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Elisabeth Kimmerle


Elisabeth Kimmerle, geb. 1985, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam (ZZF). Sie hat Philosophie, Germanistik und Journalistik in Freiburg, Leipzig und Istanbul studiert. Nach ihrem Volontariat bei der taz hat sie als Co-Projektleiterin und Redakteurin bei dem deutsch-türkischen Onlineprojekt der taz, taz.gazete, gearbeitet. Ihre Promotion an der Universität Potsdam entstand am ZZF im Rahmen des Verbundprojekts »The Historicity of Democracy in the Muslim and Arab Worlds«.


Elisabeth Kimmerle erhält den Nachwuchswissenschafts-Preis der Landeshauptstadt Potsdam

Elisabeth Kimmerle, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) und Autorin des Buches »Frauen in Bewegung«, erhält den Nachwuchswissenschafts-Preis der Landeshauptstadt Potsdam 2025. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel zeichnete die Preisträgerin im Rahmen der Festsitzung des Einsteintages der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften im Nikolaisaal für ihre außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der deutsch-türkischen Migrationsgeschichte aus. Ihre Publikation »Frauen in Bewegung. Migrantische Aushandlungsräume des Politischen zwischen West-Berlin und der Türkei (1961–1990)« gilt als bedeutender Beitrag zur historischen Migrationsforschung. Der Potsdamer Nachwuchswissenschafts-Preis, dessen Preisträgerin oder Preisträger durch eine Jury ausgewählt wird, ist mit 5000 Euro dotiert und wird jährlich verliehen. 

Bücher:

Frauen in Bewegung
Politische Räume von Migrantinnen aus der Türkei in West-Berlin 1961-1989 …

ISBN 978-3-8353-5916-1
€ 39,00 (D) | € 40,10 (A)


Veranstaltungen:

Leipzig
20. März 2026
Eine neue Perspektive auf Migration, Geschlecht und politische Bewegungen.
Migration hat die deutsche Gesellschaft tiefgreifend verändert. Wenig Beachtung als politische Akteurinnen fanden bislang Frauen, die seit den 1960er Jahren auch aus der Türkei zur Arbeit nach Westdeutschland kamen. Dabei waren Migrantinnen oft treibende Kräfte sozialen und politischen Wandels. Ob Vereinbarkeit von Lohnarbeit und Familie, kommunales Wahlrecht oder eigenständiges Aufenthaltsrecht: Migrantinnen brachten Themen auf die politische Agenda, die geltende Konzepte von Arbeit, Geschlecht und Staatsbürgerschaft in Frage stellten.
Elisabeth Kimmerle untersucht am Beispiel von West-Berlin, wie Migrantinnen aus der Türkei für ihre Rechte kämpften. Entlang sozialer Räume wie der Fabrik, dem Frauenwohnheim, der Straße und Frauenläden zeichnet sie den Wandel migrantischer Selbstorganisation zwischen 1961 und 1989 aus transnationaler und geschlechtergeschichtlicher Perspektive nach. Anhand zahlreicher Archivquellen und Interviews mit Zeitzeuginnen werden deren Erfahrungen und politische Räume jenseits von Parteien und Gewerkschaften sichtbar. Diese intersektionale Perspektive auf Migration und Geschlecht bietet neue Einblicke in die Geschichte migrantischer Kämpfe und zeigt, wie das »Private« in der Einwanderungsgesellschaft zum Politischen wurde.
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Paris
23. März 2026
Veranstaltung in deutscher und französischer Sprache (mit konsekutiver Übersetzung).mehr
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