Wallstein Verlag


Eule oder Nachtigall?


Tendenzen und Perspektiven kulturwissenschaftlicher Werteforschung

Herausgegeben von Marie Luisa Allemeyer, Katharina Behrens und Katharina Ulrike Mersch


Werte und Wertewandel in Mittelalter und Neuzeit.


»Werte« stehen hoch im Kurs: In vielen gesellschaftlichen Kontexten erfahren sie einen inflationären Gebrauch - beklagt man ihren Verlust, werden sie zum Gegenstand von Kommissionen und Curricula. Auch in den Kulturwissenschaften hat man sich ihrer Erforschung zugewandt. Dabei hat sich gezeigt, wie produktiv, aber auch wie problematisch die Verwendung des Wertbegriffs als analytisches Instrument kulturwissenschaftlicher Forschung ist.
Die International Max Planck Research School (Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen) hat zwei interdisziplinäre Tagungen zur Werteforschung veranstaltet, deren Ergebnisse in diesem Band präsentiert werden. Die Autorinnen und Autoren machen die unterschiedliche Verwendung des Wertbegriffs in den Kulturwissenschaften transparent und zeigen Perspektiven für zukünftige kulturwissenschaftliche Forschungen auf.

Aus dem Inhalt:
Barbara Stollberg-Rilinger: Die Historiker und die Werte
Gilbert Heß: Formen der Validierung in frühneuzeitlichen Florilegien und Enzyklopädien
Marian Füssel: Der Streit der Fakultäten. Zur sozialen Praxis des Wertewandels in der frühmodernen Gelehrtenkultur
Kai-Henrik Günther: Sizilien 1282. Die Abwertung der »Anderen« als Geburtsstunde der sizilianischen Identität
Hans Dieter Mutschler: Gibt es Werte in der Natur?
Carsten Zorn: Der Fall »Flexibilität«. Über eine aktuelle Herausforderung für die Soziologie moderner Werte
Marie Luisa Allemeyer

Marie Luisa Allemeyer, Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Seit 2013 ist sie Direktorin der Zentralen Kustodie der Universität Göttingen und zugleich Projektleiterin des Forum Wissen. Ihre wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen im Bereich der Alltags- ...

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