»Dieses beiläufige Vorwärtsgehen, das sich von den omnipräsenten Stereotypen zum Thema nicht ablenken lässt, ist die erzählerische Gangart, die sich Sabine Peters für dieses brisante, angreifbare, subjektivistische, herrlich unausgewogene Israel-Buch auferlegt hat. Nach der Lektüre sind wir aller beruhigenden Vorurteile beraubt. Dieser Verlust aber ist dringend geboten.«
(Michael Braun, Frankfurter Rundschau, 5.7.2006)
»Sabine Peters gelingt es immer wieder, das Nebeneinander von Tätern und Opfern und das zeitgleiche Vertauschen der Rollen sehr genau zu beschreiben.«
(Annett Gröschner, Freitag, 17.3.2006)
»Ein reiches Buch. Man erfährt viel. Wie wenn man selbst dort gewesen wäre.«
(Chrimon, Das evangelische Online Magazin, 8.5.2006)
»»Singsand«- der Titel stammt aus der Dichtung der Beduinen - ist kein journalistischer Reisebericht. Vielmehr ver-dichtet »Singsand« auf literarische Weise Begegnungen und Erlebnisse aus Israel und Palästina: Vergangenes und Gegenwärtiges, Holocaust und Nahost-Konflikt, Politisches und Privates, Jüdisches und Palästinensisches. Die Tagespolitik kommt nur selten zur Sprache, und trotzdem gelingt es Sabine Peters, ein Bild zu zeichnen vom Leben in dem so zerrissenen Heiligen Land. Vorurteile, Ängste, Hoffnungen - die zutiefst menschliche Seite des Konflikts, der kein Ende zu nehmen scheint, schildert Sabine Peters mit viel Einfühlungsvermögen für alle Beteiligten, einem klaren Blick für Details und einem offenen Ohr für (Zwischen-)Töne.«
(Unsere Kirche, 14.5.2006)
»Mit einer solchen Methode eines vielstimmigen Schreibens liefert ihr neues Buch in seiner mal widerspenstig-spröden, mal poetisch knappen Sprache also kein Bekenntnis zur aktuellen Situation in Israel. Es demonstriert die unglaubliche Anstrengung, in einer ausweglos erscheinenden Situation in einem zerrissenen Land vor allem erst einmal den Menschen ins Gesicht zu schauen.«
(Detlef Grumbach, Saarländischer Rundfunk, 27.5.2006)
»Sabine Peters hat Spaß an den Worten, jongliert damit, keines fällt daneben.«
(Gesine Strempel, WDR, 18.6.2006)
»Die eindringlich und in kunstvoller Sprache geschriebenen Episoden machen deutlich, dass das Bild, was die Medien von Israel vermitteln, oft sehr einseitig ist. Sabine Peters versucht, möglichst viele der Facetten aufzuzeigen, die das Land ausmachen«
(Insa Segebade, Ostfriesische Zeitung vom 13.6.2006)
»Peters vermittelt nicht, schon gar nicht urteilt sie, sondern hält die Meinung der jeweiligen Seite aus, auch die Wut, die Trauer. Das Buch ist nicht nur klug, sondern - wegen seiner Ehrlichkeit - auch oft höchst komisch.«
(Chrismon, Juli 2006)
»Singsand ist ein lesenswertes Buch, das weit verbreitete Klischees und Vorurteile zur Lage im Nahen Osten leichthin aufzubrechen vermag.«
(Jüdische Zeitung, 8/2006)
»Marie, die ideale Zuhörerin und Nachfragende, bringt ihr Gegenüber zum Sprechen, erlebt, wie das deutsche Israelbild zu korrigieren wäre. Und der Leser mit ihr, dem manchmal der Atem stockt! Kurze Notate, oft nur ein Substantiv, Dialoge, Konfliktsituationen: es ist Literatur.«
(Christine Razun, Der evangelische Buchberater, 03.2006)
»Man könnte dieses Buch ein Mosaik nennen, wenn sich die Teile zusammenfügten und das Bild nicht durch die Risse geprägt wäre, die es durchziehen. Doch »Singsand« ist mehr als eine präzise Phänomenologie. Ein Ganzes ergibt sich durch den unbeirrbaren Versuch, die Augen für jedes Detail offenzuhalten, das unscheinbarste wie das verletzendste. So mündet kontrollierte, aufmerksame Subjektivität in Objektivität. Sie ist intelligent im Wortsinn: sammelnd, zusammenlesend, verstehend. Die Lektüre und poetisch geschärfte Aufzeichnung von Landschaften, Lebensformen, kulturellen Zeugnissen, Gesprächen, Zufällen und ihren versteckten Gemeinsamkeiten fügt sich zu einer Ethnographie, die, ohne zu appellieren, gegen jedes »gerechte« Urteil plädiert. Denn nur wer zu fragen versteht, mag verstehen. Dies lernt, wer »Singsand« liest.«
(Dorothea Dieckmann, Neue Zürcher Zeitung, 07.09.2006)
Sabine Peters erhält für ihren Reisebericht »Singsand« (Wallstein-Verlag) den vom ver.di-Fachbereich Medien, Kunst und Industrie Rheinland-Pfalz-Saar gestifteten Sonderpreis der Jury »Buch des Jahres 2006«.
Zur Begründugn der Preisvergabe:
»Sabine Peters¹ Reisebericht »Singsand« erzählt in poetischer Dichte von einer Reise in den Nahen Osten mit dem genauen Blick auf das Wesentliche. Unterschiedliche Sichtweisen finden in starken Sprachbildern ihren Ausdruck. Täter, Opfer, das Für und das Wider - alles ist im Fluss.«
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