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Uwe Wittstock

Nach der Moderne

Essay zur deutschen Gegenwartsliteratur in zwölf Kapiteln über elf Autoren
Nach der Moderne

€ 19,90 (D)
€ 20,50 (A)
CHF 28,90
alle Preise inkl. MwSt,
zzgl. Versandkosten
lieferbar ab 08/2009
224 Seiten
Einband: gebunden, Schutzumschlag
Format: 12 x 20 cm
ISBN: 978-3-8353-0561-8
KurztextPressestimmenBiographie
Was hat sich geändert für die Entstehung und die Aufnahme neuerer deutscher Literatur, da die Pfade der klassischen Moderne längst zu planierten Promenaden geworden sind?

In den vergangenen zehn, fünfzehn Jahren hat sich viel verändert für Schriftsteller deutscher Sprache. In einem Land, in dem die Literatur seit der Romantik in hohem Maße mit kunstreligiösen Vorstellungen aufgeladen war und Schriftsteller in die priesterliche Rolle eines repräsentativen Sinnstifters gedrängt wurden oder sich drängten, greift in den letzten Jahren eine größere Pragmatik um sich. Auf den ersten Blick ist die Versuchung groß, diesen Prozess als Vertreibung der Autoren aus einer ehemals privilegierten Rolle zu beschreiben, also als Symptom ihrer schwindenden Bedeutung. Aber offensichtlich ist das Gegenteil der Fall: Die Resonanz auf die Arbeit deutschsprachiger Schriftsteller, zumal der jüngeren unter ihnen, hat in den letzten Jahren sowohl im Inland wie auch international kräftig zugenommen.
Uwe Wittstock fragt danach, warum sich da etwas spürbar geändert hat und was die Bedingungen und Begleiterscheinungen dieses Wandels sind. Er unternimmt diese Erkundung nicht abstrakt, sondern exemplarisch anhand der Werke von Hans Magnus Enzensberger, Robert Gernhardt, Max Goldt, Wolfgang Hilbig, Daniel Kehlmann, Dea Loher, Martin Mosebach, Heiner Müller, Dirk v. Petersdorff, Christoph Ransmayr und Silke Scheuermann.


Inhaltsverzeichnis

Die Moderne nach der Moderne

Grablegung der Geschichtsphilosophie. Heiner Müller

Das Prinzip Exkommunikation. Wolfgang Hilbig

Die Entdeckung der Postmoderne. Hans Magnus Enzensberger

Wirklichkeit und Schnirklichkeit. Robert Gernhardt

Erinnerung an den Gesellschaftsroman. Martin Mosebach

Zentrum und Peripherie. Christoph Ransmayr

Segeln im Ozean der Urteile. Max Goldt

Von der Mikrophysik der Macht. Dea Loher

Die Realität und ihre Risse. Daniel Kehlmann

Die Fesselspiele des Ich. Silke Scheuermann

In einer zur Ironie verdammten Zeit. Dirk von Petersdorff
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