Veranstaltungsarchiv
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Rhena Stürmer: Jenseits des Bolschewismus. Lebenswege Weimarer Linkskommunisten zwischen den Systemen des 20. Jahrhunderts
Ort: Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Raum: Open Space
Beginn: 16.00 Uhr
Adresse: Am Neuen Markt 1, 14667 Potsdam
Webseite: zzf-potsdam.de
Rhena Stürmer (Leipzig) stellt ihr Buch vor und diskutiert anschließend mit Marcel Bois (Hamburg)
Im Spannungsfeld zwischen sozialer Utopie und politischer Praxis prägten Karl Schröder, Alexander Schwab, Bernhard Reichenbach und Adam Scharrer die linkskommunistische Bewegung der frühen Weimarer Republik. Sie grenzten sich ab von den übrigen Strömungen der politischen Linken ihrer Zeit, insbesondere dem sowjetischen Modell, und verteidigten das Räteprinzip als Ideal einer demokratisch verfassten kommunistischen Wirtschaft und Gesellschaft. Nach dem Scheitern der von ihnen gegründeten Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands fanden sie immer neue Formen des politischen Wirkens und der radikalen Gesellschaftskritik auch jenseits der Parteipolitik – etwa in der Literatur, der Bildung oder im Journalismus.
Rhena Stürmers kollektivbiografische Studie untersucht die Entwicklung ihrer Weltanschauung vom Kaiserreich bis in die 1970er Jahre und veranschaulicht die Wechselwirkungen zwischen den individuellen Lebensläufen und den großen politischen, sozialen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts in Deutschland, der Sowjetunion und Großbritannien. Das Buch bietet einen akteursbezogenen Einblick in den Wandel der Arbeiterbewegung jenseits der großen Parteien und liefert einen Beitrag zur Geschichte der politischen Ideen des 20. Jahrhunderts.

Ulrike Huhn: Zwischen Ausreisebewegung und Akademie. Judaistik in der späten Sowjetunion
Ort: Haus der Universität Düsseldorf
Beginn: 18.15 Uhr
Adresse: Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf
Webseite: www.geschichte.hhu.de

Jehona Kicaj: ë | Preisverleihung des Buddenbrook Preises
Ort: Audienzsaal des Buddenbrookhauses
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Breite Straße 62, 23552 Lübeck
Webseite: buddenbrookhaus.de

Jan Kreutz: Erich von dem Bach-Zelewski. Karrieren der Gewalt zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik
Ort: Topographie des Terrors, Auditorium
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
Der Werdegang von Erich von dem Bach-Zelewski (1899–1972) entspricht in vielerlei Hinsicht einer klassischen Karriere der Gewalt im NS-Staat. Mit 15 Jahren Freiwilliger im Ersten Weltkrieg, während der Weimarer Zeit kurzzeitig in völkischen Gruppierungen aktiv, 1930 Eintritt in die NSDAP und die SS, während der NS-Zeit Aufstieg zum Höheren SS- und Polizeiführer für Schlesien. Als Höherer SS- und Polizeiführer Russland-Mitte verantwortete er die Ermordung der jüdischen Bevölkerung entlang des Mittelabschnitts der Ostfront, als Chef der „Bandenkampfverbände“ die Bekämpfung von Partisanen im gesamten deutsch besetzten Osteuropa. Im August 1944 befehligte er die Niederschlagung des Warschauer Aufstands. Nach Kriegsende war er zunächst in alliierter Haft und trat als Zeuge bei den Nürnberger Prozessen auf. 1951 aus der Haft entlassen, wurde er Anfang der 1960er Jahre durch die westdeutsche Justiz zu lebenslänglicher Haft verurteilt.
In seinem Buch Erich von dem Bach-Zelewski (2025) zeichnet Jan Kreutz die von diesem verantworteten Massenverbrechen nach und zeigt anhand zahlreicher Selbstzeugnisse, wie Bach-Zelewski die von ihm angewendete Gewalt schreibend verarbeitete, sich dabei inszenierte, rechtfertigte und mehrfach neu erfand.
Jan Kreutz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg. Er absolvierte ein Studium der Geschichte, Politikwissenschaft sowie der Friedens- und Konfliktforschung. Mit der vorliegenden Studie wurde er an der Universität Hamburg promoviert.
Andreas Mix ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ausstellungskurator der Stiftung Topographie des Terrors.
Moderation: Andreas Mix (Berlin)

Rhena Stürmer: Jenseits des Bolschewismus. Lebenswege Weimarer Linkskommunisten zwischen den Systemen des 20. Jahrhunderts
Ort: Geisteswissenschaftliches Zentrum der Universität Leipzig, Raum H3 2.15
Beginn: 17.15 Uhr
Adresse: Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig
Webseite: www.gkr.uni-leipzig.de
Rhena Stürmers kollektivbiografische Studie widmet sich vier prägenden Vertretern des deutschen Linkskommunismus: Karl Schröder (1884-1950), Alexander Schwab (1887-1943), Bernhard Reichenbach (1888-1975) und Adam Scharrer (1889-1948). Mit ihrer revolutionären Haltung stellten sie sich gegen die politischen Systeme ihrer Zeit und vertraten das Räteprinzip als Ideal einer demokratisch organisierten kommunistischen Gesellschaft – bewusst in Abgrenzung zum sowjetischen Modell. Nach dem Scheitern der Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD) fanden sie neue Wege des politischen und gesellschaftlichen Engagements, etwa in Literatur, (Jugend-)Bildung und Journalismus.
Das Buch beleuchtet die Entwicklung ihrer Weltanschauung vom Kaiserreich bis in die 1970er Jahre und zeigt die Wechselwirkungen zwischen individuellen Biografien und den politischen sowie sozialen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts in Deutschland, der Sowjetunion und Großbritannien. Es bietet einen akteursbezogenen Einblick in den Wandel der Arbeiterbewegung abseits der großen Parteien und leistet damit einen Beitrag zur Geschichte der politischen Ideen des 20. Jahrhunderts.
Gast: Marcel Bois (Hamburg)

Michael Kunze: Rudolf von Jhering. Das unsichtbare Recht
Ort: Universität Heidelberg, Bibliothek des Instituts für geschichtliche Rechtswissenschaft
Beginn: 19.15 Uhr
Adresse: Friedrich-Ebert-Platz 2, 69117 Heidelberg

Jehona Kicaj: ë
Ort: Haus der Kirche
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: An der Marienkirche 7-8, 24768 Rendsburg

Lisa Cronjäger: Umtriebszeiten. Forsteinrichtungskarten und die Umwandlung von Wäldern im 19. Jahrhundert
Ort: LoLa – Quartiertreffpunkt St. Johann
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Lothringerstrasse 63, 4056 Basel, Schweiz
Webseite: www.qtp-basel.ch

Ulrike Huhn: Zwischen Ausreisebewegung und Akademie. Judaistik in der späten Sowjetunion
Ort: Domherrenhaus
Beginn: 18.30 Uhr
Adresse: Untere Str. 13, 27283 Verden (Aller)
Webseite: www.verden.de
»Mit dem Rennrad in die Vergangenheit: Jüdische Intellektuelle auf den Spuren ihrer Identität und die Wiederentdeckung der Schtetl in der späten Sowjetunion«
Buchvorstellung von Ulrike Huhn: Zwischen Ausreisebewegung und Akademie. Judaistik in der späten Sowjetunion, Göttingen 2025.
Eine Veranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Junge jüdische Intellektuelle aus Leningrad begannen Anfang der 1980er-Jahre, auf den Spuren ihrer Vorfahren die durch den Holocaust verwaisten früheren Schtetl – den Orten mit vormals hohem jüdischem Bevölkerungsanteil – in der Ukraine, Belarus und im Baltikum zu bereisen. Mit einem wachsenden professionellen Anspruch erkundeten sie deren Geschichte, interviewten Überlebende und dokumentierten das materielle Erbe wie Friedhöfe und Synagogen. Das Buch beleuchtet erste Aufbrüche und die Neuformierung jüdischer Studien am Ende der Sowjetunion, die in Leningrad bereits 1989 in die Gründung einer Jüdischen Universität mündeten.

Jehona Kicaj: ë
Ort: Literaturhaus Schleswig-Holstein
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Schwanenweg 13, 24105 Kiel
Webseite: literaturhaus-sh.de
LeseLounge mit Jehona Kicaj und Marina Schwabe.
Von Sprachlosigkeit, Hoffnung und Mut – die LeseLounge im Februar
Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Der Roman »ë« (Wallstein) erzählt von dem in Deutschland kaum bekannten Kosovokrieg und erinnert an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute vermisst oder nicht identifiziert sind. Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in jeder Faser des Körpers steckt, wird von Jehona Kicaj im wahrsten Sinne des Wortes zur Sprache gebracht. Ein stilles und zugleich sprachmächtiges Buch, das vom Verlust der Heimat durch Krieg, von Schmerz und Sprachlosigkeit erzählt.
»Rift« (Steidl) von Marina Schwabe erzählt vom Mut zweier Geschwister, die sich in einer ausweglosen Situation eine Freiheit erschaffen, die beide nie für möglich gehalten
hätten: Fünfzehn Dollar. Das ist das Tagesbudget der Geschwister Zuzanna und Janko, als sie in die USA fliegen. Sie wollen einen gemeinsamen Kindheitstraum verwirklichen und den Pazifik sehen. Zuzanna weiß, dass der Roadtrip Jankos letzte Reise sein wird.
Moderiert und organisiert wird die LeseLounge von einem Team Studierender sowie musikalisch umrahmt mit Live-Musik von Baggerlärm.
Eintritt 6,– zzgl. Vvk-Gebühr

Daniela Danz: Portolan
Ort: Lyrik Kabinett
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Amalienstr. 83a (Rückgebäude), 80799 München
Webseite: www.lyrik-kabinett.de
Daniela Danz präsentiert ihren jüngsten Band
Moderation: Heinrich Detering
„Ich lasse die Welt in mich einsinken – irgendwann taucht sie als Sprache wieder auf“, so Daniela Danz über ihren fünften Gedichtband Portolan. Die Denkbewegung einer ‚Versenkung‘ bis zur Sprachwerdung ist für das Buch sehr treffend: Denn ein Portolan ist die Bezeichnung für eine mittelalterliche Seekarte. Danz wendet den Blick vom Festland weg auf die Meere, die ca. 70 Prozent der Erdoberfläche einnehmen – und speziell auf die Wegenetze der Frachtschifffahrt, über die jeder und jede einzelne von uns in das globalisierte Netz der Warenströme verstrickt ist. Zurücklauschend bis zur Antike verflechten die Gedichte Mystik und Logistik und aktuelle Weltereignisse mit intimen Alltagsbeobachtungen. Daniela Danz, geboren in Eisenach, ist vielfach ausgezeichnete Autorin von Lyrik, Romanen, Essays, Übersetzungen und Opernlibretti undVizepräsidentin der Akademie der Wissenschaft und der Literatur in Mainz. Heinrich Detering, geboren in Neumünster, ist selbst Dichter von inzwischen acht Lyrikbänden sowie Professor emeritus für Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft in Göttingen, Mitglied zahlreicher Jurys, literarischen Gesellschaften und Akademien; die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung leitete er 2011-2017.
Eintritt: € 10 / erm. € 7
Mitglieder unseres Freundeskreises: freier Eintritt
Abendkasse, freie Platzwahl

Rhena Stürmer: Jenseits des Bolschewismus
Ort: Centro Sociale
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Sternstraße 2, 20357 Hamburg
Webseite: hamburg.rosalux.de
Buchvorstellung und Diskussion mit Rhena Stürmer (Leipzig) und Marcel Bois (Hamburg)
Im Spannungsfeld zwischen sozialer Utopie und politischer Praxis prägten Karl Schröder, Alexander Schwab, Bernhard Reichenbach und Adam Scharrer die linkskommunistische Bewegung der frühen Weimarer Republik. Sie grenzten sich ab von den übrigen Strömungen der politischen Linken ihrer Zeit, insbesondere dem sowjetischen Modell, und verteidigten das Räteprinzip als Ideal einer demokratisch verfassten kommunistischen Wirtschaft und Gesellschaft. Nach dem Scheitern der von ihnen gegründeten Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands fanden sie immer neue Formen des politischen Wirkens und der radikalen Gesellschaftskritik auch jenseits der Parteipolitik – etwa in der Literatur, der Bildung oder im Journalismus.
Rhena Stürmers kollektivbiografische Studie untersucht die Entwicklung ihrer Weltanschauung vom Kaiserreich bis in die 1970er Jahre und veranschaulicht die Wechselwirkungen zwischen den individuellen Lebensläufen und den großen politischen, sozialen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts in Deutschland, der Sowjetunion und Großbritannien. Das Buch bietet einen akteursbezogenen Einblick in den Wandel der Arbeiterbewegung jenseits der großen Parteien und liefert einen Beitrag zur Geschichte der politischen Ideen des 20. Jahrhunderts.
Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Jehona Kicaj: ë
Ort: Frau Rilke Buchladen
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Strelitzer Straße 11, 17235 Neustrelitz

Lisa Cronjäger: Umtriebszeiten. Forsteinrichtungskarten und die Umwandlung von Wäldern im 19. Jahrhundert
Ort: Jugendgeschichtswerkstatt Spandau
Beginn: 18.15 Uhr
Adresse: Galenstraße 14, 13597 Berlin
Webseite: www.jgwspandau.de