Esther Gardei
Der »Orient«
Geschichte einer deutschsprachigen Zeitschrift in Palästina, 1942/43
Reihe: Israel-Studien. Kultur - Geschichte - Politik; Bd. 9Die Geschichte der Zeitschrift »Orient« und deren Netzwerk von Autor:innen, die sich im britischen Mandatsgebiet Palästina für Demokratie und Meinungsfreiheit einsetzten
Palästina 1942: Der Zweite Weltkrieg erschüttert die Welt, der Holocaust erreicht seinen grausamen Höhepunkt und die Zukunft des jüdischen Gemeinwesens im Britischen Mandatsgebiet Palästina ist ungewiss. In dieser Situation erscheint die deutschsprachige Wochenzeitschrift »Orient«. Sie wird zur Tribüne geflüchteter Intellektueller, Schriftsteller:innen und Künstler:innen aus Deutschland, darunter Wolfgang Yourgrau, Arnold Zweig und Else Lasker-Schüler. Das Netzwerk widersetzt sich dem dominierenden zionistischen Zeitgeist, verteidigt Meinungsfreiheit, Demokratie, kulturelle Vielfalt und Minderheitenschutz und orientiert sich bewusst an europäischen humanistischen Traditionen. Mit diesem Anspruch stößt es im Jischuw auf heftige Opposition. 1943 zerstört ein Bombenanschlag die Druckerei der Zeitschrift.
Esther Gardei erzählt erstmals die vollständige Geschichte dieses vergessenen Kampfes um Demokratie und freie Meinung in Palästina. Sie rekonstruiert die Erfahrungen des Netzwerks, seine Debatten, Hoffnungen und Konflikte und beleuchtet seine Nachgeschichte bis zur Exilforschung und politischen Instrumentalisierung. Das Buch zeigt die Zerbrechlichkeit demokratischer Prinzipien in existenziellen Krisen und ist drei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 aktueller denn je – nicht nur für Israel.
Palästina 1942: Der Zweite Weltkrieg erschüttert die Welt, der Holocaust erreicht seinen grausamen Höhepunkt und die Zukunft des jüdischen Gemeinwesens im Britischen Mandatsgebiet Palästina ist ungewiss. In dieser Situation erscheint die deutschsprachige Wochenzeitschrift »Orient«. Sie wird zur Tribüne geflüchteter Intellektueller, Schriftsteller:innen und Künstler:innen aus Deutschland, darunter Wolfgang Yourgrau, Arnold Zweig und Else Lasker-Schüler. Das Netzwerk widersetzt sich dem dominierenden zionistischen Zeitgeist, verteidigt Meinungsfreiheit, Demokratie, kulturelle Vielfalt und Minderheitenschutz und orientiert sich bewusst an europäischen humanistischen Traditionen. Mit diesem Anspruch stößt es im Jischuw auf heftige Opposition. 1943 zerstört ein Bombenanschlag die Druckerei der Zeitschrift.
Esther Gardei erzählt erstmals die vollständige Geschichte dieses vergessenen Kampfes um Demokratie und freie Meinung in Palästina. Sie rekonstruiert die Erfahrungen des Netzwerks, seine Debatten, Hoffnungen und Konflikte und beleuchtet seine Nachgeschichte bis zur Exilforschung und politischen Instrumentalisierung. Das Buch zeigt die Zerbrechlichkeit demokratischer Prinzipien in existenziellen Krisen und ist drei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 aktueller denn je – nicht nur für Israel.
Esther Gardei-Schilling
Esther Gardei ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin und arbeitet dort im Rahmen einer Habilitationsstelle zu Antisemitismus, Exil, Versöhnung und Erinnerungspolitik im historischen …
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