Tag und Nacht habe Mandelstam die »Divina Commedia« gelesen, erinnert sich Anna Achmatowa; er konnte ganze Passagen auf Italienisch auswendig. Sein »Gespräch über Dante« ist gewiss der wichtigste Essay überhaupt im Werk Ossip Mandelstams.
Friedrich Rückert brachte die orientalische Literatur nach Europa. Kann sein Orientbild angesichts der zunehmenden Islamophobie helfen, Brücken zu schlagen?
Die 1955 gegründete Vierteljahresschrift wurde in Anknüpfung an die von Friedrich Schiller herausgegebene Monatsschrift benannt und widmet sich »ohne Scheuklappen und unabhängig von Moden« (WDR) allen Aspekten zeitgenössischer Literatur.
Die Wiederentdeckung eines großartigen Intellektuellen, streitbaren Gegners von Karl Kraus und eigensinnigen Journalisten.
Die Aktualität Franz Fühmanns ist heute vielleicht größer als zu seinen Lebzeiten. Schriftsteller, Kritiker, Literaturwissen-schaftler lesen sein Werk neu.
Der vierte Band des voluminösen Hauptwerkes von Barthold Heinrich Brockes.
Mit Witz und Verstand gegen die Mannkos der deutschen Sprache.
Die »Berliner Literaturwerkstatt« feiert im September 2016 ihr 25jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass wird sie umbenannt in »Haus für Poesie«.
Der renommierte Sprachwissenschaftler Uwe Pörksen geht in seinen Aufsätzen den Fragen nach, was eine gute Rede ist und wie diese bei Entscheidungen in der aktuellen Politik eingesetzt wird.
Ein Liebesreigen, eine Taugenichts-Geschichte, gemacht aus den Elementen, Bildern und Codes des 21. Jahrhunderts.
Zwei Dichter, sehr verschieden nach Lebensalter und kultureller Herkunft, schreiben gemeinsam ein Kettengedicht.
FIONA KIDMANS Roman erzählt die spannende Lebensgeschichte der neuseeländischen Flugpionierin Jean Batten (1909-1982). In den 1930er Jahren wurde sie als »die Garbo der Lüfte« zur Ikone der modernen Flugkunst.
Barmherzigkeit - eine vergessene Tugend? Autoren aus Literatur, Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft Religion und Politik setzen sich mit dem Thema auseinander, befragen es nach seiner Zeitgemäßheit.
Lahers Held ist ein Tausendsassa: bayerischer Justizverwaltungsinspektor und begnadeter Erzähler mit schauspielerischer Begabung, unterwegs auf den Kleinkunstbühnen der Republik.
Ein konzentrierter und schockierender Text zum Thema Flüchtlinge und wie wir mit ihnen umgehen.
Wie kein Zweiter kann Matthias Zschokke hinter dem Gewöhnlichen das Unheimliche fühlbar machen - er ist ein großer Poetisierer des Alltäglichen.
Christine Lavant verarbeitet ihren Aufenthalt in der Psychiatrie literarisch: eine Lektüre, die unter die Haut geht.
Erkundungen aus fünf Jahrzehnten, zu Kunst und Literatur, aus Ost- und Westdeutschland.
Peter Bürger liest vermeintlich altbekannte Essays radikaler Denker neu und entdeckt überraschende Parallelen und Schnittstellen.
100. Geburtstag von Peter Weiss am 8. November 2016
Schweden im Frühjahr 1940. Finnland und die Sowjetunion befinden sich in der letzten Phase des Winterkriegs. Während die schwedische Regierung auf Neutralität besteht, wünschen sich große Teile der Bevölkerung ein aktives Eingreifen in den Krieg. Überall in Schweden brodelt der Antikommunismus, bis er sich schließlich (wenige Tage vor dem Sieg der Roten Armee über die Finnen) im größten terroristischen Attentat in Schweden im 20. Jahrhundert entlädt: Am 3. März sprengt eine Gruppe von Männern das Gebäude der sozialistischen Zeitung Norrskensflamman in Luleå (Nordschweden, nahe der finnischen Grenze) in die Luft, mehrere Menschen sterben bei dem Anschlag.
Historisch-kritische Werkausgabe mit Kommentaren
Brod veröffentlichte neben seinem erzählerischen Werk auch fünf Lyrikbände. Die Gedichte handeln von seinen großen Themen wie Liebe, Identitätssuche und Judentum oder korrespondieren mit den Topoi von Expressionismus und Neuer Sachlichkeit. Andere führen einen Dialog mit den Prager Freunden Franz Werfel und Franz Kafka.