Wallstein Verlag

Gunnar Och


Gunnar Och, geb. 1954, lehrte bis 2020 als Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der deutsch-jüdischen Literaturgeschichte und in der klassisch-romantischen Zeit. Veröffentlichungen u. a. zu Judenbildern von der Aufklärung bis zur Romantik, zu Lessing, Jean Paul, Eichendorff, Brentano, Heine, Thomas Mann und Jakob Wassermann. Als Präsident (2002-2006) und Vorstand der Eichendorff-Gesellschaft Herausgeber des Jahrbuchs Aurora.
Veröffentlichungen u. a.: Lessing und das Judentum. Lektüren, Dialoge, Kontroversen im 20. und 21. Jahrhundert (2021, Mithg.); Der jüdische Witz. Zur unabgegoltenen Problematik einer alten Kategorie (2015, Mithg.)


Bücher:

Ahasver, der Ewige Jude
Ahasver, der Ewige Jude
Geschichte eines Mythos

ISBN 978-3-8353-5473-9
€ 34,00 (D) | € 35,00 (A)

Jakob Wassermann
Jakob Wassermann
Deutscher - Jude - Literat

ISBN 978-3-8353-0158-0
€ 34,00 (D) | € 35,00 (A)


Veranstaltungen:

Ansbach
12. Mai 2024
Prof. Dr. Gunnar Och stellt sein Buch »Ahasver, der Ewige Jude. Geschichte eines Mythos« vor. Im Gespräch mit Pfarrer Dr. Johannes Wachowski (Leiter des Evangelischen Bildungswerkes im Dekanat Ansbach) wird das Thema ergänzend aus theologischer Sicht betrachtet.
Die Lesung wird veranstaltet vom Kulturforum Ansbach e.V. in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Bildungswerk im Dekanat Ansbach e.V. im Rahmen des Jahres der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit.
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Ottensoos
02. Juni 2024
Es ist ein im kollektiven Gedächtnis fest verankerter Mythos: das Los des Ahasver, des Ewigen Juden, von dem erzählt wird, dass er dem auf dem Kreuzweg schmachtenden Christus die Rast missgönnt habe und dafür zu ewiger Wanderschaft verdammt worden sei.
Die Wurzeln der Überlieferung reichen bis ins Mittelalter zurück, doch erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts beginnt der Stoff sein hohes Wirkungspotenzial zu entfalten.
Ahasver wird zu einer plastischen und zugleich mirakulösen Figur, die ihren Siegeszug quer durch Europa antritt.
Ein antijudaistischer Ton ist dabei nicht zu verkennen. Und auch wenn im Laufe der Zeit identifikatorische Formen der Aneignung den Mythos durchdringen, bleibt doch die Gefahr judenfeindlicher Aktualisierung präsent, wie nicht zuletzt die NS-Propaganda zeigt.

Das gleichnamige Buch von Gunnar Och, der bis 2020 als Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg mit Forschungsschwerpunkt im Bereich der deutsch-jüdischen Literaturgeschichte lehrte, verfolgt die ebenso erstaunliche wie ungeheure Karriere dieser Figur von der Frühen Neuzeit bis in die Moderne.

HINWEISE ZUR ANMELDUNG:

Anmeldung über das vhs-Anmeldeformular (Druck- oder Online-Version) bis spätestens 29.05.2024.

Hier gilt das Lastschriftverfahren (bargeldloses Bezahlen).

Reservierungen sind auch per E-Mail (info@vhs-up.de) oder telefonisch während der Öffnungszeiten möglich.

Eventuelle Restplätze an der Abendkasse.
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