Nicolas Berg untersucht die Schwierigkeiten der westdeutschen Geschichtswissenschaft im Umgang mit dem Holocaust.
Na’ama Sheffi untersucht den emotionsbeladenen Umgang der israelischen Gesellschaft mit Richard Wagner.
Der Vergleich des Hausarbeitstages in Ost- und Westdeutschland bietet einen spannenden Zugriff für eine geschlechterhistorische Analyse der Zeit von 1939-1994.
Die Autorinnen und Autoren befassen sich mit der Frage, wie aus dem Nachfolgestaat der Hitlerdiktatur innerhalb einer Generation eine zunehmend liberale Gesellschaft werden konnte.
»Zwischen den Stühlen« - diese Formulierung beschreibt das Lebensgefühl vieler Journalisten und Publizisten, die nach dem Zweiten Weltkrieg den Weg zurück in ihre alte »Heimat«fanden.
Die Geschichte der Rückerstattung jüdischen Eigentums bildet einen wichtigen Zugang zur Auseinandersetzung der deutschen und österreichischen Gesellschaft mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und wirft auch die Frage nach gesamtgesellschaftlichen Lernprozessen auf.
Anhand regionaler Beispiele und kultureller wie politischer Repräsentationen von Heimat wird herausgearbeitet, welche Bedeutung das »Erbe der Provinz« für den Umgang mit der NS-Zeit und für das nationale Geschichtsbewußtsein in Deutschland nach 1945 hatte.
Das Grauen von Holocaust und Verfolgung prägte für die überlebenden Juden das Leben auch nach der Befreiung maßgeblich. Das schiere Überleben bedeutete einen ungewissen Neuanfang in vielerlei Hinsicht.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden viele Wissenschaftler an deutschen Hochschulen entlassen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gestaltete sich sowohl die Rehabilitierung nichtemigrierter Hochschullehrer als auch die Rückberufung von Emigranten als schwierig.
Unzweifelhaft hat der Holocaust das kollektive Bewußtsein der westlichen Welt - »nach Auschwitz« - nachhaltig geprägt, in ganz besonderem Maß die Öffentlichkeit in Israel und Deutschland.
Im Jahr 1965 kam es zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel. Diesem bedeutsamen Ereignis gingen schwierige Jahre der Kontaktaufnahme und Vertrauensbildung nach der Shoah voraus.
Die Bibliographie wurde herausgegeben von
Das Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte wendet sich an ein geschichts- und kulturwissenschaftlich interessiertes Publikum. Im internationalen Diskurs um die deutsche Geschichtswissenschaft nimmt das Jahrbuch einen inzwischen nicht mehr wegzudenkenden Platz ein.