Andrea Rudorff
Auschwitz vor polnischen Gerichten
Ermittlungen, Urteile, Wirkungen
Reihe: Studien zur Geschichte und Wirkung des Holocaust; Bd. 15Die erste umfassende Monografie über die polnischen Strafverfahren gegen Angehörige der Lagerbesatzung von Auschwitz-Birkenau.
Nach dem Krieg wurden in Polen über 700 Personen wegen ihrer Tätigkeit im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz vor Gericht gestellt. Neben den Prozessen gegen Rudolf Höß, Arthur Liebehenschel und 39 weitere Angeklagte vor dem Obersten Nationaltribunal untersucht Andrea Rudorff erstmals auch die mehreren Hundert Strafverfahren vor den Bezirksgerichten, in denen die überwiegende Mehrheit der Beschuldigten 1948 verurteilt wurde. Darüber hinaus nimmt die Autorin die Vor- und Nachgeschichte der Prozesse in den Blick. Dabei untersucht sie insbesondere die Einbettung der polnischen Strafverfolgung in den internationalen Umgang mit Kriegsverbrechern nach 1945, die Bedingungen der Auslieferungen aus den deutschen Besatzungszonen sowie die schwierige Beweis- und Zeugensuche in der politisch und gesellschaftlich angespannten Situation im Nachkriegspolen. Ein spezielles Augenmerk liegt zudem darauf, wie die deutsche Gesellschaft in Ost und West die polnische Strafverfolgung wahrnahm. So legt Rudorff das bisher unbekannte Ausmaß der bundesdeutschen Rechtsunterstützung für Auschwitz-Täter offen und geht der Frage nach, welche Konsequenzen die polnische Strafverfolgung für die Verurteilten nach ihrer Rückkehr ins geteilte Deutschland hatte.
Nach dem Krieg wurden in Polen über 700 Personen wegen ihrer Tätigkeit im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz vor Gericht gestellt. Neben den Prozessen gegen Rudolf Höß, Arthur Liebehenschel und 39 weitere Angeklagte vor dem Obersten Nationaltribunal untersucht Andrea Rudorff erstmals auch die mehreren Hundert Strafverfahren vor den Bezirksgerichten, in denen die überwiegende Mehrheit der Beschuldigten 1948 verurteilt wurde. Darüber hinaus nimmt die Autorin die Vor- und Nachgeschichte der Prozesse in den Blick. Dabei untersucht sie insbesondere die Einbettung der polnischen Strafverfolgung in den internationalen Umgang mit Kriegsverbrechern nach 1945, die Bedingungen der Auslieferungen aus den deutschen Besatzungszonen sowie die schwierige Beweis- und Zeugensuche in der politisch und gesellschaftlich angespannten Situation im Nachkriegspolen. Ein spezielles Augenmerk liegt zudem darauf, wie die deutsche Gesellschaft in Ost und West die polnische Strafverfolgung wahrnahm. So legt Rudorff das bisher unbekannte Ausmaß der bundesdeutschen Rechtsunterstützung für Auschwitz-Täter offen und geht der Frage nach, welche Konsequenzen die polnische Strafverfolgung für die Verurteilten nach ihrer Rückkehr ins geteilte Deutschland hatte.
Andrea Rudorff
Andrea Rudorff, geb. 1975, studierte Geschichte und Polonistik in Berlin, Wroclaw und Kraków, promovierte über die Frauenaußenlager des Konzentrationslagers Groß-Rosen und bearbeitete den Band »Das KZ Auschwitz 1942-1945 und die Zeit der Todesmärsche …
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