Lesungen und Buchpräsentationen
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März

Leon Weintraub
Ort: Deutsches Theater Göttingen
Beginn: 11.00 Uhr
Adresse: Theaterplatz 11, 37073 Göttingen
Kostenfreie Eintrittskarten können reserviert werden unter:
0551 / 49 69 - 300
theaterkasse@dt-goettingen.de
oder an der Kasse des Deutschen Theaters Göttingen

Jehona Kicaj: ë
Ort: Café Bar Mokka
Beginn: 16.00 Uhr
Adresse: Allmendstraße 14, 3600 Thun, Schweiz
Das Thuner Literaturfestival LITERAARE wurde 2004 ins Leben gerufen und präsentiert an drei Tagen aktuelles literarisches Schaffen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.

Ralph Dutli: Das Lied vom Honig. Eine Kulturgeschichte der Biene.
Ort: Museum Stemmler
Beginn: 14.00 Uhr
Adresse: Sporrengasse 7, 8200 Schaffhausen, Schweiz
Webseite: www.vebikus-kunsthalle-schaffhausen.ch
Ralph Dutli liest aus seinem Buch »Das Lied vom Honig. Eine Kulturgeschichte der Biene« in der Ausstellung der Künstlerin Barbara Signer im Rahmen der »Kunstkästen Schaffhausen« (Kuratorin Marianne Burki).
Danach ein Gespräch mit Barbara Signer über Natur und Kultur.

Bernhard Fetz: Ernst Jandl. Biografie einer Stimme
Ort: Alte Schmiede
Adresse: Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

Alexander Walther: Die Shoah und die DDR
Ort: Erinnerungsort Topf & Söhne
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Sorbenweg 7, 99099 Erfurt
Webseite: www.topfundsoehne.de
Geschichte war ein streng reguliertes Feld in der DDR. Auch der staatlich forcierte Antifaschismus ließ, so die Annahme, kaum Spielräume für abweichende Narrative. Wie konnten daher jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen unter staatssozialistischen Vorzeichen verhandelt und artikuliert werden? Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? Diesen Fragen geht Alexander Walther in dem Buch, das auf seiner Dissertation beruht, nach.
Ausgehend von Nachlässen und Egodokumenten zeichnet er die Handlungsoptionen und Motivationen vor allem jüdischer, vereinzelt auch nicht-jüdischer Akteurinnen und Akteure nach. Neben einer Analyse früher Formen der Erinnerung und Wissensvermittlung stehen die Arbeiten des Schriftstellers Arnold Zweig, der Sängerin Lin Jaldati, des Historikers Helmut Eschwege, des Journalisten Heinz Knobloch sowie die Aktivitäten einzelner DDR-Verlage im Mittelpunkt der Arbeit.
Dieser multiperspektivische Zugang zeigt, welche Strategien es gab, ein politisch vernachlässigtes und gesellschaftlich unerwünschtes Thema dennoch öffentlich zu platzieren und Akzente zu setzen. Dabei wird auch das Spannungsfeld zwischen eigensinnigem Handeln und teils parteiloyalen, mitunter schmerzhaften Zugeständnissen untersucht.
Alexander Walther hat Geschichte und Englisch für das Lehramt studiert, war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt und ist jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Tacheles 2026. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz.
In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen
Im Rahmen der Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen

Michael Knoche: Revolution im Leseland. Wie sich die wissenschaftlichen Bibliotheken der DDR nach dem Mauerfall neu organisierten
Ort: Karl-Jaspers-Haus
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Unter den Eichen 22, 26122 Oldenburg
Webseite: karl-jaspers-gesellschaft.de
Buchvorstellung und Gespräch mit Dr. Matthias Bormuth
Eintritt 10,00 € / 7,00 €; Studierende frei
Michael Krüger im Gespräch mit Thedel v. Wallmoden
Ort: Literaturhaus Göttingen
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Nikolaistraße 22, 37073 Göttingen
Webseite: www.literarisches-zentrum-goettingen.de
Michael Krüger kann Geschichten erzählen: In »Unter Dichtern« (Suhrkamp 2025) erinnert sich der Lyriker, Übersetzer und legendäre Verleger an Literat:innen, die er kennenlernte, begleitete – und verabschieden musste. Gemeinsam mit Wallstein-Verleger Thedel von Wallmoden spricht er über Begegnungen in Münchner Wohnungen, politische Diskussionen mit Walser und Pastior am verqualmten Küchentisch oder darüber, wie Gert Jonkes Mutter mit zerschossenem Daumen Chopin spielte. Dieser Abend gewährt Einblicke in die (ehemals) heimlichen Hinterzimmer der Literaturgeschichte, die Mechanismen des Betriebs und in die Erinnerungen eines Mannes, der die Literaturlandschaft prägte.
In Kooperation mit dem Wallstein-Verlag
VVK 11/7 € AK 12/8 €
Karten gibt es an der Tourist-Information am Alten Rathaus, bei allen Reservix-Geschäftsstellen, an der Abendkasse und hier.
Bei noch freien Plätzen freier Eintritt für Göttinger Studierende mit Kulturticket.

Michael Knoche: Revolution im Leseland. Wie sich die wissenschaftlichen Bibliotheken der DDR nach dem Mauerfall neu organisierten
Ort: Staatsbiblitohek Unter den Linden
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Webseite: pretix.eu
Buchvorstellung und Gespräch mit Jens Bisky und Carola Pohlmann; Moderation: Achim Bonte.
Um Anmeldung wird gebeten: https://pretix.eu/StaatsbibliothekZuBerlin/RevolutionLeseland/

Mooses Mentula: Die Fabrik
Ort: Finnland-Institut in Deutschland für Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft GmbH
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Marburger Straße 3, 10789 Berlin
Webseite: finnland-institut.de

Leipzig liest | Slowenischer Abend mit Mojca Kumerdej
Ort: Literaturhaus Leipzig | Haus des Buches
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
Webseite: rausgegangen.de

Heiko Holste: Der Freistaat Schaumburg-Lippe und sein Staatsrat Heinrich Lorenz. Eine biographische Demokratiegeschichte 1918-1933
Ort: Thomashaus
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Klosterstrasse 22, 31515 Wunstorf-Großenheidorn
Dieses Buch erzählt ein zu Unrecht vergessenes Kapitel der deutschen Demokratiegeschichte: Schaumburg-Lippe – bekannt vor allem als einstiges kleines Fürstentum – war in der Weimarer Republik ein Bollwerk der Demokratie im Miniaturformat.
Heiko Holste stellt erstmals die politische Geschichte dieses Landes dar, dessen Hauptstadt zwar ein Hort der Republikfeinde war, dessen Bevölkerung aber mehrheitlich demokratisch wählte. Die Sozialdemokratie verfügte viele Jahre lang über eine absolute Mehrheit im Landtag, die sie für eine personelle Erneuerung der Verwaltung, eine aktive Sozialpolitik und zum Schutz der Weimarer Republik nutzte. Während das Reich von häufigen Regierungskrisen, Kanzlerwechseln und Neuwahlen erschüttert wurde, herrschte in Schaumburg-Lippe politische Stabilität; noch 1933 regierte hier eine republiktreue sozialliberale Koalition.
Die Geschichte des Freistaates wird entlang der Biographie seines führenden Staatsmannes erzählt: Heinrich Lorenz baute die Arbeiterbewegung im Land auf, organisierte den friedlichen Übergang von der Monarchie zur Republik und prägte die Landespolitik wie kein anderer. Lorenz, der am 9. März 1933 von Hitlers Reichskommissaren abgesetzt wurde, war der letzte sozialdemokratische Regierungschef eines deutschen Landes.

Lesja Ukrajinka: Am Meer | Im Rahmen der lit.COLOGNE
Ort: COMEDIA Theater, Grüner Saal
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Vandelstraße 4-8, 50677 Köln
Webseite: www.litcologne.de
Geschrieben in einer verbotenen Sprache: die Ukrainische Bibliothek. Mit Tanja Maljartschuk, Monika Rinck, Claudia Dathe und Mariele Millowitsch
Die Ukrainische Bibliothek im Wallstein Verlag widmet sich den berühmtesten Klassikern des ukrainischen literarischen Erbes des 19. und 20. Jahrhunderts, um mehr Aufmerksamkeit auf das Land und seine Kultur zu lenken. Herausgegeben von namhaften Autor:innen, eröffnen die Erzählbände neue Perspektiven auf ein Land, dessen Kultur und Sprache sich stets gegen Unterdrückung und Vergessen behaupteten. Die Autorinnen Tanja Maljartschuk („Blauwal der Erinnerung“) und Monika Rinck („Champagner für die Pferde“) stellen im Gespräch mit Claudia Dathe die Reihe vor. Darunter die feinfühlige, intelligente Prosa von Lesja Ukrajinka (1871-1913) im Erzählband Am Meer. Ihrer Zeit weit voraus, schrieb Ukrajinka über weibliche Erfahrungen, Freiheit und Selbstbestimmung – in einer Sprache, die verboten war und doch trotz aller Widerstände überdauerte. Ihre Texte kehren nun, über hundert Jahre später, in den europäischen Kanon zurück. Lesung: Mariele Millowitsch

Heinrich Detering: Die Revolte der Erde
Ort: Café Else
Beginn: 18.30 Uhr
Adresse: Heinestraße 36, 1020 Wien, Österreich
Webseite: wiener-online.at

Georg Hermann Leseabend
Ort: Schnitzlersche Buchhandlung
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Weißadlergasse 5, 35578 Wetzlar
Webseite: www.immer-schoen-sachlich.de
Berühmtheit erlangt Georg Hermann durch seine wunderbaren Familienromane »Jettchen Gebert« und »Henriette Jacoby.« Vor allem durch sie wird er zum Chronisten des deutsch-jüdischen Lebens. 1871 geboren, lebte er ab 1933 einige Jahre in Italien, floh ins niederländische Exil und wurde 1943 in Auschwitz ermordet.
Hermanns Romane zeichnen sich allesamt durch naturalistische Beschreibungen der Lebenswelt aus – sei es das Biedermeier, die Gründerzeit und Jahrhundertwende, die Weimarer Republik oder das faschistische Italien und Deutschland. Vor allem aber machen die lebensnahen und lebhaften Gesprächssituationen ihn zu einem der meistgelesenen Autoren seiner Zeit. Inzwischen liegen seine Romane im Wallstein Verlag mit ausgezeichneten Nachworten vor. Alle seine Romane, vom Erstling »Spielkinder« bis zum letzten 1936 im Exil veröffentlichten »Etruskischen Spiegel«, durchzieht der Humor der Vergeblichkeit und des Scheiterns. Werden wir auf eine Georg Hermann- Renaissance hoffen dürfen? Hoffen schon, aber die Zeiten für Renaissancen verschiedenster Art scheinen vorbei. Es bleibt also nichts, als ihn selbst wieder zu lesen. So ist immerhin das Vergnügen auf unserer Seite.

Mooses Mentula: Die Fabrik und Der Schildkrötenpanzer
Ort: Apostel-Johannes-Kirche Altengroden, Gemeindehaus
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Klinkeburg 1b, 26386 Wilhelmsahven
Lesung auf Finnisch und Deutsch
Eine zweisprachige Veranstaltung in Verbindung mit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Niedersachsen e.V., unterstützt von Das finnische Buch e.V. sowie Förderern aus Wilhelmshaven.
Der Eintritt ist frei – um eine Spende am Ausgang wird herzlich gebeten.

Heiko Holste: Der Freistaat Schaumburg-Lippe und sein Staatsrat Heinrich Lorenz | Tag der Demokratiegeschichte
Ort: Gedenk- und Lernort Ehemalige Synagoge
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Schulstrasse 7, 31565 Stadthagen
Webseite: www.synagoge-stadthagen.de
Schaumburg-Lippe war bis zur Gründung des Landes Niedersachsen 1946 das kleinste deutsche Land. Bis heute wird es vor allem als Duodez-Fürstentum erinnert, dabei war es ab 1918 ein Freistaat und während der Weimarer Republik ein Bollwerk der Demokratie in Miniaturformat. Die Sozialdemokratie verfügte viele Jahre über eine absolute Mehrheit im Bückeburger Landtag, die sie für eine personelle Erneuerung der Verwaltung, eine aktive Sozialpolitik und zum Schutz der Weimarer Republik nutzte. Politiker aus Stadthagen wie Heinrich Lorenz, Marie Kreft, Franz Reuther (alle SPD) und Rudolf Bretthauer (Deutsche Demokratische Partei) prägten damals die Landespolitik.
In seinem Buch „Der Freistaat Schaumburg-Lippe und sein Staatsrat Heinrich Lorenz“ erzählt Heiko Holste erstmals dieses viel zu lang vergessene Kapitel der Schaumburger Geschichte. Am 18. März stellt Holste sein Buch in der ehemaligen Synagoge vor.
Der „Tag der Demokratiegeschichte“ wird am 18. März 2026 erstmals begangen. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier finden bundesweit
Veranstaltungen statt, die an Orte, Ereignisse und Köpfe der deutschen Freiheits- und Demokratiegeschichte erinnern.

Leipziger Buchmesse | Jehona Kicaj: ë
Ort: Forum Übersetzen (Halle 4, Stand C403)
Beginn: 10.30 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig

»Lange Nacht« I Gabriela Adamesteanu: Stimmen auf Abstand
Ort: Grassi Museum für Musikinstrumente, Leipzig
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig

Leipziger Buchmesse: Alice Brito: Die Frauen der Fonte Nova. Aus dem Portugiesischen übersetzt von Markus Sahr
Ort: die naTo (e.V.) | Soziokulturelles Zentrum - Kultur- und Kommunikationszentrum
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Karl-Liebknecht-Straße 46, 04275 Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Literatur kann aus Sicht des Lesers und sicherlich auch aus Sicht des Autors unterschiedlichen Zwecken dienen. Es ist interessant festzustellen, dass die Sichtweisen dieser beiden Protagonisten – des Lesers und des Autors – auf ein und dasselbe Werk sehr unterschiedlich sein können.
Gemeinhin werden Katharsis, Ästhetik oder soziale Waffe als die Hauptfunktionen eines literarischen Werks angesehen. Als Ausgangspunkt für eine hoffentlich lebhafte Debatte möchten wir von Alice Brito und Carla Pais erfahren, welche dieser Zwecke sie erreichen möchten, wenn sie sich an den Tisch setzen, um ein neues Buch zu beginnen.
Die Moderation der Diskussion übernimmt Benjamin Meisnitzer, Professor an der Universität Leipzig.

Ulrike Draesner: Sich ein Herz fassen (Im Rahmen der Klimabuchmesse | Leipzig liest)
Ort: Deutsches Literaturinstitut
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Wächterstraße 34, 04107 Leipzig
Webseite: klimabuchmesse.de
Lyrik im Anthropozän - Eine Veranstaltung mit Ulrike Draesner, Tim Holland und Samuel Kramer
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Netzwerk Lyrik e.V.

»Leipzig liest« I Anselm Oelze: Die da oben
Ort: Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen (dzb lesen)
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Gustav-Adolf-Straße 7, 04105 Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Als Tess mit ihrer Freundin Moyra in eine schöne Altbauwohnung im Leipziger Zentrum zieht, gehen für sie gleich mehrere Träume in Erfüllung. Ihre Beziehung hat endlich ein Zuhause und mit der Unterstützung von Moyras Eltern kann sie sogar ihre eigene Schneiderei eröffnen: und zwar im Erdgeschoss des Hauses, wo Rolf, der Mann ihrer Nachbarin Heike, einen Getränkeladen betrieben hatte, bis dieser der Konkurrenz durch die Lieferservices und der steigenden Ladenmiete zum Opfer fiel.
Seit über dreißig Jahren lebt das ältere Paar im obersten Stock des Hauses. Als ihm nun auch die Wohnung gekündigt wird, bieten die jungen Frauen Hilfe an. Aber je mehr Heike und Rolf auf »das kaputte System« und »die korrupten Eliten« schimpfen und allerorten Verschwörungen wittern, desto entschlossener geht Moyra auf Distanz. Tess dagegen gerät in arge Solidaritätskonflikte, und schließlich sind alle gezwungen, zu entscheiden, was sie retten wollen: ihre eigenen Überzeugungen oder die Beziehungen zu den Menschen, die sie lieben.
In seinem neuen Roman erzählt Anselm Oelze nicht nur die Geschichte eines Hauses und dreier Frauen. Einfühlsam und lebensnah befasst er sich auch mit den Spaltungen in der Gesellschaft und fragt danach, wie Zusammenleben wider alle Erwartungen gelingen kann

Leipziger Buchmesse: Alice Brito: Die Frauen der Fonte Nova. Aus dem Portugiesischen übersetzt von Markus Sahr
Ort: Messestand Portugal (Halle 4, C300)
Beginn: 10.30 Uhr
Adresse: Messe-Allee 1, 04356 Leipzig

Leipziger Buchmesse | Mojca Kumerdej
Ort: Café Europa (Halle 4, E401)
Beginn: 10.30 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Unter die Oberfläche
Mit feinem psychologischen Gespür schildert die slowenische mehrfach prämierte Autorin und Philosophin Mojca Kumerdej die Innenwelt ihrer Figuren, die Beweggründe für ihr Verhalten - auch wenn das Bewusstsein seinen Sitz mitunter schon nicht mehr in einem Körper hat, sondern sich dieses in einer frisch transplantierten Leber zu befinden scheint. In ihren brillant geschriebenen Erzählungen offenbart sie uns die Schrecken und Träume ihrer Figuren, die sie auch immer mit intelligentem Humor begleitet.
Moderation: Tilman Spreckelsen

Leipziger Buchmesse I Wilhelm Bartsch: Meckels Messerzüge
Ort: Forum Wortwelten (Halle 2, Stand F606)
Beginn: 11.30 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig

Leipziger Buchmesse | Elisabeth Kimmerle: Frauen in Bewegung
Ort: Forum Sachbuch: Wissen (Halle 2, C601/D600)
Beginn: 12.00 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Eine neue Perspektive auf Migration, Geschlecht und politische Bewegungen.
Migration hat die deutsche Gesellschaft tiefgreifend verändert. Wenig Beachtung als politische Akteurinnen fanden bislang Frauen, die seit den 1960er Jahren auch aus der Türkei zur Arbeit nach Westdeutschland kamen. Dabei waren Migrantinnen oft treibende Kräfte sozialen und politischen Wandels. Ob Vereinbarkeit von Lohnarbeit und Familie, kommunales Wahlrecht oder eigenständiges Aufenthaltsrecht: Migrantinnen brachten Themen auf die politische Agenda, die geltende Konzepte von Arbeit, Geschlecht und Staatsbürgerschaft in Frage stellten.
Elisabeth Kimmerle untersucht am Beispiel von West-Berlin, wie Migrantinnen aus der Türkei für ihre Rechte kämpften. Entlang sozialer Räume wie der Fabrik, dem Frauenwohnheim, der Straße und Frauenläden zeichnet sie den Wandel migrantischer Selbstorganisation zwischen 1961 und 1989 aus transnationaler und geschlechtergeschichtlicher Perspektive nach. Anhand zahlreicher Archivquellen und Interviews mit Zeitzeuginnen werden deren Erfahrungen und politische Räume jenseits von Parteien und Gewerkschaften sichtbar. Diese intersektionale Perspektive auf Migration und Geschlecht bietet neue Einblicke in die Geschichte migrantischer Kämpfe und zeigt, wie das »Private« in der Einwanderungsgesellschaft zum Politischen wurde.

Leipziger Buchmesse | Lesja Ukrajinka: Am Meer
Ort: Forum Übersetzen (Halle 4, Stand C403)
Beginn: 14.00 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Zwei Autorinnen zwischen Feminismus und Patriarchat
Esther Kinsky übersetzt die englische Autorin Mary Webb, Maria Weissenböck die ukrainische Klassikerin Lesja Ukrajinka. Beide Autorinnen kämpften zeitlebens gegen eine schwere Krankheit sowie gegen die Umstände, die ihre Gesellschaft prägten. Als frühe Feministin beschäftigte Webb sich in ihrem Werk mit der Rolle der Frauen, mit Ausgrenzung und mit Kapitalismuskritik. Ukrajinka, die stets Frauen in den Mittelpunkt ihres Schreibens stellte, war in ihrem Leben eine dreifach Gefangene: als Ukrainerin im Russischen Kaiserreich, als schwerkranker Mensch und als Frau in einer zutiefst patriarchalen Gesellschaft. Während Mary Webb sich am Rand der akzeptierten Klassik bewegt, ist Lesja Ukrajinka eine Ikone der ukrainischen Literatur.
Die beiden Übersetzerinnen Esther Kinsky und Maria Weissenböck diskutieren mit der Moderatorin Jessica Beer über den Umgang mit diesen vielfältigen gesellschaftlich und politisch relevanten Themen beim Übersetzen.
Esther Kinsky: Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Polnischen, Englischen und Russischen
Maria Weissenböck: Übersetzerin aus dem Ukrainischen und Belarussischen
Jessica Beer: Programmleiterin Literatur im Residenzverlag

Leipziger Buchmesse | Cécile Wajsbrot
Ort: Café Europa (Halle 4, Stand E401)
Beginn: 14.30 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Europa erzählen: Literatur zwischen Ost und West
Cécile Wajsbrot und Matthias Nawrat zählen zu den prägenden Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Beide schreiben aus der Erfahrung des Lebens zwischen Sprachen und Kulturen – Anne Weber zwischen Deutschland und Frankreich, Matthias Nawrat zwischen Polen und Deutschland. Ihre Texte handeln von Erinnerung und Widerstand, von sozialen Umbrüchen, Migration und europäischer Identität.
Im Gespräch geht es um die gesellschaftliche Dimension ihres Schreibens: Wie prägen historische Erfahrungen und aktuelle Krisen die europäische Gegenwart? Welche Rolle kann Literatur in Zeiten von Polarisierung und sozialen Spannungen übernehmen? Und wie lässt sich Europa heute literarisch denken – jenseits nationaler Grenzen und einfacher Antworten?
Panel mit Matthias Nawrat und Cécile Wajsbrot
Moderation: Wolf Iro

Leipziger Buchmesse | Jehona Kicaj: ë
Ort: Messestand TRADUKI (Halle 4, Stand D403)
Beginn: 15.00 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Im Nachhall der Herkunft
Von Rumänien nach Deutschland, vom sozialistischen Regime in die bundesrepublikanische Gegenwart, von der familiären Erinnerung zur sprachlichen Selbstvergewisserung: Betty Boras’ Das schönste aller Leben und Jehona Kicajs ë erzählen von einer Gegenwart, die untrennbar mit den Bruchlinien der Vergangenheit verwoben ist. Wir begegnen zwei unterschiedlichen literarischen Strategien, um Migrationserfahrung in Gegenwartsliteratur zu fassen: als epische Familiengeschichte einerseits, als sprachlich verdichtete Erinnerungspoetik andererseits. Gemeinsam ist ihnen die Überzeugung, dass Identität nicht statisch ist, sondern im Spannungsfeld von Geschichte, Sprache und persönlicher Erfahrung immer wieder neu ausgehandelt wird.
Mit Jehona Kicaj und Betty Boras
Moderation: Marina Porobic

»Leipzig liest« | Michael Knoche: Revolution im Leseland. In Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig
Ort: Deutsche Nationalbibliothek, Leipzig
Beginn: 17.00 Uhr
Adresse: Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Es wird um eine Reservierung gebeten: www.dnb.de/buchmesse.
Nach dem Mauerfall 1989 standen auch die Bibliotheken der DDR vor einer radikalen Neuausrichtung. Den Staats-, Landes- und Universitätsbibliotheken gelang jedoch – mit Unterstützung aus dem Westen – eine rasche und beispiellose Modernisierung. Die Lücken in den Sammlungen wurden geschlossen, die Gebäude saniert und mit zeitgemäßer Informationstechnologie ausgestattet. Diese Erneuerungsoffensive löste einen Schub aus, von dem das gesamtdeutsche Bibliothekssystem profitiert hat. Auch in personeller Hinsicht verlief die Umgestaltung bemerkenswert: Zwar wurde das Personal auf Leitungsebene streng evaluiert, aber anders als in vielen Bereichen der Hochschulen gab es keinen starken Elitenaustausch von West nach Ost. Die Personalstärke der Belegschaften blieb relativ konstant – auch wenn die Übernahme der Angestellten in das bundesdeutsche Tarifsystem konfliktträchtig war und viele Erwartungen enttäuschte. Immerhin blieb der Großteil der Arbeitsplätze erhalten. Während andernorts nur von Versäumnissen und Verlierern die Rede ist, belegt dieses Buch von Michael Knoche: Die wissenschaftlichen Bibliotheken nicht nur im Osten, sondern auch im Westen gehören zu den Gewinnern der Einheit.
Michael Knoche, 1951 in Westfalen geboren, hat Germanistik, Philosophie und Theologie studiert und eine Ausbildung zum Bibliothekar absolviert. Er war Angestellter bei wissenschaftlichen Verlagen und von 1991 bis 2016 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar.
Begrüßung: Herr Dr. Neuer (Direktor der DNB). Moderation: Christoph Links
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek und im Rahmen von »Leipzig liest« statt.

Ralph Dutli: ALBA
Ort: Dalbergsaal im Dalberghaus
Beginn: 11.00 Uhr
Adresse: N3 4, 68161 Mannheim
Webseite: www.visit-mannheim.de
Nach dem 500. Geburtstag 2024 eine Veranstaltung zum 460. Todestag der berühmten französischen Renaissance-Dichterin Louise Labé (1524 bis 1566): Ralph Dutli liest eigene Gedichtübertragungen und solche von Rainer Maria Rilke und Paul Zech, sowie Übertragungen von Gedichten von Clément Marot und Pierre de Ronsard. Die Sopranistin Clémence Boullu und der Pianist J. Marc Reichow bringen Vertonungen des in Auschwitz ermordeten Komponisten Victor Ullmann und von Maurice Ravel zu Gehör. Eine Kooperation von KlangForum Heidelberg, Institut Français Mannheim und Stadtbibliothek Mannheim, im Rahmen von "Metropolpoesie 2026" zum Welttag der Poesie.

Leipziger Buchmesse | Mooses Mentula: Die Fabrik
Ort: Nordisches Forum (Halle 4, Stand C306)
Beginn: 12.00 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de

Leipziger Buchmesse I Nasima Sophia Razizadeh: Entschwebung
Ort: Forum die Unabhängigen (Halle 5, Stand H313)
Beginn: 13.00 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Buchvorstellung & Lesungen aus „Bad Times Poetry“ – über Bedeutung und Wirkung politischer Lyrik.
Seit dem Jahr 2000 feiert die UNESCO am 21. März den Welttag der Poesie. Daher lädt das Forum "Die Unabhängigen" mit gleich vier poetischen Neuerscheinungen zum Lyrikpanorama ein. Mit dabei sind: Tamer Düzyol & Alina Plohmann (Hg.): Bad Times Poetry. Schluss mit schönen Worten (w_orten & meer), Anke Bastrop: Verborgene Landschaften (Verlagshaus Berlin), Hannah K Bründl: schilfern (Ritter) und Nasima Sophia Razizadeh: Entschwebung (Wallstein). Moderation: Carolin Callies

Leipziger Buchmesse I Gabriela Adameșteanu: Stimmen auf Abstand
Ort: Donau Bühne (Halle 4, Stand D300/C301)
Beginn: 14.00 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Starke Stimmen aus dem Donauraum
Drei großartige Autorinnen aus Rumänien, Moldawien und dem früheren Jugoslawien präsentieren ihre neuen Bücher. Darunter das Romandebüt einer Theaterfrau, dasjenige einer Lyrikerin und Schmuckdesignerin: Es ist an Frankreichs Schulen offiziell zur Lektüre empfohlen, und der lang erwartete neue Roman «Stimmen auf Abstand» der Grande Dame der rumänischen Literatur Gabriela Adameșteanu.

Leipziger Buchmesse: Alice Brito: Die Frauen der Fonte Nova. Aus dem Portugiesischen übersetzt von Markus Sahr
Ort: Messestand Portugal (Halle 4, C300)
Beginn: 14.30 Uhr
Adresse: Messe-Allee 1, 04356 Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Ein Gespräch mit Alice Brito und Francisco Mota Saraiva
Hat Literatur die Kraft, die Welt zu verändern: Traum oder Wirklichkeit?
Zwei Autoren verschiedener Generationen, die sich mit disruptiven Themen beschäftigen, sie jedoch unterschiedlich behandeln. Wir schlagen ein Gespräch vor, in dem sie ihre Meinung über die Kraft der Literatur, die Welt zu verändern, äußern und darüber sprechen, ob ihre Bestrebungen ein Traum oder Realität sind.
Das Gespräch wird von der Journalistin Elena Witzeck (FAZ) moderiert.

»Leipzig liest« I Rhena Stürmer: Jenseits des Bolschewismus
Ort: Stadtbibliothek Leipzig, Grassisaal
Beginn: 17.00 Uhr
Adresse: Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11, 04107 Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Kollektivbiografie über vier maßgebliche Repräsentanten des deutschen Linkskommunismus, die mit ihrer revolutionär-demokratischen Haltung die politischen Systeme ihrer Gegenwart herausforderten.
Im Spannungsfeld zwischen sozialer Utopie und politischer Praxis prägten Karl Schröder, Alexander Schwab, Bernhard Reichenbach und Adam Scharrer die linkskommunistische Bewegung der frühen Weimarer Republik entscheidend. Sie grenzten sich ab von den übrigen Strömungen der politischen Linken ihrer Zeit, insbesondere dem sowjetischen Modell, und verteidigten das Räteprinzip als Ideal einer demokratisch verfassten kommunistischen Wirtschaft und Gesellschaft. Nach dem Scheitern der von ihnen gegründeten Kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands fanden sie immer neue Formen des politischen Wirkens und der radikalen Gesellschaftskritik auch jenseits der Parteipolitik - etwa in der Literatur, der Bildung oder im Journalismus.
Die kollektivbiografische Studie untersucht die Entwicklung ihrer Weltanschauung vom Kaiserreich bis in die 1970er Jahre und veranschaulicht die Wechselwirkungen zwischen den individuellen Lebensläufen und den großen politischen und sozialen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts in Deutschland, der Sowjetunion und Großbritannien. Das Buch bietet einen akteursbezogenen Einblick in den Wandel der Arbeiterbewegung jenseits der großen Parteien und liefert einen Beitrag zur Geschichte der politischen Ideen des 20. Jahrhunderts.

»Leipzig liest« I Wilhelm Bartsch: Meckels Messerzüge
Ort: Alte Nikolaischule, Richard-Wagner-Aula
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Nikolaikirchhof 2, 04109 Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Wilhelm Bartsch entführt mit seinem Roman auf einen virtuosen Ritt durch die Geschichte und Genres.
Die Meckels sind eine Mediziner-Dynastie von legendärem Ruf über drei Generationen, »die Bachs der Medizingeschichte«. Johann Friedrich Meckel der Jüngere (1781 bis 1833) ist die Hauptfigur dieses Romans, der von seinem Bruder Albrecht August erzählt wird. Beide sind nicht nur bedeutende Anatomen und Denker, sondern nehmen auch teil am Befreiungskrieg 1813 gegen Napoleon und flüchten im Anschluss wegen einer zwielichtigen Mordgeschichte und Liebeshändeln aus Preußen nach Neapel. Die Zeitläufte führen sie auf kurioseste Weisen zusammen mit so illustren Zeitgenossen wie Heinrich Blücher, Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow und seinem Freikorps, Theodor Körner, Turnvater Jahn, aber auch mit E.T.A. Hoffmann, Fouqué und seiner Ur-Undine, dem Maler Ingres, mit Georges Cuvier, dem berühmtesten Wissenschaftler der Zeit, der »Potsdamer Jeanne d’Arc« Eleanore Prochaska und nicht zuletzt Napoleon selbst. Treuer Begleiter des Erzählers ist sein versoffener Gaul Jean Paul. Erhabenste Vorhaben und kleinste Misslichkeiten verknäulen sich auf so bezeichnende wie komische Weisen.
Virtuos und voller Schalk mischt Wilhelm Bartsch mit Taktstock und Skalpell Zutaten aus Kriminalgroteske und Gothic Novel, aus Liebes-, Heimat- und Kriegsroman und aus der Welt der Schmonzetten zu einem grandiosen Epos.

»Leipzig liest« I Peter Schäfer: Judaistik im Geist der Philologie
Ort: Ariowitsch-Haus
Beginn: 18.30 Uhr
Adresse: Hinrichsenstraße 14, 04105 Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Peter Schäfer zählt zu den renommiertesten Judaisten unserer Zeit. In seinen Erinnerungen gibt er tiefe Einblicke in die Entwicklung der Judaistik als Disziplin und zeichnet seinen persönlichen und akademischen Werdegang nach. Geboren 1943 und aufgewachsen in Mülheim an der Ruhr, beschreibt er seine frühe Bildung, seine theologischen Anfänge und seinen akademischen Aufbruch in Bonn, Jerusalem, Freiburg und Tübingen. Grundlage seiner Arbeit war von Anfang an die philologische Analyse – das präzise Studium antiker Texte in ihren Originalsprachen –, ohne die ein tiefgehendes Verständnis der jüdischen Überlieferung und ihrer komplexen Entwicklungsprozesse nicht möglich ist.
Schäfers akademische Stationen führten ihn über Köln und Berlin bis nach Princeton. Seine Forschungen zur jüdischen Mystik, zur rabbinischen Literatur und zur Beziehung zwischen dem Judentum und dem frühen Christentum setzten Maßstäbe. Doch sein Weg war nicht ohne Spannungen – ob in Köln, den USA oder als Direktor des Jüdischen Museums Berlin – angesichts so zentraler Fragen wie jüdische Identität, Erinnerungspolitik und Grenzen wissenschaftlicher Unabhängigkeit.
Dieses Buch ist mehr als eine intellektuelle Biografie – es ist eine Reflexion über Wissenschaft, Inhalt und Identität. Ein faszinierender Einblick in die Welt der Judaistik und zugleich die persönliche Geschichte eines Gelehrten, der Grenzen überschritt und Brücken zwischen Disziplinen, Kulturen und Religionen baute.
Moderation: Thedel v. Wallmoden

»Leipzig liest«I Gabriela Adameșteanu: Stimmen auf Abstand
Ort: die naTo
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Karl-Liebknecht-Straße 46, 04275 Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Gabriela Adameșteanu und Jan Koneffke lesen aus »Stimmen auf Abstand«
In einer Kleinstadt der rumänischen Karpaten erinnert sich die pensionierte Ärztin Anda Movila an ihr Leben mit zwei Ehemännern – der eine starb gewaltsam bei der Revolution von `89, der andere an einer Krankheit. Sie denkt an ihre Kinder Liviu und Delia, die mittlerweile in Frankreich und den Vereinigten Staaten ihr Glück suchen. Andas Erinnerungen lassen auch die Zustände in der Klinik während des Kommunismus, Ehebruch und Eifersucht oder den Urlaub am Schwarzen Meer in einem Luxushotel in Nachbarschaft zur Sommerresidenz des Diktatorenehepaars wiederaufleben. Die Gegenwart erreicht sie als Alarm vor Braunbären, die den Touristenort heimsuchen, als Fernsehnachrichten und Social-Media-Gerüchte oder durch die Stimmen ihrer Kinder und Freunde am Telefon – auf Abstand. Bis sie beschließt, die rätselhafte Geschichte um Ceausescus Oberkellner Trif und seine Frau aufzuschreiben: Denn in Rumänien ist die Vergangenheit nicht selten überraschender als die Zukunft.
Gabriela Adames,teanu entwirft in ihrem neuen Roman ein Panorama der rumänischen Welt: Familien, die durch die Emigration zerfallen; nie vernarbte Erfahrungen von Rechtlosigkeit und Gewalt; und die Verwerfungen einer Gesellschaft, die mit der Vergangenheit nie abrechnen wollte. »Stimmen auf Abstand« vervollständigt die Galerie der großen Romane und Frauenfiguren von Gabriela Adamesteanu auf brillante Weise.

»Leipzig liest« | Jehona Kicaj: ë
Ort: Balkannacht an der UT Connewitz
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Wolfgang-Heinze-Straße 12a, 04277 Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Balkannacht mit Maja Iskra, Jehona Kicaj, Kristian Novak, Robert Şerban und András Visky.
Musik: Masayah
Schon traditionell nimmt das Netzwerk TRADUKI die Gäste im UT Connewitz mit auf eine ganz besondere nächtliche Reise – kreuz und quer durch den Balkan. Präsentiert und gefeiert wird die vielstimmige Literatur Südosteuropas. Für die Party danach sorgt heuer die slowenische Rapperin Masayah, bekannt für ihre energiegeladene Bühnenpräsenz.

Spätausgabe I Wilhelm Bartsch: Meckels Messerzüge
Ort: Westflügel
Beginn: 22.30 Uhr
Adresse: Hähnelstraße 27, 04177 Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Mit 18 Autor:innen unabhängiger Verlage aus Deutschland, der Schweiz und Österreich im Westflügel.
Lesung mit 18 Autor:innen unabhängiger Verlage aus Deutschland, der Schweiz und Österreich am Messe-Samstag.
Auf zwei Bühnen lesen die Autor:innen in thematisch kuratierten Blöcken. Mit dabei sind: Wilhelm Bartsch, Xaver Bayer, Dirk Bernemann, Alisha Gamisch, Bernard Hoffmeister, Bianca Jankovska, LJ Jeschke, Ricarda Junge, Ulli Lust, Domenico Müllensiefen, Lisa-Viktoria Niederberger, Hendrik Otremba, Annette Ramelsberger, Ulrike Almut Sandig, Sophie Sumburane, Kinga Toth, Cornelia Travnicek, Eva Christina Zeller.
Die »Spätausgabe« moderieren Sabine Franke, Linn Penelope Rieger und Jörg Schieke
Das Abendprogramm findet zeitgleich im Westflügel-Saal im OG und in der Kulturbar ›froelich & herrlich‹ im EG statt. Besucher:innen entscheiden sich vor Ort für einen Programmblock und haben jeweils in den Pausen die Möglichkeit zwischen Saal und Kulturbar zu wechseln.
Eintritt: 20 Euro / 15 Euro zzgl. Gebühren

Leipziger Buchmesse | Mooses Mentula: Die Fabrik
Ort: Nordisches Forum (Halle 4, Stand C306)
Beginn: 13.00 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de

Leipziger Buchmesse I Gabriela Adamesteanu: Stimmen auf Abstand
Ort: Donau Bühne (Halle 4, D300/C301)
Beginn: 16.30 Uhr
Adresse: Leipziger Buchmesse, Leipzig
Webseite: www.leipziger-buchmesse.de
Eine Lesung mit Gabriela Adameșteanu und Jan Koneffke
In einer Kleinstadt der rumänischen Karpaten erinnert sich die pensionierte Ärztin Anda Movila an ihr Leben mit zwei Ehemännern – der eine starb gewaltsam bei der Revolution von `89, der andere an einer Krankheit. Sie denkt an ihre Kinder Liviu und Delia, die mittlerweile in Frankreich und den Vereinigten Staaten ihr Glück suchen. Andas Erinnerungen lassen auch die Zustände in der Klinik während des Kommunismus, Ehebruch und Eifersucht oder den Urlaub am Schwarzen Meer in einem Luxushotel in Nachbarschaft zur Sommerresidenz des Diktatorenehepaars wiederaufleben. Die Gegenwart erreicht sie als Alarm vor Braunbären, die den Touristenort heimsuchen, als Fernsehnachrichten und Social-Media-Gerüchte oder durch die Stimmen ihrer Kinder und Freunde am Telefon – auf Abstand. Bis sie beschließt, die rätselhafte Geschichte um Ceausescus Oberkellner Trif und seine Frau aufzuschreiben: Denn in Rumänien ist die Vergangenheit nicht selten überraschender als die Zukunft.
Gabriela Adames,teanu entwirft in ihrem neuen Roman ein Panorama der rumänischen Welt: Familien, die durch die Emigration zerfallen; nie vernarbte Erfahrungen von Rechtlosigkeit und Gewalt; und die Verwerfungen einer Gesellschaft, die mit der Vergangenheit nie abrechnen wollte. »Stimmen auf Abstand« vervollständigt die Galerie der großen Romane und Frauenfiguren von Gabriela Adamesteanu auf brillante Weise.

Elisabeth Kimmerle: Frauen in Bewegung
Ort: Goethe Institut Paris
Beginn: 18.30 Uhr
Adresse: 17 Av. d'léna, 75016 Paris, Frankreich
Webseite: www.dhi-paris.fr
Veranstaltung in deutscher und französischer Sprache (mit konsekutiver Übersetzung).

Gundula Brunner: Was es bei einem Picknick mit Deutschen zu beachten gilt
Ort: Chinesischer Pavillon
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Bautzner Landstraße 17a, 01324 Dresden
Webseite: www.chinesischer-pavillon.de
Mit Stadträtin Kristin Sturm-Karls und Autorin und Anwältin Gundula Brunner.
Eintritt frei

Jonas Hahn: Die Deutsch-Israelischen Studiengruppen und die frühen studentischen Kontakte mit Israel 1948-1972
Ort: Forum Willy Brandt Berlin
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Behrenstraße 15, 10117 Berlin

Jehona Kicaj: ë
Ort: Literaturhaus Kassel, Palais Bellevue
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Schöne Aussicht 2, 34117 Kassel
Webseite: literaturhauskassel.de

Jehona Kicaj: ë im Rahmen des Literaturfestivals Erzählzeit ohne Grenzen
Ort: Gemeinde- und Schulbibliothek Rheinau
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Schulstrasse 13, 8462 Rheinau, Schweiz
Webseite: erzaehlzeit.com

Jehona Kicaj: ë im Rahmen des Literaturfestivals Erzählzeit ohne Grenzen
Ort: Stadtteilbücherei Friedingen
Beginn: 17.00 Uhr
Adresse: Beurener Strasse 2, 78224 Singen (Hohentwiel)

Bahram Moradi: Das Gewicht der anderen
Ort: Literaturhaus Leipzig | Haus des Buches
Adresse: Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig
April

Jehona Kicaj: ë
Ort: Zentralbibliothek Düsseldorf
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Konrad-Adenauer-Platz 1, 40210 Düsseldorf

Ofer Waldman: Verkämptes Land
Ort: Der Buchladen
Beginn: 17.00 Uhr
Adresse: Markt 6, 18569 Gingst
Lesung und Gespräch im Rahmen des Internationalen Literaturfrühlings Rügen
»Verkämpftes Land« ist ein essayistisches Mosaik aus Beobachtungen, Erinnerungen und Erzählungen, gegenwärtig, vergangen, zum Teil surreal, das aus intimen, privaten Momenten immer wieder neu ansetzt, um vor der Willkür des Krieges die Suche nach Sprache, nach Erkenntnis, nach zwischenmenschlicher Wahrnehmung nicht aufzugeben.
Moderation: Anne Dore Krohn

Jehona Kicaj: ë
Ort: anno 1578
Beginn: 18.30 Uhr
Adresse: Mittelstraße 70, 32657 Lemgo

Andreas Wagner: Zwischen Reben und Rüben
Ort: Buchhandlung Herr Holgersson
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Marktplatz 4, 55435 Gau Algesheim
Krimi-Lesung mit Weinprobe aus »Die Präparatorin« (Emons Verlag). Die Lesung wird ergänzt durch Anekdoten aus Andreas Wagners neuem Buch über 200 Jahre Wein- und Familiengeschichte »Zwischen Reben und Rüben«.
Reservierungen unter: hallo@herrholgersson.de, Tel. 06725/9197133

Ralph Dutli: ALBA
Ort: Artothek Niederösterreich
Beginn: 13.30 Uhr
Adresse: Steiner Landstraße 3/2.OG, 3500 Krems an der Donau
Webseite: www.literaturundwein.at
Im Rahmen von "Literatur und Wein 2026. Das internationale Kulturenfestival", veranstaltet vom Literaturhaus Niederösterreich in Krems, liest Ralph Dutli Gedichte aus seinem Band "ALBA" (Wallstein Verlag).
Moderation und Gespräch: Christoph W. Bauer.

Ofer Waldman: Verkämpftes Land
Ort: TONALi Seminar
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Kleiner Kielort 8, 20144 Hamburg
Webseite: www.salonamgrindel.de
In seinem zweiten, sehr persönlichen Buch wirft Ofer Waldman einen Blick auf gescheiterte Utopien, auf eine Kindheit in einem vom Krieg gezeichneten Land, einem Land, vom Wahn ergriffen, bis zur Unkenntlichkeit verändert. Verkämpftes Land ist ein essayistisches Mosaik aus Beobachtungen, Erinnerungen und Erzählungen, gegenwärtig, vergangen, zum Teil surreal, das aus intimen, privaten Momenten immer wieder neu ansetzt, um vor der Willkür des Krieges die Suche nach Sprache, nach Erkenntnis, nach zwischenmenschlicher Wahrnehmung nicht aufzugeben.
Gastgeber ist Sebastian Schirrmeister
In Kooperation mit der Heinrinch-Böll-Stiftung
Eintrittspreise:
12 € normal | 8 € Freundeskreis | 5 € ermäßigt

Anna Hájková: Menschen ohne Geschichte sind Staub. Queeres Verlangen im Holocaust
Ort: Fritz Bauer Forum
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Feldmark 107, 44803 Bochum
Webseite: fritz-bauer-forum.de

Michael Knoche: Revolution im Leseland. Wie sich die wissenschaftlichen Bibliotheken der DDR nach dem Mauerfall neu organisierten
Ort: Universitäts- und Stadtbibliothek
Beginn: 17.00 Uhr
Adresse: Universitätsstr. 33, 50931 Köln

Andreas Wagner: Zwischen Reben und Rüben
Ort: Blasius Weinwelt
Beginn: 18.30 Uhr
Adresse: Trierer Straße 12, 66663 Merzig
Lesung aus »Die Präparatorin« (Emons Verlag) mit Weinprobe in Merzig. Die Weinprobe wird ergänzt durch Anekdoten aus Andreas Wagners neuem Buch über 200 Jahre Wein- und Familiengeschichte »Zwischen Reben und Rüben« (Wallstein Verlag).
Reservierungen unter: info@blasius-weinwelt.de

Larissa Schüller: Kommunikationsarbeit in Telefonzentralen. Eine Wissensgeschichte körperlicher und sprachlicher Praktiken des frühen 20. Jahrhunderts
Ort: Café Alibi
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig
Webseite: www.thomasius-club.de

Marie Müller-Zetzsche: Erneuerung der alten Rechten
Ort: Forum Willy Brandt Berlin
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Behrenstraße 15, 10117 Berlin
Webseite: willy-brandt.de

Veronika Schuchter: Ernst Toller. Revolutionär, Schriftsteller, Antifaschist. Eine Biografie
Ort: Theater am Saumarkt
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Mühletorplatz 1, 6800 Feldkirch
Webseite: www.saumarkt.at
Eine Biografie Die erste umfangreiche deutschsprachige Biografie Ernst Tollers, des Revolutionärs, der im Gefängnis zum berühmtesten Dramatiker der Weimarer Republik wurde.
Eine Kooperation mit erinnern.at Vorarlberg, Johann-August-Malin-Gesellschaft und Rheticus Gesellschaft
Im Anschluss an Veronika Schuchters Vortrag ein Gespräch mit der Biografin und dem Historiker Johannes Spies.
Moderation: Philipp Schöbi
Er war der berühmteste Dramatiker der Weimarer Republik, seine Stücke spielte man von Moskau bis Sydney. In Ernst Tollers Lebensgeschichte ballen sich die zentralen Ereignisse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Als Jude in der preußischen Provinz geboren, meldete er sich freiwillig im Ersten Weltkrieg an die Front. Von der grausamen Kriegserfahrung geläutert wurde er zum Pazifisten. Die Begegnung mit Kurt Eisner macht ihn zum Revolutionär, kurz steht Toller sogar an der Spitze der Münchner Räterepublik. Während einer fünfjährigen Festungshaft wird er zum gefeierten Schriftsteller, 1933 zwingt ihn die Machtübernahme zur Flucht. Schon früh hat er die Zeichen der Zeit erkannt und unermüdlich vor den Nationalsozialisten gewarnt. Das Exil führt ihn schließlich nach England, Hollywood und New York, wo er, zeitlebens unter schweren Depressionen leidend, 1939 seinem Leben ein Ende setzt.
Lange Zeit war der einst so berühmte Schriftsteller, Politiker und Aktivist fast vergessen. Veronika Schuchter erzählt das bewegte Leben Ernst Tollers als Spiegelbild seiner Zeit. Seine historische Weitsicht, sein Eintreten für die Schwächsten der Gesellschaft und gegen jede Form totalitärer Tendenzen machen sein Leben und Werk bis heute relevant.
Veronika Schuchter, geb. 1984, ist Senior Scientist am Institut für Germanis- tik an der Universität Innsbruck. Sie studierte Deutsche Philologie an der Universität Innsbruck und war Projektmitarbeiterin der Briefausgabe Ernst Tollers an der Universität Koblenz. Veröffentlichungen u. a.: Ernst Toller’s Letters from Exile, 1933–1939 (2022); Mitherausgeberin der kritischen Briefausgabe Ernst Tollers in zwei Bänden (2018); Ewig wiederentdeckt. »... doch nicht nur für die Zeit geschrieben«. Zur Rezeption Ernst Tollers: Person und Werk im Kontext (hg. mit Michael Pilz und Irene Zanol, 2018); Die Rezeption Ernst Tollers im Feuilleton nach 1955 (2018).

Kristin Valla: Die Schüsse von Tiflis
Ort: Die Gemeinnützige, Bildersaal
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Königstraße 5, Lübeck
Webseite: www.die-gemeinnuetzige.de
Litterärisches Gespräch - Dagny Juel – Autorin, Pianistin, Modell, Bohémienne
Ein Vortrag von Stefan Weidle (Bonn) und Gönna Jensen (Behnhaus Lübeck)

Gabriela Adameșteanu: Stimmen auf Abstand
Ort: Literaturhaus, Bibliothek
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Salvatorplatz 1, 80333 München
Webseite: www.literaturfest-muenchen.de
Moderation: Carsten Hueck
Wenn das Private politisch wird und das Politische in die intimsten Lebensbereiche hineinreicht: Ein Abend über Liebe und Beziehungen im Schatten autoritärer Systeme.
Sie zählt zu den wichtigsten Stimmen der rumänischen Gegenwartsliteratur (»Das Provisorium der Liebe« u. a.), ihr neuer Roman wird extra für das Literaturfest München in deutscher Übersetzung erscheinen: Gabriela Adamesteanu (* 1942). In »Stimmen auf Abstand« (Wallstein Verlag, dt. von Jan Koneffke) erzählt sie von Ava, einer pensionierten Ärztin, die sich erinnert: an Ehemänner und Kinder, Glück und Unglück. Sie beschreibt die Verwerfungen einer Gesellschaft, die mit ihrer autoritären Vergangenheit nie wirklich abrechnen konnte, und entfaltet ein Panorama kollektiver Verdrängung, stiller Anpassung und fortwirkender Angst.
Mit ihrem Übersetzer, dem Lyriker und Autor Jan Koneffke (zuletzt: »Im Schatten zweier Sommer«, 2024) spricht Gabriela Adameșteanu über intime Freiheit in totalitären Systemen – und über Literatur als Ort der Erinnerung und Selbstermächtigung.
»Das ist große europäische Literatur einer wahrhaft europäischen Autorin.« FAZ
EINTRITT: Euro 20.- / 15.-
Veranstaltungssprachen: ENGLISCH (Gespräch) & DEUTSCH (Lesung)

Nasima Sophie Razizadeh: Entschwebung
Ort: Interim der Stadtbibliothek Köln
Adresse: Hohe Str. 68-82, 50667 Köln
Webseite: bittner-buch.de
Anderland geht in die nächste Runde! Dieses Mal mit Mara Genschel, Anja Kampmann und Nasima Sophia Razizadeh.
Eine Kooperation des Literatur-in-Köln Archivs (LiK), des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln und der Buchhandlung Bittner.
Eintritt: 12,-€ / 10,-€. VVK über die Buchhandlung Bittner

Andreas Wagner: Zwischen Reben und Rüben
Ort: Ev. Gemeindehaus
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Lilienthalstraße 15, 65205 Wiesbaden-Erbenheim
Lesung aus »Die Präparatorin« (Emons Verlag) mit Weinprobe in Wiesbaden-Erbenheim. Die Weinprobe wird ergänzt durch Anekdoten aus Andreas Wagners neuem Buch über 200 Jahre Wein- und Familiengeschichte »Zwischen Reben und Rüben« (Wallstein Verlag).
Reservierungen unter: dieohls@web.de

Jehona Kicaj: ë
Ort: Literaturhaus Göttingen
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Nikolaistraße 22, 37073 Göttingen
Webseite: www.literarisches-zentrum-goettingen.de
Jehona Kicaj im Gespräch mit Martina Schabe über ihre Debütromane »ë« (Wallstein Verlag) und »Rift« (Steidl)
Zwei Göttinger Debüts wirbeln den Literaturbetrieb auf: Die Göttingerin Jehona Kicaj setzt sich in ë (Wallstein 2025) mit Kosovokrieg und Sprachlosigkeit auseinander und stand mit ihrem präzise konstruierten Text auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Marina Schwabe, ehemalige Göttinger Litlab-Stipendiatin für Literaturvermittlung, durchmisst in Rift (Steidl 2025) die tektonischen Kräfte der USA und einer Geschwisterbeziehung; ihr feinsinniger Roadtrip zählt laut der ZEIT zu den 100 besten Büchern des Jahres. Grund genug für ein Debüt-Special, moderiert von Literaturkritiker Alexandru Bulucz.
VVK 11/7 € AK 12/8 €
Karten gibt es an der Tourist-Information am Alten Rathaus, bei allen Reservix-Geschäftsstellen, an der Abendkasse und hier.
Bei noch freien Plätzen freier Eintritt für Göttinger Studierende mit Kulturticket.

Heiko Holste: Der Freistaat Schaumburg-Lippe und sein Staatsrat Heinrich Lorenz. Eine biographische Demokratiegeschichte 1918-1933.
Ort: Volkshochschule Calenberger Land
Beginn: 16.00 Uhr
Adresse: Langenäcker 28, 30890 Barsinghausen
Webseite: www.vhs-cl.de
Schaumburg-Lippe wird bis heute vor allem als ehemaliges Fürstentum erinnert, dabei war es ab 1918 ein Freistaat und ein „Bollwerk der Demokratie im Miniaturformat“. Heiko Holste erzählt die Landesgeschichte entlang der Biographie von Heinrich Lorenz, der 1918 den friedlichen Übergang vom Fürstentum zum Freistaat organisierte, ab 1927 als Staatsrat an der Spitze der Landesregierung stand und am 9. März 1933 als letzter sozialdemokratischer Regierungschef eines deutschen Landes von Hitlers Reichsregierung abgesetzt wurde.

Michael Kunze: Rudolf von Jhering. Das unsichtbare Recht
Ort: Buchhandlung Böttger
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Maximilianstr. 44, 53111 Bonn
Mai

Bernhard Strebel: Gewalt im KZ und eine humanitäre Rettungsaktion
Ort: Saal in der Alten Feuerwache
Beginn: 17.00 Uhr
Adresse: Wehrstraße 27, 38226 SZ-Lebenstedt
Webseite: gedenkstaette-salzgitter.de
Im November 1944 bildete Watenstedt mit knapp 3.600 Häftlingen (Männer und Frauen) das größte Außenlager im Lagerkomplex Neuengamme. Bislang unbemerkt blieb, dass es nur einen Monat später in Folge von Produktionseinbrüchen teilaufgelöst wurde. Nach einem Bombenangriff entwickelte sich Watenstedt ab Januar 1945 zu einem Trümmerbeseitigungs- und Krankenlager und schließlich im März zu dem Neuengammer Außenlager mit den meisten Todesfällen.
Der Historiker Dr. Bernhard Strebel (Hannover) stellt Ergebnisse aus seiner Studie vor.

Jehona Kicaj: ë im Rahmen der Wuppertaler Literatur Biennale
Ort: Insel
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Wiesenstraße 6, 42105 Wuppertal

Michael Knoche: Revolution im Leseland. Wie sich die wissenschaftlichen Bibliotheken der DDR nach dem Mauerfall neu organisierten
Ort: Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Zellescher Weg 18, 01069 Dresden
Buchvorstellung und Gespräch mit Katrin Stump (Generaldirektorin) und Charlotte Bauer.
Eintritt frei

Jehona Kicaj: ë
Ort: Alte Schmiede
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Schönlaterngasse 9, 1010 Wien, Österreich
Juni

Cécile Wajsbrot: Offener Himmel
Ort: LeseRaum in der Akazienallee
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Am Handelshof 1, 45127 Essen
Webseite: literarische-gesellschaft-ruhr.de

Cécile Wajsbrot: Offener Himmel
Ort: Buchhandlung Böttger
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Maximilianstraße 44, 53111 Bonn

Jehona Kicaj: ë
Ort: Das Druckwerk
Beginn: 20.00 Uhr
Adresse: Kurhausstraße 4, 23795 Bad Segeberg

Michael Knoche: Revolution im Leseland. Wie sich die wissenschaftlichen Bibliotheken der DDR nach dem Mauerfall neu organisierten
Ort: Herzog August Bibliothek, Zeughaus
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Schlossplatz, 38304 Wolfenbüttel
Webseite: www.hab.de
Eine Veranstaltung der Gesellschaft der Freunde der Herzog August Bibliothek moderiert von Ulrich Johannes Schneider
Die Wende 1989 brachte für die Bibliotheken in der DDR eine Neuausrichtung, inklusive Neubauten und technischer Modernisierung.
Es gab aber keinen starken Elitenaustausch von West nach Ost, der Großteil der Arbeitsplätze blieb erhalten. Michael Knoche war lange Jahre Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar und zieht in seinem neuesten Buch das Fazit: Die wissenschaftlichen Bibliotheken gehören zu den Gewinnern der Einheit.

Alexander Walther: Die Shoah und die DDR | Im Rahmen der Jüdischen Woche in Leipzig
Ort: Literaturhaus Leipzig | Haus des Buches
Adresse: Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Anselm Oelze: Die da oben
Ort: Thüringer Landesvertretung
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Rue Guimard 9, 1040 Brüssel

Jehona Kicaj: ë
Ort: Gdanska Theater (Literaturhaus Oberhausen)
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Gutenbergstraße 8, 46045 Oberhausen
Juli

Maria Alexopoulou: Rassistisches Wissen in der Transformation der Bundesrepublik Deutschland in eine Einwanderungsgesellschaft 1940-1990
Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Casino Gebäude (Raum 1.811)
Beginn: 18.15 Uhr
Adresse: Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main
Rassistisches Wissen über »Ausländer« zwischen 1940 und 1990
Vortrag von PD Dr. Maria Alexopoulou
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1, Casino-Gebäude, Raum 1.811
Rassistische Wissensbestände über »Ausländer«, die als »fremdvölkisch«, minderwertig, kulturell-biologisch unerwünscht oder gar gefährlich, aber gleichzeitig als ökonomisch brauchbar galten, zirkulierten seit dem Kaiserreich und bekamen in der Phase der Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkrieges weite Verbreitung. Hier setzt Maria Alexopoulou ein und fragt, was mit dem akkumulierten rassistischen Wissen über »Ausländer« in der sogenannten Stunde Null 1945 geschah. Migranten waren in dieser Zeit durchgängig präsent und prägten mit der sogenannten Gastarbeiter- und späteren Asylmigration immer mehr das Bild vor allem der Industriestädte wie beispielsweise Mannheim.
PD Dr. Maria Alexopoulou ist Privatdozentin am Historischen Institut der Universität Mannheim und Projektleiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Rahmen des »Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt«. 2025 erschien ihre Monografie Rassistisches Wissen in der Transformation der Bundesrepublik Deutschland in eine Einwanderungsgesellschaft 1940-1990. Studien zu Ressentiments in Geschichte und Gegenwart im Wallstein Verlag in Göttingen.

Michael Knoche: Revolution im Leseland. Wie sich die wissenschaftlichen Bibliotheken der DDR nach dem Mauerfall neu organisierten
Ort: Bayerische Staatsbibliothek
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Ludwigstraße 16, 80539 München

Ralph Dutli: Das Lied vom Honig. Eine Kulturgeschichte der Biene.
Ort: Evangelisches Gemeindezentrum
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Kirchstraße 7, 56203 Höhr-Grenzhausen
Webseite: www.denkbares.org
Ralph Dutli liest aus seinem Buch »Das Lied vom Honig. Eine Kulturgeschichte der Biene«. Eine Veranstaltung in der Reihe »Denkbares« im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz.
August

Anselm Oelze: Die da oben
Ort: Waldbühne
Beginn: 18.15 Uhr
Adresse: 7050 Arosa, Schweiz
Oktober

Andreas Wagner: Zwischen Reben und Rüben
Ort: Gemeindezentrum St. Martin
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Borngasse 1, 55126 Mainz-Finthen
Lesung aus »Die Präparatorin« (Emons Verlag) mit Weinprobe in Mainz-Finthen. Die Weinprobe wird ergänzt durch Anekdoten aus Andreas Wagners neuem Buch über 200 Jahre Wein- und Familiengeschichte »Zwischen Reben und Rüben« (Wallstein Verlag).
Reservierungen unter: foerderverein_st-martin@t-online.de

Jehona Kicaj: ë
Ort: Bürgerhaus Teltge
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Baßfeld 4-6, 48291 Telgte
Webseite: lesart-telgte.buchhandlung.de
Einlass ab 19:00 Uhr
Eintritt: 16 Euro
Kartenreservierung unter: info@lesart-telgte.de
November

Niklas Krawinkel: Rechter »Rand« und demokratische »Mitte«
Ort: Württembergischen Landesbibliothek
Beginn: 18.00 Uhr
Adresse: Konrad-Adenauer-Straße 10, 70173 Stuttgart

Gerrit Hollatz: Die Welfen und ihr Vermögen
Ort: Deisterbuchhandlung
Beginn: 19.30 Uhr
Adresse: Amtsstraße 6, 31552 Rodenberg
März

Andreas Wagner: Zwischen Reben und Rüben
Ort: Gewölbekeller des Museums im Westrich
Beginn: 19.00 Uhr
Adresse: Miesenbacher Str. 1, 66877 Ramstein-Miesenbach
Krimi-Lesung mit Weinprobe aus »Die Präparatorin« (Emons Verlag) in Ramstein-Miesenbach. Die Lesung wird ergänzt durch Anekdoten aus Andreas Wagners neuem Buch über 200 Jahre Wein- und Familiengeschichte »Zwischen Reben und Rüben«.
Reservierungen unter: Info@Museum-Ramstein.de