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»Es gab wunderbares Material unter diesen Gehirnen«


»Euthanasie«-Verbrechen, Hirnforschung und die Max-Planck-Gesellschaft

Reihe: Ergebnisse des Forschungsprojekts ›Hirnforschung an Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Kontext nationalsozialistischer Unrechtstaten: Hirnpräparate in Instituten der Max-Planck-Gesellschaft und die Identifizierung der Opfer‹


Für die neuropathologische Forschung im Kontext der NS-»Euthanasie« wurden über Jahrzehnte die Gehirne der Opfer in Instituten der Kaiser-Wilhelm- bzw. der Max-Planck-Gesellschaft verwertet.

Menschen mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen wurden seit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft zunehmend entrechtet, zwangsweise ihrer Fortpflanzungsfähigkeit beraubt und ab 1939 auch ermordet. Im Kontext der neuropathologischen Forschung wurden dabei Gehirne von Opfern der systematischen Krankenmorde (»Euthanasie«) in Instituten der Kaiser-Wilhelm- bzw. in deren Nachfolgeinstitution, der Max-Planck-Gesellschaft, gesammelt und noch jahrzehntelang zu Forschungs- und Lehrzwecken genutzt. Im vorliegenden Band wird dieses Vorgehen nun erstmals durch eine renommierte Autor*innengruppe systematisch untersucht. Rekonstruiert werden Programmatik und Praxis der neurowissenschaftlichen Forschungen im Nationalsozialismus, die wissenschaftliche Nutzung der entstandenen Präparate auch in der Nachkriegszeit sowie der Umgang der Max-Planck-Gesellschaft mit der Geschichte dieser Forschungen und den aus ihr resultierenden Präparatesammlungen.
Der Band ist das Ergebnis eines größeren Forschungsprojekts zur Hirnforschung an Instituten der Kaiser-Wilhelm- Gesellschaft im Kontext nationalsozialistischer Unrechts-taten, das von 2017 bis 2026 durchgeführt wurde. Die Namen aller identifizierten Opfer finden sich in einem parallel publizierten Gedenkbuch.
Maximilian Buschmann

Maximilian Buschmann, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Technischen Universität München und Institut für Geschichte der Pharmazie und Medizin der Universität Marburg.

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Herwig Czech

Herwig Czech, Institut für Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizinischen Universität Wien.

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Axel C. Hüntelmann

Axel C. Hüntelmann, Institut für Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizinischen Universität Wien.

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Uwe Kaminsky

Uwe Kaminsky, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin an der Charité Berlin.

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Elisabeth Kraul

Elisabeth Kraul, Institut für Ethik, Sammlungen und Geschichte der Medizinischen Universität Wien.

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Philipp Rauh

Philipp Rauh, geb. 1976, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Erlangen. Seit Juli 2013 Bearbeiter des DFG-Projektes »Gruppenbiographische Studien zu KZ-Ärzten. Karrierewege im Nationalsozialismus …

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Volker Roelcke

Volker Roelcke, Professor für Geschichte der Medizin, Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin, Universität Gießen. Forschungsschwerpunkte: Medizin- und Wissenschaftsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert, Geschichte und Ethik der Forschung am …

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Weitere Bücher der Reihe »Ergebnisse des Forschungsprojekts ›Hirnforschung an Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Kontext nationalsozialistischer Unrechtstaten: Hirnpräparate in Instituten der Max-Planck-Gesellschaft und die Identifizierung der Opfer‹«

Buchcover: Victims of Unethical Brain ResearchVictims of Unethical Brain Research
Paul Weindling, Michal Adam Palacz and Aisling Shalvey
€39,00
Buchcover: »Euthanasie«-Verbrechen, Hirnforschung und die Max-Planck-Gesellschaft»Euthanasie«-Verbrechen, Hirnforschung und die Max-Planck-Gesellschaft
Maximilian Buschmann, Herwig Czech, Axel C. Hüntelmann, Uwe Kaminsky, Elisabeth Kraul, Paul Kuglitsch, Philipp Rauh, Volker Roelcke
€39,00
Buchcover: »Countless Brains«»Countless Brains«
Paul Weindling and Michal Adam Palacz
€39,00