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Fred Wander

Der siebente Brunnen

Roman
Der siebente Brunnen

English

Mit einem Nachwort von Ruth Klüger
€ 19,00 (D)
€ 19,60 (A)
CHF 27,90
alle Preise inkl. MwSt,
zzgl. Versandkosten
erschienen 2005, lieferbar
168 Seiten
Einband: gebunden, Schutzumschlag
Format: 12,5 x 20,5
ISBN: 978-3-89244-837-2
KurztextPressestimmenBiographieEnglish
Die Wiederentdeckung eines Buches, das als eines der ersten in ganz neuer Weise ĂŒber den Holocaust sprach.

Vor kaum mehr als zehn Jahren haben BĂŒcher von Georges-Arthur Goldschmidt, Ruth KlĂŒger, Louis Begley und Imre KertĂ©sz neue Formen des Sprechens ĂŒber den Holocaust gefunden und damit die Frage des »Weiterlebens« mit der Erinnerung auf eindringliche Weise an den Leser ĂŒbermittelt. »Der siebente Brunnen« ist zwanzig Jahre Ă€lter und gehört doch genau zu diesen BĂŒchern.
»Wie soll man Geschichten erzĂ€hlen, die fast alle mit Tod, mit Mord, mit Erschießen, Erschlagen, Verhungern, Erfrieren, mit Gaskammer und Galgen enden? Geschichten, die nicht erfunden sind, an denen der Autor nichts erfinden darf. Anti-Geschichten also, denn die sie in Szene setzten, hatten es auf das Ende der Geschichte und aller Geschichten angelegt. Wie das erzĂ€hlen, ohne davon erdrĂŒckt zu werden oder unzulĂ€ssigerweise zu beschwichtigen?
Wander hat das Problem des ErzĂ€hlens, des Redens unter solchen UmstĂ€nden ĂŒberhaupt zum Motiv seines Buches gemacht. Vom ersten Kapitel an denkt er ĂŒber die Voraussetzungen menschlicher Sprache, des einander Zu-Sprechens und Miteinanderredens nach ...Wenigstens einige aus diesem Heer der AnonymitĂ€t entreißen, in der man sie umkommen lassen wollte. Wenigstens einige Namen aufrufen, einige Stimmen wiedererwecken, einige Gesichter aus der Erinnerung nachzeichnen...Er schildert sie, unterschiedlich, wie sie sind, Starke und Schwache, sich Auflehnende und Passive, Fromme und UnglĂ€ubige, Stolze und DemĂŒtige, Junge und Alte, Juden aus Europa und Franzosen, Russen, Ukrainer...Alles zur Einheit gebracht durch die immer anwesende Person des ErzĂ€hlers, der den Leser an seinem einmaligen, persönlichen Versuch, sich der wichtigsten Erfahrung seines Lebens zu stellen, teilnehmen lĂ€ĂŸt. Davon eben geht die Wirkung des Buches aus.« (Christa Wolf, 1972)
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