Anekdotisch, witzig, klug: Der große Filmemacher und Philosoph Alexander Kluge über (Not-)Ausgänge der Geschichte.
Alexander Kluge betrachtet Ereignisse der Weltgeschichte, nimmt ungewöhnliche Perspektiven ein, hinterfragt, ergänzt, stellt Gedankengänge großer Philosophen in einen aktuellen Zusammenhang. Wie wäre die Geschichte verlaufen, hätten unsere Vorfahren Bestimmtes frühzeitig geahnt oder gelernt? Wären zu bestimmten Zeitpunkten der Geschichte andere Wege eingeschlagen worden, hätten Katastrophen nicht ihr endgültiges Ausmaß angenommen, hätten die Verantwortlichen bestimmte Dinge gewusst? Wäre unsere Gegenwart eine andere? Oder ist es das Schicksal des Menschen, dass (Not-)Ausgänge nicht gekannt werden, weil sie im Moment des Ereignisses (noch) nicht existier(t)en?
Im 17. und 18. Jahrhundert erlebt die Philosophie ihre sogenannte dritte Renaissance. Sie errichtet aber auch, so Kluge, eine Art Festungsbau gegen das, wo sie eine Quelle der Irrtümer vermutet: das Ahnungsvermögen, die Intuition, die Theologie, das noch Unbekannte. Später suchen große Philosophen wie Martin Heidegger diese neuen ›Bewegungen‹ zu begleiten, werden aber rasch zurück- gedrängt. Kritische Denker müssen emigrieren.
Alexander Kluge schildert persönliche Momente und Dinge, die heute anders erscheinen als damals, also im Laufe der Zeit ihre Bedeutung wechseln können. Welche Rolle spielt also die Zeit bei der Frage nach Ausgängen?
Eine philosophische, beobachtende Suche nach den Notausgängen der Geschichte. Kluges These: »Kenntnis der Notausgänge ist der Anfang der Philosophie!«
Alexander Kluge betrachtet Ereignisse der Weltgeschichte, nimmt ungewöhnliche Perspektiven ein, hinterfragt, ergänzt, stellt Gedankengänge großer Philosophen in einen aktuellen Zusammenhang. Wie wäre die Geschichte verlaufen, hätten unsere Vorfahren Bestimmtes frühzeitig geahnt oder gelernt? Wären zu bestimmten Zeitpunkten der Geschichte andere Wege eingeschlagen worden, hätten Katastrophen nicht ihr endgültiges Ausmaß angenommen, hätten die Verantwortlichen bestimmte Dinge gewusst? Wäre unsere Gegenwart eine andere? Oder ist es das Schicksal des Menschen, dass (Not-)Ausgänge nicht gekannt werden, weil sie im Moment des Ereignisses (noch) nicht existier(t)en?
Im 17. und 18. Jahrhundert erlebt die Philosophie ihre sogenannte dritte Renaissance. Sie errichtet aber auch, so Kluge, eine Art Festungsbau gegen das, wo sie eine Quelle der Irrtümer vermutet: das Ahnungsvermögen, die Intuition, die Theologie, das noch Unbekannte. Später suchen große Philosophen wie Martin Heidegger diese neuen ›Bewegungen‹ zu begleiten, werden aber rasch zurück- gedrängt. Kritische Denker müssen emigrieren.
Alexander Kluge schildert persönliche Momente und Dinge, die heute anders erscheinen als damals, also im Laufe der Zeit ihre Bedeutung wechseln können. Welche Rolle spielt also die Zeit bei der Frage nach Ausgängen?
Eine philosophische, beobachtende Suche nach den Notausgängen der Geschichte. Kluges These: »Kenntnis der Notausgänge ist der Anfang der Philosophie!«
Alexander Kluge
Alexander Kluge (1932–2026) war Filmemacher, Autor und Philosoph. Seine »Chronik der Gefühle« zählt zu den hundert besten Büchern der letzten hundert Jahre (SPIEGEL-Literaturkanon 2024). Vielen ist er bekannt aus seinen nächtlichen Kulturmagazinen bei …
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