Wallstein Verlag



»Meine Erfahrungen in dem gegenwärtigen Kriege«


Tagebuch des Feldzugs mit Herzog Carl August von Weimar

Herausgegeben von Edith Zehm Mit einem Vorwort von Gustav Seibt

Reihe: Schriften der Goethe-Gesellschaft; Bd. 78


Beschreibung des Feldzugs gegen Frankreich von einem, der sagen kann: »Ich bin dabei gewesen.«


Als Goethe seinen Herzog Carl August, Kommandeur eines preußischen Regiments, 1792 auf dem Feldzug gegen das revolutionäre Frankreich begleiten musste, traf er dort wieder dessen »Cämmerier« Johann Conrad Wagner, der die Feldkasse der fast 40 Mann starken herzoglichen Begleitung zu verwalten hatte. Wagner hat umfangreiche Aufzeichnungen hinterlassen, die das Kriegsgeschehen der Jahre 1792 /93 in seiner grausamen Realität widerspiegeln. Goethe hielt sie für wertvoll genug, um sie Jahrzehnte später als Quelle von historischem Rang für seine eigene Darstellung »Campagne in Frankreich 1792« zu nutzen. In einer streng dem Wortlaut folgenden, sorgfältig kommentierten und reich bebilderten Edition werden Wagners tagebuchähnliche Notizen hier erstmals vollständig zugänglich gemacht.

»Da ich den Entschluß faßte, meine mir in diesen Kriege aufstoßende Begebenheiten auf zu schreiben, war es nicht meine Meynung daß diese meine Erfahrungen je jemanden zu Angesicht kommen solten. Wahr und Bieder schrieb ich solche zu meiner eignen Nachricht und WiederErrinnerung, ohne alle Schmincke nieter. Ofte schrieb ich in einer von Menschen vollgestopften Bauern Stube, an der Ecke eines schmuzigen Tisches: ofte in einen Fenster: auf einer Banck: in Wagen: oftmalen in Freyen auf meinen Huthdeckel, wo mir mehrmalen der Regen Einhalt that.«
Gustav Seibt

Gustav Seibt (geb. 1959), Historiker, Literaturkritiker, Schriftsteller und Journalist, veröffentlichte 2008 »Goethe und Napoleon. Eine historische Begegnung« und 2014 »Mit einer Art von Wut. Goethe in der Revolution«.

mehr

Edith Zehm

Edith Zehm, geb. 1940, Studium der Germanistik und Kunstgeschichte, 1987-2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie der Universität München, 1994 -2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Edition von Goethes Tagebüchern ...

mehr



Pressestimmen


Tiefurt
Gerhard R. Kaiser

€25,00

»Sich erbittend ew’ges Leben«
Young-Ae Chon

€24,00

»Die Wahlverwandtschaften«

€49,00

»Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen«
Katharina Mommsen

€28,00

»Es ward als ein Wochenblatt zum Scherze angefangen«

€39,00

»Weimars Pflichten auf der Bühne der Vergangenheit«
Carl Alexander und Walther Wolfgang von Goethe

€36,00

»Die Actenstücke jener Tage sind in der größten Ordnung verwahrt ...«
Johann Wolfgang von Goethe

€39,00

»Es sind vortreffliche Italienische Sachen daselbst«
Louise von Göchhausen

€39,00
nach oben