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Moshe Zuckermann

Zweierlei Holocaust

Der Holocaust in den politischen Kulturen Israels und Deutschlands
Zweierlei Holocaust


€ 20,00 (D)
€ 20,60 (A)
CHF 30,90
alle Preise inkl. MwSt,
zzgl. Versandkosten
erschienen 1998, lieferbar
184 Seiten
Einband: broschiert
Format: 14 x 22,2 cm
ISBN: 978-3-89244-363-6
KurztextPressestimmenAutorbiographieLeseprobe
»Während wir die Vergangenheit neu interpretieren, wird die Gegenwart durch halberinnerte »Erinnerungen« und deren Verwendungen geprägt. Zuckermann illustriert dies gewandt und einfühlsam in einem Buch, das bald zu einem Klassiker werden wird, nicht nur als Überblick über die literarische Verarbeitung des Holocaust. Das Buch zeigt, daß keine Erinnerung in die Welt tritt, die nicht soglich für andere Lebenszwecke wirksam gemacht wird.«
(Sander Gilman, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

»Sein Buch ist nicht nur hilfreich bei der Auseinandersetzung über Aspekte deutsch-israelischer Beziehung. Es erweist sich als unverzichtbar für das 'Verstehen ' der israelischen Gesellschaft.«
(Uta Klein, taz)

»Hat man sich in die Sprache des Autors eingelesen, der hier wie auch methodisch in der Tradition der Frankfurter Schule steht, so bleibt der Eindruck, selten eine so klare und gedankenreiche Analyse des Redens über den Holocaust gelesen zu haben.«
(Clemens Wergin, Berliner Zeitung)

»Das Buch erweist sich nämlich als sensibel auch noch dort, wo es mit Kritik nicht spart, weil Zuckermanns ruhiger, sachlicher (die Positionen ausführlich zitierender) Beitrag gerade nicht auf deutliche Worte und einen dezidierten eigenen Standpunkt verzichtet. »Zweierlei Holocaust« ist ein Beitrag zu den Schwierigkeiten von »Erinnerungsdiskursen« und beweist exemplarisch, wie fruchtbar es ist, diese zu problematisieren, ohne sie dabei als lediglich sekundären Ballast zu disqualifizieren. Das Buch ist von Überlegungen Adornos und Benjamins inspiriert, bezieht seine Stärke aber gerade dadurch, daß es sich einer noch viel zu selten anzutreffenden (Dan Diners Arbeiten einmal ausgenommen) »zweifachen« Perspektive verdankt, die zugleich auf Deutschland wie auf Israel zu schauen imstande ist. Der Autor beeindruckt durch seine ganz unaufgeregte Methode, die ebenfalls »zweierlei« vereint: die Klarheit der Argumentation, der eigenen Sprache und Wertungen und die Fruchtbarkeit des Ansatzes, vom Karussel der Interpretationen auszugehen, die Deutungen zu deuten und somit zum Ereignis zurückzukehren.«
(Nicolas Berg, Fritz-Bauer Institut, Newsletter)

»Z. gelingt es, in präzisen und ungemein scharfsinnigen Analysen der ideologisch postulierten Teleologisierung des Holocaust auf die Gründung des Staates Israel hin und der konjunkturellen Streitdiskurse in Deutschland den inflationären Gebrauch des Begriffes »Holocaust«, seine »durch eine längst enttabuisierte Alltagsrhetorik forcierte Zerschwätzung« zu demaskieren. (Š) Wie kaum eine zweite Arbeit aus der mittlerweile schier unübersichtlichen Fülle an Holocaust-Literatur verdeutlicht Z. mit viel Umsicht und mit beeindruckender Klarheit die Spannungen deutsch-israelischer Beziehungen und mahnt angesichts eines fragwürdigen Wandels im gegenwärtigen Meinungsklima, die Wunde Holocaust als 'Zivilisationsbruch' offen zu halten. Diese Arbeit wird für zukünftige Debatten zum Thema unverzichtbar sein.«
(Axel Schmitt, Rundschreiben der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit)

»Indem Zuckermann darauf hinweist, daß der 'Holocaust' als mythisches und kulturindustrielles Artefakt längst den Bezug zum realhistorischen Geschehen zu verstellen droht, eröffnet er eine neue Diskussionsebene, gleichsam einen Meta-Diskurs, der mehr über das 'politsche Unbewußte' der jeweiligen Nationen aussagen dürfte als zahllose Beiträge in den Feuilletons.«
(Magnus Klaue, Paratexte)
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