
© Jan Hillnhütter
Abdalrahman Alqalaq
Abdalrahman Alqalaq, 1997 in Alyarmouk, einem Flüchtlingslager am Rand von Damaskus, geboren, ist ein palästinensischer Schriftsteller, Dichter und Performer. Er studiert Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit Schwerpunkt Theater und Literatur, sowie Kulturpolitik im internationalen Vergleich an der Universität Hildesheim und an der Université MV in Rabat. 2022 erschien sein Lyrikdebüt »vierundzwanzig« auf Arabisch im Elles Publishing House in Kairo. Einige Texte wurden im Weiter Schreiben Magazin veröffentlicht. Alqalaq absolvierte ein FSJ am Staatstheater Karlsruhe, Praktika am Jungen Nationaltheater Mannheim und am Haus der Berliner Festspiele für das Performing Exiles Festival 2023.
Bücher:
Veranstaltungen:
Münster
04. Juli 2026
Moderation: Jonis Hartmann, Aurélie Maurin und Anja Utler
Eintritt: 16 € / ermäßigt: 12 €
Gesamtkarte: 39 € / ermäßigt: 28,50 €
Unterhaltsame Sprechblasen, mühsame Sprechblasen – und die Poesie setzt an, sie platzen zu lassen. Das kann sich anhören wie bei Monika Rinck: „O Müder, wie müde du bist. Wie kann ich dich erheitern?“ Durch Stillstand und Übergänge begleiten uns die Dichter:innen dieses Abends, durch die Spannung zwischen Erschöpfung und dem „langen Atem“ der Literatur, wie ihn Büchnerpreisträgerin Ursula Krechel in einem Interview gefordert hat. Auf das Stillstehen der Welt, in dem James Noël ein erkranktes Herz erkennt, antwortet die poetische Rede als Dreh der Wahrnehmung, als Störung und Frage. Aufmerksamkeit erheitert, wenn sie dem Kleinen zukommt, etwa der Amöbe bei Monika Rinck oder dem stimmlosen S in „nervös“ bei Ursula Krechel – und womöglich erweitert sie, wenn sie sich größeren Dingen zuwendet: der „Güte“ oder dem „Herzasthma des Exils“ (Krechel, mit Thomas Mann), der Frage, wie die „Seele diese leere Stelle für sich reklamieren“ kann, wo ein Gefühl gelöscht wurde (Rinck), oder der Frage, ob Ankunftsland und -sprache Platz bieten werden für die Erfahrungen von „Langzeitvertriebenen“ (Alqalaq). „Leichtsinnig, wer glaubt, sein Herz sei hart“, konstatiert Abdalrahman Alqalaq, aber vielleicht lässt sich ja, mit Dirk Hülstrunk gesprochen, dieser „fehler verwandeln“.mehr
Hildesheim
05. Juli 2026
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Wurzen
05. August 2026
Esther Dischereit, Abdalrahman Alqalaq & Jörg Schieke im RingelnatzSommer 2026.
Die Schirm:poetin des RingelnatzSommers 2026, Esther Dischereit , und der von ihr gewählte Nachwuchslyriker Abdalrahman Alqalaq lesen aus ihren Werken. Im Gespräch mit Jörg Schieke (MDR) setzen sie sich mit ihren eigenen Arbeiten und dem Werk von Joachim Ringelnatz auseinander.
Esther Dischereit ist eine deutsch-jüdische Schriftstellerin, geboren 1952 in Heppenheim, die als wichtige Stimme der zweiten Generation nach der Shoah gilt. Sie schreibt Lyrik, Prosa, Essays, Hörstücke und Theatertexte und beschäftigt sich häufig mit jüdischer Identität, Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Fragen. Außerdem lehrte sie u.a. als Professorin an der Universität für angewandte Kunst in Wien.
Abdalrahman Alqalaq ist ein palästinensisch-syrischer Schriftsteller, Lyriker und Performer, geboren 1997 im Flüchtlingslager Yarmouk bei Damaskus. Er lebt heute in Deutschland und studiert Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim. Seine Texte handeln oft von Krieg, Flucht, Exil und Identität. Sein erstes arabisches Lyrikbuch erschien 2022, sein erstes deutschsprachiges Buch „Übergangsritus“ 2024.
Eine Veranstaltung im Rahmen von Tacheles 2026.
»Poeten:post«
Lesung und Podiumsgespräch
Ringelnatz-Geburtshaus
Mittwoch, 05. August 2026
Beginn 19:45 Uhr | ca. 90 min | keine Pause
Legen Sie den Ticketpreis für Ihren Eintritt selbst fest (mind.1,-€) – vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Kinder bis 14 Jahre frei (Es muss ein Kinderticket bestellt werden, um einen Sitzplatz bei der Veranstaltung zu sichern!)mehr
alle Termine
04. Juli 2026
Moderation: Jonis Hartmann, Aurélie Maurin und Anja Utler
Eintritt: 16 € / ermäßigt: 12 €
Gesamtkarte: 39 € / ermäßigt: 28,50 €
Unterhaltsame Sprechblasen, mühsame Sprechblasen – und die Poesie setzt an, sie platzen zu lassen. Das kann sich anhören wie bei Monika Rinck: „O Müder, wie müde du bist. Wie kann ich dich erheitern?“ Durch Stillstand und Übergänge begleiten uns die Dichter:innen dieses Abends, durch die Spannung zwischen Erschöpfung und dem „langen Atem“ der Literatur, wie ihn Büchnerpreisträgerin Ursula Krechel in einem Interview gefordert hat. Auf das Stillstehen der Welt, in dem James Noël ein erkranktes Herz erkennt, antwortet die poetische Rede als Dreh der Wahrnehmung, als Störung und Frage. Aufmerksamkeit erheitert, wenn sie dem Kleinen zukommt, etwa der Amöbe bei Monika Rinck oder dem stimmlosen S in „nervös“ bei Ursula Krechel – und womöglich erweitert sie, wenn sie sich größeren Dingen zuwendet: der „Güte“ oder dem „Herzasthma des Exils“ (Krechel, mit Thomas Mann), der Frage, wie die „Seele diese leere Stelle für sich reklamieren“ kann, wo ein Gefühl gelöscht wurde (Rinck), oder der Frage, ob Ankunftsland und -sprache Platz bieten werden für die Erfahrungen von „Langzeitvertriebenen“ (Alqalaq). „Leichtsinnig, wer glaubt, sein Herz sei hart“, konstatiert Abdalrahman Alqalaq, aber vielleicht lässt sich ja, mit Dirk Hülstrunk gesprochen, dieser „fehler verwandeln“.mehr
Hildesheim
05. Juli 2026
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Wurzen
05. August 2026
Esther Dischereit, Abdalrahman Alqalaq & Jörg Schieke im RingelnatzSommer 2026.
Die Schirm:poetin des RingelnatzSommers 2026, Esther Dischereit , und der von ihr gewählte Nachwuchslyriker Abdalrahman Alqalaq lesen aus ihren Werken. Im Gespräch mit Jörg Schieke (MDR) setzen sie sich mit ihren eigenen Arbeiten und dem Werk von Joachim Ringelnatz auseinander.
Esther Dischereit ist eine deutsch-jüdische Schriftstellerin, geboren 1952 in Heppenheim, die als wichtige Stimme der zweiten Generation nach der Shoah gilt. Sie schreibt Lyrik, Prosa, Essays, Hörstücke und Theatertexte und beschäftigt sich häufig mit jüdischer Identität, Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Fragen. Außerdem lehrte sie u.a. als Professorin an der Universität für angewandte Kunst in Wien.
Abdalrahman Alqalaq ist ein palästinensisch-syrischer Schriftsteller, Lyriker und Performer, geboren 1997 im Flüchtlingslager Yarmouk bei Damaskus. Er lebt heute in Deutschland und studiert Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim. Seine Texte handeln oft von Krieg, Flucht, Exil und Identität. Sein erstes arabisches Lyrikbuch erschien 2022, sein erstes deutschsprachiges Buch „Übergangsritus“ 2024.
Eine Veranstaltung im Rahmen von Tacheles 2026.
»Poeten:post«
Lesung und Podiumsgespräch
Ringelnatz-Geburtshaus
Mittwoch, 05. August 2026
Beginn 19:45 Uhr | ca. 90 min | keine Pause
Legen Sie den Ticketpreis für Ihren Eintritt selbst fest (mind.1,-€) – vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Kinder bis 14 Jahre frei (Es muss ein Kinderticket bestellt werden, um einen Sitzplatz bei der Veranstaltung zu sichern!)mehr
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