Veranstaltungsarchiv
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Kurt Marti: Leichenreden und Walter Vogt: Zwei Männer in einem Raum
Ort: Literaturhaus Basel
Adresse: Barfüssergasse 3, 4051 Basel, Schweiz

Sabine Graf, Julia Kahleyß und Henning Steinführer: Archive in Niedersachsen und der Nationalsozialismus
Ort: Niedersächsisches Landesarchiv
Beginn: 17.00 Uhr
Adresse: Am Archiv 1, 30159 Hannover
zur Personzum Buch
Begrüßung
Dr. Sabine Graf (Präsidentin des Niedersächsischen Landesarchivs
Grußworte
Staatssekretär Frank Doods (Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei)
Prof. Thedel von Wallmoden (Wallstein-Verlag)
Buchvorstellung
Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer
Dank des Herausgeberteams
Moderation
Dr. Stephanie Haberer (Niedersächsisches Landesarchiv)
Wegen der begrenzten Platzkapazität wird um Anmeldung bis zum 7. Januar 2026 unter tagung@nla.niedersachsen.de oder telefonisch unter 0511-1206637 gebete
Begrüßung
Dr. Sabine Graf (Präsidentin des Niedersächsischen Landesarchivs
Grußworte
Staatssekretär Frank Doods (Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei)
Prof. Thedel von Wallmoden (Wallstein-Verlag)
Buchvorstellung
Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer
Dank des Herausgeberteams
Moderation
Dr. Stephanie Haberer (Niedersächsisches Landesarchiv)
Wegen der begrenzten Platzkapazität wird um Anmeldung bis zum 7. Januar 2026 unter tagung@nla.niedersachsen.de oder telefonisch unter 0511-1206637 gebete

Niklas Krawinkel: Rechter »Rand« und demokratische »Mitte«
Ort: Goethe Universität Frankfurt am Main, Campus Westend | Casino-Gebäude, Raum 1.801
Beginn: 18.15 Uhr
Adresse: Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main
Webseite: www.fritz-bauer-institut.de
zur Personzum Buch
Extrem rechte Diskurse rücken immer stärker in die »Mitte« der Gesellschaft. Ein Blick in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt allerdings, dass wechselseitige Bezugnahmen zwischen Akteuren der extremen Rechten und demokratischen Kräften keineswegs neu sind. Die extreme Rechte fand stets Anknüpfungspunkte an gesellschaftlich etablierte Vorstellungen und radikalisierte sie. Auf diese Weise gewann sie Legitimation für ihre Politik und ihren Einfluss weit über ihr angestammtes Milieu hinaus. Der Vortrag geht der Frage nach, welchen Wandlungen, Kontinuitäten und Aktualisierungen ihre Ideologie und Praxis zwischen 1950 und 1990 unterworfen waren.
Dr. Niklas Krawinkel forschte zwischen 2018 und 2025 am Lehrstuhl zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust über die Geschichte des Rechtsradikalismus in der Bundesrepublik Deutschland. Seine Dissertation ist 2020 im Wallstein Verlag unter dem Titel »Belastung als Chance. Hans Gmelins politische Karriere im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik Deutschland« erschienen.
Extrem rechte Diskurse rücken immer stärker in die »Mitte« der Gesellschaft. Ein Blick in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt allerdings, dass wechselseitige Bezugnahmen zwischen Akteuren der extremen Rechten und demokratischen Kräften keineswegs neu sind. Die extreme Rechte fand stets Anknüpfungspunkte an gesellschaftlich etablierte Vorstellungen und radikalisierte sie. Auf diese Weise gewann sie Legitimation für ihre Politik und ihren Einfluss weit über ihr angestammtes Milieu hinaus. Der Vortrag geht der Frage nach, welchen Wandlungen, Kontinuitäten und Aktualisierungen ihre Ideologie und Praxis zwischen 1950 und 1990 unterworfen waren.
Dr. Niklas Krawinkel forschte zwischen 2018 und 2025 am Lehrstuhl zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust über die Geschichte des Rechtsradikalismus in der Bundesrepublik Deutschland. Seine Dissertation ist 2020 im Wallstein Verlag unter dem Titel »Belastung als Chance. Hans Gmelins politische Karriere im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik Deutschland« erschienen.

Alexander Walther: Die Shoah und die DDR
Ort: Zeitgeschichtliches Kolloquium | Seminarraum
Beginn: 18.15 Uhr
Adresse: Zwätzengasse 4, 07743 Jena
Webseite: www.gw.uni-jena.de

Robert Pursche: Umkämpftes Nachleben. Walter Benjamins Archive
Ort: Karl Jaspers-Gesellschaft e.V.
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Unter den Eichen 22, 26122 Oldenburg
Webseite: karl-jaspers-gesellschaft.de
zur Personzum Buch
Buchvorstellung mit dem Autor und Stefan Müller-Doohm (Oldenburg)
Es ist nicht selbstverständlich, ein Nachleben zu haben, selbst für Leute, die schon zu Lebzeiten für Genies gehalten wurden. Dass uns Walter Benjamins Texte heute in unzähligen Editionen vorliegen und dass die Sekundärliteratur über sein Werk seit Jahrzehnten unüberschaubar ist, verdankt sich vielen Menschen, die unermüdlich dafür gearbeitet haben. Daran waren Geistesgrößen wie Hannah Arendt, Gershom Scholem oder das Ehepaar Theodor W. und Gretel Adorno beteiligt, aber auch Schattengestalten der Intellektuellengeschichte wie Archivare, Sekretärinnen, Verlagsmitarbeiterinnen oder Philologen wie Rolf Tiedemann und Gerhard Seidel.
Diese Rettungsaktion geschah jedoch nicht im Gleichklang der Handelnden, im Gegenteil. Persönliche und politische Aversionen im Zeitalter des Kalten Krieges prägten nicht nur die weithin bekannten Deutungskämpfe um Benjamins Marxismus, sondern schon den Zugang zum philologischen Rohstoff, Benjamins Archive. Nach seinem Selbstmord im Jahre 1940 waren diese zerstreut, Teile befanden sich zeitweise in den USA, der Sowjetunion, in Paris, Frankfurt am Main, Jerusalem, Potsdam und Ostberlin. Unveröffentlichte Manuskripte, seltene Drucke und andere Nachlassdokumente wurden so seit den 1950er Jahren zur Verhandlungsmasse zwischen Verlagen und Archiven in der Bundesrepublik und der DDR.
Trotzdem Benjamins Nachleben als „säkulare Wundererzählung“ (Wolfgang Matz) verstanden werden kann, bleibt sie fragil und unvollständig. Immer wieder tauchen neue Dokumente auf, doch es bleiben Lücken, Ahnungen, Vermutungen, Rätsel, nicht zuletzt um die legendäre, Fragment gebliebene „Passagenarbeit“. Wie Benjamin posthum zur intellektuellen Ikone wurde und warum dieses ‚Wunder‘ ausgerechnet in einem Kinderbuch vielleicht seinen treffendsten Ausdruck fand, darüber spricht Robert Pursche in seinem Vortrag, der zugleich sein Buch „Umkämpftes Nachleben. Walter Benjamins Archive 1940-1990“ (Wallstein, 2024) vorstellen soll, moderiert von dem Soziologen Stefan Müller-Doohm.
Buchvorstellung mit dem Autor und Stefan Müller-Doohm (Oldenburg)
Es ist nicht selbstverständlich, ein Nachleben zu haben, selbst für Leute, die schon zu Lebzeiten für Genies gehalten wurden. Dass uns Walter Benjamins Texte heute in unzähligen Editionen vorliegen und dass die Sekundärliteratur über sein Werk seit Jahrzehnten unüberschaubar ist, verdankt sich vielen Menschen, die unermüdlich dafür gearbeitet haben. Daran waren Geistesgrößen wie Hannah Arendt, Gershom Scholem oder das Ehepaar Theodor W. und Gretel Adorno beteiligt, aber auch Schattengestalten der Intellektuellengeschichte wie Archivare, Sekretärinnen, Verlagsmitarbeiterinnen oder Philologen wie Rolf Tiedemann und Gerhard Seidel.
Diese Rettungsaktion geschah jedoch nicht im Gleichklang der Handelnden, im Gegenteil. Persönliche und politische Aversionen im Zeitalter des Kalten Krieges prägten nicht nur die weithin bekannten Deutungskämpfe um Benjamins Marxismus, sondern schon den Zugang zum philologischen Rohstoff, Benjamins Archive. Nach seinem Selbstmord im Jahre 1940 waren diese zerstreut, Teile befanden sich zeitweise in den USA, der Sowjetunion, in Paris, Frankfurt am Main, Jerusalem, Potsdam und Ostberlin. Unveröffentlichte Manuskripte, seltene Drucke und andere Nachlassdokumente wurden so seit den 1950er Jahren zur Verhandlungsmasse zwischen Verlagen und Archiven in der Bundesrepublik und der DDR.
Trotzdem Benjamins Nachleben als „säkulare Wundererzählung“ (Wolfgang Matz) verstanden werden kann, bleibt sie fragil und unvollständig. Immer wieder tauchen neue Dokumente auf, doch es bleiben Lücken, Ahnungen, Vermutungen, Rätsel, nicht zuletzt um die legendäre, Fragment gebliebene „Passagenarbeit“. Wie Benjamin posthum zur intellektuellen Ikone wurde und warum dieses ‚Wunder‘ ausgerechnet in einem Kinderbuch vielleicht seinen treffendsten Ausdruck fand, darüber spricht Robert Pursche in seinem Vortrag, der zugleich sein Buch „Umkämpftes Nachleben. Walter Benjamins Archive 1940-1990“ (Wallstein, 2024) vorstellen soll, moderiert von dem Soziologen Stefan Müller-Doohm.