Wallstein Verlag

Veranstaltungsarchiv



Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

Ort: Lettrétage
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Veteranenstraße 21, 10119 Berlin
Website: www.lettretage.de

zum Buch

BÜCHER VON HIPSTERN, HIPPIES UND HEDONISTEN?

Ein Abend im Sinne schwedischer Gegenwartsliteratur

Der kürzlich erschienene Sonderband MORGEN IST EIN ANDERER TAG der Zeitschrift DIE HOREN bietet die Möglichkeit, neue Literatur aus Schweden – mit Texten von 30 Autor*innen – kennenzulernen.

Die beiden Herausgeber*innen, die Schriftstellerin Aase Berg und der Übersetzer Paul Berf, werden an diesem Abend in einem Gespräch mit Moderator Thomas Böhm das Band vorstellen. Dazu laden sie drei Autor*innen ein, die ganz und gar nicht den Schweden-Klischees entsprechen:

Der Dichter und Psychoanalytiker Ulf Karl Olov Nilsson, auch UKON genannt, bewegt sich mit seinen Essays über die Poetik der Demenz und des Wahnsinns fernab von allem, was man über Schwedenkrimis und rote Schwedenhäuschen weiß. Agnes Lidbeck wiederum sorgt mit ihrem Roman über Weiblichkeit als endlose und ermüdende Performance für eine vertiefende Auffassung von Gleichberechtigung aus schwedischer Perspektive. Zudem zerfallen der schwedische Wohlfahrtsstaat und das schwedische Weltgewissen, wenn Tone Schunnessons Millenium-Frau tragikomisch von Reisen, Hedonismus und dem Fehlen von Wohnraum und Geld berichtet.

Ulf Karl Olov Nilsson (geb. 1965), auch UKON genannt, ist ein gefeierter Dichter, Psychologe und Psychoanalytiker. Er wurde unter anderem mit dem Literaturpreis der Tageszeitung Göteborgs-Posten und in der Kategorie Sachbuch für den August-Preis nominiert. Seit 1990 hat er 20 Bücher in Lyrik und Essay veröffentlicht. In DIE BIBLIOTHEK DES VERGESSENS (Glömskans bibliotek. En essä om demens, vansinne och litteratur, Norstedts 2016) verknüpft er Fallbeschreibungen aus gut 20 Jahren klinischer Praxis, Ausschnitte aus seinem eigenen Leben und allgemeinen Reflexionen zur Literatur. In der beweglichen Form des Essays gestaltet er dabei schwere Fragen am Rande der Existenz auf stets unterhaltsame, spielerische und belesene Weise. Wird man zu einer vergesslicheren, müderen und verwirrteren Version seiner selbst, wenn man an Demenz leidet, oder wird man zu einem gänzlich anderen Menschen?

2016 debütierte Tone Schunnesson (geb. 1988) mit dem Roman TRIPBERICHTE (Tripprapporter, Norstedts 2016). Das Buch wurde von der Kritik gefeiert, war ein Verkaufsschlager und wurde für den Debütpreis der Borås Tidning 2017 und für den Nöjesguidens Stockholmpreis 2016 nominiert. Ihr zweiter Roman DIE TAGE, DIE TAGE, DIE TAGE erschien 2020 und wurde für den European Union Prize for Literatur 2021 und den Romanpreis des Schwedischen Rundfunks 2021 nominiert. Eine Verfilmung ist geplant. Sie schreibt außerdem für Zeitungen und wirkt in Fernsehprogrammen zu Literatur und Kultur mit.

Agnes Lidbeck (geb. 1981) hat Literaturwissenschaft und Geschichte studiert und seit 2010 als Analytikerin beim Schwedischen Institut gearbeitet. Im Frühjahr 2017 erschien ihr erster Roman SICH ABFINDEN (FINNA SIG, Norstedts 2016), dessen Beschreibung einer traditionell erwarteten Art und Weise, als Frau zu leben und sich zu verhalten, viel Aufmerksamkeit weckte. Für dieses Buch erhielt sie im selben Jahr den Preis für das beste literarische Debüt der Tageszeitung Borås Tidning. Es folgten die Romane 2018 FÖRLÅTEN (DER RISS) und 2019 GÅ FÖRLORAD (VERLOREN GEHEN), die beide von Kritik und Leser*innen positiv aufgenommen wurden. 2021 erschien der Roman NIKES BOK (NIKES BUCH), ein breites Zeit-Panorama, in dem sich die Schicksale dreier Familien auf tragische Weise vermischen. Darüber hinaus hat Agnes Lidbeck Lyrik veröffentlicht und ist seit 2018 als Kulturjournalistin in Dagens Nyheter und in den Kulturprogrammen von Rundfunk und Fernsehen tätig.

Zu dieser literarischen Gegenwartsdiskussion laden ein: die Schwedische Botschaft in Berlin und Swedish Literature Exchange/Swedish Art Council in Stockholm.

Ort: Kunsthalle St. Annen
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: St. Annen-Str. 15, 23552 Lübeck

zur Personzum Buch

Johann Wolfgang von Goethe: Novelle
Frank Arnold (Lesung) und Hanjo Kesting (Kommentierung)

Ort: Literaturhaus Hamburg
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Website: www.literaturhaus-hamburg.de

zur Personzum Buch

Joachim Kersten und Stephan Opitz lesen Gedichte und Prosa von Rühmkorf und stellen den Hamburger Dichter vor

Peter Rühmkorf, 1929 in Dortmund geboren, aufgewachsen an der Unterelbe, lebte seit seinen Studentenjahren in Hamburg, erst in Altona, dann ab 1967 in Övelgönne. Er starb 2008 in Schleswig-Holstein.

Rühmkorf ist der bedeutendste deutschsprachige Lyriker der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Sein lyrisches Werk zeigt ihn als Meister aller lyrischen Klassen, seine Gedichte können kunstvoll gereimt sein oder in gekonnten freien Rhythmen daherkommen, er beherrscht den hohen Ton von Oden ebenso wie den am Volks- und Kunstlied geschulten Gedichtgesang. Rühmkorf positioniert sich wie kein Zweiter in der Tradition von Dichtung, und in dieser lebenslangen Auseinandersetzung mit älteren Dichterkollegen entsteht der spezifische, manchmal durchaus magische ›Rühmkorf-Sound‹.

Seiner Lyrik ebenbürtig ist das essayistische Werk des ›poeta doctus‹, wie ihn Marcel Reich-Ranicki hochachtungsvoll nannte. Bereits als sehr junger Mann schrieb Rühmkorf für die von ihm zusammen mit Werner Riegel hektografiert herausgegebene Zeitschrift »Zwischen den Kriegen«, danach vor allem für »konkret«. Dieser Zeit entstammt beispielsweise die herausragende Essayfolge »Leslie Meiers Lyrik-Schlachthof«, die Rühmkorf unter Pseudonym veröffentlichte.

Den Abend gestalten Joachim Kersten und Stephan Opitz; beide waren lange mit Rühmkorf befreundet und wurden von ihm als Testamentsvollstrecker eingesetzt. Die Erschließung und Vermittlung des Werks hat die Arno Schmidt Stiftung als Urheberrechtserbin übernommen.

Ort: Literaturhaus Halle im Kunstforum der Saalesparkasse
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Bernburger Straße 8, 06108 Halle (Saale)
Website: literaturhaus-halle.de

Ort: Zentralbibliothek im Kulturpalast
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Schlossstraße 2, 01067 Dresden

zum Buch

Zu Gast: die HerausgeberInnen Bettina Hitzer und Benedikt Stuchtey sowie Thomas Lindenberger. Moderation: Friederike Kind-Kovács.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 29.01.2023 unter: hait@msx.tu-dresden.de.

Der Eintritt ist frei.

Ort: zib - Zentrum für Information und Bildung
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Lindenplatz 1, 59423 Unna
Website: www.experimentheimat.de

zur Personzum Buch

Sie erkundete das Ruhrgebiet zu Fuß und aus der Luft und führte zahlreiche Interviews an der Ruhr-Universität Bochum: Safiye Can. Aus ihren Erfahrungen und Erlebnissen gestaltete die mit dem Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis ausgezeichnete Autorin aus lokalen Magazinen Gedichtcollagen.
Am Freitag, 3. Februar, kommt die Offenbacher Schriftstellerin zu einer Lyriklesung nach Unna. An dem Abend liest Safiye Can nicht nur die exklusiv für das Experiment HEIMAT entstandenen Gedichtcollagen, sondern auch weitere aktuelle Texte. Im Gespräch mit WLB-Leiter Heiner Remmert erzählt sie von ihrer Recherchezeit zum Begriff HEIMAT im Ruhrgebiet und wie ihre Arbeiten entstanden sind.
Wo? zib - Zentrum für Information und Bildung, Lindenplatz 1, Unna
Wann? Freitag, 3. Februar, um 19.30 Uhr
Der Eintritt ist frei. Da die Plätze begrenzt sind, meldet euch bitte an: info@wlb.de.
Einige der Collagen von Safiye Can können auch im Rahmen der Ausstellung Experiment HEIMAT besichtigt werden, die noch bis zum 19. Februar im zib zu sehen ist. Sie zeigt Fotoserien und literarische Beiträge der weiteren an dem Projekt beteiligten Künstler:innen.
Begleitend ist ein Text-Foto-Band erschienen, der im Buchhandel erhältlich ist oder im Westfälischen Literaturbüro in Unna über post@wlb.de bestellt werden kann.
Wissenswertes zum Projekt findet ihr auf www.experimentheimat.de.

Ort: DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum
Beginn: 15.30 Uhr
Adresse: Schaumainkai, 60596 Frankfurt am Main

zur Person

Africa Alive Festival 2023
Zweisprachige Lesung mit der Autorin Aicha Bouabaci

Die Autorin liest französischsprachige Texte im Original, Safiye Can liest deutschsprachige Übersetzungen.
Mit anschließender Fragerunde und Signierstunde

Ort: Freie Akademie der Künste
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Klosterwall 23, 20095 Hamburg
Website: www.akademie-der-kuenste.de

zur Personzum Buch

Im Gespräch mit dem Verleger Thedel von Wallmoden stellt Hanjo Kesting sein Buch »Thomas Mann – Glanz und Qual« vor. Moderiert wird das Gespräch von Jan Bürger.

Ort: HADLEY'S
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Beim Schlump 84a, 20144 Hamburg
Website: www.hadleys.de

zur Personzum Buch

Vorbilder – wie sehr berühren uns andere Menschen und ihr Lebensweg?
Das Gespräch führt Judith von Cube

Maria Daelen war eine emanzipierte und starke Frau des 20. Jahrhunderts, erfolgreiche Ärztin und eine der wenigen Frauen im Bundesinnenministerium der 1950er und 1960er Jahre. Isabella Vértes-Schütter ist Intendantin des Ernst Deutsch Theaters, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und promovierte Medizinerin. Beide sind Frauen, die ihren eigenen Weg gingen bzw. gehen und sich in männerdominierten Arbeitswelten durchsetzen konnten. Maren Richter ist promovierte Historikerin und Autorin und forscht zu Maria Daelen. Gemeinsam mit ihr und Isabella Vértes-Schütter möchten wir ins Gespräch über Vorbilder kommen.

Wie wichtig ist es, Vorbilder zu haben? Was macht Menschen zu Vorbildern und welche Bedeutung haben sie für uns? Was an ihrer Person und an ihrem Lebensweg berührt uns so sehr? Haben unsere Vorbilder selbst ein Vorbild? Und können wir auch selbst ein Vorbild werden?

Diesen und weiteren Fragen werden wir mit Maren Richter, Isabella Vértes-Schütter und gemeinsam mit dem Publikum nachgehen und dabei das historische Wissen über Maria Daelen mit den eigenen, ganz persönlichen Erfahrungen zusammenbringen.

Isabella Vértes-Schütter wurde 1962 in Hamburg geboren. Zunächst wollte sie Ärztin werden und absolvierte das Medizinstudium 1987 mit Approbation und Promotion. Anschließend machte sie eine Schauspielausbildung und spielte an diversen Hamburger Theatern. 1994 übernahm sie die Leitung der „Hammoniale – Festival der Frauen“. Seit dem Tod ihres Mannes Friedrich Schütter im Jahr 1995 ist sie Intendantin des Ernst Deutsch Theaters. Isabella Vértes-Schütter erhielt das Bundesverdienstkreuz, den Patriziatspreis der Hamburger Oberalten, wurde 2001 als „Hamburgerin des Jahres“ und 2017 als „Hanseatin des Jahres“ ausgezeichnet. Über ihr berufliches Engagement hinaus nimmt sie diverse ehrenamtliche Aufgaben wahr, u.a. im Vorstand des Kulturforum Hamburg, als Vorstandsvorsitzende des Bertini-Preis e.V. und im Kuratorium der Stiftung Kinder-Hospiz Sternenbrücke. Seit 2011 ist sie Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und seit 2013 kulturpolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion.

Maren Richter ist promovierte Historikerin, Ausstellungskuratorin und freie Autorin. Nach ihrem Musikstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main sowie ihrem Studium der Neueren und Neuesten Geschichte und Interkulturellen Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität München wirkte sie als wissenschaftliche Beraterin für Ausstellungen und Dokumentarfilme und ging für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit nach Afghanistan. Während ihrer Tätigkeit als Wissenschaftlerin in der Historikerkommission des Bundesinnenministeriums forschte sie unter anderem zur Ärztin und Gesundheitspolitikerin Maria Daelen (1903-1993) und verfasste über ihr Leben die Biografie „Aber ich habe mich nicht entmutigen lassen“, die vor kurzem im Wallstein Verlag erschienen ist.

Der Abendsalon ist eine gemeinsame Veranstaltung mit der Toepfer Stiftung F.V.S

Der Eintritt ist kostenlos und eine Anmeldung nicht erforderlich - aber sichert Euch gerne einen Platz unter: reservierungen@hadleys.de, das hilft uns auch bei den Planungen. Zu unseren Abendsalons laden wir gemeinsam mit der Toepfer Stiftung F.V.S.

Ort: Stadtbibliothek
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Am Wall 201, 28195 Bremen

zur Personzum Buch

Erich Kästner: Fabian oder Der Gang vor die Hunde
Hanning Nöhren (Lesung) und Hanjo Kesting (Kommentierung)

nach oben