Wallstein Verlag
Bücher

erweiterte Suche
Neuerscheinungen Literatur
Neuerscheinungen
Belletristik
Editionen
Sudelblätter
Geschichte
Philosophie
Literaturwissenschaft
Kulturwissenschaften
Achtzehntes Jahrhundert
Judentum/Antisemitismus
Gesamtverzeichnis
Vorschau Herbst 2010
E-Book
Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leer
Bestellinfos
Verlagskatalog bestellen 
AGB 
Newsletter
Newsletter bestellen
Newsletter anzeigen
Philippe Despoix

Die Welt vermessen

Dispositive der Entdeckungsreise im Zeitalter der Aufklärung
Die Welt vermessen


Aus dem Französischen von Guido Goerlitz
Reihentitel: »Wissenschaftsgeschichte« (Hg. von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger)
€ 29,90 (D)
€ 30,80 (A)
CHF 47,90
alle Preise inkl. MwSt,
zzgl. Versandkosten
lieferbar ab 10/2009
278 Seiten mit 27 Abbildungen
Einband: broschiert
Format: 14 x 22,2 cm
ISBN: 978-3-8353-0485-7
KurztextPressestimmenAutorbiographie
Philippe Despoix untersucht die Verwissenschaftlichung der großen Weltumsegelungen der Spätaufklärung und deren Formierung zum »europäischen Ereignis«.

»Die Welt vermessen« handelt von den Praktiken zur Erkundung der unbekannten Welt im Zeitalter der Aufklärung, die insbesondere mit den europäischen Weltumsegelungsprogrammen einhergingen. Philippe Despoix untersucht u. a. die geographischen Orientierungstechniken, mit denen die Welt vollständig kartiert werden sollte, und wie sich die Entdeckungsreisen in der neu aufkommenden, z. T. reich illustrierten, Reiseliteratur niederschlugen. Daneben analysiert er, mit welchen Deutungsverschiebungen sich Begriffe wie »eingeboren«, »Zivilisation« oder »europäisch« ausdifferenzierten.
In diesem Rahmen entstand ein ganzes Ensemble neuer Figuren: der Uhrmacher und seine Schiffschronometer, die in Konkurrenz zum königlichen Astronomen treten, der Forschungsreisende als Autor, der wie Bougainville, Cook oder Forster den herkömmlichen Kompilator entthront, der Indigene der Südsee als anthropologisches Subjekt und nicht zuletzt das europäische Publikum, an das sich der Entdeckungsdiskurs anstelle der Monarchen oder Gelehrten verstärkt richtet.

Zur Reihe:
Die Wissenschaftsgeschichte verstand sich lange Zeit als eine Art Gedächtnis der Wissenschaften. Heute sucht sie ihren Platz in der Kulturgeschichte und sieht ihre Aufgabe nicht zuletzt darin, Brücken zwischen den Naturwissenschaften und den Geisteswissenschaften zu bauen. Die Formen, in denen dies geschieht, sind keineswegs ausgemacht. Sie sind Gegenstand eines großen, gegenwärtig im Gange befindlichen Experiments. Die historische Einbettung der wissenschaftlichen Erkenntnis, der Blick auf die materielle Kultur der Wissenschaften, auf ihre Objekte und auf die Räume ihrer Darstellung verlangt nach neuen Formen der Reflexion, des Erzählens und der Präsentation. Die von Michael Hagner und Hans-Jörg Rheinberger herausgegebene Reihe »Wissenschaftsgeschichte« versteht sich als ein Forum, auf dem solche Versuche vorgestellt werden.
created by PROPECO net solutions