Veranstaltungsarchiv

Thea Mengeler: Öffentlicher Nahverkehr
Ort: Hafenbahnhof Sassnitz
Beginn: 11.30 Uhr
Adresse: Hafenstraße 12c, 18546 Sassnitz auf Rügen
Webseite: literaturtage-ruegen.de
Nachdem sie online bloßgestellt wurde, steigt eine junge Influencerin aus und entschließt sich stattdessen in einen Bus einzusteigen. Statt als Frau ständig angestarrt zu werden, starrt sie nun zurück, beobachtet Mitreisende und spekuliert über deren Leben. Ein hochaktueller Roman über digitale Gewalt, Hass, Beschämung von Frauen und wie wir es schaffen, den Fängen der Selbstbespiegelung entkommen können.

Nora Eckert: Der lange Weg zur Selbstbestimmung
Ort: Staatsbibliothek zu Berlin (Wilhelm-von-Humboldt-Saal)
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Webseite: blog.sbb.berlin

Ulrich Sieg: Zeit der Professoren
Ort: Universitätsbibliothek Marburg, Raum B008
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Deutschhausstraße 9, 35037 Marbrug
Webseite: veranstaltungen.uni-marburg.de

Ramona de Jesús: Zwei Quadratmeter Haut | Dos metros cuadrados de piel
Ort: Alte Schmiede Wien
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Schönlaterngasse 9, 1010 Wien, Österreich

Julia Bernstein, Alfred Bodenheimer, Elisabeth Schilling (Hrsg.): Ausnahmezustand
Ort: Universität Konstanz und Online per Zoom
Beginn: 13.30 Uhr
Adresse: Konstanz
Webseite: uni-konstanz-de.zoom.us
Die Veranstaltung findet hybrid statt. Zugang zur Veranstaltung per Zoom unter: https://uni-konstanz-de.zoom.us/webinar/register/WN_xYsPhq04TYeprzmRzPEEfw#/registration

Alexander Walther: Die Shoah und die DDR. Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus
Ort: Volkshochschule
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Löhrstraße 3-7, 04105 Leipzig
Webseite: www.slpb.de
Das jüdische Leben in der DDR ist im kollektiven Gedächtnis kaum verankert. Jenseits bekannter Klassiker wie »Jakob der Lügner« stellt sich die Frage: Welchen Raum erhielten jüdische Erfahrungen im staatlich verordneten Antifaschismus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und später in der DDR? Während staatliche Gedenkstätten allgemein von »Kämpfern gegen den Faschismus« sprachen, rangen jüdische Überlebende bereits direkt nach 1945 um eine würdige Bestattung der Toten und eine sichtbare Erinnerung an die Shoah, versuchten ihre kleinen Gemeinden aufrechtzuerhalten.
Der Historiker Dr. Alexander Walther geht in seinem Vortrag der Rolle jüdischer Akteure wie Lin Jaldati, Helmut Eschwege oder Heinz Knobloch nach. Anhand persönlicher Nachlässe zeigt er ihr spannungsreiches Handeln zwischen eigensinniger Aufklärungsarbeit und teils schmerzhaften Zugeständnissen an die SED. Ein Abend über mutiges Engagement, unmarkierte Gräber und das schwierige Erbe jüdischer Verfolgungserfahrung in der SBZ und DDR.
Alexander Walther studierte an der Universität Jena Geschichte und Englisch für das Lehramt. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt und ist seit 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz im Projekt »Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026«.
Die Veranstaltungsreihe ist Teil der Angebote im Rahmen von TACHELES 2026, dem Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen.

Fritz Seemann: Wir sind hier in einer Mausefalle | herausgegeben von Jörg Skriebeleit und Annette Kraus
Ort: Regionalbibliothek Weiden
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Scheibenstraße 7, 92637 Weiden in der Oberpfalz
Webseite: www.gedenkstaette-flossenbuerg.de
Fritz Seemann war in den 1930er Jahren Redakteur beim Prager Tagblatt, der größten deutschsprachigen Tageszeitung in der Tschechoslowakei. Trotz seiner jüdischen Herkunft besuchte er bis 1934 mehrmals Deutschland, um über den Aufstieg Hitlers zu berichten. Spott über die brachiale Propaganda der Nationalsozialisten wich bald der Bestürzung über die schnelle Errichtung der Diktatur und die einsetzende Verfolgung von Jüdinnen und Juden.
In dieser Zeit korrespondierte Seemann mit dem Astronomen Arthur Beer in London. Der anfangs private Austausch entwickelte sich zur planmäßigen Suche nach einer Fluchtmöglichkeit. Das Münchner Abkommen 1938 und die Okkupation der Tschechoslowakei im März 1939 stellten beide vor immer größere Hürden.
Die Autorin Annette Kraus und der Mitherausgeber Prof. Dr. Jörg Skriebeleit stellen die neueste Publikation der KZ-Gedenkstätte vor und lesen aus den Briefen.

Anna Baar: Amseln
Ort: Adalbert-Stifter-Institut des Lades Oberösterreich
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz
Webseite: www.stifterhaus.at

Julia Bernstein, Alfred Bodenheimer, Elisabeth Schilling (Hrsg.): Ausnahmezustand
Ort: Haus Benjamin
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Dietrich-Kittner-Platz 1-3, 30173 Hannover

Ingo Loose: Die Reichsbank im nationalsozialistischen Eroberungskrieg
Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, IG Farben-Haus (Raum 311)
Beginn: 18.15 Uhr
Adresse: Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main
Webseite: www.fritz-bauer-institut.de

Julia Bernstein, Alfred Bodenheimer, Elisabeth Schilling (Hrsg.): Ausnahmezustand
Ort: Hochschule RheinMain
Beginn: 15.45 Uhr

Lindita Arapi: Lindenblüten für Bücher
Ort: Fakultät für Fremdsprachen
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Tirana, Albanien

Alexander Walther: Die Shoah und die DDR. Akteure und Aushandlungen im Antifaschismus
Ort: Stadtmuseum Eilenburg
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Torgauer Straße 40, 04838 Eilenburg
Webseite: www.slpb.de
Das jüdische Leben in der DDR ist im kollektiven Gedächtnis kaum verankert. Jenseits bekannter Klassiker wie »Jakob der Lügner« stellt sich die Frage: Welchen Raum erhielten jüdische Erfahrungen im staatlich verordneten Antifaschismus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und später in der DDR? Während staatliche Gedenkstätten allgemein von »Kämpfern gegen den Faschismus« sprachen, rangen jüdische Überlebende bereits direkt nach 1945 um eine würdige Bestattung der Toten und eine sichtbare Erinnerung an die Shoah, versuchten ihre kleinen Gemeinden aufrechtzuerhalten.
Der Historiker Dr. Alexander Walther geht in seinem Vortrag der Rolle jüdischer Akteure wie Lin Jaldati, Helmut Eschwege oder Heinz Knobloch nach. Anhand persönlicher Nachlässe zeigt er ihr spannungsreiches Handeln zwischen eigensinniger Aufklärungsarbeit und teils schmerzhaften Zugeständnissen an die SED. Ein Abend über mutiges Engagement, unmarkierte Gräber und das schwierige Erbe jüdischer Verfolgungserfahrung in der SBZ und DDR.
Alexander Walther studierte an der Universität Jena Geschichte und Englisch für das Lehramt. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt und ist seit 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz im Projekt »Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026«.
Die Veranstaltungsreihe ist Teil der Angebote im Rahmen von TACHELES 2026, dem Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen.

Julia Bernstein, Alfred Bodenheimer, Elisabeth Schilling (Hrsg.): Ausnahmezustand
Ort: Jüdische Gemeinde Karlsruhe
Beginn: 19.00 Uhr

XXIII. Weimarer Lyriknacht I Nasima Sophia Razizadeh
Ort: junges theater stellwerk
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Schopenhauserstr. 2, 99423 Weimar
Webseite: literarische-gesellschaft.de
Gegründet 2002 von der Weimarer Autorin Gisela Kraft (1936–2010), standen über viele Jahre Dichter und Dichterinnen aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt im Mittelpunkt. 2010 übernahm die Lyrikerin Nancy Hünger das Format, öffnete es für den deutschen Sprachraum und prägte es mit ihren unverwechselbaren Moderationen. Mit Hüngers Wechsel an die Universität Tübingen kuratieren seit 2023 die Lyrikerinnen Romina Nikolić und Christine Hansmann die »Weimarer Lyriknacht«.
Der Dialog von Lyrik und Jazz und das Korrespondieren verschiedener poetischer Perspektiven zwischen Tradition und Avantgarde stehen im Mittelpunkt, zusätzlich wird ein Fokus auf neue Stimmen, die die Tendenzen moderner Lyrik im 21. Jahrhundert spiegeln, gelegt. Aktuelle Neuerscheinungen und Preisträger wichtiger Lyrikwettbewerbe finden dabei ebenso Beachtung wie die Würdigung kürzlich verstorbener Dichter oder Dichterinnen.
Die Weimarer Lyriknacht ist ein gemeinsames Projekt der Literarischen Gesellschaft Thüringen e.V., des Lese-Zeichen e.V., der Stadt Weimar und wird vom Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur, der Stadt Weimar sowie der Sparkassenstiftung Weimar-Weimarer Land unterstützt.

»Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden« und »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren?«
Ort: Akademie Franz Hitze Haus
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Kardinal-von-Galen-Ring 50, 48149 Münster
Innerhalb des Seminars zur ukrainischen Literatur ist der Freitagabend in der Akademie Franz Hitze Haus der Präsentation der Reihe »Ukrainische Bibliothek« gewidmet, die von der Übersetzerin Claudia Dathe und der Autorin Tanja Maljartschuk besorgt wird. Sie stellt die berühmtesten Klassiker des ukrainischen literarischen Erbes des 19. und 20. Jahrhunderts vor und lenkt damit die Aufmerksamkeit auf das Land und seine Kultur. Die Texte erscheinen fast ausschließlich zum ersten Mal auf Deutsch in zeitgemäßen Übersetzungen und werden von namhaften Autorinnen und Autoren und Intellektuellen herausgegeben und mit Essays ergänzt.
Auch die Autorin und Herausgeberin Katja Petrowskaja wird an diesem Abend in der Akademie dabei sein. Zunächst wird die mehrfach preisgekrönte Übersetzerin Claudia Dathe einen kurzen Überblick über die Auswahl der Autor*innen für die Bibliothek, angefangen vom Nationaldichter Taras Schewtschenko bis zur bukowinischen zweisprachigen Autorin Olha Kobyljanska geben.
Anschließend stellen Claudia Dathe und Katja Petrowskaja im Gespräch mit Irina Wutsdorff den Band »Wer will mich hindern, die Welt zu verkehren? Gedichte und futuristische Skizzen« des Futuristen Mychajl Semenko und die Anthologie »Der Schaffner wollte die Kerzen nicht anzünden. Ukrainische Meistererzählungen des frühen 20. Jahrhunderts« vor.

Petra Reategui: Ohne Flügel ist der Adler im Himmel machtlos. Kalmückische Displaced Persons im Nachkriegsdeutschland
Ort: Leverkusener Stadtbibliothek (Rathaus-Galerie)
Beginn: 14.00 Uhr
Adresse: Friedrich-Ebert-Platz 3d, 51373 Leverkusen
Kalmücken, gibt’s die wirklich?
Kaum jemand kennt sie, die westmongolischen Kalmücken, die vor Stalin geflohen und nach dem Zweiten Weltkrieg im westlichen Deutschland gestrandet sind. Petra Reategui geht in ihrem Buch „Ohne Flügel ist der Adler im Himmel machtlos“ ihren Spuren nach. Mit der Autorin spricht der Literaturwissenschaftler Roberto Di Bella.
Eintritt: € 5,-- (inkl. Kaffee und Kuchen)