Die Urkunden des Neustädter Landes 3
Die Urkunden der ritterlichen Familie von Campen zu Bordenau und Poggenhagen (1070) 1269-1600 (1768)
Bearbeitet Werner Besier (†) und Hubert HöingReihe: Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen; Bd. 335
Das Gutsarchiv einer der bedeutendsten landadeligen Familien im »Land zwischen Deister und Leine«, das lange Zeit unzugänglich war, wird nun der historischen Forschung zur Auswertung bereitgestellt.
Die Familie von Campen lebte bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1786 auf ihrem Gut in Poggenhagen. Ihre Güter erstreckten sich über den gesamten Altkreis Neustadt und weit darüber hinaus. Sie war Geldgeberin für den Calenberger Herzog Erich von Braunschweig-Lüneburg im Schloss Neustadt, dessen Frau Katharina einen Hexenprozess gegen die Familie anstrengte. In Bordenau waren die von Campen Patrone der Kirche, in der Stadt Neustadt hatten sie einen Burgmannshof sowie ein eigenes Mausoleum. Auch in Wunstorf besaßen sie einen Burgmannshof. Familienmitglieder waren verwandt und verschwägert mit niederadligen Familien der Umgebung wie z. B. den von Mandelsloh und den von Wettbergen. Mehrere Söhne waren Mitglieder der Domkapitel von Bistümern, einige Töchter gehörten den Klosterkonventen in der Nachbarschaft an. Die Edition enthält im Hauptteil 316 Urkunden aus der Zeit von 1269 bis 1600. Zu jeder Urkunde gehören ein Regest, die Formalien, die Abschrift, ein textkritischer Apparat und ggf. sachliche Anmerkungen. Die meisten Stücke sind in mittelniederdeutscher Sprache verfasst; Urkunden in lateinischer Sprache werden durch eine deutsche Übersetzung ergänzt. Ein Glossar im Anhang erläutert topografische und fachterminologische Besonderheiten. Adressiert werden an der wissenschaftlichen Landesgeschichte interessierte Rezipientinnen und Rezipienten.
Die Familie von Campen lebte bis zu ihrem Aussterben im Jahr 1786 auf ihrem Gut in Poggenhagen. Ihre Güter erstreckten sich über den gesamten Altkreis Neustadt und weit darüber hinaus. Sie war Geldgeberin für den Calenberger Herzog Erich von Braunschweig-Lüneburg im Schloss Neustadt, dessen Frau Katharina einen Hexenprozess gegen die Familie anstrengte. In Bordenau waren die von Campen Patrone der Kirche, in der Stadt Neustadt hatten sie einen Burgmannshof sowie ein eigenes Mausoleum. Auch in Wunstorf besaßen sie einen Burgmannshof. Familienmitglieder waren verwandt und verschwägert mit niederadligen Familien der Umgebung wie z. B. den von Mandelsloh und den von Wettbergen. Mehrere Söhne waren Mitglieder der Domkapitel von Bistümern, einige Töchter gehörten den Klosterkonventen in der Nachbarschaft an. Die Edition enthält im Hauptteil 316 Urkunden aus der Zeit von 1269 bis 1600. Zu jeder Urkunde gehören ein Regest, die Formalien, die Abschrift, ein textkritischer Apparat und ggf. sachliche Anmerkungen. Die meisten Stücke sind in mittelniederdeutscher Sprache verfasst; Urkunden in lateinischer Sprache werden durch eine deutsche Übersetzung ergänzt. Ein Glossar im Anhang erläutert topografische und fachterminologische Besonderheiten. Adressiert werden an der wissenschaftlichen Landesgeschichte interessierte Rezipientinnen und Rezipienten.
Werner Besier
Hubert Höing
Dr. Werner Besier (1944–2022) war pensionierter Gymnasiallehrer für Englisch und Geschichte. Er stammte aus Hessen und wohnte seit 1981 in Bordenau. Er war politisch aktiv und beschäftigte sich intensiv mit der Geschichte seines Wohnortes. Veröffentlichungen …
mehrHubert Höing
Dr. Hubert Höing, geb. 1944, war zwischen 1993 und 2009 Leiter des Staatsarchivs Bückeburg und Herausgeber der »Schaumburger Studien«. Seit 2009 ist er Pensionär und ehrenamtlicher Leiter des Stadtarchivs Neustadt a. Rbge. Zwischen 1984 und 1987 sowie …
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