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Lindenblüten für Bücher



Über Heimat, Zugehörigkeit und Chancengleichheit – und die Sehnsucht Albaniens nach Europa

Ihre Kindheit in Albanien ist geprägt von dem Gefühl, gehorchen zu müssen. Lin ist eine Angepasste in einem Land voller Regeln, ein braves Mädchen: Sie fügt sich, sie errötet, wenn Erwachsene mit ihr reden. Als Bücherwurm fühlt sie sich unter Gleichaltrigen fremd. Ihre Sehnsucht nach Bildung ist groß – doch Familien wie ihrer, die mit den Kommunisten in Widerspruch geraten sind, wird Bildung verwehrt. Lindita Arapi schreibt über die albanische Diktatur, die Studentenproteste von 1990, die politische Verfolgung und den steinigen Weg Richtung Demokratie: Europa erscheint wie ein weit entfernter, unerreichbarer Planet. Erst nach der Wende 1990 hat sie die Möglichkeit, zu studieren. Es bewegt sie die Distanz, die entsteht, als sie ihr Heimatland verlässt, und sie fragt sich: Wie hängen Sprache und Heimat zusammen? Darf ich über mein Heimatland in einer fremden Sprache schreiben? Sie fängt an, zu schreiben – auf Deutsch, weil sie für diese Erlebnisse, diese Zeit, eine neue Sprache finden muss.
»Lindenblüten für Bücher« ist ein zartes und nachdenkliches, ein zutiefst menschliches Buch – ein Buch über den Wunsch nach Freiheit.
Lindita Arapi

Lindita Arapi, geboren 1972, studierte albanische Sprache und Literatur an der Universität Tirana. Nach dem Studium erhielt sie ein Autorenstipendium der Heinrich-Böll-Stiftung. Es folgte eine Promotion in Kulturwissenschaften an der Universität Wien, …

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Lindita Arapi ist mit »Lindenblüten für Bücher« für den Clemens-Brentano-Preis 2026 nominiert

Lindita Arapi ist eine von insgesamt sechs Autor:innen, die für den Clemens-Brentano-Preis für Literatur der Stadt Heidelberg nominiert sind. Mit ihrem Buch »Lindenblüten für Bücher« ist die Autorin für den Preis nominiert, der 2026 in der Sparte ›Essay‹ vergeben wird. Am Freitag, 17. April 2026, wird bekanntgegeben, wen die Jury in diesem Jahr mit demPreis der Stadt ehrt. Die Preisverleihung findet im Sommer 2026 statt. 




Der Clemens-Brentano-Preis für Literatur der Stadt Heidelberg wird seit 1993 jährlich im Wechsel in den Sparten Erzählung, Essay, Roman und Lyrik an deutschsprachige Autorinnen und Autoren vergeben, die mit ihren Erstlingswerken bereits die Aufmerksamkeit der Kritiker und des Lesepublikums auf sich gelenkt haben. Die Jury setzt sich aus professionellen Literaturkritikerinnen und -kritikern sowie aus Studierenden des Germanistischen Seminars der Universität Heidelberg zusammen. Das Preisgeld beträgt 10.000€.

 



Der Literaturpreis ist nach dem deutschen Schriftsteller Clemens Brentano benannt, der von 1778 bis 1842 lebte und als einer der Hauptvertreter der Heidelberger Romantik gilt. Er verfasste zahlreiche Werke in vielen Sparten – von Lyrik über Märchen und Erzählungen bis hin zu Dramatik und Satiren. Seine vielleicht bekanntesten Werke sind »Der Spinnerin Nachtlied« und »Des Knaben Wunderhorn«




Buchcover: Albanische SchwesternAlbanische Schwestern
Lindita Arapi
€25,00