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Gerhard R. Kaiser


Gerhard R. Kaiser wurde 1943 in Mainz geboren. Von 1962 bis 1967 studierte er Literaturwissenschaft in Tübingen und Mainz und wurde 1971 mit einer Dissertation über Proust, Musil und Joyce zum Dr. phil. promoviert. Von 1973 bis 1993 arbeitete er als Professor für Vergleichende Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Neuere Deutsche Literatur an der Universität Gießen, 1993 folgte er einem Ruf an die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Von 1987 bis 1993 war er Vorsitzender der »Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft« und von 1997 bis 2000 Fachgutachter für »Neuere deutsche Literatur« der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2002 hatte er eine Gastprofessur an der Sorbonne Nouvelle in Paris inne.
Gerhard R. Kaiser lebt in Tiefurt bei Weimar.
Veröffentlichungen u. a.: Keller – Mansarde – Einsiedelei. Imaginäre Orte des Dichtens. Auch eine Literaturgeschichte (2024); Tiefurt. Literatur und Leben zu Beginn von Weimars großer Zeit (2020); Deutsche Berichte aus Paris 1789–1933. Zeiterfahrung in der Stadt der Städte (2017).


Bücher:

Jüdische Selbstvergewisserung im nationalsozialistischen Deutschland
Die »Bücherei des Schocken Verlags«

ISBN 978-3-8353-6190-4
€ 34,00 (D) | € 35,00 (A)

Keller - Mansarde - Einsiedelei
Imaginäre Orte des Dichtens. Auch eine Literaturgeschichte

ISBN 978-3-8353-5610-8
€ 34,00 (D) | € 35,00 (A)

Tiefurt
Literatur und Leben zu Beginn von Weimars großer Zeit

ISBN 978-3-8353-3659-9
€ 25,00 (D) | € 25,70 (A)

Deutsche Berichte aus Paris 1789-1933
Zeiterfahrung in der Stadt der Städte

ISBN 978-3-8353-3018-4
€ 29,90 (D) | € 30,80 (A)

Schriften zur deutschen Literatur

ISBN 978-3-8353-0827-5
€ 34,90 (D) | € 35,90 (A)


Veranstaltungen:

Weimar
09. November 2026
Buchvorstellung und Gespräch zwischen dem Literaturwissenschaftler Gerhard R. Kaiser und Bibliotheksdirektor Reinhard Laube.

Die 83 Bände der »Bücherei des Schocken Verlags« boten einem breiteren Publikum eine Essenz von Schockens anspruchsvollem Verlagsprogramm.

Der weitgehend vergessene und auch von der Forschung vernachlässigte Schatz der »Bücherei des Schocken Verlags« wird durch Gerhard R. Kaiser in drei großen Schritten vergegenwärtigt: einer gedrängten Zusammenfassung aller 83 Bände, von Jesaja und Philon über Maimonides und Mendelssohn bis zu Cohen und Liebermann; einer Analyse ausgewählter Titel, wobei kommentierende Überschreibungen wie in Eugen Täublers Nachwort zu Mommsens »Judaea und die Juden« oder dem Heinz Politzers zu Kafkas »Vor dem Gesetz« besondere Beachtung finden; einer Reihe von Überblicken wie »Innensicht gegen Außensicht« oder »Verborgen-offenbarer Doppelsinn«. Der Schwerpunkt der »Bücherei« ist nicht zionistisch, sondern kulturzionistisch. Die deutlichste Absage an das nationalsozialistische Deutschland findet sich in Karl Wolfskehls Gedichtband »Die Stimme spricht«.
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