Wallstein Verlag

Lesungen und Buchpräsentationen



2024
Juni Juli August September Oktober November Dezember Januar Februar März April Mai

Juni

Ort: Bayerische Akademie der Schönen Künste
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Max-Joseph-Platz 3, 80539 München
Website: www.badsk.de

Ort: Goethe-Institut Prag
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Masarykovo nábřeží 32, 110 00 Prag
Website: www.goethe.de

Ort: Lyrik Kabinett
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Amalienstraße 83a, 80799 München
Website: www.lyrik-kabinett.de

zur Personzum Buch

Wir sind nicht, was wir sind
Der Dichter Rudolf Borchardt
Ein Abend mit Wolfgang Matz
und Hanns Zischler
Borchardt und die Deutschen, das ist keine glückliche Geschichte. Öffentliches Aufsehen weckt der sonst eher wenig gelesene Autor seit Jahren immer dann, wenn es um seine skandalisierbaren Seiten geht: Die phantasievolle Stilisierung des eigenen Lebenslaufs, die Publikation der Aufzeichnung Stefan George betreffend, des Weltpuff Berlin bewirkten kurzfristige Neugier, die dann rasch wieder verebbte. Und doch gab es immer auch Leser, die wussten, wer dieser Rudolf Borchardt war: einer der großen Lyriker des zwanzigsten Jahrhundert. Theodor W. Adorno schrieb, „er hat Zeilen geschrieben, wie sonst nur Musik Stellen kennt, solche, die klingen, als wären sie immer schon dagewesen.“ Hanns Zischler und Wolfgang Matz erinnern in Lesung und Gespräch an diesen immer neu zu entdeckenden berühmtesten Unbekannten der deutschen Literatur. Hanns Zischler, geboren 1947 in Nürnberg, ist Schauspieler, Autor und Verleger. Im Lyrik Kabinett war er bereits mehrfach zu hören – mit Texten von Adelbert von Chamisso, Leonid Aronson, Borchardts „Jamben“ etc. Wolfgang Matz, geboren 1955 in Berlin, Autor und Übersetzer, publizierte 2023 im Wallstein Verlag Rudolf Borchardt. Der verlorene Posten.

Ort: Rauch & König Buchladen
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Herzogstraße 84, 80796 München
Website: www.rauchundkoenig.de

zur Personzum Buch

Die Holocausthistorikerin Anna Hájková erklärt, weswegen die Geschichte der gleichgeschlechtlichen Liebe in der Shoah marginalisiert worden ist, und wie ihre Rückkehr eine dekoloniale und sozial gerechte Geschichte dieses Genozids anbieten kann. Basierend auf originaler und umgänglicher Archivforschung, die zweite erweiterte Auflage des Klassikers »Menschen ohne Geschichte sind Staub«, bietet einen prägnanten Einblick in queere Geschichte des Holocaust für Anfänger*innen und Fortgeschrittene.

Moderation: Albert Knoll

Anstatt eines Eintrittsgeldes wollen wir eine Spende an die »Kontaktgruppe Munich Kyiv Queer« ans Herz legen.

Um Anmeldung wird gebeten per Mail, Telefon oder direkt im Laden.

Ort: Werkhaus
Beginn: 11.00 Uhr
Adresse: Marktstraße 19, 32816 Schwalenberg
Website: www.eu-lab.de

zur Personzum Buch

Lesung im Rahmen von:

Solids of Evolution - Die Welt literarisch spiegeln
Autorentage zu Esther Kinsky
28. bis 30. Juni 2024

Juli

Ort: Villa Rosenthal
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Mälzerstraße 11, 07745 Jena
Website: glw.uni-jena.de

zur Personzum Buch

Im Rahmen des 17. Jenaer Lyrikgesprächs liest die Dichterin Nasima Sophia Razizadeh am 1. Juli 2024 um 19 Uhr in der Villa Rosenthal (Mälzerstraße 11) aus ihrem in diesem Sommer erscheinenden Lyrikdebüt „Die Goldwaage“ (Wallstein-Verlag). Die Veranstaltung mit anschließendem Werkstattgespräch ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Nasima Sophia Razizadeh wurde 1991 in Frankfurt am Main geboren. Sie lehrt Biologie in Köln und erhielt für ihr literarisches Werk zahlreiche Auszeichnungen. Unter anderem war sie Preisträgerin des „zwischen/miete“-Lyrikwettbewerbs des Literaturhauses Stuttgart 2017, H.C.-Artmann-Lyrik-Stipendiatin sowie Writer-in-Residence in Salzburg im Jahr 2023. Im Juli 2024 erscheint ihr erster Gedichtband „Die Goldwaage“, der auf ihr 2023 erschienenes Debüt „Sprache und Meer“ folgt.

Razizadehs Lyrik zeichnet sich aus durch eine besondere Erkundung des Poetischen, die u. a. über teils stilistische Chimären zwischen Lyrik und Prosa sowie Text und Leben möglich wird. Sowohl mit naturwissenschaftlichem als auch poetologischem Blick verarbeitet sie Sprache zu Material und macht das Ich zum wesentlichen Bestandteil ihrer Lyrik: „Ich bin das Ding / in meinem Dinggedicht.“, wie es in ihrem Gedicht „Rückrückung“ heißt. Razizadehs Texte verbinden Kontrastbilder wie Schwere und Leichtigkeit, Licht und Schatten, unmittelbare Erfahrung und abstrakte Gedanken zu dichten Geflechten, die zu einem besonderen Faszinosum aus Natur und Körperlichkeit werden.

Mit Nasima Razizadeh ist beim „Jenaer Lyrikgespräch“ bereits zum siebzehnten Mal eine junge Stimme der Gegenwartslyrik zu Gast. Die Reihe geht aus einer studentischen Initiative am Institut für Germanistische Literaturwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) hervor und ist sowohl die erste als auch die einzig studentisch organisierte Poetikdozentur für Nachwuchslyrikerinnen und -lyriker in Deutschland.

Gefördert wird das Jenaer Lyrikgespräch durch das Studierendenwerk Thüringen und das Institut für germanistische Literaturwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena, mit freundlicher Unterstützung der Villa Rosenthal.

Ort: Barenboim-Said-Akademie / Pierre Boulez Saal - Foyer
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Französische Str. 33d, 10117 Berlin
Website: www.boulezsaal.de

zur Personzum Buch

Wenn Deutsche über Israel reden, reden sie meist über sich selbst. Worum es in den hitzigen Debatten hingegen selten geht, ist die eigentliche Beziehungsgeschichte zwischen der Bundesrepublik und Israel. Reden deutsche Politiker über diese Beziehungen, so fallen Worte wie „Wunder“ oder „Versöhnung“. Worte, hinter denen eher Wunschdenken als Realität steckt. Nach der israelischen Staatsgründung von 1948 war es ausgerechnet die Bundesrepublik Deutschland, die zur wichtigsten Unterstützerin des jüdischen Staates wurde. Reparationen, Waffenlieferungen und Finanzmittel halfen, aus dem existenziell bedrohten Land eine Regionalmacht zu machen. Kein Wunder, dass Israel die ausgestreckte deutsche Hand annahm: eine andere Wahl hatte es kaum. Von Versöhnung aber war keine Rede. Niemand machte sich darüber Illusionen, dass in Deutschland ehemalige Nationalsozialisten Karriere machten – und mit der Israelhilfe ihre blutigen Hände in Unschuld wuschen. Daniel Marwecki argumentiert in seinem neuen Buch, dass der Preis für die Sicherheit Israels die frühe Absolution Deutschlands war. Er wirft einen erhellenden Blick auf die deutsche Israelpolitik von der Staatsgründung bis heute. Im Anschluss an die Lesung diskutiert Jacob Eder mit Stefanie Schüler-Springorum und dem Autor.

Daniel Marwecki lehrt Internationale Beziehungen an der University of Hong Kong. Er hat 2018 an der SOAS University of London promoviert. Sein Buch Germany and Israel: Whitewashing and Statebuilding erschien 2018. Seine journalistischen Beiträge wurden u.a. in Le Monde Diplomatique, taz, UnHerd und Jacobin veröffentlicht.

Stefanie Schüler-Springorum ist Historikerin und leitet seit 2011 das Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin. Von 2001 bis 2011 war sie Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg, von 2009 bis 2019 Vorsitzende der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Instituts in der Bundesrepublik Deutschland; seit 2012 ist sie Mit-Direktorin des Selma Stern Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Ihre Forschungsfelder sind die deutsch-jüdischen Geschichte, die Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust sowie die spanische Geschichte.

In deutscher Sprache
Mit einem musikalischen Beitrag von Begüm Aslan (Kontrabass), Studentin an der Barenboim-Said Akademie

Ort: Buchhandlung Cappelli
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Freiheitsstraße 2, 39100 Bolzano, Italien

Ort: Lyrik Kabinett München
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Amalienstraße 83, 80799 München
Website: www.lyrik-kabinett.de

zur Personzum Buch

Als 1771 Friedrich Gottlieb Klopstocks gesammelte Oden erschienen, war das eine Sensation im literarischen Leben seiner Zeit. Sie zogen auch die Autoren der jüngeren Generationen in ihren Bann: Herder, Goethe, Schiller und Hölderlin. Sie beeindrucken nicht nur durch ihre individuelle Gefühlssprache, sondern auch durch kühne Formexperimente und einen gespannten Versrhythmus, dessen harte Fügungen bis heute andere Dichter, etwa die Lyrikerin Marion Poschmann, inspirieren. Das Lyrik Kabinett feiert den 300. Geburtstag dieses Dichters, ohne den die Entwicklung der deutschen Erlebnislyrik um 1800 nicht denkbar gewesen wäre, mit einer Lesung. Kai Kauffmann, Professor für Germanistik an der Universität Bielefeld, der soeben eine neue Klopstock-Biographie im Wallstein Verlag veröffentlicht hat, und Frauke Berndt, seit 2016 auf dem Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich, führen durch das Leben und das Werk des Dichters. Der Schriftsteller und Dichter, Journalist und Rundfunk- und Hörbuch-Rezitator Gert Heidenreich liest eine Auswahl aus Klopstocks Werk: Der Bogen reicht von den großen Oden „Der Zürchersee“ und „Die Frühlingsfeier“ über die intimen Liebesgedichte für Meta Klopstock bis hin zu der politischen Lyrik im Kontext der Französischen Revolution.

Ort: Literarisches Colloquium Berlin
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Am Sandwerder 5, 14109 Berlin
Website: lcb.de

zur Personzum Buch

Jenny Erpenbeck, gerade ausgezeichnet mit dem International Booker Prize, ist Gast der Veranstaltungsreihe ›Auf Wiedervorlage‹, die ein gegenwärtiges Licht auf vergangene Autor∙innen wirft. Mit zwei Werken wendet Jenny Erpenbeck sich dieses Jahr der österreichischen Lyrikerin und Erzählerin Christine Lavant (1915–1973) zu: zum einen mit »Seit heute, aber für immer« (Wallstein, 2023), einer persönlichen Auswahl von Gedichten, zum anderen mit einem Band in der von Volker Weidermann herausgegeben Reihe »Bücher meines Lebens« (Kiepenheuer & Witsch, 2023).

Sie lässt uns an ihrer Faszination für Christine Lavant teilhaben, deren Gedichte sie zum ersten Mal liest, als sie Mitte der Neunziger in Graz lebt. An der Faszination für eine Frau, die sich durch ihre Lesewut, Sensibilität und Klugheit aus dem elenden Dasein, das ihr durch Krankheit und Armut vorgezeichnet war, herausgeschrieben hat. Christine Lavants tiefgründiger Wahrnehmung des eigenen Leidens steht das zornige Fragen nach dem abwesenden Gott gegenüber, ihrem Stolz als Dichterin die Bescheidenheit der persönlichen Existenz, der Einsamkeit einer Außenseiterin ein unbändiger Humor.

Jenny Erpenbeck spricht mit Thorsten Ahrend, Leiter des Literaturhauses Leipzig, der für den Wallstein Verlag die seit 2014 erscheinende Werkausgabe von Christine Lavant betreut.

Ort: Staats- & Universitätsbibliothek Hamburg
Adresse: Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg

Ort: Hauptgebäude der Universität Hamburg, Hörsaal M
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg

Ort: Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH), Lesesaal
Beginn: 18.30 Uhr
Adresse: Beim Schlump 83, 20144 Hamburg
Website: zeitgeschichte-hamburg.de

zur Personzum Buch

Im Sprechen über das Nichtstun verständigen sich Menschen nicht nur über ihr Verhältnis zu Arbeit und Zeit. Vielmehr werden dabei Ideen vom menschlichen Zusammenleben, Einstellungen zu Wohlstand und Konsum sowie Moderne- und Zukunftsvorstellungen ausgelotet. Hinter
Slogans wie „Recht auf Faulheit“ oder Auseinandersetzungen über Gammler, Punks und glückliche Arbeitslose verbergen sich stets auch Dynamiken sozialen Ausschlusses und politischer Selbstverständigung.

Die Historikerin Yvonne Robel (FZH) stellt ihr Buch über die Wahrnehmungsgeschichte des Nichtstuns in der Bundesrepublik vor. Im Gespräch mit Thorsten Jantschek (Deutschlandfunk) diskutiert sie, wie sich Einstellungen zum Nichtstun seit den 1950er Jahren verändert haben. Welche Sehnsüchte und Ängste waren dabei prägend? Wann wurde Nichtstun zum individuellen Lebensstil erhoben oder als Gesundheitsvorsorge verstanden? Und welche Rolle spielt es in der neoliberalen Leistungsgesellschaft?

Die Veranstaltung findet hybrid statt; der Link: https://zoom.us/j/99812975900?pwd=bmogWGUzG56mTG2aG4FKHcQqIJEZO3.1

Ort: Klopstockhaus Quedlinburg
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Schlossberg 12, 06484 Quedlinburg

Ort: Ludwig-Maximilians-Universität München
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München
Website: erika-mann-lecture.de

zur Personzum Buch

Erika Mann war als Autorin, Journalistin, Kabarettistin, Rennfahrerin, Weltreisende und Stilikone ihrer Zeit weit voraus: mutig, kreativ, progressiv und mit klarer Haltung. Die »Erika Mann Lecture Series« schafft nach diesem Vorbild einen Raum, in dem herausragende Denker*innen zu wichtigen gesellschaftlichen Fragen Stellung beziehen.

Die diesjährige Erika Mann Lecture am 10. Juli hält Carolin Emcke. Ausgewählte Texte aus Erika Manns Werk liest die Schauspielerin Wiebke Puls.

Carolin Emcke ist seit 2014 als freie Publizistin tätig. In ihren Büchern, Essays, Kolumnen, aber auch in künstlerischen Interventionen befasst sie sich mit den Themen Gewalt und Trauma, Demokratiefeindlichkeit und Rassismus, Sexualität und Begehren.

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Mehr Informationen auf erika-mann-lecture.de

Die Erika Mann Lecture ist ein gemeinsames Projekt der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Rowohlt Verlag und Holtzbrinck Berlin – Inspire Together in Kooperation mit der Monacensia im Hildebrandhaus und der Landeshauptstadt München.

Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften / Leibniz-Saal
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin
Website: www.akademienunion.de

zur Personzum Buch

Bilder von Konflikten und Krisen bestimmen unseren Alltag. Manchmal scheint es, dass wir sie brauchen, um „im Bilde“ zu sein, und manchmal fühlen wir uns von ihnen überflutet oder sogar überwältigt. Wie beeinflussen Bilder aus Kriegsgebieten oder auch die Darstellung unsichtbarer Gefahren wie Viren unsere Sehgewohnheiten, unsere Wahrnehmung und unsere Gefühle? Diese und weitere Fragen rund um Bedeutung und Einfluss von Bildern werden wir diskutieren. Erfahren Sie, wie ein bewusster Umgang mit Bildern gelehrt und gelebt werden kann und welchen Beitrag „Erzählen“ leistet, um die stumme Zeugen zum Sprechen zu bringen. Begleiten Sie uns auf dieser spannenden Reise durch die Welt der Bilder.

Ort: Lyrik Kabinett
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Amalienstr. 83a, 80799 München
Website: www.lyrik-kabinett.de

zum Buch

Das Lyrische Quartett kehrt im Sommer wieder zurück nach München – mit einer personellen Veränderung: Maren Jäger übernimmt nun das Mikrofon der Moderatorin von Barbara Wahlster – mit Freude und Respekt angesichts der neuen Aufgabe. Sich selbst nennt Maren Jäger eine „Kürze-Forscherin mit einer Schwäche für intensive Sprachkonzentrate, die in wenigen Zeichen viel zu denken geben und die größte Freiheit auf engstem Raum nutzen“. Seit 2023 forscht und lehrt sie an der Freien Universität Berlin. Das Quartett unter ihrer Leitung wird womöglich etwas kontroverser, denn: Für die Gespräche wünscht sie sich Gedichtbände, von denen nicht nur einhellig geschwärmt, sondern über die auch inbrünstig gestritten wird. Dazu schicken sich an Daniela Strigl, Gregor Dotzauer und als Gast Matthias Kniep. Er ist Programmleiter des Hauses für Poesie in Berlin und ständiger Herausgeber des Jahrbuchs der Lyrik; außerdem ist er in vielen Lyrik-Kontexten präsent und übersetzt aus dem Englischen, zuletzt Richard Scotts Le jardin secret, hochroth Berlin 2021. Die unterschiedlichen Stimmen der Gedichte führt Birgitta Assheuer vor Ohren.

Deutschlandfunk Kultur sendet die Aufzeichnung der Veranstaltung am Sonntag, den 21. Juli 2024, um 22.03 Uhr.

Ort: Kultursommer Wien
Beginn: 18.30 Uhr
Adresse: Wilhelmsdorfer Park, 1120 Wien, Österreich
Website: kultursommer.wien

zur Personzum Buch

Nasima Sophia Razizadeh: Auch die Sprache war bloß Schwimmung.

„Ich beneide die Sprache, wie ich das Meer beneide, und verwechsle sie manchmal miteinander, und beneide sie dann verkehrtherum.“

Dem Meer als Grenze des Landes oder als dessen Entgrenzung, als ein Mehr, das Verlust und Gewinn zugleich mit sich bringt, steht man mit Neugierde und Ehrfurcht, mit verspielter Vertrautheit und überwältigender Befremdung gegenüber – und nicht anders der Sprache. Eingetaucht verliert man hier wie dort den Boden unter den Füßen, bewegt sich regelrecht traumhaft, und es gleicht einem Wunder und jähen Erwachen, wenn die Rückkehr ans Festland dennoch gelingt.

Im Sommer, in Wien, in der Sprache, am Meer: eine Stimme oder, womöglich, ein Echo bloß. Die Dichterin Nasima Sophia Razizadeh stellt ihr Debütwerk „Sprache und Meer“ (Matthes & Seitz Berlin/ Rohstoff) vor. In ihren Texten tauchen Sprache und Meer immer wieder als zentrale Motive auf, ohne sich einer festen Gattung zu unterwerfen. Stattdessen verbindet sie diese Elemente zu einer Art metaphorischem Gewebe, das sich dem Wasser als Medium verschrieben hat. Schreibend, sprechend, sehnend wird ins Meer ein Überschuss gegossen, der über sich hinausweist auf anderes, auf den Anderen und nicht anders als sprachlich eingeholt werden kann.

Nasima Razizadeh, geboren 1991 in Frankfurt am Main, lebt derzeit in Köln, studierte Biologie und wurde von renommierten Literaturhäusern wie Salzburg, Stuttgart und Wuppertal ausgezeichnet. Im Spätsommer dieses Jahres erscheint im Wallstein Verlag ihr erster Gedichtband, aus dem, die Lesung in die Dichtung münden lassend, ebenfalls vereinzelt Texte zu hören sein werden.

Ort: Wird noch bekanntgegeben.
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Aachen

zur Personzum Buch

Lesung im Rahmen des Literarischen Sommers/Literaire Zomer. Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben.

Ort: Wird noch bekanntgegeben.
Beginn: 16.30 Uhr
Adresse: Korschenbroich

zur Personzum Buch

Lesung im Rahmen des Literarischen Sommers/Literaire Zomer. Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben.

Ort: Silent Green Kulturquartier, Atelierraum
Beginn: 17.00 Uhr
Adresse: Gerichtstr. 35, 13347 Berlin
Website: poesiefestival.org

zur Personzum Buch

POESIEGESPRÄCH: FATEMEH EKHTESARI & MARIAM MEETRA
mein Name: drei Punkte

Die Dichterinnen Fatemeh Ekhtesari und Mariam Meetra teilen die Erfahrung des Exils, die Flucht aus einem System, das insbesondere Frauen unterdrückt: Nachdem sie zu elfeinhalb Jahren Gefängnis und 99 Peitschenhieben verurteilt wurde, floh die Dichterin, Autorin und Aktivistin Fatemeh Ekhtesari (geboren 1986 in Kaschmar, Iran) aus ihrer Heimat und lebt seit 2017 in Norwegen. Dort veröffentlichte sie zwei zweisprachige Bände, زنده نمی مانیم / Vi overlever ikke (TransFe:r 2020, übersetzt von Nina Zandjani) und زن نیست / Hun er ikke kvinne (Aschehoug 2022, übersetzt von Fatemeh Ekhtesari, Mohammad M. Izadi, Johanne Fronth-Nygren). Fatemeh Ekhtesari gehört dem Postmodernen Ghasel an, der radikalsten poetischen Bewegung der iranischen Gegenwartsliteratur. In ihren Gedichten aktualisiert sie traditionelle Formen persischer Poesie, wie die Ghasele, im Kontext der sozial und politisch gewaltvollen Gegenwart des Iran.

Die Dichterin Mariam Meetra (geboren 1992 in Baghlan, Afghanistan) beschreibt in ihrem ersten Gedichtband in persischer und deutscher Sprache, Ich habe den Zorn des Windes gesehen (Wallstein Verlag 2023 deutsche Übersetzung: Ali Abdollahi, Susanne Baghestani, Sylvia Geist und Kurt Scharf) die Zerrissenheit im Exil: eine Befreiung von den Reglementierungen der afghanischen Gesellschaft einerseits, Sehnsucht nach Kabul und ein Gefühl der Entwurzelung andererseits. Als Leitmotiv zieht sich der Wind als Sinnbild dieser Ambivalenz durch die Gedichte: „Der Wind schneidet mir die Wurzeln ab / Und bläst sie dahin wo er will / Er pflanzt sie in die Brust langer Winter / In Gärten ohne Sonnenschein“.

Fatemeh Ekhtesari und Mariam Meetra im Gespräch mit Azadeh Fathi.

Die Veranstaltung wird persisch-deutsch gedolmetscht.

Projektleitung: Nadine Tenbieg


7€ /5 €

Ort: Libraria Poesia Clozza
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Stradun 297, 7550 Scuol, Schweiz
Website: www.poesia-clozza.ch

August

Ort: Kunstpavillon Heringsdorf
Beginn: 17.00 Uhr
Adresse: Promenade am Rosengarten, 17424 Ostseebad Heringsdorf
Website: kunstpavillon-ostseebad-heringsdorf.de

Ort: Gleimhaus Halberstadt
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Domplatz 31, 38820 Halberstadt
Website: www.gleimhaus.de

zur Personzum Buch

Geist und Muse bei Gleim: Buchpräsentation: Neue Klopstock-Biografie. Mit Prof. Dr. Kai Kauffmann
Eintritt: frei
Ausstellung: Ausstellungsprojekt "Klopstock und die Freundschaft" aus Anlass des 300. Geburtstages von Friedrich Gottlieb Klopstock

Ort:
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Brenneriveien 9c, Oslo, Norwegen
Website: www.facebook.com

zur Personzum Buch

Litteratur på Blå invites you to an evening with the Afghan poet Mariam Meetra. The poet lives with her family in exile in Berlin.
At the event, Meetra will meet poet ariel rosé for a talk about Meetra’s experience, her home country and current place of residence. How does it all affect her life, especially her poetry and writing?
This event is a special opportunity to hear a sample of Meetra’s poems in translation to Norwegian by ariel rosé and Aina Villanger.
The conversation will be in English.

Doors open: 7 p.m. (19.00)
Conversation starts: 7.30 p.m. (19.30)
ID: 18
CC: 50 kr

Ort: Stadtbad, freischwimmer-Gelände
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Gerberstraße 55 oder Lewerentzstraße 7, Krefeld

zur Personzum Buch

Poesiefestival im Stadtbad
Unser zauberhaftes Poesiefestival im Stadtbad 2022 erfährt endlich eine Fortsetzung! Und wieder haben wir fünf hervorragende zeitgenössische Lyriker:innen eingeladen, die jeweils 20 Minuten am schönsten Ort der Krefelder Innenstadt aus ihren neuen Büchern vortragen: Mariam Meetra („Ich habe den Zorn des Windes gesehen“), Tim Holland („wir zaudern, wir brennen“) und Hung-min Krämer („Das ergibt sich dann“) sind dabei. Und Sabine Schiffner („Wundern“) und Adrian Kasnitz („Im Sommer hatte ich eine Umarmung“) haben sogar eigens für uns Gedichte zu Stadtbad und Südstadt geschrieben.
Eintritt frei (Spende für freischwimmer e.v.)

Ort: Stadtbibliothek Bielefeld, Literaturbühne EG
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: am Neumarkt, 33602 Bielefeld
Website: events.stadtbibliothek-bielefeld.de

Ort: Stiftung Schulpforta / Besucherzentrum
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Schulstraße 22, 06628 Naumburg OT Schulpforte

September

Ort: Russischer Hof Bad Ems
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Römerstraße 23, 56130 Bad Ems
Website: www.denkbares.org

zur Personzum Buch

Kultursommer Rheinland-Pfalz 2024 – DENKBARES

In der Ratgeberliteratur und in Rezeptbüchern wird über das »flüssige Gold« des Olivenöls gejubelt. Im Buch »Liebe Olive« geht es um etwas anderes: um die Jahrtausende umspannende Kulturgeschichte eines erstaunlichen Baumes und einer besonderen Frucht, um eine Lebenskunst – und Weisheitslehre. Kein anderer Baum ist so eng verbunden mit der Entwicklung der mediterranen und europäischen Kultur, der Religion und der Demokratie, der Medizin, des internationalen Tauschhandels, des Sportes, der Kunst, der Literatur. Der Olivenbaum ist ein vielverzweigter Urbaum, an dessen luftigen Ästen, wenn nicht alles, so doch vieles von dem hängt, was die menschliche Kultur der letzten Jahrtausende hervorgebracht hat. Da Liebe auch durch den Magen geht, klingt der Abend um die Frucht des Südens mit einem Imbiss, einer Auswahl von Olivenspezialitäten, aus.

Eintritt: 15,- Euro inkl. einem Glas Wein und einer Auswahl an Olivenspezialitäten.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Anmeldung unter: denkbares@online.de

Ort: Supermercato Italiano
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Sälzerstraße 24, Ransbach-Baumbach

zur Personzum Buch

Kultursommer Rheinland-Pfalz 2024 – DENKBARES

In der Ratgeberliteratur und in Rezeptbüchern wird über das »flüssige Gold« des Olivenöls gejubelt. Im Buch »Liebe Olive« geht es um etwas anderes: um die Jahrtausende umspannende Kulturgeschichte eines erstaunlichen Baumes und einer besonderen Frucht, um eine Lebenskunst – und Weisheitslehre. Kein anderer Baum ist so eng verbunden mit der Entwicklung der mediterranen und europäischen Kultur, der Religion und der Demokratie, der Medizin, des internationalen Tauschhandels, des Sportes, der Kunst, der Literatur. Der Olivenbaum ist ein vielverzweigter Urbaum, an dessen luftigen Ästen, wenn nicht alles, so doch vieles von dem hängt, was die menschliche Kultur der letzten Jahrtausende hervorgebracht hat. Da Liebe auch durch den Magen geht, klingt der Abend um die Frucht des Südens mit einem Imbiss, einer Auswahl von Olivenspezialitäten, aus. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet.

Eintritt: 15,- Euro inkl. einem Glas Wein und einer Auswahl an Olivenspezialitäten.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei.

Anmeldung unter: denkbares@online.de

Ort: Museumsakademie der Novalis-Stiftung, Schloss Oberwiederstedt
Beginn: 14.30 Uhr
Adresse: Schäfergasse 6, 06456 Arnstein OT Wiederstedt
Website: www.novalis-stiftung.de

zur Personzum Buch

Gemeinsame Lesung mit Jan Röhnert.

Ort: Stadtbibliothek Bielefeld
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Neumarkt 1, 33602 Bielefeld
Website: www.literaturhaus-bielefeld.de

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Friedrich Gottlieb Klopstock (1724 – 1803) war der berühmteste deutsche Dichter vor Goethe. Zum Jubiläum seines 300. Geburtstags ist die Klopstock-Biographie von Kai Kauffmann erschienen, die erste Gesamtdarstellung von Leben und Werk seit 1888. Der Autor stellt nicht nur seine anschaulich geschriebene Biographie vor, sondern liest auch aus Klopstocks Werken und Briefen. So kann ein Klassiker der deutschen Literatur, der mit vielen interessanten Persönlichkeiten befreundet war und immer wieder ungewöhnliche Dichtungen hervorgebracht hat, neu entdeckt werden.

Den Abend moderiert Maximilian Benz, Professor für die Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der Universität Bielefeld

Eintritt: EUR 12 / EUR 6 für Mitglieder der Lit. Ges. / EUR 3 für Studierende/Schül./Auszub. bis 30 J.

Ort: Museum Fünf Kontinente
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Maximilianstraße 42, 80538 München
Website: www.museum-fuenf-kontinente.de

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Lucian Scherman Lecture mit Dr. Kim Todzi

Ein genaues und differenziertes Verständnis des Kolonialismus erfordert eine Auseinandersetzung mit seiner wirtschaftlichen Dimension: mit Ungleichheiten, Arbeit, Märkten und Kapitalismus in der Kolonialgeschichte. Dazu ist es entscheidend, vernachlässigte Fragen (neu) zu stellen: Wie verhält sich Kolonialismus zu Kapitalismus und wie ging koloniale Ausbeutung in der Praxis vonstatten? Wie hing kolonialer Gewalt mit ökonomischer Ausbeutung zusammen und wer profitierte eigentlich wirklich vom Kolonialismus? In seinem Vortrag diskutiert der Historiker Dr. Kim Todzi diese Fragen am Beispiel des Woermann-Konzerns.

Kaum ein anderes Unternehmen war über so eine lange Zeit so eng mit der deutschen Kolonialherrschaft in West- und Südwestafrika verbunden wie der Woermann-Konzern. Gegründet als Handelshaus C. Woermann in Hamburg, entwickelte sich das Handelsunternehmen zu einem vielseitigen Logistikkonzern, der Reedereien wie die Woermann-Linie, Plantagenunternehmen und Konzessionsgesellschaften umfasste. In Deutschland und in Westafrika war Woermann zentral für die koloniale Eroberung. Das Unternehmen übte Druck auf die deutsche Politik aus und seine Vertreter handelten Schutzverträge in Westafrika aus. Die im Jahr 1885 gegründete Woermann-Linie fungierte als entscheidendes Scharnier zwischen Deutschland und Westafrika. Sie war bis 1906 die einzige deutsche Reederei, die dauerhaft Liniendienste in der Region anbot. Während des Völkermords an den Herero und Nama spielte sie eine bedeutende Rolle in der Organisation von Nachschub- und Truppentransporten.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.

Ort: Lessinghaus Wolfenbüttel
Adresse: Lessingplatz 1, 38304 Wolfenbüttel

Oktober

Ort: Alter Bahnhof Kettwig
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Ruhrtalstraße 345, 45219 Essen
Website: 25066.reservix.de

Ort: Zentralbibliothek
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Steinsche Gasse 26, 47051 Duisburg

Ort: Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Platz d. Demokratie 1, 99423 Weimar

Ort: Leonhardskapelle
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Gasthausstraße 5, 41812 Erkelenz

Ort: Akademie der Künste
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Pariser Platz 4, 10117 Berlin
Website: www.adk.de

Ort: Nietzsche-Dokumentationszentrum & Nietzsche-Haus
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Jakobsmauer 12, 06618 Naumburg/S.
Website: www.nietzsche-dokumentationszentrum-naumburg.de

Ort: Goethe-Gesellschaft Halle an der Saale
Beginn: 18.30 Uhr
Adresse: Dölauer Str. 54, 06120 Halle an der Saale
Website: www.goethegesellschaft-halle.de

November

Ort: UC Kino Rügen
Beginn: 10.30 Uhr
Adresse: Ringstraße 140, 18528 Bergen auf Rügen

Dezember

Ort: Bibliothèque Nationale et Universitaire de Strasbourg
Beginn: 18.30 Uhr
Adresse: 6 Pl. de la République, 67000 Strasbourg, Frankreich

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