Das mediale Erbe der DDR
Herausgegeben von Marcus Böick, Constantin Goschler und Ralph Jessen sowie Frank Bösch
Reihe: Jahrbuch Deutsche Einheit
Jahrgang 2026
Medien prägen Umbrüche und die Erinnerung an sie. Das gilt besonders für 1989 und die Deutsche Einheit. Sie trieben den Mauerfall ebenso mit an wie die Verklärung der DDR. Wie dieser Band verdeutlicht, trugen sie zur Ausbildung einer ostdeutschen Identität bei. Die DDR-Medien verschwanden fast durchweg. Dafür entstanden neue Medien im Osten, die den Umbruch beeinflussten und den Alltag begleiteten. Wenngleich sie oft unter westdeutscher Leitung standen, setzten ostdeutsche Journalisten weiter eigene Akzente. Die Einheit ging mit einem medialen Umbruch einher. Das Internet kam auf und die Kommerzialisierung der Medien entfaltete sich. Sender des Kalten Krieges, wie der Deutschlandfunk, standen zur Disposition. Ostdeutschland wurde zu einem Experimentierfeld, das auch in den Westen hineinwirkte. Der neue Band des »Jahrbuches Deutsche Einheit« untersucht die Gesellschaftsgeschichte der Medien. Er wählt dabei bewusst einen weiten Medienbegriff. Über Presse und Rundfunk hinaus blickt er auf die Bedeutung von Musik und des frühen Internets, auf Fotos oder Filme. Gerade bislang wenig beachtete populäre Formate, wie die hier thematisierte SUPERillu, trugen entschieden dazu bei, Vorstellungen über die DDR und die Vereinigung zu prägen.
Marcus Böick, Assistant Professor in Modern German History an der University of Cambridge und Fellow am Kings College Cambridge. Er forscht zur deutschen und europäischen Zeitgeschichte, Geschichte der Transformation nach 1990 sowie zur Sicherheitsgeschichte …
mehrFrank Bösch
Frank Bösch, geb. 1969, ist Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und Professor an der Universität Potsdam. Gemeinsam mit Gideon Botsch leitet er das Projekt »Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000«. Veröffentlichungen …
mehrConstantin Goschler
Constantin Goschler, Professor für Zeitgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Im Rahmen seiner Studien zur Zeitgeschichte hat er u. a. zur Geschichte des Bundesamtes für Verfassungsschutz, der Wiedergutmachung in der Bundesrepublik und der Geschichte …
mehrRalph Jessen
Ralph Jessen, em. Professor für Neuere Geschichte an der Universität zu Köln. Seine Arbeitsgebiete sind die deutsche und europäische Zeitgeschichte, Universitätsgeschichte und Probleme der Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts.
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