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Veranstaltungsarchiv



Buchcover: Ein Leben zwischen Grün und Braun

Ursula Kellner: Ein Leben zwischen Grün und Braun. Heinrich Friedrich Wiepking. Gartenarchitekt – Landschaftsgestalter – Hochschullehrer 1891 bis 1973

Ort: KiKa-Hörsaal, Institut für Landschaftsarchitektur
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Herrenhäuser Str. 2A, 30419 Hannover
Webseite: www.ila.uni-hannover.de

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Vor wenigen Wochen ist Dr. Ursula Kellners Biographie über Heinrich Friedrich Wiepking erschienen. Am Montag, den 1. Juni 2026, ab 18:00 Uhr, hält sie den ersten Vortrag über den umstrittenen Schöpfer denkmalwürdiger Gärten, den exponierten NS-Landschaftsplaner und Hochschullehrer, dessen Gedankengut bis in die Umweltbewegung der Nachkriegszeit reicht. Das Buch folgt auf ihre Dissertation von 1998, damals die erste umfassende Beschäftigung mit Wiepking, und legt eine Neubewertung mancher Sachverhalte vor. Das Zentrum für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur (CGL) lädt herzlich zur Präsentation der Publikation ein, die die Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen gefördert hat. 

 »Ein Leben zwischen Grün und Braun. Heinrich Friedrich Wiepking. Gartenarchitekt – Landschaftsplaner – Hochschullehrer 1891–1973« beschreibt kritisch die Karriere eines Mannes, der mehr als 50 Jahre lang als Garten- und Landschaftsarchitekt sowie Pädagoge wirkte und bruchlos in drei Gesellschafts- und Politiksystemen reüssieren konnte: in der Weimarer Republik, im Dritten Reich und in der Bundesrepublik Deutschland. Wiepking plante seit den 1920er Jahren für namhafte Auftraggeber Gärten und Grünanlagen und wurde unter den Nationalsozialisten auch Hochschullehrer. Von 1934 an prägte er in dieser Rolle maßgeblich die akademische Ausbildung seines Fachs. Trotz der Nähe zur NS-Ideologie und der späteren Mitarbeit im Planungsapparat Heinrich Himmlers bei der Neuordnung annektierter polnischer Gebiete (‚Deutsche Ostgebiete‘) gelang es Wiepking, unmittelbar nach Kriegsende eine Gartenbauhochschule in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu gründen. Sie ging 1952 in der Leibniz Universität Hannover auf. 

Das unbeschadete Fortsetzen seiner Karriere nach dem Zweiten Weltkrieg war nach Meinung Kellners vor allem möglich, weil er die durchgehend positive Assoziation von »Natur« und »Grün« für seine Karriere zu nutzen wusste. Die Autorin legte für ihr iBuch ein »besonders Augenmerk (…) auf die Lehre Wiepkings« und die Folgen. In ihr zeige sich, »wie verschwommen die Grenze zwischen Grün und Braun ist«. Eine Aufarbeitung der ambivalenten Haltung und ihrer Auswirkungen habe gefehlt.  

Durch unermüdlichen Einsatz hatte Wiepking auch bedeutenden Einfluss auf die Grünpolitik in der Bundesrepublik gewonnen. Erst Anfang der 1970er Jahre setzte die Diskussion um sein Wirken in der NS-Zeit ein. Die Biografie, die sich auf teilweise vorher nicht verfügbare Quellen stützt, zeichnet auch Wiepkings gestalterisches Werk im historischen Kontext ausführlich nach. In vielen Fällen sind seine Gärten heute als denkmalwürdig anerkannt. 

Dr. rer. hort Ursula Kellner, geb. 1952, ist freiberufliche Fachjournalistin und -lektorin. Nach einem Studium der Landespflege an der TU Hannover mit den Schwerpunkten Grünplanung und Gartenkunstgeschichte arbeitete sie in zahlreichen Forschungsprojekten zu unterschiedlichen Themen, war zehn Jahre lang Redaktionsleiterin der Zeitschrift "Stadt + Grün", veröffentlichte Buchbeiträge und Artikel in Fachzeitschriften und übernahm von 2010 bis 2024 Lehraufträge am Institut für Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität Hannover. 

Buchcover: »Sterne glänzend im angebissenen Apfel«

Peter Handke und Manfred Osten: »Sterne glänzend im angebissenen Apfel«

Ort: Schauspielhaus Bonn (Foyer)
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Am Michaelshof 9, 30169 Hannover
Webseite: www.parkbuchhandlung.de

zur Personzum Buch

Unter der Moderation von Manfred Osten lesen die Lyrikerin Silke Scheuermann und Georg-Büchner-Preisträger Jan Wagner aus ihren Gedichtsammlungen »Zweites Buch der Unruhe« und »Steine & Erden«.

Anlass bietet der Briefwechsel zwischen Peter Handke und Manfred Osten in den Jahren 1979 bis 2014, der in dem neuen Buch »Sterne glänzend im angebissenen Apfel« dokumentiert ist.
Aus dem lehmigsten, kalkigsten Boden der Tatsachen fördert Jan Wagners Blick in »Steine & Erden« das Erstaunliche zutage und verwandelt es in Gedichte, deren Leichtigkeit und Klangmagie immer wieder verblüffend sind. Den alltäglichsten Dinge verhilft er mit Fantasie und kulturgeschichtlichem Wissen so zu einer neuen Betrachtungsebene.

Silke Scheuermann, die Pionierin des deutschen Nature-Writing, sammelt in ihrem «Zweites Buch der Unruhe« Gedichten über die Heilsgeschichte bis hin zu lyrischen Reflexionen über Künstliche Intelligenz. Ihr Band verhandelt unter anderem das Verhältnis von Mensch und Maschine und endet mit Versen an Roboter.

Buchcover: Die Sonette an Orpheus

Christoph König (Hg.), Rainer Maria Rilke: Die Sonette an Orpheus

Ort: Der Zauberberg
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Bundesallee 133, 12161 Berlin

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Christoph König präsentiert
die neue historisch-kritische Edition der Werke Rilkes.
 
Moderation:  Lothar Müller
 
In wenigen Tagen des Februar 1922 schrieb Rainer Maria Rilke (1875-1926) »Die Sonette an Orpheus«. Seither gehört der Gedichtzyklus zur Weltliteratur. In 55 Sonetten richtet sich der Dichter an Orpheus, sein Vorbild aus dem 13. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Große Fragen des Lebens wie die Liebe, der Tod, die Natur werden behandelt: Wie können sie in einer Welt der Kunst eine Lösung finden?

Die neue Edition präsentiert erstmals  den gesicherten Text der Sonette und legt deren Entstehung in Manuskripten dar, die erstmals zugänglich sind.
 
Christoph König liest aus dem Band, stellt die neue historisch-kritische Edition
der »Werke« Rilkes vor (seit 2023 im Wallstein Verlag) und diskutiert mit Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung).
 
Anmeldung bitte entweder telefonisch 030/ 56 73 90 91 oder per Email: info@der-zauberberg.eu

Eintritt: 10 Euro

Buchcover: Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724-1777)

Stefan Brüdermann: Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724-1777). Zwischen Aufklärung und Moderne

Ort: Niedersächsisches Landesarchiv - Standort Bückeburg
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Schlossplatz 2, 31675 Bückeburg
Webseite: nla.niedersachsen.de

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Die Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen wird im Vortragssaal der Abteilung Bückeburg das Buch »Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1724-1777). Zwischen Aufklärung und Moderne«, hrsg. von Stefan Brüdermann vorstellen.

In diesem Band sind die Vorträge enthalten, die 2024 anlässlich des 300-jährigen Jubiläums auf einer Tagung im Schloss Bückeburg und anschließend im Landesarchiv gehalten wurden.

Landrat Jörg Farr, Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und Dr. Jörg Voigt, Geschäftsführer der Historischen Kommission, haben Grußworte zugesagt.

Prof. Dr. Gerd Steinwascher ( Universität Oldenburg)
spricht über „Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe - neue Forschungen zu einem großen Regenten in einem kleinen Territorium".

Anschließend lädt die Historische Kommission zu einem Empfang ein.

Wir würden uns sehr über Ihren Besuch freuen!

Anmeldungen sind erwünscht (05722-967730 oder bueckeburg@nla.niedersachsen.de)

Buchcover: Offener Himmel

Cécile Wajsbrot: Offener Himmel

Ort: Meerbaum-Haus
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Siegmundshof 20, 10555 Berlin

zur Personzum Buch

Veranstaltet vom Verein Spree-Athen e.V.

Buchcover: ë

Jehona Kicaj: ë

Ort: Lillehammer Literaturfestival
Beginn: 14.00 Uhr

zur Personzum Buch

Belonging – and not quite
Gespräch mit Jehona Kicaj und Dimitrij Kapitelman.
Moderator: Merete Franzen

Buchcover: Leben, Körper, Tod

Denkanstöße für die Gegenwart. Ein Abend zum Deutschen Sachbuchpreis

Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Jägerstraße 22-23, 10117 Berlin
Webseite: www.bbaw.de

Buchcover: Aus dem Dachfenster die Wolken sehen

Selene Mariani: Aus dem Dachfenster die Wolken sehen

Ort: Buch zum Wein | Buchladen Stadthagen
Beginn: 16.00 Uhr
Adresse: Am Bückeberg 4, 31655 Stadthagen

Jan Philipp Reemtsma und Stephan Opitz lesen Gedichte von Peter Rühmkorf

Ort: Weisses Haus
Beginn: 12.00 Uhr
Adresse: Bäderstraße 38, 23743 Grömitz





Buchcover: Leben, Körper, Tod

Preisverleihung Deutscher Sachbuchpreis

Ort: Elbphilharmonie
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Platz d. Deutschen Einheit 4, 20457 Hamburg

Buchcover: »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?«

Ukrainische Bibliothek

Ort: Eberhard Karls Universität Tübingen, Hörsaal Keplerstraße
Beginn: 18.15 Uhr
Adresse: Keplerstraße 2, 72074 Tübingen
Webseite: uni-tuebingen.de

Buchcover: Offener Himmel

Cécile Wajsbrot: Offener Himmel

Ort: LeseRaum in der Akazienallee
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Am Handelshof 1, 45127 Essen
Webseite: literarische-gesellschaft-ruhr.de

Buchcover: Das Leben festhalten

Robert Mueller-Stahl: Das Leben festhalten

Ort: Pommersches Landesmuseum Greifswald
Beginn: 17.30 Uhr
Adresse: Rakower Straße 9, 17489 Greifswald
Webseite: www.pommersches-landesmuseum.de

Buchcover: Meckels Messerzüge

Wilhelm Bartsch: Meckels Messerzüge

Ort: Schloss Ettersburg bei Weimar
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Am Schloss 1, 99439 Weimar
Webseite: schlossettersburg.de

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ETTERSBURGER GESPRÄCH
Erinnerung an die Zukunft

Wilhelm Bartsch
im Gespräch mit Jens-Fietje Dwars

Erinnerung an die Zukunft: Unter diesem Titel lädt das jüngste Heft der Thüringer Literaturzeitschrift Palmbaum zu einer Epochenbilanz nach Ettersburg ein: Was haben wir vom 21. Jahrhundert erwartet, was hat es uns bisher gebracht? Zu den 18 Autorinnen und Autoren, die darauf antworten, gehört Wilhelm Bartsch. 
1950 in Eberswalde geboren, hat Bartsch nach Ausbildung zum Rinderzüchter Philosophie in Leipzig studiert, war Korrektor, Rotationsarbeiter, Dramaturg, Heimerzieher und Nachtwächter. Seit 1983 ist er freier Schriftsteller in Halle an der Saale. Er schreibt Gedichte, Romane, Stücke und Essays, für die er 2024 mit dem Rainer-Malkowski-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und 2025 mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Er rührt an die Wunden der Zeit: „Parteien will ich gern ergreifen / und alle in den Orkus schleifen.“ Heißt es im Band „Gotische Knoten“ (Edition Ornament). „Farewell, du Menschenwelt, ich hab dich satt!“ übersetzt er das 66. Shakespeare-Sonett: „Du zwingst Verdienst zum Betteln, kaum errungen, / Du machst, dass nur der Nichtsnutz alles hat., / Und hast Klarsicht zu Lug und Trug gezwungen ...“ Doch allem Zorn und bösem Witz zum Trotz wahren seine Gedichte immer die Form, ist er ein Meister der gebundenen Sprache, die der Verzweiflung am Hier und Heute widersteht. So auch in seinem Meister-Roman „Meckels Messerzüge“, der soeben vom Wallstein-Verlag neu ediert wurde. Präzise seziert er die Arbeit eines großen Pathologen und mit ihr die Verhältnisse seiner Zeit: der monströsen Wiedergeburt Deutschlands in den Napoleonischen Kriegen. Das Monströse aber ist das Geheimnnis des Lebens: es gibt keine Normalität, es gibt nur das Individuelle, die mannigfachen Abweichungen machen es reich und lebendig.
Bartsch wird in Ettersburg aus dem Roman lesen und aus seinem Beitrag im Palmbaum, in dem er mit Margot Friedländer für ein neues Gebot plädiert: Seid nicht gleichgültig!

Jens-Fietje Dwars ist Chefredakteur der Thüringer Literaturzeischrift Palmbaum und hat zwei Gedichtbände von Wilhelm Bartsch in seiner Edition Ornament herausgegeben.

Gemeinsam veranstaltet mit dem Thüringer Literaturrat e.V.

mit freundlicher Unterstützung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Buchcover: Am Meer

Lesja Ukrajinka: Am Meer und Taras Schewtschenko: Flieg mein Lied, meine wilde Qual

Ort: Literaturhaus Salzburg
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Strubergasse 23, 5020 Salzburg, Österreich

Buchcover: Offener Himmel

Cécile Wajsbrot: Offener Himmel

Ort: Buchhandlung Böttger
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Maximilianstraße 44, 53111 Bonn

Buchcover: Offener Himmel

Cécile Wajsbrot: Offener Himmel

Ort: Haus Cajeth
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Haspelgasse 12, 69117 Heidelberg

Buchcover: ë

Jehona Kicaj: ë

Ort: Das Druckwerk
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Kurhausstraße 4, 23795 Bad Segeberg

Lyrikmarkt im Rahmen des Poesiefestival Berlin

Ort: silent green
Beginn: 13.00 Uhr
Adresse: Gerichtstraße 35, 13347 Berlin





Buchcover: Übergangsritus

Abdalrahman Alqalaq: Übergangsritus

Ort: silent green
Beginn: 13.00 Uhr
Adresse: Gerichtstr. 35, 13347 Berlin
Webseite: www.hausfuerpoesie.org

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Ob am 6.6. entspannte Familienzeit am Samstagnachmittag, am 7.6. Sonntagspicknick mit den Liebsten oder am 13.6. gemütliches Stöbern auf dem Lyrikmarkt: Auf der Wiese vor dem silent green könnt ihr an drei Terminen nachmittags in 50 Lesungen viele bekannte und neue Stimmen hören und von Geheimtipps bis zu preisgekrönten Dichter:innen gemeinsam neue Texte entdecken. Auf Arabisch, Chinesisch, Deutsch, English, Farsi, Lettisch, Niederländisch, Slowenisch, Spanisch und Türkisch, immer mit gelesenen Übersetzungen ins Deutsche.

Und das Beste: Eintritt frei! Die Kopfhörer, mit denen ihr euch über das ganze Gelände bewegen könnt, gibt es kostenlos als Leihgabe. Am Kiosk des silent green sind kühle Getränke und Snacks zu erwerben und es gibt wieder Klappstühle, Decken und Sitzsäcke unter Sonnenschirmen. Zusätzliche Sitzkissen und -decken können gerne mitgebracht werden.  

13:00 Armeghan Taheri, Ryan Van Winkle (EN), Yang Lian (ZH), Aljaž Koprivnikar (SL)
14:00 Tristan Marquardt, Yildiz Çakar (KUR), Abdalrahman Alqalaq, Dima Albitar Kalaji (AR)
15:00 Bohdan Piasecki, Logan February, Awuor Ouma, Sage Ni’Ja Whitson (alle EN)
16:00 Farhad Showghi, Aurélie Maurin und Annie Rutheford, Annelie David (NL), Roberto Amezquita (ES), Yu Sheng Tsou (ZH)

Moderation Felix Schiller

Die Autor:innen lesen jeweils 15 Minuten. Alle Originalsprachen, außer Englisch, werden auf der Bühne ins Deutsche übersetzt.

Gefördert durch: Junivers, SKICA - Slowenisches Kulturzentrum Berlin, Traduki

Buchcover: Die da oben

Anselm Oelze: Die da oben

Ort: Kasseler Kultur Bahnhof
Beginn: 11.00 Uhr
Adresse: Rainer-Dierichs-Platz 1, 34117 Kassel

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Moderation: Catherine Mundt (hr2-Kultur)

Eintritt frei

Buchcover: Die Mosse-Frauen

Elisabeth Wagner: Die Mosse-Frauen. Deutsch-Jüdische Lebensgeschichten

Ort: digital
Beginn: 18.00 Uhr
Webseite: fuf-leobaeck.de

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Es wird um eine Anmeldung unter folgendem Link gebeten: https://bit.ly/4xj83f5

Chair: Dr. Svenja Bethke (Leo Baeck Institute London)
Commentators:
• Dr. Natalie Naimark Goldberg (Bar Ilan University),
• Dr. Skye Doney (George L. Mosse Program)
Respondent: Elisabeth Wagner

This online event will be held in English.

Buchcover: Nehmt Scheren

Juliane Vogel: Nehmt Scheren!

Ort: Universität Wien, Hauptgebäude, Hörsaal 5
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Universitätsring 1, 1010 Wien, Österreich
Webseite: neugermanistik-wien.at

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Als Literatur und Künste am Anfang des 20. Jahrhunderts mit geschnittenem Material zu arbeiten beginnen, bedienen sie sich eines Werkzeugs, das in der Hierarchie der Künste lange diskreditiert war. Erst als die Operationen des Schneidens ins Zentrum künstlerischer und literarischer Produktion rücken, erfährt die Schere eine, wenngleich stets fragile, gefährdete und oft widerrufene Anerkennung. Damit werden Originalität, Ganzheit und Schließung als grundlegende Konzepte bürgerlicher Kunst und Literatur ausgehebelt, werden neue Akteure in den Künsten aktiv, Gattungs- und Mediengrenzen überschritten und eine Praxis entwickelt, die keine – und schon gar keine falschen – Zusammenhänge respektiert. Im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit avanciert die Schere zu einem Medium, das den Umgang mit Texten und Bildern revolutioniert. Das Buch verfolgt ihre Karriere von einem als unschöpferisch geltenden Gebrauchsgegenstand der frühen Neuzeit zu einem zentralen Werkzeug moderner künstlerischer und literarischer Verfahren. Nehmt Scheren erzählt die unwahrscheinliche Aufstiegsgeschichte eines unauffälligen Werkzeugs. Juliane Vogel zeigt, wie die Schere zum unverzichtbaren Produktionsmittel im Umgang mit den modernen Massenmedien wurde und wie sie sich in die Ateliers und auf die Schreibtische vorarbeitete.

Buchcover: Durchsetzung der Diktatur

Sebastian Weitkamp, Christoph Thonfeld, Agnes Ohm und Nicola Wenge (Hrsg.): Durchsetzung der Diktatur

Ort: Vietor Hofbuchhandlung
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Ständeplatz 17, 34117 Kassel

zum Buch

Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Ann Katrin Düben, Joschua Woischnik und Miriam Hockmann.

Moderation Gerrit Bräutigam

Der Eintritt beträgt 4€.

Buchcover: Revolution im Leseland

Michael Knoche: Revolution im Leseland. Wie sich die wissenschaftlichen Bibliotheken der DDR nach dem Mauerfall neu organisierten

Ort: Herzog August Bibliothek, Zeughaus
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Schlossplatz, 38304 Wolfenbüttel
Webseite: www.hab.de

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Eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde der Herzog August Bibliothek moderiert von Ulrich Johannes Schneider
 
Die Wende 1989 brachte für die Bibliotheken in der DDR eine Neuausrichtung, inklusive Neubauten und technischer Modernisierung.
Es gab aber keinen starken Elitenaustausch von West nach Ost, der Großteil der Arbeitsplätze blieb erhalten. Michael Knoche war lange Jahre Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar und zieht in seinem neuesten Buch das Fazit: Die wissenschaftlichen Bibliotheken gehören zu den Gewinnern der Einheit.

Buchcover: Die Toten erzählen

Silke Wagener-Fimpel, Bettina Jungklaus: Die Toten erzählen | Buchpräsentation

Ort: Wolfenbütteler Hauptkirche Beatae Mariae Virginis
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Michael-Praetorius-Platz 9, 38300 Wolfenbüttel

zur Personzum Buch

Buchpräsentation mit Bettina Jungklaus und Silke Wagener-Fimpel

Erstmals führen eine Anthropologin und eine Historikerin ihre Ergebnisse zusammen und rekonstruieren das Leben einer städtischen Oberschicht der Frühen Neuzeit anhand von Grabfunden und Schriftquellen.

Eine besondere Chance für die anthropologische und historische Forschung bieten persönlich identifizierte Skelette. Im Jahr 2015 wurden an der Hauptkirche Beatae Mariae Virginis in Wolfenbüttel bei Ausgrabungen 80 Gräber aus der Zeit von 1650 bis etwa 1750 entdeckt. Bei den Verstorbenen handelte es sich um Angehörige der städtischen Oberschicht, darunter Hofbedienstete, Kaufleute und Bürgermeister mit ihren Familien. Im Rahmen eines Pro*Niedersachsen-Projekts wurden umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen der Fundstätte möglich, im Zuge derer sich 83 % der Individuen identifizieren ließen.
Während naturwissenschaftliche Analysen zahlreiche Aussagen zur biologischen Lebensgeschichte der Verstorbenen, zu Ernährung, Krankheiten und Verwandtschaft lieferten, konnten aus in der Abteilung Wolfenbüttel des Niedersächsischen Landesarchivs bewahrten Quellen ergänzend individuelle biografische Informationen ermittelt werden, unter anderem zu Wohnverhältnissen, Familienleben, Besitz, Beziehungen und Netzwerken, Berufsalltag sowie sozialer und regionaler Mobilität. Durch die Kombination beider Disziplinen ließen sich die frühneuzeitlichen Lebensverhältnisse in bisher ungeahnter Tiefe rekonstruieren.

Buchcover: Am Meer

Lesja Ukrajinka: Am Meer

Ort: Stiftspark (bei Schönwetter) / Palmenhaus (bei Schlechtwetter)
Beginn: 11.00 Uhr
Adresse: Linzer Straße 4, 4073 Wilhering, Österreich
Webseite: www.literaturschiff.at

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MIT GEWICHT
LiteraturPicknick 2026
Ein Picknick besteht aus vielen kleinen Momenten, die später vielleicht groß sein werden. Es gibt zu essen, es gibt zu trinken. Geschichten tummeln sich, sie werden erzählt, sie werden gehört, sie entstehen. Das LiteraturPicknick 2026, kuratiert von Anna Weidenholzer, widmet sich Texten, die von großen Dingen im kleinen Format berichten: den Kurz- und Kürzestgeschichten, den Erzählungen. Eine gute Kurzgeschichte hat weit mehr Gewicht, als ihr auf den ersten Blick anzusehen ist. Auf wenigen Seiten prägt sie sich ins Gedächtnis ein, beschäftigt ihre Leser*innen oft länger als ein umfassender Roman. Sich auf dieses Abenteuer einzulassen, dazu lädt das LiteraturPicknick 2026 mit Texten von Monika Helfer, Peter Stamm, Milena Michiko Flašar und Lesja Ukrajinka (vorgestellt von Tanja Maljartschuk) ein.

Monika Helfer, kürzlich mit dem Boccaccio.cc-Preis für die beste Erzählung des Jahres ausgezeichnet, erzählt in „Wie die Welt weiterging“ in 365 Kurz- und Kürzestgeschichten über uns Menschen und die Welt,- voller Merkwürdigkeiten und voller Schönheit.
Peter Stamm, ein Meister der kurzen Form, zeigt in seinem jüngsten Erzählband „Auf ganz dünnem Eis“, wie kunstvoll und vielschichtig Geschichten auf wenigen Seiten erzählt werden können.
Milena Michiko Flašar, vielfach ausgezeichnet für ihre Romane, führt in ihrem ersten Erzählband „Der Hase im Mond“ auf kunstvolle
Weise in Wirklichkeiten, die von schwindenden Gewissheiten unterspült werden. Frauen, die mehr verdienen als ihre Partner, häusliche Gewalt, späte Mutterschaft und soziale Ungerechtigkeit.
Die Themen, über die die ukrainische Autorin Lesja Ukrajinka um 1900 schrieb, sind heute noch aktuell. Mit dem von ihr in der „Ukrainischen Bibliothek“ herausgegebenen Erzählband „Am Meer“ holt die preisgekrönte Autorin Tanja Maljartschuk sie zurück in den europäischen Kanon.

Musik:
Fargo Hank Williams, Townes Van Zandt, Film Noir und the Great American Songbook: Das sind ein paar der Inspirationen, von denen ausgehend die Band Fargo (Linz/Wien) seit zwei Jahrzehnten ihren eigenen Sound kultiviert. Robinson Stärk und Helmut Steininger stehen seit zwei Jahren wieder als Duo auf der Bühne mit einem Programm aus Eigenkompositionen, Übersetzungen, Interpretation von Traditionals und ausgewählten Coverversionen im Bereich Folk/Blues/Americana. Mit zwei Stimmen, zwei Gitarren, einer Klarinette und einer Trompete loten Fargo die klanglichen Möglichkeiten aus und fokussieren auf die feinen Nuancen. Eine iografische und soundästhetische Spurensuche, bei der Fragen nach Aneignung und Reinterpretation, der Bedeutung von Folkmusik in einer globalen Kultur und das Verhältnis vom „Eigenen“ und „Fremden“ mit Songs und Geschichten erkundet werden.

Buchcover: ë

Jehona Kicaj: ë

Ort: Auswärtiges Amt (Weltsaal)
Beginn: 13.45 Uhr
Adresse: Zimmerstraße 28, 10969 Berlin

zur Personzum Buch

Satz, Land, Fluss – vom Übersetzen und anderem diplomatischen Handwerk
Ein Gespräch

Moderation: Christina Beinhoff

Buchcover: »Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden«

»Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden« und »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?«

Ort: Museumsberg
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Museumsberg 1, 294937 Flensburg
Webseite: literaturhaus-sh.de

zur Personzum Buch

Zwischen Zukunft und Freiheit: Die ukrainische Moderne

1918 schrieb der ukrainische futuristische Dichter Mychajl Semenko ein literarisches »Manifest«. In dieser Veranstaltung stellen Serhij Zhadan, Katja Petrowskaja und Claudia Dathe Autor*innen der ukrainischen Moderne vor, darunter den Autor des ersten ukrainischen Stadtromans Walerian Pidmohylnyj und den Futuristen Mychajl Semenko, der mit seinen Manifesten, Sprachspielen und visuellen Gedichten einen Bogen vom ukrainischen Barock in die 1920er Jahre schlägt und neue moderne literarische Formen in der ukrainischen Literatur begründet. Die Werke von Mychajl Semenko sind versammelt in dem Band »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren« (Wallstein) herausgegeben von Serhij Zhadan und Claudia Dathe. Serhij Zhadan und der Berliner Komponist Yuriy Gurzhy fusionieren im Anschluss in einem Live-Konzert ukrainische Poesie mit elektrischen Beats und massiven Bässen zu einem Sound, der ebenso zum Andenken anstiftet wie zur Bewegung treibt.

Moderation: Insa Wilke | Übersetzungen: Sofia Onufriv | Lesung der deutschen Texte: Tom Keller

Ort: Museumsberg Flensburg | Der Eintritt ist frei.

Buchcover: »Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden«

»Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden« und »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?«

Ort: Literaturhaus Hamburg
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Webseite: www.literaturhaus-hamburg.de

zur Personzum Buch

Ukrainische Bibliothek
mit Katja Petrowskaja, Claudia Dathe und Serhij Zhadan – im Anschluss Konzert mit Serhij Zhadan und Yuriy Gurzhy

Die »Ukrainische Bibliothek« erscheint in acht Bänden im Wallstein Verlag und widmet sich den berühmtesten Klassikern des ukrainischen literarischen Erbes des 19. und 20. Jahrhunderts, um mehr Aufmerksamkeit auf das Land und seine beeindruckende Kultur zu lenken. Herausgegeben von namhaften Autor*innen eröffnen die Erzählbände neue Sichtweisen auf ein Land, dessen Literatur und Sprache sich stets gegen Unterdrückung und Vergessen behaupteten.
Die Autorin Katja Petrowskaja präsentiert die von ihr herausgegebenen und mit einem erhellenden Vorwort versehenen ukrainischen Meistererzählungen des 20. Jahrhunderts »Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden« (Übersetzung: Irina Bondas). Die Übersetzerin Claudia Dathe und der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels Serhij Zhadan stellen Mychajl Semenkos Gedichte und futuristische Erzählungen »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?« (Übersetzung: Claudia Dathe) vor.
Moderation: Insa Wilke
Im Anschluss an die Lesung erleben wir Serhij Zhadan als Musiker: Gemeinsam mit dem Berliner Komponisten Yuriy Gurzhy fusioniert er ukrainische Poesie mit eklektischen Beats und massiven Bässen zu einem Sound, der ebenso zum Nachdenken anstiftet wie zur Bewegung treibt.

Buchcover: Die Shoah und die DDR

Alexander Walther: Die Shoah und die DDR | Im Rahmen der Jüdischen Woche in Leipzig

Ort: Literaturhaus Leipzig | Haus des Buches
Adresse: Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Buchcover: »Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden«

»Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden« und »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?«

Ort: Literaturhaus Basel
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Theaterstrasse 22, 45051 Basel, Schweiz
Webseite: www.literaturhaus-basel.ch

zur Personzum Buch

In der Veranstaltung stellen Katja Petrowskaja und Serhij Zhadan Autor:innen der ukrainischen Moderne vor, darunter den Autor des ersten ukrainischen Stadtromans Walerian Pidmohylnyj und den Futuristen Mychail Semenko, der mit seinen Manifesten, Sprachspielen und visuellen Gedichten einen Bogen vom ukrainischen Barock in die 1920er Jahre schlägt und neue moderne literarische Formen in der ukrainischen Literatur begründet.

Es geht um folgende Bücher:
»Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden.« Ukrainische Meistererzählungen des frühen 20. Jahrhunderts, herausgegeben von Katja Petrowskaja, übersetzt von Irina Bondas.
Mychajl Semenko. »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?« Gedichte und futuristische Skizzen, herausgegeben von Serhij Zhadan und Claudia Dathe, übersetzt von Claudia Dathe.

Die »Ukrainische Bibliothek« stellt die berühmtesten Klassiker des ukrainischen literarischen Erbes des 19. und 20. Jahrhunderts vor mit dem Ziel, sowohl im deutschsprachigen Raum als auch international Aufmerksamkeit auf das Land und seine Kultur zu lenken. Die Texte erscheinen fast ausschließlich zum ersten Mal auf Deutsch in zeitgemäßen Übersetzungen; die insgesamt 8 Einzelbände der Reihe werden dabei von namhaften Autorinnen und Autoren und anderen Intellektuellen herausgegeben und mit erhellenden Essays ergänzt, die jeweils ihren eigenen literarischen Wert haben.

MITWIRKENDE UND BIOGRAFIEN
Autor: Serhij Zhadan
Autorin: Katja Petrowskaja
Übersetzerin: Claudia Dathe
Übersetzerin: Irina Bondas
Moderatorin: Anna Hodel
Übersetzung der Veranstaltung: Sofiya Onufriv
Deutsche Lesung: Claudia Jahn

Buchcover: ë

Jehona Kicaj: ë

Ort: Universität Hildesheim, Aula am Bühler Campus, BC.L. 1.31
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Lübecker Straße 3, 31141 Hildesheim

Buchcover: Die da oben

Anselm Oelze: Die da oben

Ort: Thüringer Landesvertretung
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Rue Guimard 9, 1040 Brüssel

Buchcover: Rudolf von Jhering - Das unsichtbare Recht

Michael Kunze: Rudolf von Jhering. Das unsichtbare Recht

Ort: Universität Greifswald (Hörsaal 1.22)
Beginn: 18.15 Uhr
Adresse: Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald
Webseite: rsf.uni-greifswald.de

zur Personzum Buch

Ein Weltstar gastiert in Greifswald. Die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald begrüßt am 24. Juni einen weltbekannten Musiker, Schriftsteller und Juristen: Michael Kunze. Er wird einen Vortrag halten über die Freundschaft des damals ebenfalls weltbekannten Rechtsprofessors Rudolf von Jhering mit seinem kaum weniger bekannten Greifswalder Kollegen Bernhard Windscheid.
Die Veranstaltung, die von Lege&Lena musikalisch gerahmt wird, findet um 18:15 Uhr im Hörsaal 1.22, Ernst-Lohmeyer-Platz 1 statt. 

Buchcover: »Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden«

»Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden« und »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?«

Ort: Literaturhaus Zürich
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Limmatquai 62, 8001 Zürich, Schweiz

zur Personzum Buch

Geschriebenes und Proklamiertes: Die ukrainische Moderne am Anfang des 20. Jahrhunderts

In der Veranstaltung stellen Katja Petrowskaja und Serhij Zhadan Autor*innen der ukrainischen Moderne vor, darunter den Autor des ersten ukrainischen Stadtromans Walerian Pidmohylnyj und den Futuristen Mychail Semenko, der mit seinen Manifesten, Sprachspielen und visuellen Gedichten einen Bogen vom ukrainischen Barock in die 1920er Jahre schlägt und neue moderne literarische Formen in der ukrainischen Literaturbegründet.
Teilnehmende: Katja Petrowskaja, Irina Bondas, Serhij Zhadan, Sylvia Sasse
Moderation: Claudia Dathe
Dolmetscherin: Sofia Onufriv
Sprecher*in: N.N.

Buchcover: Erzählungen

Reiner Stach über Franz Kafka

Ort: Stadtbibliothek Leipzig
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11, 04107 Leipzig
Webseite: www.literaturhaus-leipzig.de

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»Kafkas Aktualität. Unser Klassiker im 21. Jahrhundert«

Vortrag und Gespräch mit Kafka-Biograph Reiner Stach
Reiner Stach ist DER Kafka-Kenner überhaupt, seine dreibändige Kafka-Biographie ist international als Standard anerkannt.

Reiner Stach, geboren 1951 in Rochlitz (Sachsen), arbeitete nach dem Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik und anschließender Promotion zunächst als Wissenschaftslektor und Herausgeber von Sachbüchern. 1987 erschien seine Monographie ›Kafkas erotischer Mythos‹. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung ›Kafkas Braut‹, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte. 2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für ›Kafka: Die Jahre der Erkenntnis‹ mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet. Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis.

Eintritt: 10,- / 7,- EUR ǀ Karten an der Abendkasse oder unter: https://rausgegangen.de/events/der-verschollene-das-schloss-gesprach-mit-kafka-biograph-rei-0/ ǀ Veranstaltung des Literaturhauses Leipzig in Kooperation mit den Leipziger Städtischen Bibliotheken ǀ Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig. www.leipzig.de

Buchcover: Jenseits des Bolschewismus

Rhena Stürmer: Jenseits des Bolschewismus. Lebenswege Weimarer Linkskommunisten zwischen den Systemen des 20. Jahrhunderts

Ort: Seenland Buchhandlung | Auf dem Hof
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Markt 11, 01968 Senftenberg/Zły Komoro
Webseite: brandenburg.rosalux.de

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Der Zeitstrahl ist zerbrochen...

ADAM SCHARRER (1889 – 1948) und Genossen: Linkskommunistische Kritik am „Zeitstrahl der gesetzmäßigen Entwicklung" und am Kommandosystem von Bolschewiki und KPD
- Irrweg oder Inspiration für Nachdenken über Demokratie, Opposition und Revolution in unübersichtlicher Zeit?

Vortrag und Gespräch mit Dr. Rhena Stürmer (Universität Leipzig, Förderpreisträgerin der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg 2025) und Musik von Paul Geigerzähler (Violine)
Dr. RHENA STÜRMER, geb. 1989, ist Mitarbeiterin an der Universität Leipzig und lehrt dort Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts. Sie hat Geschichte, Kulturwissenschaften und Kulturgeschichte studiert und wurde 2024 an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) promoviert. 2018 bis 2022 war sie Stipendiatin der Rosa Luxemburg Stiftung. Aktuell hat sie mit der Arbeit an ihrer Habilitation zur Gesellschaftsgeschichte der Subjektivität begonnen. Für ihre Dissertation „Weimarer Linkskommunisten zwischen Partei und Bewegung. Eine kultur-geschichtliche Kollektivbiografie“ erhielt Rhena Stürmer 2025 neben dem Förderpreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg auch den Claus-Dieter Krohn Preis für Exilforschung.

In einem Interview mit Frauke Adesiyander von der Universität Viadrina Frankfurt (Oder) sagte Rhena Stürmer zu ihrem Buch und die Auszeichnungen: „Zu Beginn meiner Arbeit an diesem Thema war ich mir etwas unsicher, ob es nicht zu abseitig anmuten würde. Daher empfinde ich die beiden Auszeichnungen als sehr bestärkend für das, was ich die letzten Jahre erforscht habe.“

In ihrer Arbeit geht es vor allem um die nur kurzzeitig einflussreiche Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD), die sich von der KPD abspaltete und auf kritische Distanz zur Politik der Bolschewiki ging. Es handelt sich jedoch um keine Parteiengeschichte im üblichen Sinne, sondern um eine Annäherung an ein schwieriges Thema anhand von biografischen Skizzen. Behandelt werden der Literaturwissenschaftler und Journalist Karl Schröder (1884-1950), der Publizist Alexander Schwab (1887-1943) und der Schriftsteller Adam Scharrer (1889-1948). Von besonderem Interesse dürfte Adam Scharrer sein. Denn es sind wahrscheinlich in Deutschland lediglich zwei Straßen nach Scharrer benannt, eine davon bekanntlich in Senftenberg. Leider wissen jedoch nur noch wenige in der Stadt, wer Adam Scharrer war. Außerdem spiegelt sich in seiner Biografie so ziemlich die ganze Widersprüchlichkeit der kommunistischen Bewegung des 20. Jahrhunderts wider – antifaschistischer Kampf, Flucht in die Sowjetunion, Kompromisse mit dem Stalinregime, um dem „Großen Terror“ zu entgehen, und schließlich als Parteiloser nach 1945 Mitbegründer des Kulturbundes und in der politischen Bildungsarbeit engagiert.

Die Rede des Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann zur Preisverleihung und die Laudatio von Prof. Dr. Mario Keßler sind auf der Webseite der brandenburgischen Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlicht. Dort findet sich auch der Link zu einer interessanten Rezension ihres Buches von Paul Geigerzähler (https://brandenburg.rosalux.de/news/id/54206/jenseits-des-bolschewismus).

PAUL GEIGERZÄHLER sagt über sich: „Ganz früher, als in Berlin noch diese seltsame Betonwand herumstand, wurde in Budyšin ein Kind geboren, das früh die musikpädagogischen Errungenschaften der Deutschen Demokratischen Republik genießen und Geige spielen wollte, durfte, sollte, musste.“ Jetzt singt er rebellische Texte in deutsch und sorbisch und spielt dazu Geige, also eine Art Punk ohne Schlagzeug, Gitarre und Bass.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um Spenden wird gebeten.

Buchcover: ë

Jehona Kicaj: ë

Ort: Gdanska Theater (Literaturhaus Oberhausen)
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Gutenbergstraße 8, 46045 Oberhausen

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Moderation: Lena Kleinen