Zariwna – Tagebuch eines Fräuleins aus der Bukowina
Roman
Aus dem Ukrainischen übersetzt von Kati BrunnerReihe: Ukrainische Bibliothek
Die Bukowina, Ende des 19. Jahrhunderts: Natalka, Vollwaise, wächst bei ihrem Onkel auf — in einer Welt, in der für Frauen nur Gehorsam, Hausarbeit und eine günstige Heirat zählen. Sie liest, sie denkt, sie fühlt anders. Als ein unerwünschter Heiratsantrag sie bedrängt, bricht sie in die Landeshauptstad Czernowitz auf – und damit in eine andere Zukunft.
»Zariwna« (übersetzt: Zarentocher oder Prinzessin; 1893) gehört zu den ersten feministischen Romanen der ukrainischen Literatur und ist zugleich ein eindrucksvolles Zeugnis der multikulturellen habsburgischen Bukowina, in der Ukrainisch, Deutsch und Rumänisch aufeinandertrafen. Mit scharfer Beobachtungsgabe und psychologischem Gespür erzählt Olha Kobyljanska von einer Frau, die sich weigert, das ihr zugedachte Leben zu führen. Mehr als hundert Jahre nach seinem Erscheinen sind die Fragen nach sozialer, kultureller und individueller Emanzipation, die der Roman aufwirft, noch immer aktuell.
Claudia Dathe, geb. 1971, arbeitet seit 2005 in Projekten zum literarischen Übersetzen, zum Kulturaustausch und zur politischen Bildung und übersetzt Literatur aus dem Ukrainischen und Russischen. Für ihr Engagement um die Vermittlung ukrainischer Literatur …
mehrOlha Kobyljanska
Olha Kobyljanska (1863-1942) wuchs in einer deutsch-ukrainisch-polnischen Familie in der Bukowina auf und besuchte lediglich vier Jahre eine deutschsprachige Schule. Ihre ersten literarischen Texte schrieb sie auf Deutsch. Die ukrainische Schreibsprache …
mehrTanja Maljartschuk
Tanja Maljartschuk, geb. 1983, ist eine ukrainische Schriftstellerin und Essayistin. Sie lebt seit 2011 in Wien, ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. 2018 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt, und in zahlreiche Sprachen übersetzt. …
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