Veranstaltungsarchiv

Ursula Kellner: Ein Leben zwischen Grün und Braun. Heinrich Friedrich Wiepking. Gartenarchitekt – Landschaftsgestalter – Hochschullehrer 1891 bis 1973
Ort: KiKa-Hörsaal, Institut für Landschaftsarchitektur
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Herrenhäuser Str. 2A, 30419 Hannover
Webseite: www.ila.uni-hannover.de
zur Personzum Buch
Vor wenigen Wochen ist Dr. Ursula Kellners Biographie über Heinrich Friedrich Wiepking erschienen. Am Montag, den 1. Juni 2026, ab 18:00 Uhr, hält sie den ersten Vortrag über den umstrittenen Schöpfer denkmalwürdiger Gärten, den exponierten NS-Landschaftsplaner und Hochschullehrer, dessen Gedankengut bis in die Umweltbewegung der Nachkriegszeit reicht. Das Buch folgt auf ihre Dissertation von 1998, damals die erste umfassende Beschäftigung mit Wiepking, und legt eine Neubewertung mancher Sachverhalte vor. Das Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL) lädt herzlich zur Präsentation der Publikation ein, die die Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen gefördert hat.
»Ein Leben zwischen Grün und Braun. Heinrich Friedrich Wiepking. Gartenarchitekt – Landschaftsplaner – Hochschullehrer 1891–1973« beschreibt kritisch die Karriere eines Mannes, der mehr als 50 Jahre lang als Garten- und Landschaftsarchitekt sowie Pädagoge wirkte und bruchlos in drei Gesellschafts- und Politiksystemen reüssieren konnte: in der Weimarer Republik, im Dritten Reich und in der Bundesrepublik Deutschland. Wiepking plante seit den 1920er Jahren für namhafte Auftraggeber Gärten und Grünanlagen und wurde unter den Nationalsozialisten auch Hochschullehrer. Von 1934 an prägte er in dieser Rolle maßgeblich die akademische Ausbildung seines Fachs. Trotz der Nähe zur NS-Ideologie und der späteren Mitarbeit im Planungsapparat Heinrich Himmlers bei der Neuordnung annektierter polnischer Gebiete (‚Deutsche Ostgebiete‘) gelang es Wiepking, unmittelbar nach Kriegsende eine Gartenbauhochschule in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu gründen. Sie ging 1952 in der Leibniz Universität Hannover auf.
Das unbeschadete Fortsetzen seiner Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg war nach Meinung Kellners vor allem möglich, weil er die durchgehend positive Assoziation von »Natur« und »Grün« für seine Karriere zu nutzen wusste. Die Autorin legte für ihr iBuch ein »besonders Augenmerk (…) auf die Lehre Wiepkings« und die Folgen. In ihr zeige sich, »wie verschwommen die Grenze zwischen Grün und Braun ist«. Eine Aufarbeitung der ambivalenten Haltung und ihrer Auswirkungen habe gefehlt.
Durch unermüdlichen Einsatz hatte Wiepking auch bedeutenden Einfluss auf die Grünpolitik in der Bundesrepublik gewonnen. Erst Anfang der 1970er Jahre setzte die Diskussion um sein Wirken in der NS-Zeit ein. Die Biografie, die sich auf teilweise vorher nicht verfügbare Quellen stützt, zeichnet auch Wiepkings gestalterisches Werk im historischen Kontext ausführlich nach. In vielen Fällen sind seine Gärten heute als denkmalwürdig anerkannt.
Dr. rer. hort Ursula Kellner, geb. 1952, ist freiberufliche Fachjournalistin und -lektorin. Nach einem Studium der Landespflege an der TU Hannover mit den Schwerpunkten Grünplanung und Gartenkunstgeschichte arbeitete sie in zahlreichen Forschungsprojekten zu unterschiedlichen Themen, war zehn Jahre lang Redaktionsleiterin der Zeitschrift "Stadt + Grün", veröffentlichte Buchbeiträge und Artikel in Fachzeitschriften und übernahm von 2010 bis 2024 Lehraufträge am Institut für Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität Hannover.
Vor wenigen Wochen ist Dr. Ursula Kellners Biographie über Heinrich Friedrich Wiepking erschienen. Am Montag, den 1. Juni 2026, ab 18:00 Uhr, hält sie den ersten Vortrag über den umstrittenen Schöpfer denkmalwürdiger Gärten, den exponierten NS-Landschaftsplaner und Hochschullehrer, dessen Gedankengut bis in die Umweltbewegung der Nachkriegszeit reicht. Das Buch folgt auf ihre Dissertation von 1998, damals die erste umfassende Beschäftigung mit Wiepking, und legt eine Neubewertung mancher Sachverhalte vor. Das Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL) lädt herzlich zur Präsentation der Publikation ein, die die Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen gefördert hat.
»Ein Leben zwischen Grün und Braun. Heinrich Friedrich Wiepking. Gartenarchitekt – Landschaftsplaner – Hochschullehrer 1891–1973« beschreibt kritisch die Karriere eines Mannes, der mehr als 50 Jahre lang als Garten- und Landschaftsarchitekt sowie Pädagoge wirkte und bruchlos in drei Gesellschafts- und Politiksystemen reüssieren konnte: in der Weimarer Republik, im Dritten Reich und in der Bundesrepublik Deutschland. Wiepking plante seit den 1920er Jahren für namhafte Auftraggeber Gärten und Grünanlagen und wurde unter den Nationalsozialisten auch Hochschullehrer. Von 1934 an prägte er in dieser Rolle maßgeblich die akademische Ausbildung seines Fachs. Trotz der Nähe zur NS-Ideologie und der späteren Mitarbeit im Planungsapparat Heinrich Himmlers bei der Neuordnung annektierter polnischer Gebiete (‚Deutsche Ostgebiete‘) gelang es Wiepking, unmittelbar nach Kriegsende eine Gartenbauhochschule in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu gründen. Sie ging 1952 in der Leibniz Universität Hannover auf.
Das unbeschadete Fortsetzen seiner Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg war nach Meinung Kellners vor allem möglich, weil er die durchgehend positive Assoziation von »Natur« und »Grün« für seine Karriere zu nutzen wusste. Die Autorin legte für ihr iBuch ein »besonders Augenmerk (…) auf die Lehre Wiepkings« und die Folgen. In ihr zeige sich, »wie verschwommen die Grenze zwischen Grün und Braun ist«. Eine Aufarbeitung der ambivalenten Haltung und ihrer Auswirkungen habe gefehlt.
Durch unermüdlichen Einsatz hatte Wiepking auch bedeutenden Einfluss auf die Grünpolitik in der Bundesrepublik gewonnen. Erst Anfang der 1970er Jahre setzte die Diskussion um sein Wirken in der NS-Zeit ein. Die Biografie, die sich auf teilweise vorher nicht verfügbare Quellen stützt, zeichnet auch Wiepkings gestalterisches Werk im historischen Kontext ausführlich nach. In vielen Fällen sind seine Gärten heute als denkmalwürdig anerkannt.
Dr. rer. hort Ursula Kellner, geb. 1952, ist freiberufliche Fachjournalistin und -lektorin. Nach einem Studium der Landespflege an der TU Hannover mit den Schwerpunkten Grünplanung und Gartenkunstgeschichte arbeitete sie in zahlreichen Forschungsprojekten zu unterschiedlichen Themen, war zehn Jahre lang Redaktionsleiterin der Zeitschrift "Stadt + Grün", veröffentlichte Buchbeiträge und Artikel in Fachzeitschriften und übernahm von 2010 bis 2024 Lehraufträge am Institut für Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität Hannover.

Peter Handke und Manfred Osten: »Sterne glänzend im angebissenen Apfel«
Ort: Schauspielhaus Bonn (Foyer)
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Am Michaelshof 9, 30169 Hannover
Webseite: www.parkbuchhandlung.de
zur Personzum Buch
Unter der Moderation von Manfred Osten lesen die Lyrikerin Silke Scheuermann und Georg-Büchner-Preisträger Jan Wagner aus ihren Gedichtsammlungen »Zweites Buch der Unruhe« und »Steine & Erden«.
Anlass bietet der Briefwechsel zwischen Peter Handke und Manfred Osten in den Jahren 1979 bis 2014, der in dem neuen Buch »Sterne glänzend im angebissenen Apfel« dokumentiert ist.
Aus dem lehmigsten, kalkigsten Boden der Tatsachen fördert Jan Wagners Blick in »Steine & Erden« das Erstaunliche zutage und verwandelt es in Gedichte, deren Leichtigkeit und Klangmagie immer wieder verblüffend sind. Den alltäglichsten Dinge verhilft er mit Fantasie und kulturgeschichtlichem Wissen so zu einer neuen Betrachtungsebene.
Silke Scheuermann, die Pionierin des deutschen Nature-Writing, sammelt in ihrem «Zweites Buch der Unruhe« Gedichten über die Heilsgeschichte bis hin zu lyrischen Reflexionen über Künstliche Intelligenz. Ihr Band verhandelt unter anderem das Verhältnis von Mensch und Maschine und endet mit Versen an Roboter.
Unter der Moderation von Manfred Osten lesen die Lyrikerin Silke Scheuermann und Georg-Büchner-Preisträger Jan Wagner aus ihren Gedichtsammlungen »Zweites Buch der Unruhe« und »Steine & Erden«.
Anlass bietet der Briefwechsel zwischen Peter Handke und Manfred Osten in den Jahren 1979 bis 2014, der in dem neuen Buch »Sterne glänzend im angebissenen Apfel« dokumentiert ist.
Aus dem lehmigsten, kalkigsten Boden der Tatsachen fördert Jan Wagners Blick in »Steine & Erden« das Erstaunliche zutage und verwandelt es in Gedichte, deren Leichtigkeit und Klangmagie immer wieder verblüffend sind. Den alltäglichsten Dinge verhilft er mit Fantasie und kulturgeschichtlichem Wissen so zu einer neuen Betrachtungsebene.
Silke Scheuermann, die Pionierin des deutschen Nature-Writing, sammelt in ihrem «Zweites Buch der Unruhe« Gedichten über die Heilsgeschichte bis hin zu lyrischen Reflexionen über Künstliche Intelligenz. Ihr Band verhandelt unter anderem das Verhältnis von Mensch und Maschine und endet mit Versen an Roboter.

Christoph König (Hg.), Rainer Maria Rilke: Die Sonette an Orpheus
Ort: Der Zauberberg
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Bundesallee 133, 12161 Berlin
zur Personzum Buch
Christoph König präsentiert
die neue historisch-kritische Edition der Werke Rilkes.
Moderation: Lothar Müller
In wenigen Tagen des Februar 1922 schrieb Rainer Maria Rilke (1875-1926) »Die Sonette an Orpheus«. Seither gehört der Gedichtzyklus zur Weltliteratur. In 55 Sonetten richtet sich der Dichter an Orpheus, sein Vorbild aus dem 13. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Große Fragen des Lebens wie die Liebe, der Tod, die Natur werden behandelt: Wie können sie in einer Welt der Kunst eine Lösung finden?
Die neue Edition präsentiert erstmals den gesicherten Text der Sonette und legt deren Entstehung in Manuskripten dar, die erstmals zugänglich sind.
Christoph König liest aus dem Band, stellt die neue historisch-kritische Edition
der »Werke« Rilkes vor (seit 2023 im Wallstein Verlag) und diskutiert mit Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung).
Anmeldung bitte entweder telefonisch 030/ 56 73 90 91 oder per Email: info@der-zauberberg.eu
Eintritt: 10 Euro
Christoph König präsentiert
die neue historisch-kritische Edition der Werke Rilkes.
Moderation: Lothar Müller
In wenigen Tagen des Februar 1922 schrieb Rainer Maria Rilke (1875-1926) »Die Sonette an Orpheus«. Seither gehört der Gedichtzyklus zur Weltliteratur. In 55 Sonetten richtet sich der Dichter an Orpheus, sein Vorbild aus dem 13. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Große Fragen des Lebens wie die Liebe, der Tod, die Natur werden behandelt: Wie können sie in einer Welt der Kunst eine Lösung finden?
Die neue Edition präsentiert erstmals den gesicherten Text der Sonette und legt deren Entstehung in Manuskripten dar, die erstmals zugänglich sind.
Christoph König liest aus dem Band, stellt die neue historisch-kritische Edition
der »Werke« Rilkes vor (seit 2023 im Wallstein Verlag) und diskutiert mit Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung).
Anmeldung bitte entweder telefonisch 030/ 56 73 90 91 oder per Email: info@der-zauberberg.eu
Eintritt: 10 Euro

Stefan Brüdermann: Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724-1777). Zwischen Aufklärung und Moderne
Ort: Niedersächsisches Landesarchiv - Standort Bückeburg
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Schlossplatz 2, 31675 Bückeburg
Webseite: nla.niedersachsen.de
zur Personzum Buch
Die Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen wird im Vortragssaal der Abteilung Bückeburg das Buch »Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724-1777). Zwischen Aufklärung und Moderne«, hrsg. von Stefan Brüdermann vorstellen.
In diesem Band sind die Vorträge enthalten, die 2024 anlässlich des 300-jährigen Jubiläums auf einer Tagung im Schloss Bückeburg und anschließend im Landesarchiv gehalten wurden.
Landrat Jörg Farr, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und Dr. Jörg Voigt, Geschäftsführer der Historischen Kommission, haben Grußworte zugesagt.
Prof. Dr. Gerd Steinwascher ( Universität Oldenburg)
spricht über „Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe - neue Forschungen zu einem großen Regenten in einem kleinen Territorium".
Anschließend lädt die Historische Kommission zu einem Empfang ein.
Wir würden uns sehr über Ihren Besuch freuen!
Anmeldungen sind erwünscht (05722-967730 oder bueckeburg@nla.niedersachsen.de)
Die Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen wird im Vortragssaal der Abteilung Bückeburg das Buch »Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724-1777). Zwischen Aufklärung und Moderne«, hrsg. von Stefan Brüdermann vorstellen.
In diesem Band sind die Vorträge enthalten, die 2024 anlässlich des 300-jährigen Jubiläums auf einer Tagung im Schloss Bückeburg und anschließend im Landesarchiv gehalten wurden.
Landrat Jörg Farr, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und Dr. Jörg Voigt, Geschäftsführer der Historischen Kommission, haben Grußworte zugesagt.
Prof. Dr. Gerd Steinwascher ( Universität Oldenburg)
spricht über „Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe - neue Forschungen zu einem großen Regenten in einem kleinen Territorium".
Anschließend lädt die Historische Kommission zu einem Empfang ein.
Wir würden uns sehr über Ihren Besuch freuen!
Anmeldungen sind erwünscht (05722-967730 oder bueckeburg@nla.niedersachsen.de)

Cécile Wajsbrot: Offener Himmel
Ort: Meerbaum-Haus
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Siegmundshof 20, 10555 Berlin