In den Kulturwissenschaften haben Fragen nach Gedächtnis, Erinnern und Vergessen in den vergangenen Jahren zunehmend an Gewicht gewonnen. Den Aufsätzen des Bandes liegt ein neuer Ansatz zugrunde, der die Gedächtnisforschung mit der für die Gender Studies inzwischen grundlegend gewordenen Performativitätstheorie verknüpft: Gedächtnis und Geschlecht werden mit Blick auf die ihnen gemeinsame iterative Struktur, die die Möglichkeit der Veränderung in der Wiederholung beinhaltet, zusammengeführt.