Wallstein Verlag


Das »deutsche Buch« in der Debatte um nationale Identität und kulturelles Erbe


Hg. i. A. der Klassik Stiftung Weimar / Herzogin Anna Amalia Bibliothek von Michael Knoche, Justus H. Ulbricht und Jürgen Weber


Welche Rolle spielt das »deutsche Buch« für die Definition und den Erhalt der nationalen kulturellen Überlieferung, und was besagt in diesem Zusammenhang das Attribut »deutsch«?


Kultur- und Literaturwissenschaftler, Historiker, Bibliothekare und der Schriftsteller Friedrich Dieckmann suchen nach einer Antwort auf die Frage, welche Rolle das »deutsche Buch« in der nationalen kulturellen Überlieferung spielt.
Was überhaupt bedeutet »nationales Erbe« im europäischen und außereuropäischen Kontext?
Wie funktioniert die Identitätsstiftung qua kulturelles Gedächtnis im Hinblick auf nationales Erbe und Weltkulturerbe?
Welchen Einfluß hatte die Entwicklung der Kunst und der Pädagogik auf Buchförderung und Buchpolitik?
Welche Akteure und Institutionen haben die Inhalte, Kanonisierung und Förderung des - je anders definierten - »deutschen Buches« bestimmt?
Im Blickpunkt stehen Autoren, Verleger und Zensoren, Messen und bibliophile Gesellschaften, aber auch der Kulturbund der DDR und die Leseforschung; nicht zuletzt werden aktuelle Förderprogramme für das »deutsche Buch« diskutiert.


Inhaltsverzeichnis

I. Nationales Erbe und Weltkulturerbe

Bernhard Fabian
Nationale Identität und Kulturelles Gedächtnis

Justus H. Ulbricht
Was ist heut des Deutschen Größe? Weimarer Klassik, nationale Identität, kulturelles Gedächtnis

Marie-Theres Albert
UNESCO und Weltkulturerbe

Karen Limper
»The Book in Britain« - Perspektiven und Herausforderungen im 21. Jahrhundert

Friedrich Dieckmann
»Freiheit der Vernunft erfechten / Heißt für alle Völker rechten«. Deutscher Traum und deutsche Wirklichkeit

II. Das deutsche Buch

Justus H. Ulbricht
»Von deutscher Art und Kunst«. Deutschnationale Verlagspolitik und völkische (Buch-)Ideologie

Roland Bärwinkel
»Der Deutsche und sein Buch« - die »Erste Großdeutsche Buchwoche« in Weimar 1938

Johannes Mangei
»Ehrengaben« für Joseph Goebbels anlässlich der Weimarer »Wochen des deutschen Buches«

Siegfried Lokatis
Das »deutsche Buch« in der DDR

Andreas Herzog
Räume und Kulturen. Perspektiven der Geschichtsschreibung deutschsprachiger Literatur

III. Nationale Förderprogramme

Jürgen Weber
Flüchtiges Erbe - Nationale Sammlungen in virtuellen Netzen

Michael Knoche
Strategien zur Erhaltung des »deutschen Buches«

Michael Knoche
Wie kann die Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes in Deutschland organisiert und finanziert werden?
Justus H. Ulbricht

Justus H. Ulbricht, geb. 1954, studierte Geschichte, Germanistik und Pädagogik in Tübingen und arbeitet heute als freier Wissenschaftler in den Bereichen Erwachsenenbildung und Kulturgeschichte.

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Michael Knoche

Michael Knoche, 1951 in Westfalen geboren, hat Germanistik, Philosophie und Theologie studiert und eine Bibliothekarsausbildung absolviert. Er war Angestellter bei wissenschaftlichen Verlagen und von 1991 bis 2016 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek ...

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Jürgen Weber

Jürgen Weber, geb. 1961, ist seit 1996 Leiter der Abteilung Sondersammlungen und Bestandserhaltung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar. Veröffentlichungen zur Provenienzforschung, Bibliotheksgeschichte und Betriebsorganisation.

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