Annette Prosinger
Annette Prosinger, geb. 1959, ist Journalistin und lebt in Berlin. Nach ihrem Studium der Germanistik und Romanistik in in Kiel, Freiburg und Zaragoza arbeitete sie bei verschiedenen Zeitungen als Redakteurin, unter anderem bei der taz, der Badischen und der Basler Zeitung. Zuletzt war sie Textchefin der Welt am Sonntag.
Bücher:
Alfred Landecker
Ein deutsch-jüdisches Leben 1884-1942
ISBN 978-3-8353-5330-5
€ 24,00 (D) | € 24,70 (A)
Ein deutsch-jüdisches Leben 1884-1942
ISBN 978-3-8353-5330-5
€ 24,00 (D) | € 24,70 (A)
Veranstaltungen:
Mannheim
18. November 2026
Mit Muhterem Aras (Vizepräsidentin des Landtags Baden-Württemberg), Lena Altman (CEO der Alfred Landecker Foundation) Annette Prosinger (Autorin), Bürgermeister Thorsten Riehle (Stadt Mannheim), Helen Heberer (Vorsitzende des Freundeskreises MARCHIVUM) u. a
Alfred Landecker war kein berühmter Mann, kein Gelehrter und auch keine Persönlichkeit des öffentlichen
Lebens. Aber er war ein Sohn unserer Stadt. Seine Geschichte interessiert und berührt uns, gerade weil er
so unauffällig war. Wie er und seine Familie in Angst und Schrecken versetzt und er schließlich in den Tod
getrieben wurde, das ist so oder so ähnlich der Mehrheit der in Deutschland lebenden jüdischen Menschen
widerfahren.
Aufgewachsen in einer kinderreichen Familie im ostpreußischen Nordenburg, lässt sich Alfred Landecker
1913 in der pulsierenden Quadratestadt nieder. Er dient als Soldat im Ersten Weltkrieg und gründet nach
seiner Rückkehr in Mannheim eine Familie. Drei Kinder werden ihm und seiner katholischen Frau Maria
geschenkt. Beruflich arbeitet er erfolgreich als Prokurist. Aber nach dem frühen Tod seiner Frau wendet
sich das Schicksal. Er und seine „halbjüdischen“ Kinder erfahren nach 1933 wachsende Ausgrenzung und Entrechtung. Er selbst wird schließlich 1942 ins Ghetto Izbica/Polen deportiert und ermordet.
Die Journalistin Annette Prosinger zeichnet in ihrem Buch sehr einfühlsam das Leben der Familie Landecker in Mannheim nach: Schrittweise wird ihr ab 1933 die Normalität genommen. Vergeblich versucht der fürsorgliche Vater, sich und die Kinder zu schützen und scheitert letztendlich. Die Autorin stellt ausgewählte Passagen aus ihrem Buch im Gespräch mit dem ehemaligen MARCHIVUM-Leiter Ulrich Nieß vor.
Alfred Landecker wird ebenso wie der Holocaust-Überlebende Ernest W. Michel künftig Teil der
multimedialen Dauerausstellung des MARCHIVUM „Was hat das mit mir zu tun?“ sein. Dazu werden zwei neue, von Michael Caroli redigierte Broschüren vorgestellt und kostenlos verteilt. Anhand dieser Broschüren können Besuchende der Ausstellung weitere Aspekte jüdischen Lebens in Mannheim wie auch der Verfolgungsgeschichte erfahren. Diese Neuerungen in der Ausstellung werden von Karen Strobel und Silvia Köhler vorgestellt. Am Abend besteht die Möglichkeit, selbst auf Spurensuche nach Alfred Landecker oder Ernest W. Michel zu gehen. Das Buch und die neuen Ausstellungszugänge wurden durch die Förderung der Alfred Landecker Foundation ermöglicht.
Wir bitten Sie um Anmeldung bis spätestens 12. November an das Sekretariat MARCHIVUM Tel.
0621/2937027 oder unter marchivum@mannheim.de.mehr
alle Termine
18. November 2026
Mit Muhterem Aras (Vizepräsidentin des Landtags Baden-Württemberg), Lena Altman (CEO der Alfred Landecker Foundation) Annette Prosinger (Autorin), Bürgermeister Thorsten Riehle (Stadt Mannheim), Helen Heberer (Vorsitzende des Freundeskreises MARCHIVUM) u. a
Alfred Landecker war kein berühmter Mann, kein Gelehrter und auch keine Persönlichkeit des öffentlichen
Lebens. Aber er war ein Sohn unserer Stadt. Seine Geschichte interessiert und berührt uns, gerade weil er
so unauffällig war. Wie er und seine Familie in Angst und Schrecken versetzt und er schließlich in den Tod
getrieben wurde, das ist so oder so ähnlich der Mehrheit der in Deutschland lebenden jüdischen Menschen
widerfahren.
Aufgewachsen in einer kinderreichen Familie im ostpreußischen Nordenburg, lässt sich Alfred Landecker
1913 in der pulsierenden Quadratestadt nieder. Er dient als Soldat im Ersten Weltkrieg und gründet nach
seiner Rückkehr in Mannheim eine Familie. Drei Kinder werden ihm und seiner katholischen Frau Maria
geschenkt. Beruflich arbeitet er erfolgreich als Prokurist. Aber nach dem frühen Tod seiner Frau wendet
sich das Schicksal. Er und seine „halbjüdischen“ Kinder erfahren nach 1933 wachsende Ausgrenzung und Entrechtung. Er selbst wird schließlich 1942 ins Ghetto Izbica/Polen deportiert und ermordet.
Die Journalistin Annette Prosinger zeichnet in ihrem Buch sehr einfühlsam das Leben der Familie Landecker in Mannheim nach: Schrittweise wird ihr ab 1933 die Normalität genommen. Vergeblich versucht der fürsorgliche Vater, sich und die Kinder zu schützen und scheitert letztendlich. Die Autorin stellt ausgewählte Passagen aus ihrem Buch im Gespräch mit dem ehemaligen MARCHIVUM-Leiter Ulrich Nieß vor.
Alfred Landecker wird ebenso wie der Holocaust-Überlebende Ernest W. Michel künftig Teil der
multimedialen Dauerausstellung des MARCHIVUM „Was hat das mit mir zu tun?“ sein. Dazu werden zwei neue, von Michael Caroli redigierte Broschüren vorgestellt und kostenlos verteilt. Anhand dieser Broschüren können Besuchende der Ausstellung weitere Aspekte jüdischen Lebens in Mannheim wie auch der Verfolgungsgeschichte erfahren. Diese Neuerungen in der Ausstellung werden von Karen Strobel und Silvia Köhler vorgestellt. Am Abend besteht die Möglichkeit, selbst auf Spurensuche nach Alfred Landecker oder Ernest W. Michel zu gehen. Das Buch und die neuen Ausstellungszugänge wurden durch die Förderung der Alfred Landecker Foundation ermöglicht.
Wir bitten Sie um Anmeldung bis spätestens 12. November an das Sekretariat MARCHIVUM Tel.
0621/2937027 oder unter marchivum@mannheim.de.mehr
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