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Nationen und ihre Selbstbilder

Nationen und ihre Selbstbilder

Postdiktatorische Gesellschaften in Europa

Hg. von Carola Sachse, Edgar Wolfrum und Regina Fritz
Reihe: Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert (hg. von Carola Sachse und Edgar Wolfrum)
Band 1

€ 32,00 (D) | € 32,90 (A)

367 S., 5 Abb., brosch.
Format: 14 x 22,2 cm
ISBN 978-3-8353-0212-9

Inhalt

Neue Buchreihe: Die Bewältigung diktatorischer Regime im Europa des 20. und 21. Jahrhunderts

Diktaturen, Kriege und Genozide prägten das Gesicht des 20. Jahrhunderts stärker als die Ausbreitung demokratischer Gesellschaftsverfassungen. Am Ende des »Zeitalters der Extreme« standen revolutionäre Umwälzungen, die zu einer Überwindung diktatorischer Regime führten. Die Frage nach den Übergängen zu demokratischen Systemen steht im Zentrum der neuen Reihe »Diktaturen und ihre Überwindung im 20. und 21. Jahrhundert«. Erforscht werden Aspekte wie Herrschaft und Macht, Erfahrungswandel und Lernprozesse.

In Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung
www.boell.de

Inhaltsverzeichnis

Carola Sachse und Edgar Wolfrum
Stürzende Denkmäler. Nationale Selbstbilder postdiktatorischer Gesellschaften in Europa - Einleitung

I. Postdiktatorische Überblendungen 1: Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Holocaust

Katrin Hammerstein
Schuldige Opfer? Der Nationalsozialismus in den Gründungsmythen der DDR, Österreichs und der Bundesrepublik Deutschland

Heidemarie Uhl
Denkmäler als Medien gesellschaftlicher Erinnerung. Die Denkmallandschaft der Zweiten Republik und die Transformationen des österreichischen Gedächtnisses

Hildegard Schmoller
Der Gedächtnisort »Münchner Abkommen« als Manifestation tschechischer Selbstbildnisse

Laura Hölzlwimmer
60 Jahre Erinnerung an den Krieg und Krieg um die Erinnerung: Das Beispiel Polen

Regina Fritz
Gespaltene Erinnerung. Museale Darstellungen des Holocaust in Ungarn

Petru Weber
Die Wahrnehmung des »Domestic Holocaust« im Rumänien der Nachkriegsjahre

II Postdiktatorische Überblendungen 2: Kommunistische Diktaturen in Europa nach 1945

Birgit Hofmann
»Prager Frühling« und »Samtene Revolution«: Narrative des Realsozialismus in der tschechischen nationalen Identitätskonstruktion

Julie Trappe
Kollektive Unschuld und die Rückkehr nach Europa. Rumäniens Umgang mit dem Unrecht der kommunistischen Vergangenheit

Katja Wezel
Nationskonstruktion und Abgrenzung. Lettland nach dem Ende der Sowjetherrschaft

Imke Hansen
Belarussische Identitäts- und Geschichtskonstruktionen im öffentlichen Raum

III. Nationale Konstruktionselemente: »Jugend« und »Familie«, Sprache und Literatur

Valeska Henze
Jugendbilder und politische Transformation in Polen

Katharina Blumberg-Stankiewicz
Rechtsradikale (Re-)Formulierungen eines nationalen Selbstbildes in Polen: Die Liga der Polnischen Familien und ihre Propagierung einer historisch »wahren« Kernidentität

Ian Innerhofer
Nationale Selbstbilder und die Diskussion um die Sprachbezeichnung in Bosnien-Herzegowina nach dem Zerfall Jugoslawiens

Ansgar Warner
Zweimal Spanien? Die Konstruktion nationaler Identität und die Erinnerung an den Bürgerkrieg

Gabriele Kämper
Der Gender Appeal - Rhetoriken kollektiver Selbstermächtigung in nationalen Diskursen