Wallstein Verlag


Erinnerung und Geschichte


60 Jahre nach dem 8. Mai 1945

Herausgegeben von Rudolf von Thadden und Steffen Kaudelka

Reihe: Genshagener Gespräche; Bd. 9


Zeitzeugen, Politiker und Historiker aus Europa diskutieren die Bedeutung des 8. Mai 1945 für die europäische Erinnerungswelt.


Der 8. Mai 1945 ist ein zentrales Datum der deutschen und der europäischen Geschichte. Er steht nicht nur für das Ende eines mörderischen Krieges und eines verbrecherischen Regimes, sondern auch für einen politischen Neuanfang, der zugleich neue Konfliktfelder mit sich brachte. Die Erinnerungen an das historische Datum sind stark durch die je verschiedenen Erfahrungen der Nachkriegszeit geprägt.
Nach 60 Jahren wird die erinnerte Geschichte mehr und mehr durch die wissenschaftlich erforschte überlagert. Die persönlichen Erinnerungen verbinden sich mit Bildern und Wahrnehmungen, die durch politische Interessen und Ideologien produziert werden. Erinnerungswelten verfremden sich - und neue Generationen stellen neue Fragen.
Mit Beiträgen u.a. von Reinhart Koselleck, Mehmet Tanriverdi, Marc Ferro, Robert Traba, Alexander Sologubov, Guy Pervillé.
An den im Band protokollierten Podiumsdiskussionen nahmen u.a. teil: Andrzej Byrt (Botschafter Polens), Konstantin Asadowski (Präsident des PEN-Clubs in St. Petersburg), Gregory Krupnikov (Unternehmer, Riga), Egon Bahr (Bundesminister a.D.), Reinhard Höppner (Ministerpräsident a.D.), Richard von Weizsäcker (Altbundespräsident).

Link: Stiftung Genshagen


Inhaltsverzeichnis

Rudolf von Thadden und Steffen Kaudelka
Einführung

Reinhart Koselleck
Der 8. Mai zwischen Erinnerung und Geschichte


I. Die Erinnerung an den 8. Mai in Deutschland seit 1945. Zwischen Gründungsmythen und historischer Reflexion

Edgar Wolfrum
Der 8. Mai 1945 - ein Schlüsseldatum im historischen Bewußtsein
der Westdeutschen

Fritz Klein
Die Bedeutung des 8. Mai 1945 für die Geschichte der DDR

Mehmet Tanriverdi
Die Bedeutung des 8. Mai 1945 für die Einwanderer


II. Erinnerungen der europäischen Nachbarn.Trennendes und Verbindendes

Marc Ferro
Den 8. Mai 1945 gab es in Frankreich nicht

Guy Pervillé
Die Erinnerung an den 8. Mai 1945 in Algerien und Frankreich

Robert Traba
»Landschaften nach der Schlacht«. Der politische Totenkult in Polen nach dem Zweiten Weltkrieg

Alexander Sologubow
»Im Sieg geboren«. Das Jahr 1945 in der Geschichte des Kaliningrader Gebiets


III. Der 8. Mai 1945. Das Ende des Kalten Krieges und die Einigung Europas

Podiumsdiskussion mit Rudolf von Thadden, Egon Bahr, Andrzej Byrt, Konstantin Asadowski, Grigorijs Krupnikovs und Michael Werner


IV. Das Kriegsende in der Erinnerung von Zeitzeugen

Feliks Tych
Ein zwiespältiger Blick auf Krieg und Befreiung in Polen

Charles G. Petri
Erinnerungen und Erfahrungen in der Grauzone Elsaß-Lothringen

Michael Wieck
Die Botschaft der Opfer. Gedanken zum 8. Mai 1945 in Königsberg

Rudolf von Thadden
Aus der Wirklichkeit gefallen. Der 8. Mai 1945 jenseits von Oder und Neiße


V. Der 8. Mai 1945 - 1985 - 2005

Podiumsdiskussion mit Reinhard Höppner, Richard von Weizsäcker, Nicole Guedj, Adam Krzeminski, Konstantin Asadowski und Marc Ferro
Rudolf von Thadden

Rudolf von Thadden (1932-2015) war Professor für Neuere Geschichte an der Universität Göttingen; von 1993 bis 2007 Direktor des Berlin-Brandenburgischen Instituts für Deutsch-Französische Zusammenarbeit in Genshagen, seit 2008 Ehrenpräsident der Stiftung ...

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Steffen Kaudelka

Steffen Kaudelka, geb. 1965, studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Publizistik, Kommunikations- und Politikwissenschaften in Göttingen und Besançon. Von 2004 bis Juli 2007 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im BBI Genshagen. Seit August 2007 ist ...

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