Wallstein Verlag


Menschenkonstruktionen


Künstliche Menschen in Literatur, Film, Theater und Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts

Herausgegeben von Gisela Febel und Cerstin Bauer-Funke

Reihe: Querelles. Jahrbuch für Frauen- und Geschlechterforschung; Bd. 9/2004


Das Motiv des idealen Menschen zieht sich durch viele Bereiche der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Autorinnen und Autoren analysieren dieses Motiv vor dem Hintergrund einer kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Utopien und gehen dabei aktuellen ästhetischen und ethischen Fragen nach.


Aus dem Inhalt:
Irmgard Scharold: Der »blinde Fleck« im Auge des Archäologen: Prosper Mérimées »La Vénus d’Ille«(1837)
Anke Wortmann: Die künstliche Frau als Glücksversprechen. Die zweifelhafte Machbarkeit des Ideals in Villiers de l’Isle-Adams »L’Eve future« (1886)
Cerstin Bauer-Funke: Die Dekonstruktion des Pygmalion-Mythos in »Interview de Mrs. Muerta Smith por sus fantasmas« (1972) von Agustín Gómez-Arcos
Gisela Febel: Stimme und anamorphotischer Blick oder wie man sich in Romanen und Opern in virtuelle Wesen verliebt
Claudia Peppel: Warenkörper und Kunstfigur. Der Manichino als ästhetisches Phänomen
Sigrid Adorf: Blicke überleben. Die unheimliche Treffsicherheit verfehlter Blicke in Claude Cahuns (1894-1954) photographischen Selbstinszenierungen
Claudia Bahmer: »Melancholische Darsteller in völliger Einsamkeit«. Rebecca Horns anthropomorphe Objekte als Kehrseite des künstlichen Menschen
Julika Griem: Puppe und Affe. Überlegungen zur phantasmatischen Funktion von Tieren und Maschinen anläßlich von Spike Jonzes Film »Being John Malkovich«
Margot Brink: Von Cyborgs, Monstern und der Hochkonjunktur des Hybriden in der Theorie
Alexander Glück: Archäologin mit Biß. Lara Croft - das neue Frauenbild und die Reversibilität falscher Entscheidungen

Zum Jahrbuch für Frauenforschung:
Das Jahrbuch für Frauenforschung Querelles steht in der Tradition der europäischen Frauen- und Geschlechtergeschichte. Querelles stellt einen Ort der Streitkultur im Bereich der Frauen- und Geschlechterforschung dar und ermöglicht den intellektuellen Austausch zwischen den Geschlechtern. Bewußt wird mit Querelles an die Tradition der Aufklärung angeknüpft, die als ein über die Epochengrenzen weit hinausweisender, unabgeschlossener Prozeß begriffen wird. Querelles wird in Verbindung mit der Edition »Ergebnisse der Frauenforschung an der Freien Universität Berlin« herausgegeben und stellt eine Ergänzung zu den in dieser interdisziplinären Reihe versammelten monographischen Arbeiten dar. 1996 erhielt das Jahrbuch Querelles den Margherita-von-Brentano-Preis an der FU Berlin.
Querelles erscheint seit 2003 im Wallstein Verlag.

Weitere Informationen unter: »www.fu-berlin.de/zefrauen/publikationen/querelles_jahrbuch/index.html«
Cerstin Bauer-Funke

Cerstin Bauer-Funke ist Hochschuldozentin für Französische und Spanische Literaturwissenschaft an der Universität des Saarlandes.

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