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Ulf Erdmann Ziegler

Wilde Wiesen

Autogeographie
Wilde Wiesen

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€ 18,00 (D)
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CHF 25,90
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lieferbar ab 11/2007
153 Seiten
Einband: gebunden, Schutzumschlag
Format: 12 x 20 cm
ISBN: 978-3-8353-0275-4
KurztextPressestimmenBiographieLeseprobeEnglish
Fortsetzungsvorabdruck in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die Stadt Neumünster wird im März 2009 mit der Aktion »Eine Stadt liest ein Buch« U. E. Zieglers »Wilde Wiesen« an Originalschauplätzen lesen.

»Was prägt uns: das Große, Einmalige oder das Durchschnittliche, Alltägliche? Die literarische Bewältigung von Lebensstoff wird nie ganz ohne große Gesten und ein wenig Flunkerei auskommen; dennoch wird man auf die Frage instinktiv die zweite Antwort geben - aus eigener Erfahrung wissend, dass es gerade Autoren von Rang sind, die auch mit dem Durchschnittlichen, Alltäglichen etwas anfangen können. (...) Die elegant-lakonische Ironie, die wunderbare Figurenzeichnung verraten eine ganz und gar außergewöhnliche Ich- und Weltwahrnehmung (...). In diesen Notizen aus der Provinz hat die alte Bundesrepublik einen neuen Erzähler gefunden.«
(Edo Reents, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.10.2007)

»Eindrücklich wird »Wilde Wiesen« durch die intensive Nähe zum Geschehen, die Ziegler nie aufgibt. (...) All das formuliert er in einer unaufdringlich poetischen, zeitlosen Weise.«
(Thomas Scholz, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.7.2008)

»Ulf Erdmann Ziegler, der sich bereits in seinem Roman »Hamburger Hochbahn« als Stilist von hohen Graden erwiesen hat, vermag so sehr sprachlich Funken zu schlagen aus den deprimierenden Umständen seiner Kindheit, dass man seine Aufzeichnungen gern, gespannt und über weite Strecken sogar mit großem Vergnügen liest.«
(Tilman Krause, Literarische Welt, 24.11.2007)

»Ulf Erdmann Ziegler gewinnt Autorität durch Atmosphäre und Situation, Arrangement und Verfremdung. Auch als Stilist ist er in jeder Abstufung genau. Selbst einen ereignislosen Alltag vermag er als interessante Geschichte zu erzählen, nichts wird mit einer zuströmenden Bedeutsamkeit belastet. Allerdings hält Ziegler auch immer Pointen bereit, die mehr sind als Klingelstreiche und Knallfrösche. Wer so mit dem Eigenen und Fremden umzugehen versteht, ist ein vollendeter Erzähler, der über seine Generation weit hinaus wirkt.«
(Jürgen Verdofsky, Frankfurter Rundschau, 13.12.2007)

»Alles ist im Buch in selbstironischer Verfügung über die eigene Geschichte aus Leichteste, Hellste und Klarste in die passende literarische Form gebracht (...)«
(Frauke Meyer-Gosau, Literaturen 1/2, 2008)

»Ziegler findet für seine Geschichten eine Sprache (die freilich im Ton nun ganz anders, spröder, nüchterner ist als in seinem Erstling), die durch Entzauberung erst die untergründige Wucht des Geschehens hervortreibt.«
(Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 20.12.2007)

»Den Titel verdankt die sorgsam konstruierte und mit viel Humor geschriebene Autogeographie den Wilden Wiesen in OK City. (...) Der Ich-Erzähler, Ulf Ziegler, guckt durch die Schlüssellöcher und erweist sich dabei als manchmal liebevoller, manchmal bissiger, immer aber präziser Beobachter. (...) Wenn sich doch jeder so elegant seiner Erinnerungen entledigen würde.«
(Katja Weise, NDR, 21.11.2007)

»In einer fast proustisch zu nennenden Beschwörung der verlorenen Zeit gibt Ulf Erdmann Ziegler Momentaufnahmen von Ausschnittvergrößerungen (...). Die ersten beiden Drittel dieses Buches gehören zur sensibelsten und intelligentesten Spurensuche im Hinblick auf die eigene Kindheit, die man in letzter Zeit gelesen hat.«
(Tilman Krause, Deutschlandradio Kultur, 11.12.2007)

»Wo Ziegler aber immer präzise ist, wo seine Sprache zwar elastisch und funkelnd bleibt, man ihrem Autor aber die Nähe zur Architektur anmerkt, das ist bei der Beschreibung der Wege, die er durch Neumünster und Konstanz macht, bei der Beschreibung der Häuser in denen er wohnt, den Grundstücken, auf denen er sich aufhält, und wie diese sich zu ihrer Umgebung verhalten (...). Gerade hier zeigt sich Ziegler ein weiteres Mal als großer Stilist, als der er sich schon mit »Hamburger Hochbahn« erwiesen hat. (...)
Ziegler gelingt es immer wieder, den Leser nah heranzuzoomen, ihn für seine Geschichte zu interessieren, für sein Großwerden in einem Lehrerhaushalt in einer norddeutschen Kleinstadt wie Neumünster, für seine ersten zarten Rebellionsversuche in einer christlichen Gemeinde, für seine Erfahrungen mit geistig behinderten Kindern während des Zivildiensts. Der Grund dafür ist das richtige Maß , das Ziegler zwischen der erzählten Nähe und der Distanz zu sich selbst findet. Er lässt es richtiggehend blitzen und funkeln, wenn er etwa eine Fahrt durch das Ruhrgebiet beschreibt (...).
Aufregendes erzählt Ziegler nicht. So war das nunmal, damals in der Bundesrepublik. Aufregend, spektakulär dagegen ist, wie Ziegler erzählt und sein Material arrangiert.«
(Gerrit Bartels, Der Tagesspiegel, 29.12.2007)

»Wie Ziegler das fragile Kindheitsmuster aufdeckt, wie er die Abenteuer der Pubertät einwebt in die Zeitgeschichte, das hat Charme und Wiedererkennungswert für alle, die der selben Generation angehören.«
(Annette Schroeder, Kölnische Rundschau, 31.12.2007)

»In »Wilde Wiesen« - nebenbei: was für ein schöner Titel für Kindheits- und Jugenderinnerungen aus der norddeutschen Provinz! - erzählt Ulf Erdmann Ziegler von dieser verlorenen Zeit. Das haben vor ihm bereits viele Erzähler getan. Aber in »Wilde Wiesen« kann man beim Lesen einen neuen, bislang noch nicht eingeübten Ton erspüren: Ulf Erdmann Ziegler will einem diese Zeit nicht nahebringen, sondern im Gegenteil weit wegrücken. (...)
Als Journalist und Kritiker hat sich Ziegler viel mit Stil- und Architekturfragen beschäftigt; das ist »Wilde Wiesen« zugutegekommen. Über Zimmereinrichtungen kann er in ein, zwei Absätzen ein ganzes Lebensgefühl beschreiben; aus den Erschließungen der Neubauviertel liest er die Hoffnungsfreudigkeit, aber auch die Tristesse eines Siebzigerjahre-Lebens in der Provinz ab. (...)
Die Darstellung dieser Fremdheitserfahrungen ist, wenngleich in vielen Details ein spezieller, einzelner Fall, unbedingt überindividuell geglückt.«
(Dirk Knipphals, die tageszeitung, 26./27.1.2008)

»Kein anderer als der Autor Ulf Erdmann Ziegler, der sich gerade erst im Frühjahr mit seinem Debutroman “Hamburger Hochbahn« einen Ruf auch als Romancier von Rang erschrieb, gibt sich in dieser Passage einmal als erzählendes Ich preis, eingekleidet in feine Ironie und subtile Komik, wie wir es uns von diesem eleganten Essayisten mit originellem Stilwillen erhoffen. Wobei wir im Namen und Identifikationsspiel natürlich nichts weniger erwarten dürfen als Wahrheitsverpflichtung: Ziegler ist es und Ziegler ist es nicht. (...)
Ulf Erdmann Ziegler ist ein imaginationsfähiger Zeichenleser in den Provinzen unserer Herkunft. Und dazu ein wunderbarer Portraitist seiner Figuren. (...)
Überhaupt - jene Passagen, in denen die essayistischen und erzählerischen Begabungen von Ulf Erdmann Ziegler in kunstvoll verschlungenen Sätzen ineinander fließen, gehören zu den blühenden in »Wilde Wiesen«. (...)
Ulf Erdmann Ziegler versteht es hintersinnig, komisch-ernste Szenenfolgen dieser Kindheits- und Jugendregister sinnlich zu montieren, Szenen, in denen Begabung, Hochmut und Einsamkeit aufscheinen.«
(Christian Döring, Deutschlandfunk, 22.1.2008)

»Ob es nun um den Zustand der Seele geht, oder um die Topologie der Kindheit. Immer wieder hält Ziegler sie mit kartographischer Präzision fest. Nicht realistisch, sondern mit einer Genauigkeit, die ins Malerische umschlägt und nachhaltige Bilder ins Gedächtnis brennt (...)
Zieglers neues Werk ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie man aus dem Unscheinbaren ästhetische Funken schlagen kann, die zugleich immer selbstreflexiv auf den Erzähler zurückstrahlen.«
(Ingo Arend, Freitag, 18.1.2008)

»Doch so trostlos sie einem auch vorkommen mögen, diese Wohnlandschaften, Ziegler führt sie uns lakonisch, präzise und mit fotographisch anmutender Liebe für räumliche und architektonische Details vor als kleine Idyllen, Oasen der Seligkeit, ferner als Gründe für seine Orientierungslosigkeit (...).«
(Michael Saager, Hessische Niedersächsische Allgemeine, 22.1.2008)

»Von seiner Augenlust, die ja zum eigentlichen Beruf des Autors gehört - er ist ja Design- und Architekturkritiker - profitiert diese Erzählung. So genau und kompakt erzählt Ziegler (...), dass die Schilderungen schnurgerader Wege, misslungener Lückenbebauung und zerklüfteter Straßenzüge (...) zu einem Lektüregenuss werden. Als ein Sprachmagier der Ödnis zeigt sich er Autor.«
(Christina Onnasch, Mitteldeutsche Zeitung, 9.02.2008)

»Kein nostalgisches Gemälde, vielmehr eine kühl gesetzte Radierung, die sich jede Verklärung verbietet. Eine sichtbare Welt in Sprache zu verwandeln - das ist das simpel-verzwickte Anliegen dieser sorgfältig geschriebenen Prosa.«
(Lothar Quinkenstein, Saarbrücker Zeitung, 14.3.2008)

»Für seine Leser ist das Buch ein Geschenk.«
(Detlef Grumbach, Saarländischer Rundfunk, 28.1.2008)
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