Die moralische Dimension der Ökonomie
Eine Herausforderung in historischer Perspektive
Herausgegeben von Benjamin Möckel, Reinhild Kreis, Jürgen FingerReihe: Veröffentlichungen des Zeitgeschichtlichen Arbeitskreises Niedersachsen; Bd. 39
Den homo oeconomicus gibt es nur in der Theorie. Wirt-schaftliche Akteurinnen und Akteure handeln stets in einem dichten Geflecht von sozialen Normen, moralischen Wertungen und kulturellen Deutungen. Prägnante Fallstudien aus der Geschichte erkunden die moralische Dimension wirtschaftlichen Denkens und Handelns – vom Kunstmarkt über das Glücksspiel bis zur Reproduktionsmedizin. Die Autorinnen und Autoren zeigen, wie soziale und wirt-schaftliche Ordnungen hervorgebracht, stabilisiert und infrage gestellt wurden. Nach welchen moralischen Maßstäben entschieden öko-nomische Akteurinnen und Akteure? Welche Erwartungen richten Gesellschaften an Wirtschaftsordnungen? Wie wurden soziale Ungleichheit, Kommerzialisierung und Grenzüberschreitungen gerechtfertigt, normalisiert und skandalisiert?
Jürgen Finger leitet die Abteilung Neuere und Neueste Geschichte sowie Publikationen des Deutschen Historischen Instituts Paris. Er forscht über die Geschichte des Nationalsozialismus, Frankreichs in der Moderne und die Sozial- und Kulturgeschichte des …
mehrReinhild Kreis
Reinhild Kreis ist Professorin für Geschichte der Gegenwart an der Universität Siegen. In ihrer Forschung befasst sie sich mit der Geschichte sozialer Ordnungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert, Konsumgeschichte, der Geschichte des Kalten Krieges, Protest- …
mehrBenjamin Möckel
Benjamin Möckel ist zurzeit Vertretungsprofessor an der Universität Göttingen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Kulturgeschichte der Ökonomie, der Demokratiegeschichte und der Generations- und Erfahrungsgeschichte. Veröffentlichungen u.a.: Erfahrungsbruch …
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