Wallstein Verlag


»Es ward als ein Wochenblatt zum Scherze angefangen«


Das Journal von Tiefurt

Herausgegeben von Jutta Heinz und Jochen Golz unter Mitarbeit von Cornelia Ilbrig, Nicole Kabisius und Matthias Löwe

Reihe: Schriften der Goethe-Gesellschaft; Bd. 74


Das legendäre »Tiefurter Journal«, erstmals vollständig und diplomatisch getreu ediert.


Als ein Spielwerk ambitionierter Geselligkeit trat das Tiefurter Journal, in wenigen Exemplaren handschriftlich nur verbreitet, zwischen 1781 und 1784 ans Licht einer sehr begrenzten Öffentlichkeit. Ins Leben gerufen von der Herzogin Anna Amalia in ihrem Sommersitz, dem Tiefurter Schlösschen, entwickelte sich das Periodikum zu einem reizvollen Spiegelbild der höfischen Kultur im klassischen Weimar. Goethe, Herder und Wieland zählten zu den Prominenten unter den (stets anonymen) Autoren. Bunt gestreut sind die einzelnen Beiträge. Gedichte finden sich ebenso wie kulturkritische Essays, Übersetzungen, Scharaden und Rätsel – nicht zuletzt auch dazu bestimmt, der Langeweile bei Hofe Widerpart zu bieten. Dem Journal vor allem verdanken wir die Legende vom Weimarer Musenhof.
Diese Edition präsentiert den Text erstmals diplomatisch getreu nach dem Exemplar Herders. Sie enthält überdies in einem Anhang für das Journal bestimmte, aber dort nicht publizierte Texte, ferner Notenbeigaben und erschließt in einem detaillierten Kommentar den historischen Kontext.

Link: Goethe-Gesellschaft Weimar e.V.
Jochen Golz

Jochen Golz, geb. 1942, ist seit 1999 Präsident der Goethe-Gesellschaft. Von 1994 bis 2007 war er Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs. Er veröffentlichte zahlreich u.a. zu Goethe, Schiller, Jean Paul und zur Editionswissenschaft.

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Jutta Heinz

Jutta Heinz, geb. 1962, ist Akademische Rätin für Germanistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Veröffentlichungen u.a.: Narrative Kulturkonzepte. Wielands ›Aristipp‹ und Goethes ›Wilhelm Meisters Wanderjahre‹ (2006); Wieland-Handbuch. Leben–Werk–Wirkung ...

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