Kritik beginnt da, wo wir ein Buch aus der Hand legen, um jemandem davon zu erzählen.
Kritik entsteht, wenn uns ein Werk oder Ereignis aus der Bahn wirft und ratlos macht. In seinem eleganten Essay veranschaulicht Michel Chaouli diese Erfahrung in drei Momenten: Etwas spricht mich an. Ich muss es dir mitteilen. Doch weiß ich nicht wie. Diese Kritik brauchen wir, weil uns manchmal Worte oder Bilder oder Gesten von solcher Intensität begegnen, dass sie uns unter die Haut gehen, und oft wissen wir nicht, wie und warum. Um uns Klarheit über die eigene Erfahrung zu verschaffen, versuchen wir sie anderen zu erklären. So öffnet uns Kritik einen Weg, Dinge zu denken und zu fühlen, die unsere gewöhnlichen Fähigkeiten übersteigen. Sie bringt uns dazu, über uns hinauszuwachsen.
Kritik sehen wir meist im Verbund mit Wissenschaft und Journalismus. Michel Chaouli legt eine andere Sicht frei. Er beschreibt nicht diese professionelle Kritik, sondern was er poetische Kritik nennt, ein Schauplatz für Überraschung, Schrecken, Entzücken – für Verständnis und Unverständnis. Anregungen findet er bei vielen Schriftstellern, Künstlern und Denkern, von Kant und Schlegel bis zu Merleau-Ponty, Bachelard, Barthes, Baldwin und Cavell. Statt sich in akademischen Debatten zu verlieren, lädt Etwas spricht mich an dazu ein, die Dringlichkeit der Kritik selbst zu erfahren. Der Essay will poetische Kritik nicht nur beschreiben, sondern auch vorführen – show and tell.
Kritik entsteht, wenn uns ein Werk oder Ereignis aus der Bahn wirft und ratlos macht. In seinem eleganten Essay veranschaulicht Michel Chaouli diese Erfahrung in drei Momenten: Etwas spricht mich an. Ich muss es dir mitteilen. Doch weiß ich nicht wie. Diese Kritik brauchen wir, weil uns manchmal Worte oder Bilder oder Gesten von solcher Intensität begegnen, dass sie uns unter die Haut gehen, und oft wissen wir nicht, wie und warum. Um uns Klarheit über die eigene Erfahrung zu verschaffen, versuchen wir sie anderen zu erklären. So öffnet uns Kritik einen Weg, Dinge zu denken und zu fühlen, die unsere gewöhnlichen Fähigkeiten übersteigen. Sie bringt uns dazu, über uns hinauszuwachsen.
Kritik sehen wir meist im Verbund mit Wissenschaft und Journalismus. Michel Chaouli legt eine andere Sicht frei. Er beschreibt nicht diese professionelle Kritik, sondern was er poetische Kritik nennt, ein Schauplatz für Überraschung, Schrecken, Entzücken – für Verständnis und Unverständnis. Anregungen findet er bei vielen Schriftstellern, Künstlern und Denkern, von Kant und Schlegel bis zu Merleau-Ponty, Bachelard, Barthes, Baldwin und Cavell. Statt sich in akademischen Debatten zu verlieren, lädt Etwas spricht mich an dazu ein, die Dringlichkeit der Kritik selbst zu erfahren. Der Essay will poetische Kritik nicht nur beschreiben, sondern auch vorführen – show and tell.
Michel Chaouli
Michel Chaouli ist Professor für deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Indiana University, Bloomington. Von 2018 bis 2023 war er Einstein Visiting Fellow und Leiter des Projekts »Das Philologische Laboratorium« an der FU Berlin.
mehr
