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Ruth Klüger
Gelesene Wirklichkeit
Fakten und Fiktionen in der Literatur |

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erschienen 2006, lieferbar
222 Seiten Einband: gebunden, Schutzumschlag
Format: 13 x 20,5 cm
ISBN: 978-3-8353-0026-2
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KurztextPressestimmenBiographieEnglish | | |
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»Man braucht kein Germanist zu sein, um Ruth Klügers Literatur-Essays mit Faszination zu lesen. Ihre Argumentation ist scharfsinning, ihr Stil lakonisch und pointiert, ihr Urteil unerbittlich, aber immer nachvollziehbar.«
(Sigrid Löffler, ORF)
»Der Leser wird an der klaren Sprache Ruth Klügers, ihrer undogmatischen Argumentation und ihren souveränen Urteilen seine Freude haben. Für Literaturwissenschaftler und Kritiker hält das Buch freilich Zurechtweisungen bereit, die manch einer mit säuerlicher Miene zur Kenntnis nehmen wird.«
(Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.5.2006)
»Immer ist Ruth Klüger in den Essays mit ihrer ganzen Persönlichkeit präsent. Das Subjektive wird von ihr nicht als Beschränkung, sondern als Grundbedingung von Erkenntnis betont. Das schärft das Denken und hält die Autorin wie den Leser davon ab, sich in Allgemeinheiten zu verlieren.«
(Rolf-Bernhard Essig, Wiener Zeitung, 6.5.2006)
»Wie schon ihre früheren Bücher gezeigt haben, sind ihre literaturkritischen Arbeiten originelle Denkexperimente, keine Dekrete. Sie lassen den Leser auf eine sehr sympathische Weise am Prozess der Wahrheitsfindung teilhaben, mit ebenso unaufgeregten wie beharrlichen Reflexionen über die Zusammenhänge von Ethik und Ästhetik.«
(Oliver Pfohlmann, die tageszeitung, 27./28. Mai 2006)
»Ein solches Lesen und Forschen kann spannend werden; bei Ruth Klüger ist es ein Abenteuer, wenn sie danach fragt, wie wirklich das Mögliche ist.«
(Rheinische Post, 10.6.2006)
»Bis hin zur Autobiographie macht Ruth Klüger höchst anschaulich bewusst, wie Literatur, die im historischen Gewand daherkommt, funktioniert. Dabei liefert sie auch ein schmerzlinderndes Mittel gegen die grassierenden Seuche der Dokudramen. Sie machen glauben, nun endlich zu wissen, wie es gewesen ist. Doch das ist eine im Vorfeld der Kunst sorgfältig geplante Lüge, wie Klüger überzeugend feststellt.«
(Wolfgang Mahlow, Nordkurier, 30.06.2006)
»Klügers absolut lesenswerte Aufsätze enthalten aufmerksame Beobachtungen des Umgangs mit Geschichte und der Gedächtniskultur
in der heutigen Literatur- und Medienwelt. Sie zeigen, dass sich Fakten und Fiktion manchmal nicht voneinander unterscheiden lassen, und sich gleichzeitig Mahnungen, die historische Tatsache nicht mit ihrer wechselnden Interpretation zu verwechseln und einen Text nicht ohne seinen historischen Kontext zu sehen.«
(Charlotte Kitzinger, Universität Gießen, WLA-Online-Archiv, Oktober 2006)
»Ruth Klügers großes Erinnerungsbuch, frei von Pathos, Holocaust-Kitsch und allem Erhabenen, ist eine Geschichte der tiefen Beschädigungen. Dass aus einem Kind, das solche Beschädigungen er- und überlebt, eine so kluge Lehrerin der Literatur werden konnte, ist ein Wunder und ein Geschenk, für das wir nur dankbar sein können.«
(Elke Heidenreich, Die Welt, 4.11.06)
»Die Poesie hat ihr nie den Blick auf Menschen und Dinge verstellt. Mag sein, dass das Überleben in Auschwitz Ruth Klüger vor literaturwissenschaftlichen Illusionen bewahren sollte. Durch schöne Worte lässt sie sich nicht blenden. Stets schaut sie nach, was dahinter steckt. Naturgemäß nicht naiv, sondern mit dem Instrumentarium einer Gelehrsamkeit, die keinen akademischen Jargon benötigt.
Darum ist sie eine Essayistin von Rang - ohne Scheuklappen, präzise im Urteil und höchst differenziert. Ihr Band »Gelesene Wirklichkeit« legt von all dem schönstes Zeugnis ab.«
(Ulrich Weinzierl, Die Welt, 18.11.2006)
»Was an Klügers Wortmeldungen stets fasziniert, ist das seltene Talent, Fragen zu formulieren (»Warum stören uns manche fiktionlaen Abweichungen von der Geschichte und andere nicht?«), Themen zu verknüpfen, je essayistischer, desto besser.«
(Ulrich Simon, Deutsche Bücher - Forum für Literatur 37. Jg. , 2007)
»Es ist immer ein Vergnügen, ein Buch von Ruth Klüger zu lesen. Denn bei aller Gelehrsamkeit der Autorin muss sich der Leser bei ihr nie mit der Machete einen Weg durch theoretisches Unkraut bahnen, sondern er wird freundlich an der Hand genommen von einer angenehm klaren und anschaulichen Sprache, hinter der immer auch der Mensch Ruth Klüger spürbar wird.«
(Markus Stock, Seminar, A Journal of Germanic Studies, vol. XLV, 2009)
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