Wallstein Verlag



Ehrensache


Jüdische Studentenverbindungen an deutschen Universitäten 1886-1937

Mit einem Vorwort von Dan Diner

Reihe: Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden; Bd. 33


Jüdische Studentenverbindungen als Orte der deutsch-jüdischen Identitätsfindung.


Als Reaktion auf die zunehmende Ausgrenzung aus den traditionellen deutschen Studentenverbindungen gründeten jüdische Studenten 1886 die erste eigene Korporation. Die in der Folge entstehenden jüdischen Verbindungen übernahmen die traditionellen verbindungsstudentischen Formen: Sie legten Farben an, trugen bei Feierlichkeiten die studentische Uniform, den Wichs, sangen »auf ihren Kneipen« studentische Lieder und bildeten einen »Lebensbund«. Vor allem der Ehrbegriff und die Wehrhaftigkeit nahmen in der verbandsinternen Erziehung eine wichtige Rolle ein. Durch Mensur und Fechtübungen sollte die Anerkennung seitens der nichtjüdischen Studenten erreicht werden.
Miriam Rürup untersucht in ihrer Arbeit vor allem die Vielfalt der Zugehörigkeiten und Selbstbeschreibungen innerhalb der Verbindungen. Sollten sich die Mitglieder der verschiedenen Verbände als deutsch, deutsch-jüdisch, jüdisch, zionistisch oder jüdisch-national verstehen? Vor der Folie der deutschen verbindungsstudentischen Tradition ergeben sich so ganz neue Aspekte der deutsch-jüdischen Identitätsfindung.

Inhaltsverzeichnis
Miriam Rürup

Miriam Rürup, geb. 1973, studierte in Göttingen, Tel Aviv sowie Berlin und ist wissenschaftliche Assistentin an der Universität Göttingen. Wissenschaftliche Tätigkeiten am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin und dem ...

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