Rainer Maria Rilke
»Obstwiesen« und andere französische Zyklen 1923-1926
Zweisprachige Ausgabe / Édition bilingue
Hg. und mit einem Nachwort von Christoph KönigPointiert, alltäglich, klar: Rilkes französische Zyklen in der ersten vollständigen Übersetzung
Rilke eröffnet sich in seinen französischen Gedichten, nach den großen Zyklen „Duineser Elegien“ und „Die Sonette an Orpheus“ (1922), neue poetische Möglichkeiten: Die Gedichte sind pointiert, alltäglich, klar – kraftvoll auf neue Weise. Ende 1923 beginnt er seinen ersten französischen Zyklus: „Tendres împots à la France“ und schreibt später: »Ein großer Teil meiner Korrespondenz ist auf Französisch, [...], dann, plötzlich, in diesem Winter, begann das Französisch auf das [poetische] Gebiet vorzudringen, das es beschützen sollte.« Noch 1924 schreibt Rilke seine größte Zusammenstellung französischer Gedichte: „Vergers“ („Obstwiesen“), die 1926 gemeinsam mit den „Quatrains valaisans“ auf Vermittlung von Paul Valéry in Paris erscheint; der Zyklus „Les Roses“ wird kurz nach Rilkes Tod veröffentlich. Im letzten Lebensjahr 1926 hat Rilke in seinen zwei Heften „Exercices et Évidences“, wo er aus den Taschenbüchern ausgewählte Gedichte ins Reine bringt, noch eine Art poetischer Landschaft in leichter zyklischer Konzen-tration geschaffen.
Der Band präsentiert Rilkes französische Zyklen mit insgesamt über 200 seiner wichtigsten Gedichte in deutscher Übersetzung zweisprachig.
Rilke eröffnet sich in seinen französischen Gedichten, nach den großen Zyklen „Duineser Elegien“ und „Die Sonette an Orpheus“ (1922), neue poetische Möglichkeiten: Die Gedichte sind pointiert, alltäglich, klar – kraftvoll auf neue Weise. Ende 1923 beginnt er seinen ersten französischen Zyklus: „Tendres împots à la France“ und schreibt später: »Ein großer Teil meiner Korrespondenz ist auf Französisch, [...], dann, plötzlich, in diesem Winter, begann das Französisch auf das [poetische] Gebiet vorzudringen, das es beschützen sollte.« Noch 1924 schreibt Rilke seine größte Zusammenstellung französischer Gedichte: „Vergers“ („Obstwiesen“), die 1926 gemeinsam mit den „Quatrains valaisans“ auf Vermittlung von Paul Valéry in Paris erscheint; der Zyklus „Les Roses“ wird kurz nach Rilkes Tod veröffentlich. Im letzten Lebensjahr 1926 hat Rilke in seinen zwei Heften „Exercices et Évidences“, wo er aus den Taschenbüchern ausgewählte Gedichte ins Reine bringt, noch eine Art poetischer Landschaft in leichter zyklischer Konzen-tration geschaffen.
Der Band präsentiert Rilkes französische Zyklen mit insgesamt über 200 seiner wichtigsten Gedichte in deutscher Übersetzung zweisprachig.
Christoph König
Rainer Maria Rilke
Christoph König, geb. 1956, Professor für deutsche Literatur an der Universität Osnabrück, 2008 /9 Fellow im Wissenschaftskolleg zu Berlin, 2011 /12 Fellow im Forscherkolleg »Fate, Freedom and Prognostication« der Universität Erlangen-Nürnberg, 2019 Professeur …
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