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Holocaust Oral History und das lange Ende der Zeitzeugenschaft Jan Taubitz

Holocaust Oral History und das lange Ende der Zeitzeugenschaft


€ 29,90 (D) | € 30,80 (A)

332 S., 4 Abb., geb., Schutzumschlag
Format: 14,0 x 22,2
ISBN 978-3-8353-1843-4

Inhalt

Wie überlebt man das Überleben? Zeitzeugeninterviews des Holocaust in ihrem historischen, institutionellen und medialen Kontext.

Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende wird eindringlicher denn je das Ende der Zeitzeugenschaft beschworen. Die Erinnerung an Krieg und Holocaust, so die Sorge, werde ohne die direkten Augenzeugen verblassen, sich in den endlosen Lauf der »kalten Geschichte« einreihen. Jan Taubitz zeigt, wie bereits vor mehr als 35 Jahren etliche Oral History Archive dieser Entwicklung mit der systematischen Aufnahme, Konservierung und Verbreitung zehntausender audio-visueller Interviews mit Überlebenden des Holocaust entgegentraten. Die Initiative ging von US-amerikanischen Museen, Archiven, Bibliotheken, Stiftungen und Graswurzelbewegungen aus. Somit drängen sich folgende Fragen auf: In welchem Verhältnis stehen die Zeugnisse zur amerikanischen Kultur sowie zu der von ihr hervorgebrachten Oral History? Wer waren die Hauptakteure? Welche Beziehungen lassen sich zu anderen, vor allem populären Darstellungen des Holocaust nachweisen? Wie wirkt sich der digitale Wandel auf die Zeugnisse aus? Und schließlich: Können die Holocaust Oral Histories das Ende der Zeitzeugenschaft tatsächlich überwinden?

Pressestimmen

»das Buch gibt einen sehr guten deutschsprachigen Überblick zu US-amerikanischen Projekten und Institutionen der Holocaust Oral History«
(Judith Keilbach, H-Soz-Kult, 02.08.2016)

»eine äußerst gut lesbare, anregende Publikation«
(Linde Apel, Archiv für Sozialgeschichte, 29.11.2016)

»Besonders im deutschsprachigen Raum schließt die hervorragend recherchierte und angenehm zu lesende Studie sicherlich eine wichtige Forschungslücke.«
(Verena-Lucia Nägel, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG), 12/2016)