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Marie Müller-Zetzsche


Marie Müller-Zetzsche, geb. 1983, studierte Kulturwissenschaften und Französisch an der Universität Leipzig und wurde dort 2018 in einem Cotutelle-Verfahren mit der Université de Lorraine in Vergleichender Kultur- und Gesellschaftsgeschichte promoviert. Die vorliegende Studie erstand am Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam im Projekt »Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000« in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung.


Bücher:

Erneuerung der alten Rechten
Nationalistische und rassistische Diskurse in Deutschland und Frankreich, …

ISBN 978-3-8353-6045-7
€ 36,00 (D) | € 37,00 (A)


Veranstaltungen:

Potsdam
09. September 2026
Erneuerung der alten Rechten 
Nationalistische und rassistische Diskurse in Deutschland und Frankreich, 1951-1971

Die Neue Rechte hat eine Geschichte. In 'Erneuerung der alten Rechten' zeichnet Marie Müller-Zetzsche nach, wie sich rechtsradikale Ideologien nach 1945 in Deutschland und Frankreich erneuerten. Anhand der einflussreichen Zeitschriften 'Nation Europa' und 'Défense de l’occident' zeigt sie, wie alte nationalistische und rassistische Denkmuster sprachlich modernisiert, transnational vernetzt und an veränderte politische Bedingungen angepasst wurden. 
Die Veranstaltung stellt die zentrale These des Buches zur Diskussion: Die Neue Rechte entstand nicht aus dem Nichts – sie knüpft an intellektuelle Kontinuitäten an, die bis in die Nachkriegszeit zurückreichen. 
Die Studie entstand am Moses Mendelssohn Zentrum im Kooperationsprojekt 'Die radikale Rechte in Deutschland 1945-2000' in Zusammenarbeit mit dem Leibniz Zentrum für Zeithistorische Forschung. Informationen: https://projekt.radikale-rechte.de/ 

Die Buchvorstellung wird präsentiert vom Moses Mendelssohn Zentrumfür europäisch-jüdische Studien und dem Buchladen Sputnik. 
 
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Ludwigsburg
23. September 2026
Vortrag von Dr. Marie Müller-Zetzsche vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e. V.

Nach dem Zweiten Weltkrieg suchten NS-Propagandisten aus verschiedenen europäischen Ländern nach neuen Ausdrucksformen für alte rechtsradikale Ideologie. Sie entwickelten das Konzept einer "Nation Europa", in der der Rasse-Begriff zunächst durch "Kultur" ersetzt wurde.
Marie Müller-Zetzsche untersucht die ideologischen Kontinuitäten des Rechtsradikalismus nach 1945 in Deutschland und Frankreich. Im Zentrum stehen Zeitschriften als zentrale Plattformen für rechtsradikale Netzwerke, die zur Entwicklung neuer Begriffe und Strategien beitrugen.
Der Vortrag zeigt, wie sich faschistische und nationalsozialistische Denkmuster zwischen 1951 und 1971 wandelten und welche Rolle publizistische Strategien, transnationale Vernetzung und der Kampf um Deutungshoheit für die Entstehung der sogenannten »Neuen Rechten« spielten.
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