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Annegret Schüle

Industrie und Holocaust

Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz
Industrie und Holocaust

Herausgegeben von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora
€ 29,90 (D)
€ 30,80 (A)
CHF 41,90
alle Preise inkl. MwSt,
zzgl. Versandkosten
lieferbar ab 12/2010
464 Seiten mit 241, z.T. farb. Abbildungen
Einband: gebunden, Schutzumschlag
Format: 16,5 x 24
ISBN: 978-3-8353-0622-6
KurztextPressestimmenBiographie
Ein Unternehmen und seine Schlüsselstellung als Betriebsstätte des Holocaust

27. Januar 2011: Eröffnung des Erinnerungsorts Topf & Söhne Erfurt

Der industrielle Massenmord in Auschwitz wäre ohne die von der Erfurter Firma J. A. Topf & Söhne konstruierten Leichenverbrennungsöfen und deren Gaskammer-Lüftungstechnik nicht möglich gewesen. Annegret Schüle rekonstruiert die Geschichte dieser Firma und belegt die Mitwisser- und Mittäterschaft der Inhaber, Ingenieure und Monteure. Dargestellt wird, wie ein Thüringer Traditionsunternehmen, das in der Weimarer Republik Bestattungsöfen für städtische Krematorien entwickelte, zum direkten Auftragnehmer der SS wurde. Die Autorin fragt, wer diese Menschen waren, die in der Massenvernichtung eine technologische Herausforderung, eine Chance zur Gehaltssteigerung und einen zukunftsträchtigen Markt sahen. Wie war es möglich, dass sich in der Betriebsgemeinschaft kein Widerspruch regte und sogar Arbeiter aus dem kommunistischen Widerstand zu Mittätern wurden? Wie gingen die Beteiligten und die beiden Nachkriegsgesellschaften mit dieser Schuld um?
Topf & Söhne ist ein Beispiel dafür, welche Schlüsselrolle private Wirtschaftsunternehmen bei der Massenvernichtung im Nationalsozialismus spielten. Zu diesem Teil der Industriegeschichte des 20. Jahrhunderts leistet diese Monographie einen wichtigen Beitrag.

»Hier liegt eine ungemein eindringliche Untersuchung einer auf beklemmende Weise beispielhaften industriellen Mitwirkung am Holocaust vor. Sie wird auf lange Zeit die abschließende Untersuchung zu Topf & Söhne und der geeignete Begleitband für den Gedächtnisort in Erfurt werden.« (Lutz Niethammer)
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