Wallstein Verlag



Hofmannsthal und die Kunst des Lesens


Zur essayistischen Prosa


Über Hofmannsthal und sein Nachdenken darüber, was Lesen - und auch Schreiben - von Literatur für die Entwicklung der Persönlichkeit bedeutet.


Die Leidenschaft des Lesens stand lange unter Verdacht. Sie schien vom Gebot einer vermeintlich authentischen Lebensführung, von der Möglichkeit eines genuinen Ausdrucks abzulenken. Welcher Wert konnte der Literatur unter solchen Umständen zukommen?
Kaum ein anderer Autor hat sich mit dieser Frage so intensiv beschäftigt wie Hofmannsthal. Nimmt er in seinem dichterischen Schaffen die eigenen Lektüren ostentativ auf, so stellt er in seinem essayistischen Werk sehr häufig das Lesen in den Vordergrund. Die Studie verfolgt die Entwicklung seiner Reflexion von der Idee einer kreativen Kunst des Lesens bis hin zur späteren Suche nach einer überindividuellen literarischen Sozialität. Stetig versucht er dabei, eine strikte Trennung zwischen Dichter und Leser in Frage zu stellen, um dem Literarischen eine gemeinsame, fürs menschliche Leben wesentliche Bedeutung zu sichern.
Marco Rispoli

Marco Rispoli, geb. 1971, unterrichtet Neuere Deutsche Literatur an der Universität Padua. Im Zentrum seines Interesses stehen die Literatur des deutschen Vormärz, die literarische Ästhetik der europäischen Jahrhundertwende sowie die Theorie und Geschichte ...

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