Wallstein Verlag



Thomas Manns Krieg


Literatur und Politik im amerikanischen Exil

Aus dem Englischen übersetzt von Norbert Juraschitz und Heide Lutosch


Thomas Manns Kampf gegen Nazi-Deutschland als Schriftsteller von internationalem Rang in Amerika.


Als Thomas Mann 1938 im amerikanischen Exil eintraf, wurde er mit Beifall empfangen und schon bald als »Hitlers Intimfeind« gefeiert. Es war eine außergewöhnliche Wendung für einen Autor, der im Ersten Weltkrieg noch zum »Gedankendienst mit der Waffe« angetreten war, sich inzwischen aber als internationaler Schriftsteller verstand. In den folgenden Jahren machte Mann geschickt Gebrauch von seinem Ruhm, um in Essays, Reden, öffentlichen Briefen und Rundfunkansprachen Stellung gegen das Nazi-Regime zu beziehen.
»Thomas Manns Krieg« erzählt, wie ein Autor, der oftmals als »repräsentativer Deutscher« belächelt wurde, geschickt seine Reputation im Ausland genutzt hat. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Frage, welche Auswirkung Amerika auf die intellektuelle Entwicklung Thomas Manns gehabt haben mag, sondern stattdessen, welchen Einfluss er auf Amerika hatte. Aus dieser Perspektive gesehen entpuppt sich Thomas Mann auch als Vorreiter des Literaturbetriebs im 21. Jahrhundert - einer Zeit, in der Schriftsteller aus krisengeschüttelten Ländern oftmals als Botschafter gefährdeter kultureller Traditionen angesehen werden.
Tobias Boes

Tobias Boes, geb. 1976, ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der University of Notre Dame, USA und Leiter des dortigen Department of German and Russian Languages and Literatures. Veröffentlichungen u. a.: Oxford Twenty-First Century ...

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