Wallstein Verlag


Anthropologien der Endlichkeit


Stationen einer literarischen Denkfigur seit der Aufklärung

Herausgegeben von Friederike Felicitas Günther und Torsten Hoffmann


Tod und Endlichkeit in der Literatur.


Die Frage nach der (eigenen) Endlichkeit hat mentalitätsgeschichtlich vor allem zwei Antworten gefunden: zum einen die Verdrängung des Todes, etwa durch Produktion von Unsterblichkeitsmodellen, zum anderen Todesangst und Nihilismus. Die Autoren gehen literarischen Texten des 18. bis 21. Jahrhunderts nach, die einen dritten Weg suchen. Ihnen gemeinsam ist, dass sie den Menschen als sterbliches, körperliches Wesen mit seinen Ängsten und Begrenztheiten ernst nehmen und die alltäglichen Mechanismen und Hinterwelten entlarven, mit denen er sich vor der Erkenntnis seiner Endlichkeit schützen will. Autoren wie Goethe, Lenz, Benn, Beckett, W. G. Sebald oder Judith Hermann halten das Bewusstsein für die Fragilität des Lebendigen wach und loten die ästhetischen Potenziale von Anthropologien der Endlichkeit aus.

Mit Beiträgen von: Hans Adler, Oswald Bayer, Hendrik Birus, Heinrich Bosse, Heinrich Detering, Anke Detken, Gesa Frömming, Helmut Göbel, Friederike Felicitas Günther, Timo Günther, Torsten Hoffmann, Annelen Kranefuss, Fred Lönker, Liina Lukas, Irmela von der Lühe, Kai Hendrik Patri, Gert von Pistohlkors, Eve Pormeister, Wolfgang Riedel, Stefan Willer
Friederike Felicitas Günther

Friederike Felicitas Günther, geb. 1972, ist wissenschaftliche Assistentin am Institut für deutsche Philologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Veröffentlichungen u.a.: Rhythmus beim frühen Nietzsche (2008), Friedrich Nietzsche und Norbert ...

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Torsten Hoffmann

Torsten Hoffmann ist Professor für Neue deutsche Literatur an der Universität Stuttgart und Vize-Präsident der Internationalen Rilke-Gesellschaft. Veröffentlichungen u.a.: Navid Kermani (Hg., 2018), Körperpoetiken. Zur Funktion des Körpers in der Dichtungstheorie ...

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