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Die Chronik des Gettos Lodz / Litzmannstadt
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Herausgegeben von Sascha Feuchert, Erwin Leibfried, Jörg Riecke. In Kooperation mit Julian Baranowski, Joanna Podolska, Krystyna Radziszewska, Jacek Walicki. Unter Mitarbeit von Imke Janssen-Mignon, Andrea Löw, Joanna Ratusinska, Elisabeth Turvold und Ewa Wiatr
Reihentitel: Schriftenreihe zur Lodzer Getto-Chronik (Hg. von der Arbeitsstelle Holocaustliteratur (Universität Gießen) und dem Staatsarchiv Lodz)
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€ 128,00 (D)
€ 131,60 (A)
CHF 166,00
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alle Preise inkl. MwSt, zzgl. Versandkosten |
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lieferbar ab 10/2007
5 Bände, 3052 Seiten mit 168 Abbildungen Einband: gebunden, Schutzumschlag, im Schuber
Format: 15,5 x 23 cm
ISBN: 978-3-89244-834-1
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KurztextPressestimmenBiographie | | |
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»Die Herausgabe der Getto-Chronik von Lodz ist ein großes Ereignis. Das schreckliche Geschehen im Osten bekommt immer neue Facetten. Und daß sich ein Verlag an diese große Aufgabe heranwagt, ist ein gutes Zeichen. Wir dürfen nicht nachlassen in der Erforschung der deutschen Schuld. Vor einigen Jahren hatte ich einen Teil der Chronik in der Hand. Aber eine Edition hätte meine Kräfte überbeansprucht. Was für ein Ereignis. Ich wünsche dem Werk große Verbreitung«.
(Walter Kempowski)
»Ein Meilenstein der Geschichtsschreibung zur Schoa mit einem beeindruckenden vielhundertseitigen Kommentarteil, in dem auch noch die letzte Variante der teilweise in mehreren Abschriften überlieferten Chronik ausgewertet und vor allem auch wiedergegeben wird.«
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Platthaus, 30.11.2007)
»Ein Unternehmen, daß gar nicht hoch genug gerühmt werden kann.«
(Wilfried Weinke, Die Zeit, 13.3.2008)
»Niemand, der sich mit der Verfolgung und Vernichtung der Juden in den von den Deutschen besetzten und ins Reich eingegliederten polnischen Gebieten ernsthaft beschäftigt, kommt an dieser Publikation vorbei. (...) Es dürfte sich um das umfangreichste und genaueste Dokument über die Lebensumstände in einem von den Nazis errichteten Ghetto handeln. Aber nicht nur der historische Wert der Chronik ist hoch anzusetzen, gleichzeitig liegt ein philologisches Werk vor, das vor Augen führt, wie sehr Editionsphilologie auch ethische Dimensionen haben kann. Es war eine kluge Entscheidung, im Bildteil den bereits vielfach gedruckten Fotos Neues hinzuzufügen und noch mehr die Gesichter der Opfer für sich sprechen zu lassen.«
(Jens-Jürgen Ventzki, Süddeutsche Zeitung, 1.4.2008)
»Die Herausgeber der nun vollständig vorliegenden fünfbändigen Chronik haben die Rumkowskischen Notate, will sagen, die Gesamtchronik, sorgfältig, kenntnisreich und behutsam in einem üppigen Anmerkungsapparat kommentiert. (...)
3.052 Seiten, verteilt auf fünf Bände, ein ebenso beachtliches wie verdienstvolles Verlagsprojekt, das Bewunderung abnötigt.«
(L. Joseph Heid, Jüdische Zeitung, Januar 2008)
»Die sorgfältig und ausführlich kommentierte Edition zeigt die gewaltige Leistung, die an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur, von den drei deutschen Herausgebern und ihren vier polnischen Kollegen sowie den zahlreichen Mitarbeitern vollbracht worden ist. (...) Während die wissenschaftliche Genauigkeit der Ausgabe beeindruckt, rührt vor allem eine Entscheidung der Herausgeber an: Das umfangreiche Personenregister unterscheidet zwischen Opfern und Tätern, trennt die Gepeinigten zumindest symbolisch von ihren Peinigern. Bemerkenswert auch der mit 128 Euro durchaus erschwingliche Preis für die Edition der »Lodzer Getto-Chronik«. »Wir wollen, dass die Texte gelesen werden«, haben die Herausgeber stets betont. Für sie und alle Mitarbeiter ist die Edition nämlich weit mehr als eine wissenschaftliche Veröffentlichung. Die fünf Bände sind »die nachgereichten Grabsteine für die Opfer des Naziterrors«.«
(Heidrun Helwig, Gießener Anzeiger, 3.11.2007)
»Von daher ist es ein Glücksfall, dass die Edition dieser Chronik, Ergebnis eines über viele Jahre währenden Projektes, nicht nur von Historikern, sondern in einer engen interdisziplinären und internationalen Kooperation von Sprach-, Literatur- und Geschichtswissenschaftlern entstand. Ihre sorgfältigen Anmerkungen lesen sich wie ein fortlaufender Kommentar zu einer Sprache der Mehrdeutigkeit, gesättigt durch zahlreiche autobiografische und literarische Quellen, Texte und die gegen den langsamen Tod der Sprache angeschrieben sind.«
(Hanno Loewy, Frankfurter Rundschau, 15.02.2008)
»Jetzt ist die Chronik erstmals in einer vollständigen und vorzüglich kommentierten deutschen Edition zugänglich. Ein ergreifendes Werk.«
(Christian Jostmann, Die Furche, 14.02.2008)
»Eine Quelle von großem Wert.«
(Frank Bajohr, Die Welt, 17.3.2008)
»Überaus hilfreich für das Verständnis dieses monumentalen und vielstimmigen Textes ist die reichhaltige und versierte historische und sprachwissenschaftliche Kommentierung der Einträge. Die zudem ausführlich zu Rate gezogenen Tagebücher und Dokumente zum Getto ergänzen vieles, von dem die Chronisten nur eingeschränkt berichten konnten oder seinerzeit nichts wussten. Abgerundet wird die Edition durch einen Supplementband mit instruktiven Aufsätzen zur Geschichte des Gettos, zur Getto-Chronik selbst sowie zur Sprache der Chronik. Mit der Edition der Getto-Chronik haben Herausgeber und Bearbeiter einen überaus wichtigen Beitrag zur Holocaust-Forschung geleistet, in der die »Opfer-Perspektive« bislang sträflich vernachlässigt und häufig nur als illustratives Beiwerk am Rande berücksichtigt worden ist.«
(Markus Roth, Fritz Bauer Institut - Newsletter Nr. 32, April 2008)
»Diese wertvolle Quelle für die Geschichte der Judenverfolgung ist jetzt in einer deutsch-polnischen Kooperation vollständig ediert worden, versehen mit einem mustergültigen Kommentar und einer historischen Einführung.«
(Damals, Mai 2008)
»Literary historians, social and political theorists, and scholars of World War II and the Holocaust alike will find this publication of immense interest. Present and future generations of scholars are provided with a description of daily life in the Lodz Ghetto in all its minutiae, a small but precious glimpse of the miseries of that existence. These volumes should be made available in the research collections of all major institutions.«
(Carla A. Damiano, Michigan War Studies Review, 1.9.2008)
»Die fünf gewichtigen Bände vermitteln einen komplexen Eindruck über die bedrohlichen Lebensbedingungen, die unablässigen Veränderungen und die rasch wechselnden Stimmungen in der Ghettobevölkerung.«
(Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 57. Jg., 2009)
»In effect, the chronicle offers an account of 3,052 pages, narrated in a clear and graphic language, of suffering, alienation, starvation, and death. The chronicle thus makes for grim reading, but it conveys the expirience of the Lódz ghetto perhaps better than any other source. As well as being an invaluable tool for historians, it serves as a powerful memorial to the 200,000 people who lived and died there.«
(Anna Hájková ,H-Net Reviews, Juli 2009)
»Blättert man die fünf Bände aufmerksam und kritisch durch, fällt die solide und sorgfältige Herstellung auf. Wer macht sich denn heute noch die Mühe, fünf viele hundert Seiten zählende Bände in feinstes Leinen zu binden? Antwort: der Wallstein Verlag. Er hat auch nicht an den Lektoren, Übersetzern und Technikern gespart. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Tadelloser Druck, übersichtliche Gliederung, einheitlich innere Strukturen und schließlich ein ausgezeichneter, etwas schmalerer Band »Supplement und Anhang«. Das zum Äußeren. Inhaltlich fällt das peinlich genaue Lektorat auf. Es tut einfach gut, einen Text zu lesen oder zu studieren, der so zuverlässig bearbeitet worden ist. Kurze, leicht verständliche Sätze in den Vorworten und Einführungen von der ersten bis zur letzten Seite - durchgehend beispielhaft gemacht. Man merkt noch heute, Jahrzehnte später, dass hier Fachleute als Chronisten am Werk waren - »Schriftsteller, Wissenschaftler oder Journalisten« (Band 1941, S. 7). (...) Respekt allen am Projekt Beteiligten.«
(Heiner Lichtenstein, Tribüne, 49 Jg., H. 193, 1. Quartal 2010)
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