Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen der Tierzüchter und Genetiker Hans Nachtsheim und die Funktionsweise der modernen Biomedizin - die Ordnung des Experiments.
Wie wurden die Deportationen der deutschen Juden geplant, realisiert und erlitten, wer profitierte von ihnen? Was ahnten oder wußten die Betroffenen und die deutsche Gesellschaft?
Im Blickpunkt der Studie steht die Frage, wie sich das international führende Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in die nationalsozialistische Herrschaft bis zur »Kriegswichtigkeit« einfügen und zugleich nicht wenige dem Nationalsozialismus distanziert gegenüberstehende Spitzenjuristen beschäftigen konnte.
Bernhard Brunner schildert am Beispiel des besetzten Frankreich die Lebensläufe einer NS-Elite über den Zusammenbruch des »Dritten Reiches« hinaus und folgt den Tätern auf ihrem Weg in die Gesellschaft der Bundesrepublik.
Ein neuer, um viele gesellschaftliche Aspekte und die internationale Perspektive erweiterter Blick auf das Kriegsende 1945.
An den Beispielen NS-Staat und DDR wird gezeigt, welche Formen öffentlicher Empörung in Diktaturen auftreten und wie Skandale zur Konsensbildung in diktatorischen Gesellschaften beitragen.
Die Edition der letzten beiden Monate der Lódzer Getto-Chronik ist ein einmaliges Zeugnis vom Leben im Getto und dessen Ende.
Die Rolle des Nobelpreisträgers Adolf Butenandt in Wissenschaft und Wissenschaftspolitik vor und nach 1945.
Die Vergangenheitspolitik im zweiten Jahrzehnt der Bundesrepublik erweist sich als außerordentlich dynamischer Prozess der politisch-moralischen Neuorientierung im Umgang mit der »unbewältigten Vergangenheit«
Die Autorin untersucht die französischen Prozesse gegen deutsche Kriegsverbrecher nach 1945.
Manigs Darstellung der Rehabilitierung der Berufssoldaten nach 1945 ist ein Beitrag zur Erfahrungsgeschichte der deutschen Oberschichten im Übergang vom Nationalsozialismus zur Bundesrepublik und zum Verständnis der Entstehungsbedingungen der zweiten deutschen Demokratie.
Vermochten deutschsprachige Schriftsteller auf die Erfahrung der NS-Prozesse literarisch zu antworten?
Boltanskis Werk und sein Umgang mit dem Holocaust stellt eine Herausforderung auch an Disziplinen jenseits der Kunstwissenschaft dar.
Der Band enthält Zeugnisse von Betroffenen und wissenschaftliche Untersuchungen zu den Menschenversuchen in Auschwitz sowie das Bekenntnis zur Verantwortung vom Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft.
Von Kalorien bis Kautschuk: Susanne Heim untersucht die Rolle der Agrarforschung und Pflanzenzucht in der nationalsozialistischen Expansionspolitik.
Lord Vansittart war der Stichwortgeber antideutscher Ressentiments in England während des zweiten Weltkriegs.
Bislang unbekannte Feldpostbriefe von deutschen Soldaten aus dem Kessel von Stalingrad - das Buch zur Dokumentation des Deutschlandfunks.
Welche Motive, Interessen und Handlungsspielräume hatten kooperierende einheimische Personen und Institutionen im östlichen Europa während der deutschen Besatzung?
Phasen und Formen, Leistungen und Fehlleistungen der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts in Deutschland seit 1945.
Nicolas Berg untersucht die Schwierigkeiten der westdeutschen Geschichtswissenschaft im Umgang mit dem Holocaust.
Isabel Heinemann analysiert eine der Schlüsselinstitutionen des SS-Imperiums und deren Rolle bei der NS-Bevölkerungspolitik während des Zweiten Weltkriegs.
Der Vergleich des Hausarbeitstages in Ost- und Westdeutschland bietet einen spannenden Zugriff für eine geschlechterhistorische Analyse der Zeit von 1939-1994.
Der Pariser Künstler Paul Goyard hat während seiner Inhaftierung im KZ Buchenwald die Schrecken des Lagers festgehalten. Seine künstlerischen Skizzen stellen den rarer Fall von authentischen Dokumenten über Buchenwald dar und sind nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
In nüchterner Sprache legt Ruth Herskovits-Gutmann das beklemmende Zeugnis eines jüdischen Familienschicksals ab.