Wallstein Verlag


Rückblickend in die Zukunft


Politische Öffentlichkeit und intellektuelle Positionen in Deutschland um 1950 und um 1930

Herausgegeben von Alexander Gallus und Axel Schildt

Reihe: Hamburger Beiträge zur Sozial- und Zeitgeschichte; Bd. 48


Die deutsche öffentliche Diskussionskultur zwischen Weimar und Bonn - Kontinuitäten und Brüche.


Die politische Öffentlichkeit und intellektuelle Diskussionskultur der Jahre um 1930, in der Wirtschafts- und Staatskrise am Ende der Weimarer Republik, und um 1950, in der Gründerzeit der Bundesrepublik, unterschieden sich in markanter Weise. Die weltrevolutionären Hoffnungen und nationalistischen Energien waren nach NS-Regime und verlorenem Krieg einer elegischen, gedämpften Stimmung angesichts des katastrophalen Ausgangs aller Illusionen gewichen.
Trotz des Kalten Krieges, in dem ein extremer Antikommunismus mit durchaus intoleranten Zügen die politische Kultur der Bundesrepublik prägte, gab es bereits um 1950 auch eine wachsende Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Meinungen und die Bereitschaft zur Diskussion, anders als bei den weltanschaulich zerklüfteten und feindlich gegeneinander abgeschotteten intellektuellen Milieus um 1930.
Zugleich waren um 1950 noch Parallelen zu intellektuellen Denkmustern um 1930 sichtbar. So gab es Versuche, an bildungsbürgerliche Werte anzuknüpfen, die vom Nationalsozialismus angeblich nicht hatten missbraucht werden können. Der Band zeigt Ergebnisse und Perspektiven der Forschung zur deutschen öffentlichen Diskussionskultur zwischen Weimar und Bonn anhand intellektueller Positionen in der Publizistik, in Gesprächszirkeln, Universitäten und Parteien.

Aus dem Inhalt:
Sebastian Ullrich: Weimarer Prägungen
Claus-Dieter Krohn: Intellektuelle und Mandarine
Morten Reitmayer: Das Politisch-Literarische Feld
Dirk van Laak: Geopolitisches Denken in Deutschland
Alexander Gallus: Veteranen der Weimarer »Weltbühne«
Daniel Morat: Ernst und Friedrich Georg Jünger
Markus Payk: Der Journalist Karl Korn
Claudia Kemper: Rudolf Pechel
Vanessa Conze: Emil Franzel und das »Abendland«
Dominik Geppert: Hans Werner Richter, die Gruppe 47 und die »Stunde Null«
Sean A. Forner: Kulturbünde in Ost und West nach 1945
Ulrich Prehn: Max Hildebert Boehm und die (Nord-) Ostdeutsche Akademie
Michael Wildt: Reinhard Hoehn
Rainer Nicolaysen: Siegfried Landshut
Jan Eckel: Ambivalente Übergänge. Die Geisteswissenschaften
Carola Dietze: Helmuth Plessner
Tim B. Müller: Herbert Marcuse, Marxismusforschung und Liberalismus
Michael Ruck: Arnold Brecht
Friedrich Kießling: Walter Dirks und Eugen Kogon
Dieter Gosewinkel: Ein Intellektueller in der SPD - Adolf Arndt
Thomas Kroll: Der Kreis um die Deutsche Woche
Mario Kessler: Leo Kofler, Alfred Kantorowicz, Ossip Flechtheim
Axel Schildt

Axel Schildt (1951-2019), war Professor für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg und Direktor der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.

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