u.a. Lutz Seiler, Yoko Tawada, Silke Scheuermann und Jan Wagner.

Ort: Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Ort: ScharfrichterHaus
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Milchgasse 2, 94032 Passau

Ort: Bebelplatz
Beginn: 15.00 Uhr
Adresse: Unter den Linden 9, 10117 Berlin
Website: www.gesine-loetzsch.de

zur Person

Erinnerung an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, deren Bücher am 10. Mai 1933 in 22 deutschen Universitätsstädten – beginnend auf dem Bebelplatz in Berlin – öffentlich verbrannt wurden.

Es lesen und musizieren:

Jens-Uwe Bogatke, Schauspieler

Matthias Brenner, Schauspieler

Pia Dembinski und Elias Kohl, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin

Gregor Gysi, Mitglied des Deutschen Bundestages

Cornelia Heyse, Schauspielerin

Barbara Höll, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Beate Klarsfeld, Nazijägerin

Gesine Lötzsch, Mitglied des Deutschen Bundestages

Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages

Marianne Rosenberg, Pop- und Schlagersängerin

Regina Scheer, Schriftstellerin

Ingo Schulze, Schriftsteller

Douglas Vistel, Cellist

Ort: Landhaus, Säulenhalle
Beginn: 10.00 Uhr
Adresse: Landhausquai 11, 4502 Solothurn, Schweiz
Website: www.literatur.ch

zur Personzum Buch

Moderation: Manfred Papst. Lesung und Gespräch im Rahmen der Reihe "Werkschau"

Ort: Franz Radziwill Haus
Adresse: Sielstr. 3, 26316 Varel - Dangast

zur Personzum Buch

Bd. 1: Stock und Laterne
Ausgewählte Gedichte 1969-2019
Bd. 2: Wind und Windporzellan
Nachdichtungen. Von Guillaume Apollinaire bis Valentino Zeichen

Ort: Kunsthaus R3
Beginn: 11.00 Uhr
Adresse: Reitbahn 3, 91522 Ansbach
Website: kulturforum-ansbach.de

zur Personzum Buch

Prof. Dr. Gunnar Och stellt sein Buch »Ahasver, der Ewige Jude. Geschichte eines Mythos« vor. Im Gespräch mit Pfarrer Dr. Johannes Wachowski (Leiter des Evangelischen Bildungswerkes im Dekanat Ansbach) wird das Thema ergänzend aus theologischer Sicht betrachtet.
Die Lesung wird veranstaltet vom Kulturforum Ansbach e.V. in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Bildungswerk im Dekanat Ansbach e.V. im Rahmen des Jahres der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit.

Ort: Universität Salzburg
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Rudolfskai 42, 5020 Salzburg, Österreich
Website: www.erinnern.at

Ort: Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Raum 00.25
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: An der Universität 2, Bamberg
Website: www.uni-bamberg.de

zur Person

Fruchtbare Lektüren II

Im Sommersemester 2024 übernimmt die Lyrikerin, Erzählerin, Essayistin, Übersetzerin und Kunsthistorikerin Daniela Danz die 37. Poetikprofessur der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Die 1976 in Eisenach geborene Autorin ist eine wichtige Stimme der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. 2002 erschien ihre erste Erzählung A, es folgten zwei Romane (Tür, 2006; L, 2016), zahlreiche Essays (zuletzt Ndän, 2023), und viel beachtete Gedichtbände (S, 2004; Pt, 2009; V, 2014 und Wß, 2020). 2021 wurde Daniela Danz zur Vizepräsidentin der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz gewählt. Im Januar 2024 kuratierte sie die neunte Ausgabe des Kölner Festivals für Weltliteratur Punter dem Titel N– . Sie lebt und arbeitet im thüringischen Kranichfeld.

„Magie in einem offenen System“ – auf diese Formel bringt sie selbst ihr Schreiben. Für ihr literarisches und essayistisches Werk wurde Daniela Danz mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt u. a. mit dem Thüringer Literaturpreis (2023), dem Walter Bauer-Preis, dem Deutschen Sprachpreis und dem Lyrikpreis Orphil (alle 2022), dem Günter Kunert Literaturpreis für Lyrik (2021), dem Deutschen Preis für Nature Writing (2019) und dem Berliner Kunstpreis der Akademie der Künste Berlin (2018). Die Jury des Deutschen Preises für Nature Writing lobte Danz‘ Werk ausdrücklich dafür, dass es „in mehreren Schichten – Zeitebenen, Perspektiven und Sprecherfiguren – gegen die Mutlosigkeit anschreibt, es sich nicht in den Erinnerungen an vergangene Zeiten gemütlich einzurichten.“

An vier Abenden wird Daniela Danz in Bamberg sprechen: Den Auftakt macht am 23. April eine moderierte Lesung aus ihren Gedichten, dann folgen drei Poetik-Vorträge über literarische Texte, die sie geprägt haben, und über ihr eigenes Schreiben. Zum Abschluss, am 23. und 24. Mai 2024, findet eine Tagung in der Villa Concordia statt: mit Kurzvorträgen, Diskussionen, einem Podiumsgespräch über „Die Natur im Gedicht – die Natur des Gedichts“. Nähere Informationen hierzu auf der Homepage des Lehrstuhls. Auch dazu: herzliche Einladung!

Seit 1986 kommen auf Einladung des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft alljährlich namhafte Autorinnen und Autoren an die Otto-Friedrich-Universität, um dort im Rahmen der Bamberger Poetikprofessur vier öffentliche Vorlesungen zu halten und in Seminaren mit Studierenden zu diskutieren. Die letzten Poetikprofessuren übernahmen u.a. Lutz Seiler, Yoko Tawada, Silke Scheuermann und Jan Wagner.

Ort: Haus für Poesie (Kulturbrauerei)
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Knaackstraße 97, 10435 Berlin
Website: www.haus-fuer-poesie.org

zur Personzum Buch

Weltraumschleusen und Streicheläxte
Wilhelm Bartsch & Thomas Kunst
Lesung & Gespräch

Mit Wilhelm Bartsch (geboren 1950 in Eberswalde) und Thomas Kunst (geboren 1965 in Stralsund) treffen zwei befreundete Dichter aufeinander, die sich durch Wortgewalt und souveränen Umgang mit Formen (insbesondere der des Sonetts) auszeichnen. Die Gedichte in Bartschs jüngstem Band »Hohe See und niemands Land« (Wallstein Verlag 2024) begeben sich in fremde Gewässer, senkrechte Eiswände, Geweihwälder und auf die Mörderdüne von Skagen. Die Leser:innen begegnen Urzeitriesen und Menschenfressern. Anleihen werden genommen bei Shakespeare, Sami-Legenden, den Simpsons und norwegischen Balladen aus dem Mittelalter. Es sind Texte, in denen sich Geheimtüren in Landschaftstapeten öffnen, Geisterkids sich Kuhhautbälle zuschlenzen und Pottwale abtauchen zu einer „Dunkelheitsumarmung mit Kalmaren“.

Thomas Kunst betreibt in seinen neuen Gedichten aus dem Buch »Wü« (Suhrkamp Verlag 2024) eine Poetik des kontrollierten Regelbruchs. Er schreibt Tanka, Prosagedichte und modifizierte Sonettenkränze mit Hidden Tracks. Das Meistersonett ist jeweils ein Zwiegespräch mit der Hauskatze, deren Name (Tigerwürstchen oder Würfelchen, kurz: Wü) dem Band den Titel gibt. Die einfachsten Dinge auf das Heftigste irritieren, das ist das Kunst’sche Gedichtideal, das sich in jedem Vers bestätigt, z.B. wenn vom „Laichen der Hartschaumprofile auf dem Gartenteich“ die Rede ist oder von Kaltstarthilfen für „volkstümlich gewagte Texte“. Nebenbei ist das alles glänzend und lässig gereimt (Nebel auf Faible, Ribnitz auf Landbesitz, Innenränder auf Nesselbänder) mit einem sicheren Gespür für den nachklingenden Vers: „Im Schnee merkt man sich Vornamen leichter.“

In Lesung und Gespräch: Wilhelm Bartsch | Thomas Kunst

Moderation: Peter Geist

Ort: ODDO BHF SE, 6. Stock
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Gallusanlage 8, 60329 Frankfurt am Main
Website: literaturm.de

zur Personzum Buch

Ein innig geliebtes Kleidungsstück. Ein besonderer Einrichtungsgegenstand. Der von Pflanzen gesäumte, grüne Balkon. „Schöne Dinge können uns daran erinnern, dass wir sind“, schreibt Gabriele von Arnim in »Der Trost der Schönheit«. Es ist ein intimes und persönliches Buch, in dem die Autorin die Entwicklung ihres ästhetischen Empfindens vor dem Hintergrund und in Abgrenzung zu ihrer großbürgerlichen Herkunft beschreibt. Von der gleichsam magischen Qualität, welche scheinbar alltägliche Objekte unabhängig von ihrem Nutzwert für den Menschen erlangen können, berichtet auch der Historiker Valentin Groebner in seinem luziden Essay »Aufheben, Wegwerfen. Vom Umgang mit schönen Dingen«. Und er zeigt darin die Kehrseite des Vergnügens an den Gegenständen auf – nämlich das schlechte Gewissen, das uns mitunter befällt, wenn wir des Konsums und der Fülle an Dingen überdrüssig werden. Durch das Gespräch führt der Literaturwissenschaftler und -kritiker Christian Metz, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der RWTH Aachen.

Ort: Universität Venedig Ca' Foscari, Ca' Bernardo, Sala B
Beginn: 12.15 Uhr
Adresse: 30123 Venedig, Italien

Ort: Kino Méliès
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Bürgerstraße 13, 37073 Göttingen
Website: www.literarisches-zentrum-goettingen.de

zur Personzum Buch

Arte-Filmpremiere: »Kennen Sie Kafka?«
Reiner Stach und Florian Welling

Franz Kafka, dessen Erzählungen und Romane größtenteils posthum und gegen seinen Willen veröffentlicht wurden, hat Weltliteratur geschrieben. Dieser Film von Regisseur Pavel Šimák wirft anlässlich seines 100. Todestags einen neuen Blick auf Werk und Mensch und nimmt den hartnäckigen Kafka-Kult um den angeblich lebensfremden, introvertierten und humorlosen Schriftsteller genauer unter die Lupe. Mit reichem, teils unveröffentlichtem Archivmaterial, Zitaten und Kafka-Expert:innen wie Reiner Stach sowie den französischen Germanisten Jean-Pierre Lefebvre und Florence Baucaud taucht dieser Film ein in die Welt des Franz Kafka: ein Versicherungsangestellter im Prag des beginnenden 20. Jahrhunderts, der Zeit seines Lebens um seine künstlerische Freiheit als Schriftsteller rang und dessen unverwechselbarer Schreibstil sowie seine um Identität und Selbstentfremdung des Individuums kreisenden universellen Themen uns bis heute in seinen Bann ziehen.

Mit einer Einführung in den Film und anschließendem Gespräch: Der Kafka-Biograf Reiner Stach und der Kafka-Forscher Florian Welling über den Mensch und das Phänomen Kafka.

Der Eintritt ist frei.

Eine Kooperation mit ARTE, dem Netzwerk der Literaturhäuser und dem Méliès.

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