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Mein Herz empfindet optisch Werner Tübke

Mein Herz empfindet optisch

Aus den Tagebüchern, Skizzen und Notizen

Hg. von Annika Michalski und Eduard Beaucamp

€ 39,90 (D) | € 41,10 (A)

396 S., 80 Abb., geb. Schutzumschlag
Format: 14 x 23
ISBN 978-3-8353-3036-8

Inhalt

Die Tagebuchauswahl aus fast fünfzig Jahren zeigt einen großen Künstler der Leipziger Schule bei der Arbeit, beim Nachdenken über sein Ich und die Welt. Ein bedeutendes kulturhistorisches Dokument.

Werner Tübke war unbestreitbar einer der bedeutendsten deutschen Maler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seit den siebziger Jahren arbeitete der Leipziger Künstler mit namhaften Galerien in Mailand, Paris, New York, in Westberlin und Bremen zusammen, große internationale Museen kauften seine Bilder. Als Auftragsmaler in der DDR war er nicht immer unumstritten. Sein bekanntestes Werk ist das 14 x 123 m große Bauernkriegspanorama im thüringischen Bad Frankenhausen, das bisher von fast 2 Millionen Besuchern bewundert wurde.
Die insgesamt 26 privaten Tage- und Skizzenbücher, die der Künstler von 1950 bis 2001 führte, wurden nach seinem Tod entdeckt und werden hier zum ersten Mal veröffentlicht. Sie erlauben einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt des Künstlers. Tübke, der sich so konsequent geweigert hatte, seine Bilder zu kommentieren oder gar zu deuten, zeigt sich hier im Selbstgespräch, voller Zweifel und tastend auf der Suche nach dem eigenen Ich, nach dem, was er künstlerisch auf grandiose Weise ins Werk setzte. Er spricht skeptisch über die Zumutungen der Kulturpolitik, seine Verzweiflungen, Hoffnungen und Wirrungen, über seine biografischen und gesellschaftspolitischen Erfahrungen.

Beitrag in Titel, Thesen, Temperamente vom 22.10.2017

Pressestimmen

eine »vorzüglich edierte Auswahl«
(Bertram Kaschek, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.17)

»Ich war überwältigt von der Fülle der Gedanken und habe ein völlig neues Bild von Werner Tübke gewonnen.«
(Torsten Unger, MDR Thüringen, 12.11.2017)

»Die intimen Selbstgespräche von Werner Tübke lassen den Leser und Kunstfreund tief in die Gedanken- und Gefühlswelt des großen Künstlers eindringen«
(Michael Plote, Freies Wort Suhl, 04.01.2018)

»Das packende Buch ist sezierende Kühle (...), ist ein Gewerbe aus Scharfsinn; zugleich aber legt es ungepanzert Tübkes Verletzlichkeit frei.«
(Hans-Dieter Schütt, neues deutschland, 13.03.2018)

»Ein sehr lesenswertes Arbeitsjournal mit zahlreichen Illustrationen«
(Alfons Huckebrink, www.autor-des-eigenen-lebens.de, Juni 2018)