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Menschen ohne Geschichte sind Staub


Queeres Verlangen im Holocaust


Eine Untersuchung, die für das Erinnern an queere jüdische Opfer während des Holocausts und für ein Ende der Stigmatisierung eintritt.

Queere Geschichte des Holocaust, also die Frage nach gleichgeschlechtlichem Verlangen unter den Holocaustopfern, ist bis in die heutigen Tage eine Leerstelle geblieben. Dies liegt an einer weitreichenden Homophobie der Häftlingsgesellschaft in KZs und Ghettos, was dazu führte, dass die Stimmen dieser Menschen weitgehend aus den Archiven getilgt sind. Anna Hájkovás Text baut auf bestehender Forschung zu Homophobie auf und macht den Versuch, die Geschichte dieser ausradierten Menschen zu schreiben.
Die Untersuchung ist dabei gleichzeitig eine Geschichte der Sexualität des Holocaust und nimmt in Augenschein, dass die Beziehungen im Lager mitunter ausbeuterisch und gewaltsam waren, wobei die Übergänge fließend waren. Hájková setzt sich mit einigen besonderen Fällen von Jugendlichen (unter anderem Anne Frank) und Erwachsenen auseinander, es geht um romantische, erzwungene und abhängige Beziehungen, um romantische Sexualität und sexuellen Tauschhandel. Sie zeigt die Gleichzeitigkeit von queerer und Hetero-Sexualität und argumentiert, dass wir von einem ausschließlichen Konzept der sexueller Identität Abschied nehmen und von Akten und Praktiken sprechen müssen, um das Verhalten der Opfer verstehen zu können.

Die englische Ausgabe von »Menschen ohne Geschichte sind Staub« hat den 75. National Jewish Book Award in Kategorie Holocaust gewonnen.
Anna Hájková

Anna Hájková, geb. 1978, ist Reader in modern European continental history an der University of Warwick, Großbritannien, wo sie das Centre for Global Jewish Studies leitet. Sie ist Historikerin der jüdischen Holocaustgeschichte und Autorin von »The Last …

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Pressestimmen

Anna Hájková erhält den National Jewish Book Award

Für die englische Übersetzung ihres Werkes »Menschen ohne Geschichte sind Staub. Queeres Verlangen im Holocaust« erhält Anna Hájková den National Jewish Book Award in der Kategorie ›Holocaust‹. Der Preis zeichnet herausragende englischsprachige Literatur aus, die sich mit jüdischer Geschichte, Kultur und jüdischem Leben beschäftigt. 2026 wird der Preis zum 75. Mal verliehen. Die Preisverleihung findet am 25. März 2026 in New York statt.

Buchcover: Menschen ohne Geschichte sind StaubMenschen ohne Geschichte sind Staub
Anna Hájková
€9,90