Widerstand revisited
Neue Perspektiven auf Gegner:innen des Nationalsozialismus
Heftverantwortlicher: Jens-Christian WagnerReihe: Beiträge zur Geschichte der nationalsozialistischen Verfolgung; Bd. 7
Neue Fallstudien zeigen die Bandbreite des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Er war umfangreicher und vielfältiger, als es die öffentliche Wahrnehmung nahelegt.
Mit dem Widerstand hat die Forschung zum Nationalsozialismus zuletzt ein Thema wiederentdeckt, um das es in den vergangenen Jahrzehnten recht still geworden war, nachdem sich die Perspektive stärker in Richtung der Täter:innen gerichtet hatte und der Widerstand mit der Distanzierung von DDR-Mythen um den antifaschistischen Widerstandskampf bis in die Wissenschaft und in Gedenkstätten hinein in toto diskreditiert worden war.
Über 35 Jahre nach dem Ende der DDR und geschichtspolitischer Deutungskämpfe in den 1990er-Jahren ist es Zeit für eine kritische Neubewertung des Themas. Im vorliegenden Heft werden neue Ansätze vorgestellt, die sich dem Widerstand aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Dabei wird die ganze Bandbreite des Verhaltens zwischen offenem Widerstand und Selbstbehauptung in den Blick genommen. Zudem werden Gruppen untersucht, die bislang nicht im Fokus der Widerstandsforschung standen, so etwa Sinti:ze und Rom:nja oder auch Menschen, die als sogenannte »Asoziale« in die Konzentrationslager verschleppt wurden.
Eine besondere Rolle spielt dabei die internationale Perspektive. Widerstand wurde vor allem von Nichtdeutschen geleistet – in den besetzten Gebieten, aber auch in den Lagern oder bei der Zwangsarbeit im Deutschen Reich.
Mit dem Widerstand hat die Forschung zum Nationalsozialismus zuletzt ein Thema wiederentdeckt, um das es in den vergangenen Jahrzehnten recht still geworden war, nachdem sich die Perspektive stärker in Richtung der Täter:innen gerichtet hatte und der Widerstand mit der Distanzierung von DDR-Mythen um den antifaschistischen Widerstandskampf bis in die Wissenschaft und in Gedenkstätten hinein in toto diskreditiert worden war.
Über 35 Jahre nach dem Ende der DDR und geschichtspolitischer Deutungskämpfe in den 1990er-Jahren ist es Zeit für eine kritische Neubewertung des Themas. Im vorliegenden Heft werden neue Ansätze vorgestellt, die sich dem Widerstand aus unterschiedlichen Perspektiven nähern. Dabei wird die ganze Bandbreite des Verhaltens zwischen offenem Widerstand und Selbstbehauptung in den Blick genommen. Zudem werden Gruppen untersucht, die bislang nicht im Fokus der Widerstandsforschung standen, so etwa Sinti:ze und Rom:nja oder auch Menschen, die als sogenannte »Asoziale« in die Konzentrationslager verschleppt wurden.
Eine besondere Rolle spielt dabei die internationale Perspektive. Widerstand wurde vor allem von Nichtdeutschen geleistet – in den besetzten Gebieten, aber auch in den Lagern oder bei der Zwangsarbeit im Deutschen Reich.
Jens-Christian Wagner
Jens-Christian Wagner, geb. 1966, war Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Seit Mai 2020 ist er Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und Professor für Geschichte …
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