Wallstein Verlag



Das Iaşi-Pogrom, Juni–Juli 1941


Ein Fotodokumentation aus dem Holocaust in Rumänien

Hg. in Zusammenarbeit mit dem United States Holocaust Memorial Museum und dem Elie Wiesel Institute for the Study of the Holocaust in Romania


Der Holocaust in Rumänien: ein Beitrag zu einem nach wie vor lückenhaften Forschungsfeld.


Mehr als 13.000 Juden wurden innerhalb von neun Tagen im Sommer 1941 im rumänischen Iaşi ermordet - ein erster Schritt auf dem Weg zur »ethnischen Säuberung« des rumänischen Territoriums, den der Diktator Ion Antonescu als Verbündeter Hitlers verfolgte. Verübt wurde das Massaker in erster Linie von Rumänen: Polizeikräfte, Soldaten, Paramilitärs und Zivilisten. Das Pogrom ist außergewöhnlich gut dokumentiert, da die deutschen Truppen, die in der Stadt stationiert waren, die Gräuel fotografieren und ihren Angehörigen als »Souvenir« von der Ostfront schicken durften. Auch Mitglieder des rumänischen Geheimdienstes waren vor Ort, die ebenfalls fotografierten.
Die 127 Fotografien (sowie die Zeugenaussagen von Überlebenden und
Tätern des Pogroms) wurden nach dem Krieg zusammengetragen und verschwanden dann für Jahrzehnte im Archiv der rumänischen Behörden unter Ceauşescu. Als Quelle sind sie von unschätzbarem Wert, denn sie geben einen einzigartigen Einblick in die Grausamkeit der Verbrechen. Für eine Ausstellung im Jahr 2011 hat das Elie Wiesel Institute die Fotos und Dokumente zusammengetragen. Für die Fotodokumentation wurden einleitende kontextualisierende Texte hinzugefügt.
Radu Ioanid

Radu Ioanid stammt aus Bukarest und studierte dort. Promoviert wurde er an den Universitäten Cluj und der École des Hautes Études en Sciences Sociales, Paris. Derzeit ist er Direktor des International Archival Programs Division of the Jack, Joseph and ...

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